Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?

Internationale Politik Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?

Elou
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RE: Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
geschrieben von Elou
als Antwort auf Alkmar vom 04.12.2025, 22:15:51
sag das der anderen!
und nun bin ich hier raus.
keine lust mich hier immer weiters nerven zu lassen.
bye!
Juro
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RE: Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
geschrieben von Juro
als Antwort auf Maya1 vom 04.12.2025, 15:58:31
Hallo Maya1,

deine Gedanken, finde ich, sollten einer nähere Betrachtung wert sein. Wie führt man eine Gesellschaft, also alle Menschen (global) zu einer ethischen Grundhaltung? Lohnt es sich, eine solche zu entwickeln? Bringt es auf Dauer (oder nachhaltig) etwas für den einzelnen Menschen, sich so zu verhalten?

So lange die Gesellschaft in Besitzende an Produktionsmitteln und in Nichtbesitzende geteilt ist, bringt die ethische Haltung nicht viel. Der alte Antagonismus bleibt bestehen. Die Besitzenden haben das Recht, ihre Gewinne einzubehalten und sie haben das Recht, über die Verwendung zu bestimmen. Die Nichtbesitzenden werden von solchen Entscheidungen fern gehalten. Sie müssen sich organisieren und in Lohnverhandlungen um einen Anteil am Gewinn streiten.

Die Einteilung in Gruppen, Schichten oder Klassen wird bleiben, wenn keine gesellschaftliche Gleichstellung aller Menschen erfolgt. Da aber die Ungleichheit durch den Besitz an Produktionsmitteln hauptsächlich erzeugt wird, wären die Besitzfragen zuerst zu lösen, bevor eine gleiche Ethik entstehen könnte und das Verhalten in diesem Sinne vorteilhaft werden lässt. Sonst verlassen einzelne Gruppen sehr schnell diesen gemeinsamen Konsens und die so schöne neue Gesellschaft zerfällt oder wird gar nicht erst entstehen.

Juro

 
Juro
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RE: Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
geschrieben von Juro
als Antwort auf diego48 vom 04.12.2025, 17:28:33
Hallo Diego48,
(zu #12244916)
Du hast geschrieben:

Und das ist das Wichtigste: Ist ein Mensch dominiert von der tierischen unbewussten Geisteshaltung, die seit > 3 Mrd Jahren existiert und steht seine Intelligenz -per Bewusstsein tausendfach verstärkt - im Dienst dieser tierischen Antriebe, dann liegt ein Kriegstreiber wie Putin vor. 
Das zu verhindern ist die Rolle ethischer Lerninhalte. 

Ich nehme diesen Satz mal ernst. Dann könnte man doch sagen, wenn es uns gelingen könnte, die mögliche genetische Veranlagung eines Menschen vor seiner Geburt zu erkennen, dann könnte man diese Zeugung verhindern durch die Trennung der beiden Eltern oder durch die Verhinderung von deren Zeugungsfähigkeit. Da war Deutschland ja schon mal - Selektion, Züchtung des neuen Menschen. Wenn du die materiellen Grundlagen (Produktionsmittelbesitz) einer Gesellschaft außer Acht lässt, bist du eventuell bald wieder an dieser Stelle.
Dann noch einen entsprechenden Werte-Drill durch die Eltern und Institutionen und die schreien im Chor Heil! Heil! Heil!

Juro
Alkmar
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RE: Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
geschrieben von Alkmar
als Antwort auf Juro vom 04.12.2025, 23:43:17
Ok Juro,
und ich frage mich, ob du solch eine zynische Antwort geschrieben hättest, wenn es nicht um Putin gegangen wäre?

Aber bei allen Vorbehalten, die man immer beachten sollte, stimmst du mir sicher zu, dass es abgrundtiefe böse und mörderische Menschen gibt und in diesem besonderen Fall anhand der begangenen Taten, Putin doch für unzählige Opfer eine Verantwortung tragen wird.

Und zudem frage ich mich, warum gerade du immer mit kommunistischen Thesen als Weltverbesserung und Schutz von Kriegstreibern, sofern sie aus Russland kommen, aufwarten musst.
Kannst du dir wirklich nicht vorstellen, dass es abgrundtiefe böse Menschen gibt und der Kommunismus in jeglicher Form menschenverachtend ist, weil der Mensch darin auf seine Funktionalität reduziert wird? 

Wie viele Menschenleben hat der Kommunismus schon gekostet? 
Ich glaube übrigens nicht, dass dies ein Problem gewisser Gene sein könnte, mehr jedoch eines Umfeldes und Wertevermittlung sowie gegebener Macht, für die Menschenleben nicht geachtet werden. 
Denn nicht selten haben Menschen keine Möglichkeit ihren "Sozialismus" weder zu kritisieren noch zu verlassen.

Schau!
Trump lässt auch auf Boote schießen und eine Übertötung befehlen. Nach unseren internationalen Gesetzen, Verbrechen bzw. eine verbotene Kriegshandlung gegen Zivilisten.

Und dann noch... Menschen züchtet man nicht! Was ist das nur für eine Wortwahl!
 
 
Nebelfrau
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RE: Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
geschrieben von Nebelfrau
als Antwort auf diego48 vom 04.12.2025, 18:07:47
Tja, wenn Du meinst, mich unbesehen in die Schublade "Egoist, der sich nicht einschränken will" zu stecken... dann werde ich in Zukunft halt einen großen Bogen um Beiträge von Dir machen! Typischer Fall von virtuellem Größenwahn,  schade. 



Liebe Nebelfrau, 

die Menschheit als Ganzes wird NIEMALS darauf kommen. 

Man muss etwas mehr nachdenken, als es viele Menschen können, ... weil sie kaum zu essen haben, trotzdem Kinder, weil sie elendig leben müssen, keine Bildungwissen erhalten etc.....

Sorry wenn ich das sagen muss, ich will niemanden verletzen. 
ABER: 
Wenn unsere "Fatale Erbschaft der Evolution"   (unser genetisch verankertes, unbewusstes moralfreies VERHALTEN) reden könnte, gewissermaßen als Gnom in unserem Gehirn, dann würde er genau das sagen: 
... die Menschheit als Ganzes ist dafür nicht bereit. Vielleicht noch nicht? Aber wenn, dann dauert es noch sehr, sehr lange (Zitat).   .... schließlich will er doch nicht eingeschränkt werden ...

Der wertvollste Satz, den ich kenne, mein Lieblingssatz
Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen,
die zu seiner Entstehung beigetragen haben.
(Albert Einstein).


Ich bin dafür, alle kognitiven Fähigkeiten, die man mitbekommen hat, dafür einzusetzen, damit alle unsere Nachkommen ein kriegsfreies Laben bekommen können. Wenn möglichst viele Menschen mithelfen, kann das weniger als 1 Generation dauern. 

diego48 

 
diego48
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RE: Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
geschrieben von diego48
als Antwort auf ossi73 vom 04.12.2025, 19:23:52
hmmmmmmm.
Wenn du das so denkst, ist das fürmich OK. 

diego48
Karl
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Administrator

RE: Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
geschrieben von Karl
als Antwort auf olga64 vom 04.12.2025, 20:24:05
Sorry @Olga64,

kehre bitte einmal, einmal auch vor der eigenen Tür!

@Elou hat davon gesprochen, dass "viele" Menschen zu dumm seien. Du hast daraus "Alle" gemacht.

Gerade wenn man andere angreifen will, dann sollte man genau lesen!

Karl
diego48
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RE: Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
geschrieben von diego48
als Antwort auf hobbyradler vom 04.12.2025, 19:32:08
Lieber hobbyradler, 

Zitat: Wer entscheidet nun was richtig ist um zur Einigkeit zu kommen?
Im Eröffnungstext hst du ja meine Meinung gesehen. Meine Sicht. Die muss nicht richtig sein. Deshalb habe ich sie geschrieben, damit jeder (mit positiver Grundeinstellung) sie kommentieren kann. 
Würdest du bitte deine andere Sicht auch mitteilen? mit Begründung? Würde mich sehr interessieren. 
Was wir beide schreiben, ist nur unsere Meinung, keine Vorschrift, kein "bestimmen". Wer sie teilt, sieht das eben auch so ....

Zitat: Was ist denn dein neuer realistischer Denkansatz um eine "gute" Welt zu schaffen?
Seit ich wieder bei den Senioren schreibe, habe ich meinen Denkansatz mehrfach geschildert. Zugegeben: vornehmlich als Antworten auf Fragen im Forum, noch nicht als einen kompletten Artikel. 
Der Grund dafür: Der gesamte Denkansatz ist ziemlich anders, als zum Beispiel der von Philosophen und auch Wissenschaftlern. Philosophen gehen von den Symptomen aus, die man in der Gesellschaft erlebt, Verhaltensforscher gehen empirisch vor, von dem was man sehen kann. 
Die Ursachen über Evolutionsmechanismen zu erkennen, dafür habe ich bei meinen Recherchen (weltweit) niemanden entdeckt. 
Der Grund dafür ist auch nicht von jedem sofort "völlig logisch". 

"Mein" Denkansatz ist aus meinen Kommentaren hier im Forum längst erkennbar. 
Trotzdem nochmal als kurze Skizze: 
  • wir werden mit den > 3 Mrd Jahre alten unbewussten moralfreien Grundantriebe unbewusster Wesen (Tiere, Pflanzen ....) geboren. Wird dieses vererbte Verhalten mit hoher Intelligenz, also mit dem Bewusstsein des Menschen, "tausendfach" verstärkt, dann ist es genau das Verhalten der Menschen. Raffinesse, Wirkung, Varianten machen uns zum schlimmsten Wesen der Welt, das alle anderen Wesen beherrschen kann, das gewaltige Kriege mit den wahnsinnigsten Waffen bekämpfen und sogar sich selbst dabei auslöschen kann. Genetisches Verhalten kann man nicht auslöschen, es ist eine feste "Programmierung" in unseren Genen, wie die Hautfarbe. 
  • der einzige Weg, Verhalten zu ändern, ist der programmierbare Teil unseres Gehirns. Man kann dort beliebiges Zeug hineinspeichern, man kann das "Konditionierung" nennen. Wir werden ab Geburt IMMER konditioniert, zufällig, entsprechend der Umgebung, in die wir hinein geboren werden. Könnte man da ethisches Verhalten einspeichern, entstehen ethische Persönlichkeiten. 
    Es gibt einen Weg, ethisches Verhalten aus der Natur abzuleiten. Nicht um etwas zu bestimmen, sondern um etwas zu schildern, darüber aufzuklären. Das erzähle ich aber zu einem anderen Zeitpunkt. 
    Wichtig ist, dass es nur einen einzigen Weg gibt, das Gehirn zu programmieren: Man muss "LERNINHALTE" kommunizieren. Die wiedrum müssen die eingebauten Filter im Gehirn überwinden. Dann kann man das Kommunizierte lernen und das Verhalten des Menschen damit verändern, zum Beispiel ethisch. Damit ist gesagt, dass man nur dann aus Kommunikation lernen kann, wenn es vom Menschen logisch, nicht nur akustisch, wahrgenommen wird, 
  • Wenn das alles richtig wäre, kommt der schwierigste Akt: Diese Kommunikation muss grundsätzlich möglichst viele Menschen erreichen. Theoretisch verfügt die Menschheit über die weltgrößte "Kommunikations- und Lernmaschine": die Medien. Würde man über Vernunft, über Appelle, mit Hilfe von Wissenschaftlern, Politikern, Prominenten die Medienchefs zu einer Allianz überreden können. dann wäre es erreicht. Weil Information diffundiert. 
    Die Kommunikationsargumente sind gut, darüber erzähle ich ein anderes mal. 
Am Rande: auch im Ukraine Krieg, gegen Putin, ließe sich eine Menge mehr erreichen. Aber halt nur mit Menschen mit Vorstellungskraft und Mut für neue Wege. 

Ach ja, das wollte ich noch erfragen: Angenommen, der Weg zu einer ethischen Gesellschaft sei tatsächlich möglich, wieviel Aufwand/Kosten sollte die Menschheit investieren, um diese Plage zu eliminieren? 
So viel, wie der Flug zum Mars kostet? So viel, wie der UKRAINE Krieg Putins kostet/verursacht? So viel wie die USA in die jährliche Rüstung stecken, oder China, oder ..... WIEVIEL $? 

diego48


 
diego48
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RE: Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
geschrieben von diego48
als Antwort auf werderanerin vom 04.12.2025, 15:38:49
Hallo Kristine, 
mit ethisch orientierten Menschen ist alles möglich, gar wenn sie sich für die Gesellschaft als Ganzes interessieren, wenn sie Vorstellungskraft entwickeln, wenn sie Mur und Energie aufbringen. 

Wir sind bei Geburt als Tiere konditioniert, mit der "Geisteshalung" von Tieren. Das ist aber den wenigsten Menschen bewusst. Was ich treibe, ist, das den Menschen bewusst zu machen und gleichzeitig zu zeigen, dass ethische Lerninhalte im Gehirn, eine bewusste ethische Geisteshaltung,  die Kontrolle über die primitiven, tierischen Geisteshaltung ermöglicht. 
Die nenne ich ethische Persönlichkeiten. 

Ja, ethische Persönlichkeiten können ihre Egozentrik unter Kontrolle halten, sie sind dann fair, sowohl gegenüber schwächeren Lebewesen, wie auch gegenüber schwächeren Menschen. 

diego48
werderanerin
werderanerin
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RE: Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
geschrieben von werderanerin
als Antwort auf diego48 vom 05.12.2025, 09:49:19
Diego  -  nichts für ungut..., aber das alles bleibt für mich ein "Wunschdenken", weil ich einfach denke, dass die "Spezie Mensch" dazu garnicht fähig sein möchte. Um das umzusetzen, was du schreibst, bedarf es doch ganz anderer Menschen oder ähnlichen Lebewesen. 

Vielleicht könnte der Mensch so manches, er möchte das aber nicht.
Es ging und geht nur um Macht.

Kristine
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