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Literatur Literaturrätes - DichterInnen und AutorInnen raten - Runde XIII -
Hallo Enigma,
Dr. Katrin Wiederkehr habe ich gerade entdeckt.
Wer losläßt, hat die Hände frei."
"Lieben ist schöner als siegen"
welling
Dr. Katrin Wiederkehr habe ich gerade entdeckt.
Wer losläßt, hat die Hände frei."
"Lieben ist schöner als siegen"
welling
Hallo Welling,
das hast Du wieder mal richtig entdeckt.
Ihr erstes Buch habe ich schon vor einigen Jahren gelesen, und es hat mir unglaublich viel Freude bereitet, nicht nur wegen des Inhalts, sondern auch wegen der schönen und bildhaften Sprache von Frau Wiederkehr, die die Inhalte verdeutlicht.
Sie hat natürlich dem Leser hier kein Fachbuch, sondern ein populärwissenschaftliches angeboten, so dass man also kein “Fachchinesisch” zu lesen bekommt, wenn man sich ihren Büchern nähern möchte.
Inhaltlich spricht sie natürlich von den Lebensphasen der Menschen, insbesondere auch in diesem Falle der Frauen, von dem Rollenverständnis, das sich im Laufe des Lebens verändert (verändern kann) und auch vom Loslassen, wie der Titel besagt.
Vielleicht eine kleine Probe:
“Nach fünfzig Jahren Unsterblichkeit rückt langsam das Ende unseres irdischen Weges in den Blick. Vor dem dunklen Hintergrund der Endlichkeit leuchtet die kostbare Gegenwart umso heller. Von dem jugendlichen Aufschieben des Lebens in die Zukunt befreit, verpassen wir den Moment nicht mehr in drängender, ungeduldiger Erwartung des Eigentlichen. Längst ist die Zukunft Gegenwart geworden. Keine verschenkte Sekunde lässt sich nachholen, und es gilt, jeden Moment voll auszuschöpfen, solange es möglich ist“....
Und dann zitiert sie das Gedicht von Fontane “O trübe diese Tage nicht”
Ich stelle es auch ein, weil es so gut passt:
"O trübe diese Tage nicht
Theodor Fontane
O trübe diese Tage nicht,
Sie sind der letzte Sonnenschein,
Wie lange, und es lischt das Licht
Und unser Winter bricht herein.
Dies ist die Zeit, wo jeder Tag
Viel Tage gilt in seinem Wert,
Weil man's nicht mehr erhoffen mag,
Dass so die Stunde wiederkehrt.
Die Flut des Lebens ist dahin,
Es ebbt in seinem Stolz und Reiz,
Und sieh, es schleicht in unsern Sinn
Ein banger, nie gekannter Geiz;
Ein süßer Geiz, der Stunden zählt
Und jede prüft auf ihren Glanz,
O sorge, dass uns keine fehlt
Und gönn' uns jede Stunde ganz."
Später bringt sie auch noch ein Gedicht von Benn (Anemone) ein, wie man sehen kann, also alles andere als trockener Lesestoff.
Also, es lohnt sich!
Gruß
--
enigma
das hast Du wieder mal richtig entdeckt.

Ihr erstes Buch habe ich schon vor einigen Jahren gelesen, und es hat mir unglaublich viel Freude bereitet, nicht nur wegen des Inhalts, sondern auch wegen der schönen und bildhaften Sprache von Frau Wiederkehr, die die Inhalte verdeutlicht.
Sie hat natürlich dem Leser hier kein Fachbuch, sondern ein populärwissenschaftliches angeboten, so dass man also kein “Fachchinesisch” zu lesen bekommt, wenn man sich ihren Büchern nähern möchte.
Inhaltlich spricht sie natürlich von den Lebensphasen der Menschen, insbesondere auch in diesem Falle der Frauen, von dem Rollenverständnis, das sich im Laufe des Lebens verändert (verändern kann) und auch vom Loslassen, wie der Titel besagt.
Vielleicht eine kleine Probe:
“Nach fünfzig Jahren Unsterblichkeit rückt langsam das Ende unseres irdischen Weges in den Blick. Vor dem dunklen Hintergrund der Endlichkeit leuchtet die kostbare Gegenwart umso heller. Von dem jugendlichen Aufschieben des Lebens in die Zukunt befreit, verpassen wir den Moment nicht mehr in drängender, ungeduldiger Erwartung des Eigentlichen. Längst ist die Zukunft Gegenwart geworden. Keine verschenkte Sekunde lässt sich nachholen, und es gilt, jeden Moment voll auszuschöpfen, solange es möglich ist“....
Und dann zitiert sie das Gedicht von Fontane “O trübe diese Tage nicht”
Ich stelle es auch ein, weil es so gut passt:
"O trübe diese Tage nicht
Theodor Fontane
O trübe diese Tage nicht,
Sie sind der letzte Sonnenschein,
Wie lange, und es lischt das Licht
Und unser Winter bricht herein.
Dies ist die Zeit, wo jeder Tag
Viel Tage gilt in seinem Wert,
Weil man's nicht mehr erhoffen mag,
Dass so die Stunde wiederkehrt.
Die Flut des Lebens ist dahin,
Es ebbt in seinem Stolz und Reiz,
Und sieh, es schleicht in unsern Sinn
Ein banger, nie gekannter Geiz;
Ein süßer Geiz, der Stunden zählt
Und jede prüft auf ihren Glanz,
O sorge, dass uns keine fehlt
Und gönn' uns jede Stunde ganz."
Später bringt sie auch noch ein Gedicht von Benn (Anemone) ein, wie man sehen kann, also alles andere als trockener Lesestoff.
Also, es lohnt sich!

Gruß
--
enigma
Hallo Enigma,
in diesem Fall, wie ja schon häufiger hier, wirklich entdeckt. Und gerade weil das so ist, danke ich dir für deine anschauliche und ergiebige Kommentierung.
Um im Bild zu bleiben, ich hatte vor einigen Wochen eine Aufgabe übernommen, eine Pflicht, die Einsatz verlangte und Verantwortung bedeutete, damit bin ich zu einem - hoffentlich - guten Ende gekommen, so dass ich da loslassen konnte und nun die Hände frei habe, um dann auch wieder ein Rätsel einzustellen. Heute wird es wohl nichts mehr, aber morgen sollte es klappen.
Gruß
welling
in diesem Fall, wie ja schon häufiger hier, wirklich entdeckt. Und gerade weil das so ist, danke ich dir für deine anschauliche und ergiebige Kommentierung.
Um im Bild zu bleiben, ich hatte vor einigen Wochen eine Aufgabe übernommen, eine Pflicht, die Einsatz verlangte und Verantwortung bedeutete, damit bin ich zu einem - hoffentlich - guten Ende gekommen, so dass ich da loslassen konnte und nun die Hände frei habe, um dann auch wieder ein Rätsel einzustellen. Heute wird es wohl nichts mehr, aber morgen sollte es klappen.
Gruß
welling
Re: Literaturrätes - DichterInnen und AutorInnen raten - Runde XIII -
geschrieben von Mitglied_40c8304
Wenn das wieder sowas Abgelegenes ist, spiel ich nicht mehr mit. *heul*
Schönen Abend!
--
marina
Schönen Abend!
--
marina
Nun, wie schon gestern angekündigt und versprochen, ein neues Rätsel:
Der Gesuchte ist ein deutscher Autor, noch schaffend, und wurde in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts geboren. Er arbeitet als freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt vorwiegend an 2 Orten in Europa, nicht in Deutschland.
Romane und Essays sind Schwerpunkte, soweit es das Schaffen eigener Texte anlangt. An seinem neuesten Roman, den ich gelesen habe, dürften Musikliebhaber und -kenner ihre Freude haben, wenn..... ja, wenn sie den Argumenten in den Verrissen nicht folgen müssen. Denen steht aber hohes Lob in anderen Rezensionen gegenüber.
Ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen, schon deshalb, weil ich mich hin und wieder über das eigene laute Lachen amüsiert habe. Aber vieles in dem Buch ist durchaus ernst und aktuell gefährlich.
Der Roman ist anspruchsvoll, der Leser spürt, dass hier ein Autor am Werk ist, der sehr, sehr viel von Musik versteht und auch von Sprache.
Und nun viel Freude beim Raten.
--
welling
Der Gesuchte ist ein deutscher Autor, noch schaffend, und wurde in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts geboren. Er arbeitet als freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt vorwiegend an 2 Orten in Europa, nicht in Deutschland.
Romane und Essays sind Schwerpunkte, soweit es das Schaffen eigener Texte anlangt. An seinem neuesten Roman, den ich gelesen habe, dürften Musikliebhaber und -kenner ihre Freude haben, wenn..... ja, wenn sie den Argumenten in den Verrissen nicht folgen müssen. Denen steht aber hohes Lob in anderen Rezensionen gegenüber.
Ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen, schon deshalb, weil ich mich hin und wieder über das eigene laute Lachen amüsiert habe. Aber vieles in dem Buch ist durchaus ernst und aktuell gefährlich.
Der Roman ist anspruchsvoll, der Leser spürt, dass hier ein Autor am Werk ist, der sehr, sehr viel von Musik versteht und auch von Sprache.
Und nun viel Freude beim Raten.
--
welling
Hallo Welling,
Hast Du uns wieder etwas serviert?
Spontan dachte ich zunächst an an Georges-Arthur Goldschmidt, aber nach Überprüfung und Abgleich mit Deinen Kriterien kommt der nicht in Frage, leider.
Also brauche ich einen richtig guten Tipp!
Gruß
--
enigma
Hast Du uns wieder etwas serviert?
Spontan dachte ich zunächst an an Georges-Arthur Goldschmidt, aber nach Überprüfung und Abgleich mit Deinen Kriterien kommt der nicht in Frage, leider.
Also brauche ich einen richtig guten Tipp!
Gruß
--
enigma
Re: Literaturrätes - DichterInnen und AutorInnen raten - Runde XIII -
geschrieben von Mitglied_40c8304
Ja, enigma, was ist denn mit dir los?
Aber welch ein Trost, dass selbst du es nicht rausfindest, ich nämlich auch nicht.
Und dabei scheint es sich um einen ausgesprochen interessanten Autor zu handeln, außerdem hat Welling ihn sehr gut beschrieben.
Aber ich muss mal wieder passen, na ja, ich finde mich langsam mit meinen Unzulänglichkeiten ab.
)
--
marina
Aber welch ein Trost, dass selbst du es nicht rausfindest, ich nämlich auch nicht.
Und dabei scheint es sich um einen ausgesprochen interessanten Autor zu handeln, außerdem hat Welling ihn sehr gut beschrieben. Aber ich muss mal wieder passen, na ja, ich finde mich langsam mit meinen Unzulänglichkeiten ab.
)--
marina
In unserer Stadtbücherei habe ich diesen Roman ausgeliehen, weil ich beim Lesen des Titels Schiller assoziierte, zugegeben, jeder hat seine Assoziationen zunächst mal für sich alleine, aber ich bin sicher, dass auch andere sie leicht haben könnten. Und dabei geht es nicht um eines der großen Dramen des Klassikers, sondern um eine seiner Abhandlungen.
Den Gesuchten kannte ich bis dahin nicht. Und dabei hat er einen so sehr "deutschen" Namen.
) Und als Übersetzer hat er wohl sehr gute Arbeit geleistet, da eher in Bereich der Lyrik.
welling
Den Gesuchten kannte ich bis dahin nicht. Und dabei hat er einen so sehr "deutschen" Namen.
) Und als Übersetzer hat er wohl sehr gute Arbeit geleistet, da eher in Bereich der Lyrik.welling
Re: Literaturrätes - DichterInnen und AutorInnen raten - Runde XIII -
geschrieben von Mitglied_40c8304
Ist es vielleicht Dieter Kühn?
--
marina
--
marina
Nein, Kühn ist es nicht.
Aber danke, Marina und Enigma, dass ihr trotz der Schinderei, die ich euch antue, so gnädig und - hm - anmutig mit mir umgeht immer noch.
welling
Aber danke, Marina und Enigma, dass ihr trotz der Schinderei, die ich euch antue, so gnädig und - hm - anmutig mit mir umgeht immer noch.

welling