Internationale Politik Eine ethische Gesellschaft: geht das überhaupt?
Was ich unter "ethische Gesellschaft" verstehe?
Eine Gesellschaft ohne Kriege, mit Geschlechtergleichheit, keine häusliche Gewalt, weder Vergewaltigung noch Missbrauch, möglichst keine Zerstörung unseres Lebensraums und das anderer Lebewesen, keine Ausbeutung, Fairness & Rücksicht gegenüber allen Menschen, Freiheit, keine Gewalt, eine ethische Geisteshaltung ......, Ehrlichkeit, kein Betrug, keine "fakes" etc....
Wie geht ethische Kindererziehung, wie geht faire Ehe, wie geht ethische Aufklärung in der Gesellschaft? Wie geht ethische Kommunikation in Foren?
(Das hat alles nix mit Religionen oder Ideologien zu tun)
Illusion, Blauäugigkeit?, alberne Versuche?, ...... Nein, eher hängt das mit Vorstellungsvermögen zusammen ... und mit einem Mindestmaß an Naturwissenschaft.
Eigentlich wollten alle Philosophen, alle Menschen schon immer "ethische" Gesellschaften, hat aber so gut wie noch nie geklappt. Woran liegt das?
- Ist uns eigentlich bewusst, dass wir mit den gleichen "unbewussten Grundantrieben" wie unbewusste Lebewesen geboren werden?
- Ist uns bewusst, dass unser "Verhaltenserbe" der Evolution genetisch verankert, also nicht selbst änderbar ist?
- Ist uns eigentlich bewusst, welche Effekte unser Bewusstsein verursacht?
- Ist uns eigentlich unsere eigene "Natur des Menschen" bewusst? Was meint man damit genau?
diego48
Was ich unter "ethische Gesellschaft" verstehe?....Hallo diego48,
nach allem, was wir von der menschlichen Gechichte wissen, gab es das noch nie, diese ethische Gesellschaft, wie du sie verstehst.
Aber es gab in allen Epochen auch Menschen, die daran gearbeitet hab, früher wie heute. Und es muss Ziel der Weltpolitik und aller Menschen bleiben, an einer solchen Gesellschaft zu arbeiten und ihr näher zukommen.
Nick42
Sie leben ganz im Augenblick, ohne Oberhäupter, ohne Gesetze, ohne Besitz, ohne Religion usw.
ZB: Die Welt der Pirahã-Indianer: Ein Leben ohne Angst und Sorgen | taz.de
https://share.google/6pyiUoAaInyHcXpKm
Allerdings ganz ohne Kriege mit den Nachbarn scheint es auch nicht abzugehen ....also dieses Kriterium wäre schon mal nicht erfüllt 🥴
Dann schau ma mal. 😂
LG Hubert
es wird das Ziel aller Generationen bleiben, eine "ethische Gesellschaft" zu erschaffen. Ohne diese können wir als globale Menschheit den technischen Fortschritt auch nicht meistern.
Ich möchte an die Vision der Zivilisation typ 2 erinnern. Sie wird in der Lage sein, das Energieproblem der gesamten Menschheit zu lösen, indem sie die gesamte Energie unserer Sonne, die unsere Kollektoren erreicht, nutzen kann. Da sprechen wir aber nicht von den kleinen Sonnenkollektoren unserer Zeit. Diese neuen werden in unserem erreichbaren Weltall stehen.
Der russische Wissenschaftler Kardaschow hat 1964 und fortfolgend versucht, anhand einer Skala diese Zivilsationen zu beschreiben. Dabei befinden wir uns in der Zivilisation 1. Die Zivilisation 2 wird die gesamte Energie unserer Sonne nutzen, die unsere Kollektoren erreichen. Die Zivilisation 3 wendet sich schon den Energiereserven unserer gesamten Galaxie zu. Das sind 100 bis 400 Milliarden Sonnensystem. Und es geht noch weiter.
Die nutzbare Energiemenge heute wird etwa mit 1,74· 10^17 W angegeben.
Bei der Ziviliation 2 rechnet man mit ungefähr 4·10^26 W und bei der Zivilisation 3 mit 4·10^37 W.
Gleichzeitig projiziert man die zivilisatorischen Voraussetzungen in dieses Modell. Es erfordert die technische Kapazität der gesamten Menschheit und verbietet es aus logischen Gründen, menschliche und technische Ressourcen in Kriegen zu verschwenden.
Da kann man in etwa abschätzen, wie weit wir gegenwärtig von einer Vollendung der Zivilisation 1 entfernt sind.
Die Klassiker des Materialismus postulierten die "klassenlose Gesellschaft", die Ethiker eine "ethische Gesellschaft" usw.
Eine Zivilisation 1 hätte beides zur Voraussetzung. Vor allem wäre der globale Frieden und eine friedliche Kooperation aller Völker eine gesellschaftliche Voraussetzung für diese zivilisatorische Entwicklungsstufe.
Heute rechnet man schon mit theoretischen Modellen vo Zivilisationen der Typen 4 bis 7.
Juro
https://ichi.pro/de/typ-1-bis-7-zivilisationen-272578976502258
Und es muss Ziel der Weltpolitik und aller Menschen bleiben, an einer solchen Gesellschaft zu arbeiten und ihr näher zukommen.Hallo Nick42
ich danke dir für diese Aussage.
An einer ethischen Gesellschaft zu arbeiten, ist das, was uns zu Menschen macht.
nahe zu kommen, ist die einzige Chance und Möglichkeit für uns Menschen, ein für alle lebenswertes oder zumindest erträgliches Dasein zu gestalten.
Lisa
Man kann sehr gut untersuchen, woran das liegt. (Deshalb habe ich in der "Eröffnung" des Themas auch jene Fragen gestellt).
Jeder Mensch wird mit den unbewussten 1+4 Grundantrieben geboren, wie alle anderen Lebewesen auch. Sie sind egozentrisch, Stärke-orientiert, streben nach Eroberung und Sicherheit, moralfrei. Alles andere als ethisch. So bin ich auf die Welt gekommen, du auch und alle Mrd Menschen auch. Auch Algen, Insekten oder Würmer.
Wenn nichts an andererem Verhalten dazu kommt, bestehen alle Gesellschaften aus reinen Ansammlungen von Egozentrikern.
Die EINZIGE Möglichkeit zu ethisch-sozialen Verhalten sind hinreichende ethische Lerninhalte im Gehirn, .... durch "Erziehung". Das "wissen" viele Menschen, nicht alle. Nur hinreichende ethische Lerninhalte können die archaischen, tierischen Verhaltensweisen unter Kontrolle halten.
Das sind ethische Persönlichkeiten, die das können. Putin hat aus meiner Sicht keine hinreichenden ethischen Inhalte im Hirn, dummerweise kombiniert mit dem Bewusstsein von Hominiden, das die Intelligenz tausendfach erhöht.
Er ist ein hochintelligenter Kerl mit der Geisteshaltung von Tieren. (Kann man leicht zeigen)
Erziehung wie heute ist nur zufällig, intuitiv oder gar falsch, sie muss aber auf die "Grundantriebe" optimiert sein. Das ist bis heute völlig unbekannt.
(Grundantriebe erkläre ich gerne auf Wunsch).
diego48
Volltreffer!
Wir reden viel zu viel über die Symptome unseres tief liegenden Verhaltens, das in den vergangene 3,5 Mrd Jahren an unbewussten Lebewesen entstand. (Es ist übrigens erstmals gelungen, in einer 3 Jahrzehnte währenden Untersuchung die Entstehung und Entwicklung des VERHALTENS ab dem frühesten Beginn der Evolution zu "rekonstruieren").
Wir sollten viel mehr über Verhalten und Geisteshaltung reden und die Ergebnisse auch lautstark kommunizieren. Genau da liegt nämlich die Wurzel jeglichen Handelns von Tier und Mensch und Leuten wie Putin. Die Wurzeln jeglichen bösen und guten Handelns. Die Wurzeln von Kriegen, Zerstörung und Ausbeutung.
Und da kann man ansetzen, besser als sich jeder von uns vorstellen mag.
Diego48
Kardaschow ....? ist nicht mein Weg.
Wir benötigen sofortige Maßnahmen, um überhaupt die nächsten Jahre gut zu überstehen.
Unsere Gesellschaften müssen zu ethischen Gesellschaften werden.
Dann können wir über den Weltraum reden oder ..... träumen.
Dazu müssen wir verstehen, wo das unethische Verhalten seine Ursachen hat.
Das ist amS (aus meiner Sicht) geklärt: die unbewusste irdische Evolution konnte nur mit ganz wenigen, simplen Evolutionsmechanismen "automatisch" so ablaufen, wie es tatsächlich dann war. Sie musste dazu 1 + 4 Grundantriebe "entstehen lassen" :
- Replikation, die Folge von "Entstehung"
- Egozentrik = Freiheit, unabhängigkeit, Egozentrik (eigener Vorteil zu Lasten anderer)
- Stärkestreben, Dominanz (wer stärker ist, setzt sich häufiger durch)
- Eroberungsstreben (Nahrung fangen, töten, fresssen) und Reviere erobern, Lebensräume
- Sicherheitsstreben, (nicht sebst Nahrung für andere sein).
Alle Grundantriebe:
unbewusst, genetisch verankert, egoistisch, gewaltorientiert, eroberungsorientiert, archaisch, tierisch, moralfrei. (Ein fatales Erbe der Evolution)
Kombiniere das mit höchster Intelligenz, durch Bewusstsein, und du hast das Verhalten Putins, Stalins, Hitlers, Trump, ........
Nicht sachliche Themen sind Kriegsgründe, es ist die Geisteshaltung , mit der man Zwiste, "Streitigkeiten, Streben nach ..." bei Konkurrenz löst.
Also muss man an die Geisteshaltung `ran. Wie das gehen kann ? .... gar nicht soooo schwierig!
Dieg048
ethische Gesellschaften gibt es noch nicht. Man muss sie erst noch erzeugen.
Dazu muss man die Ursachen und Wurzeln kennen, die ab des Beginns der Evolution entstanden.
Kennt man Ursachen und Wurzeln, dann hat man eine Chance, sonst nicht.
Abgeschiedene Gesellschaften? Für die gilt das genau gleich. ABER: solche Gesellschaften bilden empirisch Formen des Zusammenlebens. Mit Regeln, die man ab dem ersten Lebenstag lernt.
Es hängt von der Beziehungsdistanz zwischen den Menschen ab, ob das gelingt. Vergessen wir nicht: wenn in Stämmen oder Sippen, die ganz eng zusammenleben, jemand (dauerhaft) die "Regeln" missachtet, dann wird der verbannt ... oder schlimmer behandelt.
Nicht unsere "Zivilisation" ist das Schlimme. Zivilisation oder "Kulturen" sind nur Symptome.
Es ist das menschliche Verhalten, unsere Geisteshaltung, die uns unethisch oder ethisch reagieren lässt.
Unsere Geisteshaltung führt zu den Symptomen, die wir täglich erleben. Und wir verstehen Symptome oft als Ursache. Das lässt uns oft falsch handeln.
diego48