Innenpolitik Wer hat den Anschlag auf Nordstream 2 und 1 ausgeführt?
Aha, und womit haben wir in Zukunft noch zu rechnen? Wir, als rohstoffarmes Land, sind doch von so vielen anderen Ländern auch abhängig. Auch von "zweifelhaften" Gesellschaften. Das kann ja direkt noch spannend werden!Aber das war ja immer so - wir hätten es immer bemerken können, oder?
Simiya
Aber womit in der Zukunft zu rechnen ist - diese Frage sollten wir niemanden stellen, der nicht in dieZukunft blicken kann und das dürften wir alle sein.
Mich verunsichert derzeit sehr stark,dass wir als Deutschland und als Wirtschaftsmacht mit hohem Fachkräfte-Problem bei infragekommenden Ländern, deren Bevölkerung jung und bereit wärek, auszuwandern, im Ranking nur noch Platz 15 einnehmen.
Als Hauptmangel wird erklärt: mangelnde Digitalisierung, unattraktive Angebote mit zu hohen bürokratischen Hürden für Einwanderungswilligen, zu komplizierte Sprache usw.
Da müssen wir uns schnellstens ändern und auf internationales Niveau bringen wie z.B. Kanada, GB, USA - sonst werden wir schon sehr bald allergrösste Probleme bei unserem Standard in Deutschland bekommen, den wir seit Jahrzehnten gewöhnt sind. Olga
Was soll eigentlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aus diesen Ländern werden, wenn wir ihnen heute gezielt ihre besten Leute wegnehmen? Dieser kurzfristige Gewinn für uns kann nicht die Lösung des Problems sein, moderner Kolonialismus kann nicht die Lösung sein. Die Armut und Rückständigkeit würde sih bei ihnen nur manifestieren. Gleichsam dem Arzt, der seinem leidenden Patienten nur Schmerzmittel verschreibt, statt der Ursache des Übels auf den Grund zu gehen, würden wir mit diesem Fachkräfteimport lediglich für eine gewisse Zeit das Problem verdrängen, lösen würden wir es nicht. Die Ursache dieses Fachkräftemangels liegt eindeutig und einzig im verluderten Bildungssystem unseres Landes. In den PISA-Studien sacken wir jedes Jahr weiter ab, knapp ein Fünftel der Schüler verlässt die Schule ohne vernünftigen Abschluss, und in zunehmenden Maß befinden sich darunter auch Muttersprachler. Es existiert, warum auch immer, ein ungekannter Lehrermangel, die Ausfallstunden häufen sich, die technische Ausstattung der Schulen ist in der Regel auf dem Stand voriges Jahrhundert. Bildung war mal das Pfund, mit dem wir wuchern konnten, auch in den Alten Bundesländern. Das ist vorbei, und mehr haben wir nicht, so dass wir seit Jahren auf den Gebieten der Forschung und Entwicklung anderen weit hinterher hinken. Und ich bin mir sicher, olga, dass sich dieser Mangel mit dem Fachkräfteimport nur kurzfristig übertünchen ließe.
Ich habe hier oftmals den Eindruck, Simiya, dass mit einem unreflektiert verwandten, vereinnahmenden "wir" Verantwortlichkeiten verwischt werden.Aha, und womit haben wir in Zukunft noch zu rechnen? Wir, als rohstoffarmes Land, sind doch von so vielen anderen Ländern auch abhängig. Auch von "zweifelhaften" Gesellschaften. Das kann ja direkt noch spannend werden!
geschrieben von Simiya
Ich kann mich nicht erinnern, dass mich jemals wer gefragt hat, nach welchen Gesichtspunkten die Eidesformel "betrauter Diener" umgesetzt werden soll und was ich bereit wäre an Opfer für deren Handeln zu bringen.
Und dennoch heißt es hier oft, "wir alle" hätten.
Es gilt, zu beobachten was von wem gesagt wird und was in wessen Auftrag geschieht, um einigermaßen zu gewährleisten, dass das Modell Demokratie funktioniert.
Heute mehr als jemals zuvor sonst nach dem elenden Krieg, scheint mir.
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Aber all das hat mit Nordstream sehr wenig zu tun.
Simiya
Es werden dringend Handwerker gesucht, aber die Betriebe weigern sich Praktikanten auszubilden.
Wir erleben es momentan hautnah.
Trotz sehr guten Notendurchschnitt bekommt der Enkel, der gerne Elektroniker werden möchte, Absage an Absage.
Seine Klassenkameraden mit Migrationshintergrund haben schon längst das Handtuch geworfen.
Das hab' ich so in der letzten Zeit hier nicht gehört. Eher das Gegenteil.
Das hab' ich so in der letzten Zeit hier nicht gehört. Eher das Gegenteil.Das deckt sich mit meiner Wahrnehmung.
Handwerksbetriebe hier, haben es schwer AZUBIS zu finden.
Ein Heizungsbauer erzählte unlängst anlässlich einer Führung durch den Betrieb, dass Praktikanten oft nach der ersten oder zweiten Begleitung durch den Arbeitstag nicht mehr kämen.
Er bedauerte das.
Anscheinend gibt es diesbezüglich regionale Unterschiede.
Das Thema passt nicht hier rein.
Ich werde es morgen gesondert ansprechen.
Vielleicht haben hier einige gestanden Handwerker brauchbare Tipps!
Mareike
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Sollte da Gazprom etwa weitsichtiger denken , weit über Putin hinaus sich eine Wiederaufnahme 'normaler' Wirtschaftsbeziehungen mit dem Feind im Westen vorstellen können ?
Warum nicht? Das beste Beispiel ist doch Deutschland. Ich bin dankbar, dass man uns trotz unserer furchtbaren Taten in der Vergangenheit wieder als Partner akzeptiert.
Ciao
Hobbyradler
Was soll eigentlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aus diesen Ländern werden, wenn wir ihnen heute gezielt ihre besten Leute wegnehmen? Dieser kurzfristige Gewinn für uns kann nicht die Lösung des Problems sein, moderner Kolonialismus kann nicht die Lösung sein.ich bitte um Entschuldigung, dass ich zu diesem Beitrag antworte, obwohl die Berichte alle nicht zu dem Titelthema gehören.
t. Die Ursache dieses Fachkräftemangels liegt eindeutig und einzig im verluderten Bildungssystem unseres Landes.
Leutnant - wenn hochqualifizierte, gut ausgebildete junge Menschen ihr eigenes Land verlassen wollen,bedeutet das auch,dass ihnen die Heimat keine Zukunftsperspektiven bietet. Das ist und war zu allen Zeiten so - schauen wir nur in die USA, nach Kanada, Australien, wohin insbesondere Europäer seit vielen Jahren auswandern.
wenn diese zugewanderten Menschen dann zB. bei uns gutbezahlte Arbeit bekommen, sind sie in der Lage von dem Einkommen Geld an ihre Familien im Heimatland zu überweisen. Auch das wird seit vielen Jahren so gehandhabt und ist meist für solche Länder eine wichtige Einnahmequelle.
Die Ursache des Fachkräftemangels liegt eindeutig in zu wenig jungen Menschen,die nachfolgen. Das zieht sich dann natürlich auch auf Lehrer- und Erziehermangel. Beim Lehrerproblem kommt noch hinzu,dass hier mehr als 40% in Teilzeit arbeiten - wäre diese Quote niedriger, könnten mehr vorhandene LehrerInnen auch unterrichten.
Aber es ist wie es ist: derzeit haben wir ca 2 Mio freie Stellen und es fehlen jetzt schon jährlich ca 400.000 Arbeitskräfte. Und anderswo finden junge Menschen keine freien Stellen und emigrieren deshalb dorthin, wo die Situation für sie positiver ist.
Dazu kommt noch in unseren wohlhabenden Staaten,dass junge Menschen kein erkennbares, grosses Interesse mehr haben, sich den Berufen "auszuliefern" - sie wollen ihre Work-Life-Balance leben, d.h. gut bezahlt mit festen Arbeitszeiten und der Möglichkeit zu mehr Engagement im Privatleben. Olga