Diskussion historischer Ereignisse Kniefall

Re: Kniefall
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 08.12.2010, 17:04:49
Wir sollten ihm keine Bühne mehr gönnen für solche abstrusen Ideen.



Olga, das kann ich nur unterstützen. Hier ist jedes Wort zu viel!

Meli

dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Kniefall
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf ehemaligesMitglied27 vom 08.12.2010, 16:58:20
@Boris

Ja Du hast Recht. Ich habe im "Neuen Forum" aktiv mitgeholfen mein Vaterland abzuschaffen und lebe deshalb jetzt in einem neuen. Schade, dass Dein Onkel so dumm war, für ein falsches Vaterland ins Gras zu beißen.
ehemaligesMitglied27
ehemaligesMitglied27
Mitglied

Re: Kniefall
geschrieben von ehemaligesMitglied27
Ich lasse mir keine dumm-dreiste Bemerkung gefallen, mein Vaterland irgendwie skizziert zu haben und auch keine Unterstellung zu den ewig Gestrigen zu gehören. Den Spruch von den "vaterlandslosen Gesellen" hat der ehrenwerte Demokrat Franz Josef Strauß häufiger benutzt und ich erlaube mir, es ihm gleich zu tun.

Ich hatte geschrieben, dass mein Vaterland immer Deutschland war und es noch ist, egal unter welcher Regierungsform es jeweils war.

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Urego
Urego
Mitglied

Re: Kniefall
geschrieben von Urego


Ich schäme mich, daß Personen in unserem Alter, ich vermute mal mit einer Portion Lebenserfahrung ausgestattet,dem Sturm- und Drangalter entwachsen, sich in so unwürdigerweise Weise über dies Thema streiten können.

Willy Brandt war Mitglied der ältesten sozial d e m o k r a t i s c h e n Partei Deutschlands. Er war ihr Vorsitzender. Er war unser Bundeskanzler. Mit Willy Brandt begann erst eine Politik, die zum Dialog mit dem Osten führte und die letztlich die Wiedervereinigung ermöglichte.

Selbst, wenn Brandt diese Geste nur aus Gründen der Staatsraison (was ich nicht glaube) getan haben sollte, hat er gut daran getan. Hat denn niemand der kleinlichen und ignoranten Diskutanten die Bilder der Opfer des Warschauer Ghettos gesehen? Geschweige denn, all die anderen Opfer? Man muß sich ja schämen, noch daraufhin weisen zu müssen.

Ob Willy Brandt nun einmal Herbert Frahm geheißen hat, ist doch völlig nebensächlich. Das waren andere Zeiten. Heute heiraten die meisten Eltern nicht einmal mehr. Auch, wenn sie könnten.

Urego
Re: Kniefall
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Urego vom 08.12.2010, 18:19:15
Willy Brandt war Mitglied der ältesten sozial d e m o k r a t i s c h e n Partei Deutschlands. Er war ihr Vorsitzender. Er war unser Bundeskanzler. Mit Willy Brandt begann erst eine Politik, die zum Dialog mit dem Osten führte und die letztlich die Wiedervereinigung ermöglichte.


Aus dem was und wie Du schreibst, spricht Respekt - Respekt vor der Person des anderen und seiner großen Lebensleistung.


Meli
marianne
marianne
Mitglied

Re: Kniefall
geschrieben von marianne
als Antwort auf Urego vom 08.12.2010, 18:19:15
Danke, Urego!

Es war Adenauer, der das "Herr Frahm" unnachahmlich geringschätzig aussprechen konnte...,

-ich weiss das noch!

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ehemaligesMitglied27
ehemaligesMitglied27
Mitglied

Re: Kniefall
geschrieben von ehemaligesMitglied27
als Antwort auf Urego vom 08.12.2010, 18:19:15
Ich sehe keine Veranlassung, mich schämen zu müssen und beurteile Personen ohne jedwede Vorgaben aus Presse und Fernsehen, nur nach ihren Taten.

Es bleibt jedem selbst überlassen, sich in einen Sack zu hüllen und Asche über sein Haupt zu schütten, damit er sich auch für andere schämen kann.

Urego, das Alter einer Partei sagt mir noch nichts über ihre Qualität aus, gerade dann, wenn sie eine für mich falsche Weltanschauung verkauft.
Medea
Medea
Mitglied

Re: Kniefall
geschrieben von Medea
Der Begriff vaterlandslose Gesellen hat im Laufe der Jahrzehnte immer wieder einmal unterschiedliche Deutungen erfahren - Goggle sagt u.a.:

"Der Begriff „Vaterlandslose Gesellen“ war im ausgehenden 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert unter Wilhelm II. ein Schimpfwort für die deutschen Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten. Die Metapher wurde zeitweilig auch für andere Gruppen benutzt. Der Hintergrund des Wortes liegt darin, dass die marxistische Linke den Interessengegensatz der sozialen Klassen (Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit) als den grundlegenden und vor allem internationalen zu erkennen glaubte.

Im April 2004 wurde der Ausdruck vom SPD-Politiker Wolfgang Thierse als Schimpfwort für deutsche Unternehmen benutzt, die Arbeitsstellen ins Ausland verlagern. Seitdem hat sich der Ausdruck in diesem Zusammenhang auch in der Öffentlichkeit etabliert.
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[Verbergen]"

Medea.
Urego
Urego
Mitglied

Re: Kniefall
geschrieben von Urego
als Antwort auf ehemaligesMitglied27 vom 08.12.2010, 18:40:11


@ Boris

Boris, Du wirst es nie lernen. Da lohnt sich auch keine weitere Diskussion.

Nenne es "Sack und Asche". So lange wie ich lebe, werde ich mich für das unsägliche Leid, das das deutsche Regime des "Dritten Reiches" über andere Völker gebracht hat zutiefst schämen.

Urego
Medea
Medea
Mitglied

Re: Kniefall
geschrieben von Medea
Willy Brandts Kniefall hat mich damals sehr eigenartig berührt, ich empfand so eine Mischung aus Peinlichkeit aber auch eine Art Bewunderung für ihn. Ob er aus Kalkül handelte? Ich denke eher nein, sondern er war wohl überwältigt von dem Grauen, an dieser Stelle zu sein, wo so viele Menschen durch ein diktatorisches Regime ermordet worden sind. Da verblaßt die Geste des Niederlegens eines Kranzes.

Medea.

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