Internationale Politik Jetzt auch in Spanien? Vormarsch der Rechten....
Spanien galt bisher als sehr löblicher Sonderfall innerhalb der EU, weil sich dort keine rechtspopulistischen Strömungen abzeichneten. Man erklärte sich dies mit der noch jungen Demokratie und der Franco-Diktatur von 1939 - 1975.
Wie die Kommunalwahlen in Andalusien zeigen, können nun auch in Spanien Rechtsextreme Fuss fassen.
In der bevölkerungsreichsten Region Spaniens regierten die Sozialisten 36 Jahre ohne Unterbrechung; sie stellen auch seit Juni in Madrid eine Minderheitenregierung unter Sanchez, womit der seit Juni keine Mehrheiten für seine Projekte finden kann und bisher als recht erfolglos angesehen werden muss.
Das ehemalige Armenhaus Andalusien prosperierte unter den Sozialisten gewaltig; aber auch Milliardenzahlungen aus Brüssel halfen hierbei. Es entstanden ein modernes Bildungs- und Gesundheitswesen, eine belastbare Infrastruktur usw.
Andererseits sind die Sozialisten in Andalusien in viele Korruptionsskandale verstrickt und die Partei trägt immer schwerer daran,dass der letzte Premier aus den REihen der Sozialisten kam und dieser Herr Zapatero für die vor einem Jahrzehnt ausgebrochene schwere Wirtschaftskrise verantwortlich gemacht wird.
Die neue, rechte Partei VOX wirft Sanchez vor, den Migrantenzustrom nicht gestoppt zu haben. Die Korruption macht man zum Hauptthema, man möchte einen starken Zentralstaat wieder herstellen, Gibraltar "heimholen",den Gender-Wahn unterdrücken. Die Partei verherrlicht Franco als BEzwinger des Bolschewismus und die Ausplünderung Lateinamerikas als kulturelle Leistung. Man möchte der Einwanderungvon Muslimen den Riegel vorschieben, aber gerne Flüchtlinge aus dem gescheiterten sozialistischen Projekt Venezuelas willkommen heissen.
Noch handelt es sich um Wahlergebnisse "nur" in der Region Andalusien. Gehen diese weiter auf das ganze Land über? Noch befürworten mehr als 85% der Spanier die Zugehörigkeit zur EU - wird sich hier etwas ändern und wenn ja in welche Richtung? Olga
Die Rechten werden überall präsenz sein. Die Welt wäre zu schön, wenn es nur eine Meinung geben würde
Die Rechten werden überall präsenz sein. Die Welt wäre zu schön, wenn es nur eine Meinung geben würdeWEnn es überall nur eine Meinung gäbe, hätten wir überall Diktaturen. Ist es das, was Sie sich wünschen, weil Sie evtl. die Demokratie und deren Spielregeln nie begriffen haben? Olga
Nun macht sich unter jungen Männern Franco-Nostalgie breit.
Lange verortete man sie in linken Kreisen, bei der Podemos - diese Partei ist in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, aber rechte Parteien, wie z.B. die spanische 'VOX erlangen nun grosse Zustimmungsraten.
VOX übernahm Themen, die früher Podemos im Programm hatte: z.B. Migranten, Frust und Wut gegen das Establishment, gegen die ältere Generation, die Aussichtslosigkeit für junge Menschen usw.
Ultrarechten gelingt es auch in Spanien wie anderswo auf der Welt, solche Emotionen für sich zu nutzen.
Ein gutes Fünftel der spanischen Bevölkerung bekundet Sympathie für die Zeit der faschistischen Franco-Diktatur. Diese sind weniger bei jenen zu finden, die diese Zeit noch selbst miterlebten . Damals wurden politische Gegner in Foltegefängnissen hingerichtet, Homosexuelle inhaftiert, junge Frauen in Klöster eingesperrt, wenn sie als moralisch gefährdet galten.
Die Presse wurde stark zensiert und Franco setzte auf wirtschaftliche Autarkie, bis die Menschen verhungerten. U.a. glaubte ER, man könne Benzin aus Wasser und Pflanzen herstellen.
Der Übergang zur Demokratie zog sich über viele Jahre hin; noch 1981 versuchten Militäre einen Putsch. Es herrschte in Spanien lange eine kollektive Amnesie, ein Vakuum, das Jüngere nun mit ihren Sehnsüchten und irrigen Vorsellungen befüllen, dass vielleicht doch nicht alles so schlecht war als ein starker Mann - Franco - das Sagen hatte.
Dass bis heute mehr als 100.000 Bürgerkriegsopfer im ganzen Land verscharrt sind - viele wollen es weiter ignorieren.
Wie wird es weitergehen in Spanien? Werden auch dort rechte Parteien - evtl. in Koaliton mit konservativen Parteien - das Rad zurückdrehen und welche Konsequenzen in Spanien und ganz Europa wird das haben? Olga
Spanien ist eine relativ junge Demokratie und begann vor 50 Jahren mit dem Tod des Diktators Franco,dem Generalisimo.Quelle dieses Beitrages ?
Nun macht sich unter jungen Männern Franco-Nostalgie breit.
Lange verortete man sie in linken Kreisen, bei der Podemos - diese Partei ist in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, aber rechte Parteien, wie z.B. die spanische 'VOX erlangen nun grosse Zustimmungsraten.
VOX übernahm Themen, die früher Podemos im Programm hatte: z.B. Migranten, Frust und Wut gegen das Establishment, gegen die ältere Generation, die Aussichtslosigkeit für junge Menschen usw.
Ultrarechten gelingt es auch in Spanien wie anderswo auf der Welt, solche Emotionen für sich zu nutzen.
Ein gutes Fünftel der spanischen Bevölkerung bekundet Sympathie für die Zeit der faschistischen Franco-Diktatur. Diese sind weniger bei jenen zu finden, die diese Zeit noch selbst miterlebten . Damals wurden politische Gegner in Foltegefängnissen hingerichtet, Homosexuelle inhaftiert, junge Frauen in Klöster eingesperrt, wenn sie als moralisch gefährdet galten.
Die Presse wurde stark zensiert und Franco setzte auf wirtschaftliche Autarkie, bis die Menschen verhungerten. U.a. glaubte ER, man könne Benzin aus Wasser und Pflanzen herstellen.
Der Übergang zur Demokratie zog sich über viele Jahre hin; noch 1981 versuchten Militäre einen Putsch. Es herrschte in Spanien lange eine kollektive Amnesie, ein Vakuum, das Jüngere nun mit ihren Sehnsüchten und irrigen Vorsellungen befüllen, dass vielleicht doch nicht alles so schlecht war als ein starker Mann - Franco - das Sagen hatte.
Dass bis heute mehr als 100.000 Bürgerkriegsopfer im ganzen Land verscharrt sind - viele wollen es weiter ignorieren.
Wie wird es weitergehen in Spanien? Werden auch dort rechte Parteien - evtl. in Koaliton mit konservativen Parteien - das Rad zurückdrehen und welche Konsequenzen in Spanien und ganz Europa wird das haben? Olga
Vor vielen Jahren hatte ich im ST geschrieben, dass die VOX sehr bestrebt ist, die spanische Gesellschaft aufzuwiegeln und ich schrieb, dass bei einer Bürgermeisterin von Madrid, Francos Atem durch die Büroräume weht, wow diese meine Aussage wurde mir krumm genommen, besonders von Menschen die Spanien nie besucht haben. Mallorca ist nicht Spanien 😂.
Ich treffe mich jetzt gleich mit ein paar Leuten in unserer Dorfbar, das ist die BILD des Ortes 😁.
„In einer spanischen Zeitung ist das mit Sicherheit nicht gestanden und eine deutsche Zeitung interessiert mich eigentlich nicht.„
EL PAIS gibt es auch in deutscher Ausgabe, leider nicht mit diesem Artikel vom 13.10.25
SPAIN
Over 21% of Spaniards think the Franco years were ‘good or very good,’ survey shows
„Among voters of the mainstream conservative Popular Party (PP), more people believe the dictatorship was ‘good’ than ‘bad.’ And 61% of far-right Vox voters believe the democratic system is worse or much worse than Francoism ever was“
Edita
das ist bei manchen hier so üblich. Sie urteilen über Länder, in denen sie nie gelebt, noch besucht haben. Solang man mekkkkkern kann. Intelligenz aus dem Internet.
LG Hubert
EL PAIS gibt es auch in deutscher Ausgabe, leider nicht mit diesem Artikel vom 13.10.25
SPAIN
Over 21% of Spaniards think the Franco years were ‘good or very good,’ survey shows
„Among voters of the mainstream conservative Popular Party (PP), more people believe the dictatorship was ‘good’ than ‘bad.’ And 61% of far-right Vox voters believe the democratic system is worse or much worse than Francoism ever was“
Edita
Hunderte Rechtsextreme marschieren durch Madrid
50 Jahre nach dem Tod des spanischen Diktators Francisco Franco haben Rechtsextreme in Madrid gegen die Verfassung demonstriert. Eine Gegendemo ist für heute angekündigt.
22. November 2025, 6:23 UhrQuelle: DIE ZEIT, AFP, peng
https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-11/spanien-franco-rechtsextreme-demo-madrid-gxe
Rosi65