Netzwelt Ist Google eine Gefahr?

Re: Ist Google eine Gefahr?
geschrieben von Mitglied_28973c4
als Antwort auf susannchen vom 23.01.2008, 15:56:52
Danke Dir Susannchen,
Ich glaube die sollte man nicht mehr so ernst nehmen.
--
astrid
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Ist Google eine Gefahr?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf Mitglied_28973c4 vom 23.01.2008, 14:53:07
Ich denke, dass Windows viel mehr Einfluss nimmt auf unsere persönlichen Belange. Google kann man nutzen oder nicht nutzen. Windows aber ist für jene, die einen PC haben, ein Zwang.

--
schorsch
hl
hl
Mitglied

Re: Ist Google eine Gefahr?
geschrieben von hl
als Antwort auf Mitglied_28973c4 vom 23.01.2008, 20:03:08
Hallo Astrid,
ich habe gelesen. Allerdings fand ich keinen Hinweis von dir, dass andere Meinungen in diesem Thema nicht erwünscht sind.

Angenehmen Abend noch.
--
hl
Re: Ist Google eine Gefahr?
geschrieben von Mitglied_28973c4
als Antwort auf hl vom 23.01.2008, 22:34:34
Tut mir leid,HL,wenn Du es gelesen hast
und es kommt dann Deine Antwort,
die garnicht dazu paßt.
Denn Deine Antwort konnte man nur so
deuten,daß Du nicht vorher richtig
gelesen hattest und nur so drauf los
schreibst,also quer eingestiegen bist.
Sicher kann JEDER hier rein schreiben,
Du mußt nicht was sehen,was ich nie schrieb.
Schlimm solche Leute,die einem was in den
Mund legen.

Astrid

Re: Ist Google eine Gefahr?
geschrieben von Mitglied_28973c4
als Antwort auf schorsch vom 23.01.2008, 21:12:03
Ja Schorsch,das dachte ich bis gestern auch.
Doch was da stand haute mich ja bald aus den Socken,
wie man so sagt. Window hat angeblich nur 21% Anteil
am Schnüffeln, die Anderen liegen weit höher.
Yahoo mit 50% und Google/Wikepedia 70%

Gruß,Astrid
giovanni
giovanni
Mitglied

Ist Google eine Gefahr? Ja!
geschrieben von giovanni
als Antwort auf Mitglied_28973c4 vom 23.01.2008, 22:59:12
So, nun möchte ich doch auch noch gerne meinen Senf dazugeben.

Wer meint, wenn er die Google-Suchmaschine nicht benutzt, dann sei er vor Google sicher, dann irrt sich der gewaltig! Google betreibt nämlich noch diverse andere Mechanismen, um sich ein genaues Bild der Internet-Nutzer machen zu können.

Eine der fiesesten Sachen ist zum Beispiel Google-Analytics. Diesen ''Dienst'' bietet Google Webmastern an, um ihn in ihre Internet-Seiten zu integrieren. Google Analytics arbeitet unauffällig im Hintergrund, so dass man davon normalerweise gar nichts mitbekommt. Es speichert jeden Schritt eines Besuchers auf der jeweiligen Internetseite. Zur ''Belohnung'' bekommt der jeweilige Webmaster eine nett aufbereitete Statistik anhand der er das Besucher-Verhalten analysieren kann. Schön und gut und an sich noch nicht verwerflich mag man meinen.

Das Problem ist allerdings, dass diese Daten auf den Servern von Google gespeichert werden, so dass sie anhand der IP-Nummer des Besuchers auch dessen Schritte überwachen können, die er auf ganz anderen Webseiten macht, die ebenfalls Google-Analytics integriert haben. Zusätzlich setzt Google-Analytics auch Cookys, so dass sie einen Internet-Nutzer selbst dann noch verfolgen können, wenn er sich zu einem späteren Zeitpunkt mit einer anderen IP-Nummer erneut ins Internet einwählt, und das funktioniert sogar, wenn er dazu den Provider wechselt.

Google kann mit diesen Daten also einen Internet-Nutzer auf Schritt und Tritt verfolgen. Das Fiese an der Sache ist halt, dass man als Besucher solcher Internet-Seiten nicht mal darauf aufmerksam gemacht wird, dass man unter Beobachtung steht, geschweige denn, dass einem die Möglichkeit geboten wird, dem zuzustimmen oder es halt abzulehnen.

Da gehen die Deutschen auf die Barrikaden wegen der für ehrliche Bürger völlig unbedenklichen, aber zur Verbrechensaufklärung sehr hilfreichen Verbindungsdaten-Speicherung, und auf der anderen Seite speichert von ihnen ein ausländisches Privatunternehmen, das nachweislich enge Kontakte zum Geheimdienst seines Landes hat, ein Vielfaches an persönlichen Daten, als mit der Verbindungsdaten-Speicherung überhaupt möglich ist.

Ich halte daher diesen Vorstoß, mit dem Googles Möglichkeiten eingeschränkt werden sollen, für längst überfällig!

Google-Analytics ist übrigens nur eines von diversen Beispielen, wo überall Google sich Einblick in unsere Privatsphäre verschafft bzw. verschaffen will.

Ein anderes Beispiel ist das hier bereits erwähnte Google-Mail, wo sie zumindest in den Nutzungsbedingungen eingestehen, dass sie die Inhalte der eMails erfassen. Aber wer liest schon die Nutzungsbedingungen komplett durch, deren verklausulierte Aussagen man zudem ja auch nicht so einfach durchschauen kann?!

Ein weiteres Beispiel ist die angekündigte Zusammenarbeit von Google mit TomTom (einer der größten Hersteller von Navigationssystemen, wenn nicht der größte überhaupt). Durch die neue Funktion, Straßenkarten tagesaktuell zur Verfügung zu stellen (indem das Navigationsgerät diese online bezieht) und die Verbindung mit Google-Earth wird es Google künftig möglich sein, zumindest die Besitzer der neusten TomTom-Geräte nicht nur im Internet, sondern sogar im realen Leben nahezu auf den Meter genau zu verfolgen.

Für mich persönlich resultiert aus dem Wissen um diese Machenschaften von Google schon seit geraumer Zeit, dass ich erhöhten Aufwand betreibe, um mich so weit es in meinen Möglichkeiten steht, der Beobachtung dieses Unternehmens zu entziehen.

An erster Stelle steht da mal der Verzicht auf die Google-Suchmaschine. Ja richtig, ich google nicht! Es gibt genügend andere Suchmaschinen, denen ich weit mehr Vertrauen schenke, und mit deren Informationen ich ebenfalls zum gewünschten Ziel komme.

Ich verzichte natürlich auch auf andere Google-Dienste, wie zum Beispiel Google-Mail oder Picasa, für die es zum Glück ebenfalls diverse seriöse Alternativen gibt.

Vor versteckten Google-Diensten, wie zum Beispiel Google-Analytics, schütze ich mich, indem ich weder deren Cookys (mittels Firefox-Einstellung) noch deren Javaskripte (mittels der Firefox-Erweiterung NoScript) auf meinem System gestatte und zusätzlich blocke ich (per Eintrag in der host-Datei von Windows) jegliche Möglichkeit, überhaupt Kontakt mit diesen Google-Servern aufzunehmen, für den Fall, dass ein unerwünschtes Skript dies doch mal unbemerkt versuchen sollte.

Das alles ist sicherlich kein vollständiger Schutz vor dieser Datenkrake, aber ich denke, dass ich damit deren Wissen über mich zumindest auf den Bruchteil dessen reduziere, was sie ohne meine Maßnahmen über mich erfahren würden.
giovanni
giovanni
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Re: Ist Google eine Gefahr?
geschrieben von giovanni
als Antwort auf Mitglied_28973c4 vom 23.01.2008, 22:59:12
...Window hat angeblich nur 21% Anteil am Schnüffeln, die Anderen liegen weit höher. Yahoo mit 50% und Google/Wikepedia 70%

Genau so ist es leider, wobei ich den Anteil von Windows noch deutlich unkritischer sehe. Windows übermittelt bei den automatischen Updates zwar Daten an Microsoft, doch sind dies an sich recht harmlose Informationen, nämlich lediglich solche, die erforderlich sind, um die zu der installierten Software passenden Updates anbieten zu können. Das ist eine Service, den man nicht als lästiges Übel, sondern als wichtigen Beitrag zur Computer-Sicherheit ansehen sollte. Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass bei diesem Vorgang auch Dateien übertragen werden, die noch Inhalte aus Dokumenten aufweisen, doch muss man wohl nicht davon ausgehen, dass diese jemals wirklich ausgelesen werden, weil völlig zusammenhanglos.

Übrigens besteht zwischen Microsoft und Google auch noch ein entscheidender Unterschied: Microsoft-Produkte kosten Geld! Dadurch ensteht eine vertragliche Verbindung, welche dazu führt, dass Microsoft für eventuellen Missbrauch verantwortlich gemacht werden kann. Google dagegen geht keinerlei vertragliche Verpflichtungen mit seinen Nutzern ein und ist somit juristisch kaum zu fassen. Da sie zudem aus dem Ausland agieren, kann man sie nicht mal wegen Verletzung deutscher Datenschutz-Richtlinien belangen.
giovanni
giovanni
Mitglied

Re: Ist Google eine Gefahr?
geschrieben von giovanni
als Antwort auf angelottchen vom 23.01.2008, 15:32:01
...übrigens kann auch das ST allerhand über Dich und jeden anderen "ausspioniern" - ist es deshalb eine Gefahr?

Ich kann bzw. will nicht auf jede einzelne Aussage in diesem Thread eingehen, aber die obige halte ich doch für kommentar-bedürftig.

Der ST ist eine Community, in die man sich freiwillig begibt, und von der man weiß, dass alles, was man schreibt, von Anderen gelesen werden kann. Man kann also selber entscheiden, wie viel man hier von sich preisgibt. Von Ausspionieren kann also nicht die Rede sein!

Das heißt, so ganz stimmt das nicht, denn auch hier (und ebenfalls in anderen Communitys!) ist Google-Analytics eingebunden, so dass man also auch hier unter der Beobachtung von Google steht (sofern man dies nicht mit entsprechendem Aufwand zu verhindern weiß).
angelottchen
angelottchen
Mitglied

Re: Ist Google eine Gefahr?
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf giovanni vom 24.01.2008, 00:43:59
Hallo giovanni -
zunächst zu meinem Einwand bez. ST: Auch im ST werden IPs gespeichert und cookies gesetzt und da Karl die Suchmaschine google hier voll integriert hat, ist natürlich auch dort alles auffindbar und wird zugeordnet und registriert. Wer sich regelmässig mit der Problematik des Internets beschäftigt, der weiss um diese "Gefahren" doch aber seit Jahren. Es tut mir leid, aber wenn jemand hier komplette Artikel kopiert und einsetzt, ohne diese auch nur ansatzweise zu editieren (zB die Bildunterschriften und Navigationstexte entfernen etc) und Staub aufwirbelt, dann vermute ich Wichtigtuerei und keine wirkliche Sachkenntnis. Ausserdem ist es doch nicht nur google, wo gespeichert und gespydert wird - längst weiss man, dass der IE, wenn die Sicherheits-Up-Dates nicht regelmässig gemacht werden; ja und selbst dann, Gefahren auf bestimmten Websites birgt, die auf dem lokalen PC so schöne Programme wie FORMAT.EXE oder DELTREE.EXE auslösen kann. Längst ist auch bekannt, dass jeder, der sich die google Desktopsuche installiert, selber Schuld ist und wissen sollte, das damit auch sein privater Rechner "von aussen" durchsucht werden kann - und innerhalb eines Netzwerks ist es sogar noch einfacher. (Aber für die Variante brauchts nicht einmal Google
Google zu zwingen, irgend welche Daten herauszurücken, klappt mit etwas Schlitzohrigkeit - und da liegt dann die wirkliche Gefahr, wenn Provider oder Suchmaschinen eben Texte aus chatts und Emails usw speichern und dann eben auch an Behörden oder (Finanz)Ämter rausrücken.
Aber den eigenen Rechner kann man mit Firewall wenigstens schützen und ihm zB verbieten, die Google-Suche zu unterdrücken.
Wer mal hier seine Hobbys und Haustiernamen, Zahl und Alter der Enkelkinder oder gar die eigene Adresse preisgibt und an anderer Stelle sensible Daten durch Passwörter schützt, wer sein Passwort aus Haustiernamen, Alter, Namen oder Anzahl der Enkel oder der eigenen Postleitzahl kombiniert, der muss sich dann auch nicht wundern, wie schnell seine Daten zB bei Ebay gekanckt werden. Die Gefahr, das hat HL schon ganz richtig gesagt, sitzt VOR dem PC, denn nur wer genügend kriminelle Energie besitzt, wird Daten missbrauchen, andere blosstellen oder ihnen schaden. Google vereinfacht das allenfalls.
--
angelottchen
giovanni
giovanni
Mitglied

Re: Ist Google eine Gefahr?
geschrieben von giovanni
als Antwort auf angelottchen vom 24.01.2008, 09:31:39
Hallo giovanni -
zunächst zu meinem Einwand bez. ST: Auch im ST werden IPs gespeichert und cookies gesetzt und da Karl die Suchmaschine google hier voll integriert hat, ist natürlich auch dort alles auffindbar und wird zugeordnet und registriert.

Wie gesagt, was man hier selber von sich preis gibt, das steht fortan der Öffentlichkeit zur Verfügung. Dass es dann auch in Suchmaschinen landet (nicht nur bei Google), bleibt nicht aus und muss halt hingenommen werden. Man wird aus meinen Besuchen hier aber nicht herleiten können, was ich auf anderen Webseiten mache. Google aber kann das! Besser gesagt könnte das, wenn ich es nicht mit entsprechend hohem Aufwand weitgehend unterbinden würde.
Ausserdem ist es doch nicht nur google, wo gespeichert und gespydert wird - längst weiss man, dass der IE, wenn die Sicherheits-Up-Dates nicht regelmässig gemacht werden; ja und selbst dann, Gefahren auf bestimmten Websites birgt, die auf dem lokalen PC so schöne Programme wie FORMAT.EXE oder DELTREE.EXE auslösen kann.

Momeeent! Man kann doch das bewusste massive gezielte Ausspionieren von Internet-Nutzern nicht mit unbeabsichtigten Fehlern in Programmen vergleichen, die, wenn sie mit entsprechend hoher krimineller Energie ausgenutzt werden, Schaden anrichten können.
Google zu zwingen, irgend welche Daten herauszurücken, klappt mit etwas Schlitzohrigkeit - und da liegt dann die wirkliche Gefahr, wenn Provider oder Suchmaschinen eben Texte aus chatts und Emails usw speichern und dann eben auch an Behörden oder (Finanz)Ämter rausrücken.

Klar, wenn Jemand reichlich Spuren im Internet hinterlässt, dann darf er sich nicht wundern, wenn diese Spuren irgendwann auch mal gelesen werden. Ich halte es aber weder juristisch noch moralisch vertretbar, wenn Google ohne ausdrückliche Erlaubnis und ohne ihn darüber zu informieren Daten über Jemanden sammelt.
Aber den eigenen Rechner kann man mit Firewall wenigstens schützen und ihm zB verbieten, die Google-Suche zu unterdrücken.

Die Google-Suche muss ich nicht unterdrücken. Die benutze ich einfach nicht und fertig. Aber um die Suchmaschine alleine geht es gar nicht, sondern um die Kombination diverser Google-Mechanismen, die in der Gesamtheit auf vollständige Überwachung hinaus laufen.
Die Gefahr, das hat HL schon ganz richtig gesagt, sitzt VOR dem PC, denn nur wer genügend kriminelle Energie besitzt, wird Daten missbrauchen, andere blosstellen oder ihnen schaden. Google vereinfacht das allenfalls.

Und genau das sehe ich anders! Google vereinfacht nicht nur, dass Andere an Informationen kommen, die ohnehin im Internet verfügbar sind, aber ohne Suchmaschine halt nur schwer zu finden wären. Google selber sammelt ohne jedwede Legitimation Daten, an die Außenstehende gar nicht heran kommen. Und nur Google selber ist in der Lage, diese Daten so miteinander zu verknüpfen, dass sie ein genaueres Bild über Jemanden bekommen, als das irgend eine andere Institution im Internet könnte. Und da frage nicht nur ich mich, warum sie das wohl tun.
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