Forum Haus und Garten Neue Wohnformen Kleinsthäuser- eine gute Alternative?

Neue Wohnformen Kleinsthäuser- eine gute Alternative?

Zaunkönigin
Zaunkönigin
Mitglied

RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von Zaunkönigin
als Antwort auf olga64 vom 10.10.2025, 20:00:05

das ist schon richtig. Wir wissen aber, dass die Immobilie nicht in München oder in einem anderen Ballungszentrum liegt sondern auf dem Land. Es ist ein über 250 Jahre alter Vierseithof auf einem 2000 qm großen Grundstück, teilrenoviert. Und das in den neuen Bundesländern. 

Keine ideale Ausgangslage um gewinnbringend und ohne viel weiteren Aufwand in den nächsten Jahren zu vermieten.
Ach so - haben Sie eine SChätzung durchgeführt?
Und so neu sind die östlichen Bundesländer auch nicht mehr.

Ich habe der UserIn empfohlen ,sich mit ihrer Bank in VErbindung zu setzen, um evtl. das Modell "Immobilien-Rente" zu prüfen. Das hat m.E. schon vielen geholfen, die in mutmasslich ähnlicher Lage waren.
Ansonsten würde ich mir nicht getrauen, hier dezidierte Angaben zu machen, weil ich den ganzen Sachverhalt ja nicht kenne. 
Und ob Mieten generell "gewinnbringend" sein müssen, ist auch von Fall zu Fall unterschiedlich. Oft genügt es ja schon, wenn die Objektkosten damit finanziert werden. Die durchschnittliche Miet-Rendite liegt m.E. zwischen 3-5% und es muss zwischen Brutto- und Netto-Mietrendite unterschieden werden. Olga
Man merkt deutlich, dass Sie eine Eigentumswohnung im München vermieten und ich vermute, auch noch nie eine ältere Immobilie verkauft haben. Die Frage nach der Schätzung im Kontext mit Kosten/Nutzen der Vermietung eines Objekts wie es die Userin hat, hätten Sie andernfalls nicht gestellt.
Ich selbst habe zwar keine Erfahrung mit Vermietungen rund um München herum. Bin aber in der Lage Erfahrungen bezüglich Vermietung auf dem Land und Speckgürtel einer Großstadt zu vergleichen. Ebenso sind mir die Unterschiede in der Verwaltung/Vermietung einer Eigentumswohnung im Vergleich zu einem Objekt das in eigener Verwaltung und damit auch Pflege bekannt. 
Erfahrungen wie sich das Ganze finanziell in Bezug auf Instandsetzungen und Modernisierungen darstellt wenn das Mietobjekt in die Jahre kommt "durfte" ich ebenfalls sammeln. Aber zugegeben, einen alten Hof hatte ich noch nicht - und das wäre mir als Frau ohne handwerkliche Kenntnisse und zudem im Alter auch zu viel Herausforderung. 
Hinzu kommt, dass derart alte Immobilien bezüglich zukünftige Instandsetzungs- und Modernisierungskosten nur schwer kalkulierbar sind. Mir persönlich wäre das aufs Alter gesehen zu viel Ungewissheit. 

Wenn hier eine Userin schreibt, dass sie sich die Mieten in den Gegenden nicht leisten kann die für sie bisher gedanklich in Frage kamen, dann gehe ich persönlich davon aus, dass sich eine Vermietung zumindest dahingehend lohnen muss, dass der Nettogewinn den finanziellen Spielraum erhöht. Letztlich nichts anders wie die von Ihnen präferierte Lösung "Immobilien-Rente".

Und wie gesagt: wer mich nicht nur oberflächlich liest und meine Beiträge vor allem im Zusammenhang, der liest auch, wenn ich schreibe: "ich würde". Der jeweilige User muss dann schon selbst entscheiden ob meine Überlegungen auch zu seiner Realität passen.

Das Modell "Immobilien-Rente" ist sicherlich eine Option. Ob das bei einem alten Hof eine sein kann.. ja.. spannende Frage. Prüfen kann man das sicherlich. Ich würde das aber, bevor ich mich für eine Variante entscheide parallel zu dem prüfen was es mir einbringt wenn ich verkaufe und auch im Verhältnis zu einer Kalkulation bezüglich Vermietung (sofern ich nicht schon vorher die Meinung erlangt hätte, dass mir das zu viel Aufwand ist)

Aufgrund aktueller persönlicher Verkaufserfahrungen in einer ländlichen Region kann ich zudem bei der Variante "Verkauf" auch nur dazu raten sowohl selbst Onlinerecherchen anzustellen (sowohl Objektvergleiche auf den Verkaufsportalen als auch mit Hilfe der Verwendung unterschiedlicher Bewertungstools) als auch diverse Makler zu einer Objektbewertung aufzufordern. Wer das tut wird überrascht sein wie groß die Unterschiede in der Schätzung ausfallen können (auch bei Tools von namhaften Maklern/Banken). Ich war es jedenfalls.

Es gibt auch Tools die auf die Daten des Gutachterausschuss des jeweiligen Landkreises zurück greifen. Dieser Ausschuss sammelt und analysiert Daten aus Grundstücksverkäufen, um Markttransparenz zu schaffen. Seine Hauptaufgaben sind die Erstellung von Bodenrichtwerten, die Führung einer Kaufpreissammlung und die Veröffentlichung von Grundstücksmarktberichten. Gutachterausschüsse sind unabhängige Gremien, die aus sachkundigen Mitgliedern bestehen, darunter auch Finanz- und Immobilienexperten. Die Daten erhalten sie u.a. auch von den Notaren. Bei einigen Tools werden dann auch Listen ausgeworfen die die Verkäufe der letzten (ich meine) 2 Jahre im Wohngebiet aufzeigen. Wenn man Glück hat auch mit Angaben darüber welche Ausstattung diese hatte. So bekommt man einen recht realistischen Blick auf das was aktuell auf dem Immobilienmarkt der Verkaufsregion läuft. Hilfreich bei der Einschätzung sind auch die Homepages über die Zwangsversteigerungen laufen. (das gibt es aber nicht für jeden Landkreis)

Im Übrigen gehe ich davon aus, dass Sie zuviel von einer Schätzung durch einen Makler erwarten. Meine persönliche Erfahrung mit 3 namhaften Maklern war, dass ich mögliche Verkaufspreise genannt bekam die sich um 115.000 Euro unterschieden. Verkauft habe ich privat - damit ohne Courtage und zu einem höheren Preis. Ich frage mich seitdem, wieviel Marktkenntnis tatsächlich vorhanden ist und welche eigenen Interessen diese Makler verfolgen wenn sie mit zu niedrigen VKs einsteigen würden. Der Makler über den ich meine neue Wohnung gekauft habe überzeugte ebenso wenig. 

Ich für meinen Teil bin am Ende damit besser gefahren auf eine Unterstützung durch einen Makler zu verzichten. Mein Verkaufserlös war in relativ kurzer Zeit deutlich höher als der, den ich mit einem Makler hätte erzielen können. Diese Erkenntnis hat mich allerdings überrascht. Geplant hatte ich eine Abwicklung über Makler.

 
olga64
olga64
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RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Zaunkönigin vom 11.10.2025, 03:52:54
Man merkt deutlich, dass Sie eine Eigentumswohnung im München vermieten und ich vermute, auch noch nie eine ältere Immobilie verkauft haben.

Ich selbst habe zwar keine Erfahrung mit Vermietungen rund um München herum.

 
ES ist nicht schwierig, zu merken,dass ich eine ETW in München vermiete - weil ich es ja öffentlich erwähnte. Als ich mit ca 30 Jahren eine kleine Erbschaft machte und zudem am Beginn meiner Berufslaubahn war, liess ich mich von der Deutschen Bank meines Vertrauens beraten. 
Diese empfahl mir, in München ein Neubau-Appartment zu kaufen,weil es in dieser Stadt der ewigen Wohnungsknappheit die beste Rendite auf lange Zeit bieten würde. Und genau so kam es - eine ältere Immobilie im "Nirgendwo" hätte ich nie gekauft.
Ich wollte auch nie selbst drin wohnen,sondern über die Miete die Anschaffungskosten inkl. einer steuerlichen Abschreibemöglichkeite finanzieren. Klappte ebenso.
Der Wertzuwachs der Immobilie ist seit Erwerb von 50 Jahren natürlich erfreulich angestiegen.
So alle paar Jahre lasse ich die Wohnung schätzen - von einem Makler meines Vertrauens und dies auch kostenlos.
Es beruhigt mich, diesen "Notgroschen" zu besitzen, weil mir auch das Unabhängigkeit schafft,wenn ich mal finanzielle Sonderhilfe benötige. Olga 
Irisette
Irisette
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RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von Irisette
als Antwort auf Zaunkönigin vom 10.10.2025, 18:38:03
Hallo Olga,
Darüber habe ich auch schon mal nachgedacht - aber manchmal überkommt mich Mißtrauen, weil: keiner hat etwas zu verschenken - und dann frage ich mich, warum diese Option angeboten wird.

Wahrscheinlich müsste ich  mich einfach mal informieren.

Viele Grüße Iris


 
olga64
olga64
Mitglied

RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Irisette vom 14.10.2025, 18:27:01
Hallo Olga,
Darüber habe ich auch schon mal nachgedacht - aber manchmal überkommt mich Mißtrauen, weil: keiner hat etwas zu verschenken - und dann frage ich mich, warum diese Option angeboten wird.

Wahrscheinlich müsste ich  mich einfach mal informieren.

Viele Grüße Iris


 
Vorurteile oder Befürchtungen helfen hier nicht weiter, bevor "man" sich nicht selbst bei seriösen Stellen erkundigt hat.
Natürlich hat niemand was zu verschenken - Sie aber auch nicht, oder? 
Diese Option wird auch deshalb angeboten, weil wir zunehmend in einer Single-Gesellschaft leben und Menschen für sich selbst sorgen müssen bis ins hohe Alter und oft auch keine Erben vorhanden sind, die man bedenken möchte. 
Empfehle die Bank Ihres Vertrauens und dann noch eine weitere - Zweitmeinungen sind immer gut und oft sind auch die Angebote dann besser.
Und bevor Sie nirgendwo unterschrieben haben, kann nichts passieren - nur Sie sind um einige Informationen reicher und das ist doch auch nicht schlecht, oder? Olga 
Julistefan
Julistefan
Mitglied

RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von Julistefan
Guten Tag !

Ich suche tolerante und vielseitig interessierte Menschen zum gemeinsamen Leben im Alter und gegenseitiger Hilfe besonders in der aktuellen Lage !.

Gemeinschaftswohnen in ehemaligen Hotel sehr gut gelegen.                                                                     

Oder auf großem Grundstück Kleinhäuser, Tiny-Häuser oder Modulhäuser (Kann ich bei Bedarf sehr gute und Preiswerte vermitteln) mit Gemeinschaftraum und anderen gemeinsam genutzten Einrichtungen.          Auch bei Bedarf alle Pflegeleistungen.

Im Erzgebirge oder Ungarn.

Habe Mainfränkische Wurzeln. Amorbach / Miltenberg am Main. Lebte auch in Arnsberg (HSK) und hatte Verwandtschaft auch in BW, Nähe Hechingen.

War seit 1986 bis Corona Selbstständig als Florist-und Gärtner-Meister, Diplom-Gartenbauingenieur, Bau-,Energie und Sanierungsberater, Projektentwickler, Designer & Freier Journalist ; Autor.                            Derzeit "Rentner im Nebenjob".                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Mit freundlichen Grüßen ! Steffen Schulz

 
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