Wirtschaftsthemen Bank-Hopping

skys
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Bank-Hopping
geschrieben von skys
Betreibt ihr Bank-Hopping ?
Damit meine ich das Hüpfen von einer Bank zur anderen, wenn eine andere Bank ein gutes Angebot hat ?

Beispiel: höhere Zinsen als Neukunde bei einer anderen Bank z. B. für Tagesgeld

Klar, man muss meist Neukunde sein und der Zins gilt meist nur einige Monate - und die Bank will letztlich Neukunden einfangen.
Andererseits könnte man nach diesen Monaten das Geld ja wieder zur alten Bank überweisen (wenn man will) oder wieder zu einer anderen Bank wechseln…


Habt ihr gute oder schlechte Erfahrungen damit gemacht ?
Oder gibt es weniger bekannte Risiken ?


Bisher habe ich es noch nicht gemacht, aber ich lese ab und zu von solchen Angeboten und überlege, ob es Sinn machen könnte.
Federstrich
Federstrich
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RE: Bank-Hopping
geschrieben von Federstrich
als Antwort auf skys vom 27.07.2026, 04:53:53

Man kann Anlageverhalten bei solchen Zinsanlagen vonseiten der Banken als "Bank-Hopping / ~hopper , gern auch als "Zinsjäger" u.ä. bezeichnen, wenn es irgendeine negative Konnotation haben soll, obwohl es um die stinknormale Inanspruchnahme von (Sonder)Angeboten der Banken geht, wie es sie auch in anderen Bereichen gibt. Diese Angebote offerieren die Banken ja nicht aus Jux und Tollerei und somit ist beiden Seiten gedient.
Ob es sich lohnt, hängt von den individuellen Bedingungen und den Angeboten ab. Ich bleibe jedenfalls nicht sklavisch bei einer Bank, wenn sich die Offerten über einen längeren Zeitraum drastisch von anderen unterscheiden. Andererseits lohnt nicht jedes Angebot, um nun laufend neue Konten zu eröffnen. Da hilft nur der spitze Bleistift.
Nachteile konnte ich bis jetzt nicht erkennen. Ich habe allerdings bemerkt, dass mir eine Bank vor sehr langer Zeit mal einen Schufa-Vermerk verpasst hatte, weil ich die von mir per Vollmacht verwalteten Konten Dritter günstiger angelegt hatte. Hat mich aber nicht weiter interessiert.
 
olga64
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RE: Bank-Hopping
geschrieben von olga64
Ich beschäftige zwei Banken.

Seit mehr als 50 Jahren eine grosse, deutsche Bank, mit der ich seinerzeit auch den Kauf meiner vermieteten Eigentumswohnung abwickelte und wo bis heute auf einem Unterkonto die Kosten und Einnahmen für die Wohnung geführt werden.
Dort ist auch mein normales Girokonto für meine anderen Kosten wie Miete meiner Wohnung, Versicherungen usw.
Ausserdem habe ich dort meine Spar-Depots und Konten für Tages- und Festgeld. 
Die Bank befindet sich einige Hundert Kilometer von meinem Wohnort entfernt; persönlich war ich dort lange nicht mehr, was aber auch nicht nötig ist. Online-Banking mache ich nicht - Aufträge sende ich per Post; Karten usw. erhalte ich ebenso und Bankautomaten gibt es für diese Bank deutschland- und weltweit in grossen Mengen.
Dann habe ich noch ein Konto bei der Sparkasse an meinem Wohnort,das monatlich durch Einzahlungen gefüttert wird. Es dient dazu, auch immer etwas BArgeld in Reserve zu haben und auch kleinere Überweisungen nehme ich von dort vor sowie Zahlungen per Bank-Card z.B. für Tanken, Friseur  usw.

Da ich mittlerweile fast alles über Karten bezahle, ist mein Bargeldbedarf immer geringer. Ich schätze es auch, dass ich bei Edeka mir welches beschaffen kann, wenn ich das für nötig halte.

Bank-Hopping würde ich nicht betreiben; ich bin bein Dienstleistern generells sehr treu, wenn ich nicht entsprechende Enttäuschungen erlebe o.ä. - was in meinen Fällen aber nicht so ist. Da kann ich mir solche Mehrarbeiten gerne ersparen. Olga 



 
skys
skys
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RE: Bank-Hopping
geschrieben von skys
Was mich angeht, sehe ich es überhaupt nicht nachteilig, wenn jemand solche Angebote wahrnimmt. Eigentlich frage ich mich eher, warum ich (so dumm bin und) es bisher nicht gemacht habe.
Ob es sich lohnt, hängt von den individuellen Bedingungen und den Angeboten ab, das ist klar.
 
Andererseits lohnt nicht jedes Angebot, um nun laufend neue Konten zu eröffnen. Da hilft nur der spitze Bleistift.
Federstrich
Was meinst du mit dem spitzen Bleistift ?
Den Ausdruck kenne ich nicht.

Laufend wechseln ist vielleicht auch nicht nötig. Aber wenn ich z. B. die Unterschiede sehe, dass es bei manchen Banken gar keine Zinsen auf das Tagesgeld gibt und anderswo über 3 % oder sogar mal 4 %, dann finde ich ein halbes Jahr (oder 2x ein halbes Jahr) auch schon besser als gar nichts.

Andererseits frage ich mich auch, ob es so reibungslos klappt…
Online kann man zwar auf solch ein Angebot eingehen und z. B. schnell ein Konto errichten - aber ob es genauso schnell und praktisch wieder gekündigt werden kann etc. ?
 
Ich habe allerdings bemerkt, dass mir eine Bank vor sehr langer Zeit mal einen Schufa-Vermerk verpasst hatte, weil ich die von mir per Vollmacht verwalteten Konten Dritter günstiger angelegt hatte. Hat mich aber nicht weiter interessiert.
Federstrich
Für mich unverständlich, warum das einen Schufa-Eintrag gibt.
Wegen einem Stellenangebot hatte ich früher mal etwas nach Personen recherchiert und seit ich da gesehen habe, wer wie mit der Schufa z. B. als GF usw. verstrickt war und um welche Ecken das geht, ist die Schufa für mich sowieso etwas ziemlich Fragwürdiges !
Da ich mittlerweile fast alles über Karten bezahle, ist mein Bargeldbedarf immer geringer.
Olga64
Ok, das nutze ich z. B. gar nicht, ich bin noch ein Bargeld-Fan und -Nutzer. Mit Karte zahle ich nie. Und Online-Banking habe ich zwar anderen schon empfohlen, aber nutze ich auch nicht. g
 
Bank-Hopping würde ich nicht betreiben; ich bin bein Dienstleistern generells sehr treu, wenn ich nicht entsprechende Enttäuschungen erlebe o.ä. - was in meinen Fällen aber nicht so ist.
Olga64
Treu bin ich an sich auch - frage mich aber, ob man erst dann mehr erreicht, wenn man deutlich macht, evtl die Bank zu wechseln.
Es rumort bei mir jedenfalls noch... g
Federstrich
Federstrich
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RE: Bank-Hopping
geschrieben von Federstrich
als Antwort auf skys vom 30.07.2026, 07:41:21

Zu deinen Fragen:
Etwas mit spitzem Bleistift (be)rechnen heißt, die Vor- und Nachteile abwägen, genau kalkulieren, so wie es bei dieser Anlageentscheidung nötig ist.
Das mit dem Schufa-Score hat mich selbst überrascht, war aber einmalig und ohne Belang. In den Nullerjahren bekam  man je einen Score pro Branche. Meine waren überall sehr gut bis auf die Bankenbranche, wo er etwas schlechter war. In der Suche nach einer Begründung sah ich einen Eintrag einer regionalen Bank, bei der ich eben die genannten Konten relativ kurz nach der Eröffnung wieder geschlossen hatte. Das genau wurde vermerkt. Deshalb vermute ich, dass es meinen Branchenscore etwas gedrückt hat, was es nicht geben dürfte. Vielleicht galt ich denen als unsicherer Kantonist im Sinne eines Bankhoppers. Eine andere Erklärung habe ich nicht. Was ein Bankhopper ist, entscheiden Banken, oder jede für sich, vermutlich selbst.
Wichtig dabei ist aber, dass es kein Negativvermerk war (Wie sieht der überhaupt aus?) sondern ein etwas schlechterer Teilscore, den ich mir nicht anders erklären kann. Einen kurz laufenden Überbrückungskredit habe ich bei einer Online-Bank ca. zehn Jahre später anstandslos gekriegt. Diese Episode soll ganz gewiss niemanden abhalten, auf Sonderzinsangebote einzugehen, so wie mich auch nicht.
Im Grunde schlimm, dass  Manches für den Kunden im Spekulativen bleibt. Wäre schön, wenn ein ex-Banker hierzu ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern würde. Auch die Schufa will ja dem Vernehmen nach etwas mehr Transparenz in ihre Score-Bildung bringen.
Das Eröffnen und Schließen von Konten ist jedenfalls einfacher als früher, denn man hat keine Wege und keine Gesprächstermine in der Bank. Mich hat schon seit Jahren keine Filialbank  persönlich gesehen. Bei Online-Banken ist es auch gar nicht möglich. Alles läuft virtuell  ab bis hin zur Identitätsprüfung über Video-ID. Auch die Kontenschließung erfolgt bisher problemlos online.
 
Edita
Edita
Mitglied

RE: Bank-Hopping
geschrieben von Edita
Häufiges Wechseln der Bank und das Eröffnen oder Kündigen von Girokonten kann sich negativ auf die Bonitätsprüfung auswirken. Auskunfteien wie die Schufa werten kurze Vertragslaufzeiten und viele Kontowechsel als Risikofaktor. 
Jungen Leuten würde ich unbedingt davon abraten! 


Edita
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