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Religionen-Weltanschauungen Richard Dawkins und Bischof Huber heute bei Kerner
der klerus hat angst, dass ihnen die schäflein davonlaufen. dazu braucht es aber einen dawkins nicht. das schaffen der vatikan und der liebe benni ganz alleine.
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carlotta
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carlotta
Hallo zusammen,
ich fand die Diskussion bei Kerner jetzt doch sehr spannend, obwohl Dawkins übersetzt werden musste und das nicht immer gut rüber kam. Für mich faszinierend waren zwei "Ergebnisse":
1. Beide, der katholische und der evangelische Bischof schaffen die Hölle ab, bzw. sagen, wenn es sie gibt, ist aber keiner drin.
Das ist für mich eine Sensation, wie gesagt, es geht nicht um die Vorhölle, sondern um das wirklich heiße Ding. Es ist aber auch im Nachhinein etwas ärgerlich, ich hätte mir die Höllenangst als Kind sparen können.
Witzig empfand ich die Äußerung, etwa in den letzten 50 Jahren hätte das Umdenken eingesetzt (ich muss wohl noch einmal alles hören, um zu überprüfen, ob ich das so richtig mitbekommen habe).
2. Bischof Huber gibt zu, dass der grausame Gott des Alten Testaments nicht der Gott des Neuen Testaments ist.
Also haben wir zwei Götter, auch hier ist man doch fassungslos, wenn man an die Indoktrination in der Kindheit denkt.
Dawkins hat mit seinen provozierenden Thesen also überraschende Aussagen aus den Bischhöfen herausgekitzelt und deren Phraseologie m. E. entlarvt. Für mich ist Dawkins, obwohl durch die Art der Diskussion arg benachteiligt, der klare Punktsieger.
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karl
ich fand die Diskussion bei Kerner jetzt doch sehr spannend, obwohl Dawkins übersetzt werden musste und das nicht immer gut rüber kam. Für mich faszinierend waren zwei "Ergebnisse":
1. Beide, der katholische und der evangelische Bischof schaffen die Hölle ab, bzw. sagen, wenn es sie gibt, ist aber keiner drin.
Das ist für mich eine Sensation, wie gesagt, es geht nicht um die Vorhölle, sondern um das wirklich heiße Ding. Es ist aber auch im Nachhinein etwas ärgerlich, ich hätte mir die Höllenangst als Kind sparen können.
Witzig empfand ich die Äußerung, etwa in den letzten 50 Jahren hätte das Umdenken eingesetzt (ich muss wohl noch einmal alles hören, um zu überprüfen, ob ich das so richtig mitbekommen habe).
2. Bischof Huber gibt zu, dass der grausame Gott des Alten Testaments nicht der Gott des Neuen Testaments ist.
Also haben wir zwei Götter, auch hier ist man doch fassungslos, wenn man an die Indoktrination in der Kindheit denkt.
Dawkins hat mit seinen provozierenden Thesen also überraschende Aussagen aus den Bischhöfen herausgekitzelt und deren Phraseologie m. E. entlarvt. Für mich ist Dawkins, obwohl durch die Art der Diskussion arg benachteiligt, der klare Punktsieger.
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karl
das wird auch ohne religion gemacht!
ps. kerner ist nicht schrecklich. er ist arbeitnehmer und macht das beste daraus.
--
herrlehmann
ps. kerner ist nicht schrecklich. er ist arbeitnehmer und macht das beste daraus.
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herrlehmann
Re: Zwei Bischhöfe schaffen die Hölle ab, wow
Richtig Karl, ich sah auch Dawkins als Punktsieger, gleich nach ihm aber Heiner Geisler. Verlierer nach Punkten war für mich Kerner, der die Sendung irgendwie versaut hat, ........aber der kann es eben nicht besser. Unter anderer Moderation hätte da mehr draus gemacht werden können.
Übrigens interessant war für mich, dass beide Bischöfe sehr differenzieren, was den Missbrauch an Kindern angeht, zwischen Geistlichen in Europa und Südamerika. Hier scheint es vermutlich in der Kirche zwei Moralvorstellungen zu geben.
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hafel
Übrigens interessant war für mich, dass beide Bischöfe sehr differenzieren, was den Missbrauch an Kindern angeht, zwischen Geistlichen in Europa und Südamerika. Hier scheint es vermutlich in der Kirche zwei Moralvorstellungen zu geben.
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hafel
Re: Zwei Bischhöfe schaffen die Hölle ab, wow
@hafel
nicht südamerika ...die meinten die "wiedergeborenen" evangelisten in den USA (zu denen sich auch Bush bekennt). die sind selbst den katholiken "a pain in the ass".
p.s.: [off topic] ...und wieder einmal hat es mich gestört, daß der Dawkins synchronisiert wurde, obwohl der dolmetscher nicht schlecht war. untertitel sind einfach ehrlicher.
nicht südamerika ...die meinten die "wiedergeborenen" evangelisten in den USA (zu denen sich auch Bush bekennt). die sind selbst den katholiken "a pain in the ass".
p.s.: [off topic] ...und wieder einmal hat es mich gestört, daß der Dawkins synchronisiert wurde, obwohl der dolmetscher nicht schlecht war. untertitel sind einfach ehrlicher.
Geislers Beiträge waren mir zu zwiespältig, ich hab ihn noch niemals so viel räuspern hören bei so wenige Substantiellem (so viele ähs und ehs und hms usw,,)
Einerseits hatte er kaum Gegenargumente zu Dawkins, andererseits hatte ich den Eindruck das er den beiden Theos nicht zu sehr weh tun wollte,,,,
Ich konnte regelrecht fühlen und mitzittern bei dem Gedanken: Nun müssen sich die "Religiösen in der Runde" ganz schnell einer völlig neuen Situation stellen, der sie echt nicht gewachsen sind,,,
Es kam für mich tatsächlich so raus: Der Mensch macht sich seinen Gott selber und die Kirchenoberen ändern ihn je nach Tagesform und Situation.
So wie Sie sich früher mal von der Erde als Scheibe trennten, dann von der Erde als Mittelpunkt des Universums, sich immer mehr vom AT distanzieren, so lassen sie nun den Teufel mitsamt seinen Palästen verblassen und opfern Ihn dem Zeitgeist,,
Mich hätte mal interessiert -da ja die Frage nach dem WARUM so in den Vordergrund gerückt wurde- was diese Herren dazu meinen, das sich IHR Gott nur auf einen Teil oder wenige Teile und Gebiete unserer Erde spezialisiert und z.B. Milliarden Asiaten so gut wie nicht auf seiner Rechnung hat.
Dort dürfen sich die Menschen ihren eigenen völlig anders gearteten Gott schaffen, vor dem nicht alle Menschen gleich sondern in Kasten eingeteilt sind, vom edelsten Maharadscha bis hinunter zum "allerekligstn Bettler",,,
aber solche Fragen werden noch eine Weile offen bleiben.
--
hugo
Einerseits hatte er kaum Gegenargumente zu Dawkins, andererseits hatte ich den Eindruck das er den beiden Theos nicht zu sehr weh tun wollte,,,,
Ich konnte regelrecht fühlen und mitzittern bei dem Gedanken: Nun müssen sich die "Religiösen in der Runde" ganz schnell einer völlig neuen Situation stellen, der sie echt nicht gewachsen sind,,,
Es kam für mich tatsächlich so raus: Der Mensch macht sich seinen Gott selber und die Kirchenoberen ändern ihn je nach Tagesform und Situation.
So wie Sie sich früher mal von der Erde als Scheibe trennten, dann von der Erde als Mittelpunkt des Universums, sich immer mehr vom AT distanzieren, so lassen sie nun den Teufel mitsamt seinen Palästen verblassen und opfern Ihn dem Zeitgeist,,
Mich hätte mal interessiert -da ja die Frage nach dem WARUM so in den Vordergrund gerückt wurde- was diese Herren dazu meinen, das sich IHR Gott nur auf einen Teil oder wenige Teile und Gebiete unserer Erde spezialisiert und z.B. Milliarden Asiaten so gut wie nicht auf seiner Rechnung hat.
Dort dürfen sich die Menschen ihren eigenen völlig anders gearteten Gott schaffen, vor dem nicht alle Menschen gleich sondern in Kasten eingeteilt sind, vom edelsten Maharadscha bis hinunter zum "allerekligstn Bettler",,,
aber solche Fragen werden noch eine Weile offen bleiben.
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hugo
@: "...Mich hätte mal interessiert -da ja die Frage nach dem WARUM so in den Vordergrund gerückt wurde- was diese Herren dazu meinen, das sich IHR Gott nur auf einen Teil oder wenige Teile und Gebiete unserer Erde spezialisiert und z.B. Milliarden Asiaten so gut wie nicht auf seiner Rechnung hat..."
Ist es ein Zufall, dass er viel mehr Nichtchristen verhungern lässt als Christen? Oder sind es vielleicht die Christen selber, die Millionen von Nichtchristen in Afrika verhungern lassen? Ist es christlicher, im Vatikan pompös zu leben, statt den Hungernden in der ganzen Welt zu helfen?
--
schorsch
Ist es ein Zufall, dass er viel mehr Nichtchristen verhungern lässt als Christen? Oder sind es vielleicht die Christen selber, die Millionen von Nichtchristen in Afrika verhungern lassen? Ist es christlicher, im Vatikan pompös zu leben, statt den Hungernden in der ganzen Welt zu helfen?
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schorsch
Re: Zwei Bischhöfe schaffen die Hölle ab, wow
Also, wenn ich ehrlich sein soll: Mich hat die Diskussion bestimmt nicht vom Stuhl gerissen. Irgendwie hatte ich -trotz Kerner- etwas mehr erwartet.
Dass quasi so im Vorbeigehen die Hölle abgeschafft wurde, vor der wir uns im Unterbewusstsein trotz allem immer noch fürchten, war im ganzen Zusammenhang mehr witzig als beruhigend.
Was Dawkins sagte war weder neu , noch allein seine Erkenntnis, und die einzige intensive Frage nach der wissenschaftlichen Begründung seiner Theorien über den Gott aus dem AltenTestament , die ihm sichtlich nicht behagte, würgte Kerner rigiros ab.
Heiner Geisler war ungewohnt zurückhaltend.
Ich muss sagen, viel verpasst hätte ich nicht, wenn ich früher schlafen gegangen wäre. Denn neue Erkenntnisse hat diese Diskussion wahrlich nicht gebracht.
--
luchsi35
Dass quasi so im Vorbeigehen die Hölle abgeschafft wurde, vor der wir uns im Unterbewusstsein trotz allem immer noch fürchten, war im ganzen Zusammenhang mehr witzig als beruhigend.
Was Dawkins sagte war weder neu , noch allein seine Erkenntnis, und die einzige intensive Frage nach der wissenschaftlichen Begründung seiner Theorien über den Gott aus dem AltenTestament , die ihm sichtlich nicht behagte, würgte Kerner rigiros ab.
Heiner Geisler war ungewohnt zurückhaltend.
Ich muss sagen, viel verpasst hätte ich nicht, wenn ich früher schlafen gegangen wäre. Denn neue Erkenntnisse hat diese Diskussion wahrlich nicht gebracht.
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luchsi35
Hallo zusammen,
Welt.de ist fast so schnell wie wir und hat einen Kommentar auf der Webseite. Ich lese darin, dass meine Wahrnehmung auch andere teilen, s. Linktipp.
Auch dort wird die Beliebigkeit betont, mit der Christen bei uns offensichtlich die Bibel auslegen. Passt die Hölle nicht mehr zum Zeitgeist, wird sie abgeschafft. Das ist zwar prinzipiell ein wichtiger und guter Schritt, aber es zeigt die ganze Erbärmlichkeit der Theologie, die ein reines Luftgebilde ist.
--
karl
Welt.de ist fast so schnell wie wir und hat einen Kommentar auf der Webseite. Ich lese darin, dass meine Wahrnehmung auch andere teilen, s. Linktipp.
Auch dort wird die Beliebigkeit betont, mit der Christen bei uns offensichtlich die Bibel auslegen. Passt die Hölle nicht mehr zum Zeitgeist, wird sie abgeschafft. Das ist zwar prinzipiell ein wichtiger und guter Schritt, aber es zeigt die ganze Erbärmlichkeit der Theologie, die ein reines Luftgebilde ist.
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karl
Die Diskussion war auch für mich überraschend verlaufen.
Das Eingeständnis zu Fehlern in Sachen Sünde gefolgt von der Strafe mit Hölle sowie die einhellige Meinung über das negative Gottesbild im alten Testament. Normalerweise dauert es doch Jahrhunderte bis die Kirche öffentlich Fehler zugibt. Da bin ich gestern aus dem Staunen kaum heraus gekommen.
Ich fand Heiner Geislers Aussagen eigentlich sehr klar. In Sachen altem Testament war er der Meinung von Dawkins. Er hat aber klar den Unterschied erklärt, daß die Lehre des NT eine friedliche ist und unsere Grundwerte wie Menschenrechte und Menschenwürde mitbestimmt. Nach seiner Meinung sind diese Grundwerte nur durch eine Religion gleichbleibend und unveränderlich für alle Menschen notwendig. Darüber kann man auch anderer Meinung sein, doch so ganz unrecht hat er meiner Ansicht nach nicht.
Die Unterscheidung der Bischöfe zwischen Europa und USA ist mir auch aufgefallen und kam mir eher wie eine Verlegenheitsantwort vor.
Zu Kerner finde ich: Gestern hat er die Leute fast immer ausreden lassen und sich nur auf seine vorgefertigten Fragen beschränkt. Das lag wohl auch mit daran, daß er auf diesem Niveau nicht mitreden kann.
--
yankee
Das Eingeständnis zu Fehlern in Sachen Sünde gefolgt von der Strafe mit Hölle sowie die einhellige Meinung über das negative Gottesbild im alten Testament. Normalerweise dauert es doch Jahrhunderte bis die Kirche öffentlich Fehler zugibt. Da bin ich gestern aus dem Staunen kaum heraus gekommen.
Ich fand Heiner Geislers Aussagen eigentlich sehr klar. In Sachen altem Testament war er der Meinung von Dawkins. Er hat aber klar den Unterschied erklärt, daß die Lehre des NT eine friedliche ist und unsere Grundwerte wie Menschenrechte und Menschenwürde mitbestimmt. Nach seiner Meinung sind diese Grundwerte nur durch eine Religion gleichbleibend und unveränderlich für alle Menschen notwendig. Darüber kann man auch anderer Meinung sein, doch so ganz unrecht hat er meiner Ansicht nach nicht.
Die Unterscheidung der Bischöfe zwischen Europa und USA ist mir auch aufgefallen und kam mir eher wie eine Verlegenheitsantwort vor.
Zu Kerner finde ich: Gestern hat er die Leute fast immer ausreden lassen und sich nur auf seine vorgefertigten Fragen beschränkt. Das lag wohl auch mit daran, daß er auf diesem Niveau nicht mitreden kann.
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yankee