Aktiv bleiben im Alter: Warum es so wichtig ist

Die Eigenverantwortlichkeit im Alltag wird durch Bewegung im Alter direkt beeinflusst: Kraft, Ausdauer und Koordination nehmen mit den Jahren ab, wenn wir nicht aktiv etwas dafür tun. Gleichzeitig steigt das Risiko, eine Sturzverletzung davonzutragen, Schwierigkeiten bei der Fortbewegung zu bekommen oder nach anstrengenden Tätigkeiten lange Erholungszeiten einlegen zu müssen. Regelmäßige Aktivität kann hier als Schutzfaktor fungieren und unsere wichtigen Grundlageneigenschaften stabil halten.

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Bewegung erhält Selbstständigkeit und Sicherheit im Alltag


Der Körper eines älteren Menschen verändert sich im Vergleich zu einem jüngeren Menschen messbar und spürbar. Die Muskulatur wird abgebaut, die Reaktionsgeschwindigkeit wird langsamer und das Gleichgewicht kann darunter leiden. Diese Faktoren hängen zusammen, und wer sich wenig bewegt, intensiviert diesen Prozess zusätzlich. Hier setzt regelmäßige Bewegung an: Sie stabilisiert die Muskulatur, verbessert die Koordination und hilft uns, alltägliche Bewegungen sicher auszuführen. Dazu gehören einfachste Situationen wie Aufstehen, Treppensteigen oder längeres Gehen.

Damit das Training im Alltag gelingt, muss es realistisch durchführbar sein. Für viele ältere Menschen sind Trainingsformen mit geringen Einstiegshürden besonders sinnvoll, die gleichzeitig kontrolliert und recht stabil und sicher ausgeführt werden können. In diesen Fällen kann ein Heimtrainer mit Rückenlehne und tiefem Einstieg eine gute Wahl sein, denn er ermöglicht eine geführte Bewegung im Sitzen und vermindert Unsicherheiten beim Auf- und Absteigen.

Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht müssen miteinander kombiniert werden


Gerade häufig ist die Bewegung auf Einzeltätigkeiten reduziert. Spazierengehen allein reicht oft nicht aus, alle bestimmten körperlichen Funktionen zu erhalten.
Drei Bereiche sind entscheidend:

  • Kraft sorgt dafür, dass Bewegungen überhaupt durchgeführt werden können
  • Ausdauer stabilisiert das Herz und den Kreislauf
  • Gleichgewicht vermindert die Sturzhäufigkeit
     

Diese Bereiche greifen ineinander. Wird einer von ihnen vernachlässigt, entstehen in den anderen Bereichen Lücken, die sich im alltäglichen Leben bemerkbar machen. Wer nur Ausdauer trainiert, kann zwar Ausdauer entwickeln, ist dann aber oft unsicher. Wer bloß die Kraft trainiert, aber keine Bewegung übt, wird kaum sicherer oder schneller reagieren können, wenn die Balance einmal ins Wanken gerät.

Überspitzt gesagt, ist daher ein Training, das möglichst viele Punkte gleichzeitig berührt, sinnvoll. Gerätegestütztes Training hat hier Vorteile, wenn es kontrolliert durchgeführt wird.

Gelenkschonendes Training erhöht die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung


Für ältere Menschen ist nicht jede Trainingsform gleich gut geeignet. Zu große Belastungen und unsichere Bewegungsabläufe führen meist dazu, dass man das Training aufgibt.

Gelenkschonende Bewegungsformen sind daher zu bevorzugen. Dabei kommt es auf die Merkmale an. Eine gute Sitzlage schont den Rücken. Ein niedriger Einstieg verringert die Gefahr beim Einsteigen. Eine ausgeglichene Bewegung vermeidet Stöße. Diese beiden Dinge entscheiden nicht nur über Bequemlichkeit, sie entscheiden auch über die wirkliche Benutzung. Ein Gerät, das man als anstrengend oder unsicher empfindet, wird man nicht lange benutzen. Ein leicht erreichbares, stabil zu benutzendes bringt die Wahrscheinlichkeit, dass das Bewegen zur Gewohnheit wird.

Bewegung wirkt auch auf die geistige Stabilität und Struktur


Die körperliche Bewegung hat nicht nur körperliche Folgen. Sie hat auch Rückwirkungen auf das Wohlgefühl und auf die Tagesstruktur. Gewöhnliche Bewegungen bestimmen feste Zeiten. Feste Zeiten bringen Orientierung und geben dem Tag nachgeordneten Inhalt.
Für Viele ist das der entscheidende Punkt. Bewegung wird nicht als schwer zu bewältigende Aufgabe angesehen, sondern als Selbstverständlichkeit und Bestandteil eines täglichen.

Ein großer Feind ist der zu hohe Anspruch an die eigene Leistung. Kurze, gleichmäßige Belastungen sind in der Summe viel mehr wert als seltene heftige. Weniger kommt es auf die jeweilige Trainingseinheit an als auf das Durchhalten über Wochen und Monate. Ein guter Weg ist es, Bewegung in den eigenen Alltag einzubauen. Feste Uhrzeiten, feste Abläufe, leichtere, erreichbare Ziele steigern die Wahrscheinlichkeit, dass Aktivität zum täglichen Leben gehört.

Kommentare (6)

Bernd_10777

Oh ja:  Zur aktivität im Alter gehört natürlich auch die sexualität. 

Ich habe sogar meiner Frau gesagt: wenn mein Gefühl zur Sexualität aufhört, höre ich auf zu leben!

Ich lebe meine Sexualität gern.

78Mann78

Zur aktivität im Alter gehört natürlich auch die sexualität. 

Und wenn Sie glauben, Sie seien für Sex längst zu alt. Dann haben Sie sich getäuscht!
Zwar gibt es beim Sex im Alter häufig ganz andere Bedürfnisse und Prioritäten als in jungen Jahren.
Doch kann Sex auch im Alter noch prickelnd und wunderschön sein.

Auszug aus:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/partnerschaft-familie/sexualitaet/sex-ia

Sex ist eines der spannendsten Themen des Lebens. Sex macht überdies nicht nur Spass, sondern ist auch noch gesund – und zwar so gesund, dass ihn manche Ärzte gar regelrecht verschreiben.

Drei bis vier Mal pro Monat ist z.B. gerade für Senior*innen sei äußerst empfehlenswert – so die Mediziner.
An der Universität im englischen Bristol wurde eine Langzeitstudie unter Beteiligung von 1000 männlichen Probanden zwischen 45 und 81 durchgeführt.
Die Studie ging über einen Zeitraum von zehn Jahren. Das Ergebnis der Studie lässt sich in einem Satz zusammenfassen:
Je mehr Sex jemand hat, umso gesünder ist die Person. Übrigens, auch allein kann man sich durchaus vergnügen – und dazu noch mit einem hohen gesundheitlichen Nutzen.

 

Bernd_10777

Aktiv bleiben im Alter

Ich war überzeugt, dass die parteipolitische Lage in Deutschland eine starke FDP braucht, eine FDP, die angepasste marktwirtschaftliche Konzepte Deutschland neue Luft verschafft, denn die weltweiten Produktionsstandorte mit deutlich verbesserten Produktions- Rahmenbedingungen zerstören auf Dauer unsere Wirtschaft, die bisher von der Innovationskraft überlebte. 

Daher hatte ich eine Anfrage an die Berliner FDP gestellt, ob sie an mir als aktiv tätiges Mitglied einverstanden sind. Ich hatte sogar bedacht, mein Testament zu Gunsten der Friedrich Naumann-Stiftung zu ändern. Ich hatte dem Vorsitzenden ein längeres E- Mail geschickt, hatte dem Generalsekretär über Linkedin eine entsprechende Notiz geschickt - NICHTS kam von denen, nicht einmal eine Bestätigung des Eingangs.

Hiermit ziehe ich öffentlich meine Anfrage an die FDP zurück.

Bernd_10777

Ergänzende Information: 

In dem Beitrag wird von Gleichgewicht geschrieben. Ich wurde 3 x Conrona geimpft, die dritte Impfung hatte zur Folge, dass ich fast 3 Monate lang nur mit Hilfe meiner Frau geradeaus gehen konnte. Seit der Zeit bin ich bei Pfizer ein bestätigter "Verdachtsfall". 

Oriental

Ich finde, es geht nicht nur um Sport, sondern auch darum, im Alltag aktiv zu bleiben. Kleine Dinge machen schon viel aus. wacky flip

ehemaliges Mitglied

Besonders schön finde ich, dass nicht nur körperliche Bewegung, sondern auch soziale Kontakte und geistige Aktivität betont werden. Das motiviert direkt, selbst bewusster auf einen aktiven Alltag zu achten. Relax with Geometry Dash

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