Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Die Frau vom Checkpoint Charlie

Innenpolitik Die Frau vom Checkpoint Charlie

Re: Die Frau vom Checkpoint Charlie
geschrieben von Mitglied_993ca8d
als Antwort auf hugo vom 03.10.2007, 11:46:27
Hugo schrieb:
Hallo claude, hafel und klaus,,,,das find ich nett das Ihr Euch mit den Reisebeschränkungen der DDR Bürger befasst und auch bestätigt, das der Westdeutsche Bürger sich darüber verärgert, verwundert ja sogar entrüstet zeigte.

Wie schön das wir dich erfreuen konnten, lache.......
du bist und bleibst was ich dir schon einmal sagte ein Str....... genieße deine Tage!!!!
Gruß Claude

hafel
hafel
Mitglied

Re: Die Frau vom Checkpoint Charlie
geschrieben von hafel †
als Antwort auf hugo vom 03.10.2007, 15:40:30
Hugo, es gibt doch ganz einfach auch die Meinung, dass ich kein SED-Mitglied werden möchte, weil ich die praktizierte DDR-Politik für falsch gehalten habe. Jeder muss wissen, was ihm seine Meinung wert ist.

Ob der Job in Algerien lukrativ oder nicht war, kann ich nicht beurteilen. Ich habe das nur (von mir) wertfrei hier dargestellt.

Ok, meine Familie gehört dann eben zu den von Dir zitierten 20 Millionen Menschen, die sich nicht vereinnahmen ließen.
Im Prinzip ist es ja hier nicht anders. Ob ich hier in einer Partei bin oder nicht, entschieden wird von der Regierung.

Dein Einwand mit den Nusschalen im Mittelmeer finde ich hier deplaciert, denn lassen sich die Zustände in Afrika nicht mit den unsrigen vergleichen. Jedenfalls wäre das ein GANZ ANDERES Thema.

Natürlich haben sich "Suddel-Ede" und Löwenthal in nichts etwas gegeben. Was mich im Nachhinein nur etwas wundert, dass beide von ihren Seiten nicht "zurück gepfiffen" wurden, denn die Deutsch-Deutsche Annäherung haben sie massiv gestört. Gerade dieser Punkt ist in dem Film, wie in der Diskussion der Betroffen, bemerkenswert dargestellt worden..
--
hafel
eko
eko
Mitglied

Re: Keine Anmerkung zum Film ....
geschrieben von eko †
als Antwort auf niederrhein vom 03.10.2007, 11:25:56
Zitat:
"Denn ich habe weder diesen gesehen noch glaube ich an die Authentizität solcher Filme,

Nun denn, ich habe mir den Film auch nicht angesehen. Und ich räume auch ein, dass da sicher so manches etwas anders dargestellt wurde, wie die Realität war.

Allerdings habe ich mir die anschließende Dokumentation sehr wohl angesehen, als Mutter und Töchter über ihre damaligen Erlebnisse berichteten. Diese Berichte wurden auch durch authentische Filmaufnahmen von damals untermauert, man sah die Frau am Checkpoint Charlie stehen mit ihren Plakaten und es wurde auch die Szene gezeigt, als die Mutter während irgendeiner offiziellen Veranstaltung ans Rednerpult schritt und ihre Bitte um Hilfe vorbrachte. Insofern kann niemand behaupten, dies sei eine abgekartete Sache gewesen.

Ich bewundere nach wie vor den Mut und die Standhaftigkeit sowohl der Mutter als auch ihrer Töchter, die sich niemals haben sozialistisch verbiegen lassen und zu ihrer Mutter gestanden sind.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Leider können es bestimmte Beitragsschreiber aus dem Osten nicht lassen, dann, wenn sie nicht mehr weiter wissen, die "Wessis" zu diffamieren zu versuchen. Als ob wir, die Wessis, nichts Besseres zu tun gehabt hätten, als hastig schnell in der Bildzeitung nachzulesen, welche politische Meinung wir gefälligst einzunehmen haben. Und dann wird so getan, als ob die Wessis von ihren Regierungen andauernd politisch indoktriniert worden wären. Das sind doch alberne Sprüche! und umgekehrt wird nämlich ein Schuh daraus! Die Machthaber in der DDR haben doch keine Minute ausgelassen, in denen sie ihrem Volk die Parole einhämmerten: Im Westen steht der Klassenfeind und der Kapitalismus ist unser Feind.

Dass die Propaganda auf beiden ! Seiten auf Hochtouren lief, wird ja wohl von niemandem bestritten. Und da hat sich "Sudel-Ede" genausowenig mit Ruhm bekleckert wie auf der anderen Seite der Herr Löwenthal. Das war kalter Krieg in Reinkultur!.

Wenn aber ein Regime sich genötigt fühlt, seine Bürger daran zu hindern, in ein anderes Land zu gehen - und wenn es auch nur zum Zwecke des Urlaubs gewesen wäre - wenn es schon auf den Versuch Gefängnisstrafen aussprach, wenn jegliche Kontakte unterbunden werden, die Grenze am "imperialistischen Schutzwall" hermetisch abgeriegelt wird und Fluchtversuche mit dem Gewehr beantwortet werden, dann kann mir niemand weismachen wollen, es sei lebenswert gewesen, in solch einem Staat zu leben.
Wenn wetdeutsche Bürger in die DDR reisen wollten, dann hat man sie von wetdeutscher Seite gelassen, es sei den, sie wären Geheimnisträger gewesen.

Ich bin mehr als zehn Jahre lang zu meiner Tochter nach Westberlin durch die DDR mit dem Auto (und auch mit der Bahn!) gefahren. Ich bin wahrhaftig nicht der Einzige, der sich eingeengt fühlte, durch dieses Land zu fahren. Man hat erst dann wieder aufgeatmet, wenn man wieder westdeutsches Gebiet erreicht hatte. So etwas kommt ja nicht von ungefähr.

Selbstverständlich wird niemand ernsthaft behaupten wollen, dass in der DDR alles, aber auch alles schlecht und nur schlecht gewesen wäre. Das legen uns Wessis gewisse Leute aus dem Osten nur zu gerne in den Mund, um dann wieder mit der großen Keule dreinschlagen zu können und mit dem Finger auf diese ach so bösen, unwissenden, ahnungslosen Wessis zeigen zu können.

Doch die Summe dessen, was in der DDR gut war, wiegt niemals das große Unrecht auf, das den Menschen von ihrem Regime angetan wurde. Gewiss, nicht alle haben das als Unrecht empfunden. Wer am Liebsten auf seinen vier Buchstaben hocken geblieben ist, wer niemals aus der Reichweite seines Kirchturmes hinaus wollte, dem war es recht so. Solche Leute gibts überall. Auch im Westen! Wer aber reisen wollte, die Welt sehen, etwas erleben, der empfand sein Leben als im Gefängnis.

Und so ist es auch dieser "Frau vom Checkpoint Charlie" ergangen. Ihr war das einfach zu eng, zu muffig, zu spießig.
--
eko
gila
gila
Mitglied

Re: Die Frau vom Checkpoint Charlie
geschrieben von gila
als Antwort auf dutchweepee † vom 03.10.2007, 02:13:57
dutchie - ob 7 Millionen - oder 150 -
Tot ist tot. Da frag ich mich ganz ehrlich - wo ist der Unterschied?
--
gila
ehemaligesMitglied57
ehemaligesMitglied57
Mitglied

Re: Die Frau vom Checkpoint Charlie
geschrieben von ehemaligesMitglied57
als Antwort auf gila vom 03.10.2007, 19:12:17
Tot ist tot, das richtig. Dem Betreffenden kann das reichlich egal sein, wie Du richtig festgestellt hast. Auch Herr Hitler ist tot, und kommt nicht wieder.
Dem dutchweepee ging es aber erkennbar um etwas anderes, nämlich um den systematischen millionenfachen Masenmord auf der einen, und den "paar-hundertfachen" erschossenen auf Republikflüchtige auf der anderen. Die Betrachtung liegt hier auf den Systemen, die morden, und nicht auf den Ermordeten selbst. Die Motivation beider Systeme trennen Welten. Kannst Du diese Differenzierung sehen?
--
gerald
hugo
hugo
Mitglied

Re: Die Frau vom Checkpoint Charlie
geschrieben von hugo
als Antwort auf gila vom 03.10.2007, 19:12:17
hallo gila ich bin gerade kräftig dafür gerügt worden wenn auch nur gedanklich, zu Verallgemeinern.

Es ist ein himmelweiter Unterschied ob millionen oder 150
Es ist weiterhin ein riesengroßer Unterschied welche Chancen die Millionen hatten ihrem grausamen Schicksal zu entgehen und was für Sie auf dem Spiel stand.

Diese 150 Menschen könnten noch leben und die ums Leben gekommenen ca 30 jungen Grenzschützer ebenfalls wenn,,,,

Es war niemals das bestreben des "Regimes" und damit meinst Du wohl die DDR _Regierung und damit echte Menschen mit Namen und Adresse, vorsätzlich Menschen am Grenzzaun zu erschießen, zu ermorden.

"Denen" wäre es auch viel lieber gewesen es hätte sich Niemand für solche Art Flucht und Wagnis hergegeben und aufgemacht. Manch internationale Kritik wär ihnen erspart geblieben.

"Die" hätten es viel lieber gesehen wenn massenhaft Ärzte, Ingenieure, Spitzensportler Facharbeiter usw, aus dem Westen in die DDR geflüchtet wären und ihr Image aufpoliert hätten.

Die fluchtwilligen und fluchtbereiten Leute haben "Denen" wahrlich Kopfzerbrechen bereitet, für zig millionen Mark Zusatzausgaben verursacht, junge Grenzsoldaten in Gewissenskonflikte gebracht, Familienmitglieder, Verwandte und Freunde in Trauer versetzt und sich selber oft auch einen Bärendienst bereitet.

Die einzigen echten Nutznießer (tut mir leid das so sagen zu müssen) waren die westlichen Medienvertreter und ihre Hintermänner.

Die Leidtragenden waren immer die Angehörigen der Opfer und das waren in großer Zahl Ossis, da beißt die Maus keinen Faden ab.

mein Resümee ,,es gab für mich keinen nachvollziehbaren Grund die Familie im Stich zu lassen, mich in den Westen abzusetzen und dann zu jammern wegen der fehlenden Familie, es gab auch keinen Grund, meine Kinder der allseits bekannten Gefahr einer Flucht mit Ihnen auszusetzen,,,es gab andere, wenn auch umständliche, aber unverhältnismäßig weniger schlimme Möglichkeiten die DDR zu verlassen,,,

ps: In den 16 Jahren der StäV hat die BRD über 3 Milliarden DM für den Freikauf von DDR-Bürgern gezahlt, pro Häftling ungefähr 100.000 DM (Bräutigam in einem Interview mit „politikorange“ im Juni 2004).

das waren 200 mal mehr als die unnötigen Toten an der Mauer.
--
hugo
Re: Die Frau vom Checkpoint Charlie
geschrieben von Mitglied_919ac82
als Antwort auf hugo vom 03.10.2007, 20:09:34
@hugo,
"Die fluchtwilligen und fluchtbereiten Leute haben "Denen" wahrlich Kopfzerbrechen bereitet, für zig millionen Mark Zusatzausgaben verursacht, junge Grenzsoldaten in Gewissenskonflikte gebracht, Familienmitglieder, Verwandte und Freunde in Trauer versetzt und sich selber oft auch einen Bärendienst bereitet."

Ja- Hugo- so war das. Die Täter waren die politischen Häftlinge und die jeweiligen Bundesregierungen und die Westmedien - die Opfer war die DDR- Regierung mit ihrem Schießbefehl.

Das hätte Schnitzler nicht besser formulieren können.
--
klaus
hugo
hugo
Mitglied

Re: Die Frau vom Checkpoint Charlie
geschrieben von hugo
als Antwort auf Mitglied_919ac82 vom 04.10.2007, 09:31:55
oh danke klaus,,für diese völlig neue Sichtweise der Dinge.

Da muss man erst drauf kommen, das hätte ich Dir gar nicht zugetraut,,,und ich dachte immer, Du warst und bist ein unverbesserlicher Regimekritiker vom allerfeinsten.

Da muss ich mich wohl bei Dir entschuldigen das ich anderes von Dir dachte.

Aber die DDR generell als Opfer darzustellen,,? das hat was,,sicherlich kann ich Dir folgen wenn ich daran denke das zu vielen Schweinereien immerhin zumeist zwei gehören (zwei Seiten zwei Partner,,)

und das die Mauer ursprünglich auch aus anderen Gründen gebaut wurde als um Schießanlagen zu testen, junge Menschen zu Todesschützen zu machen, Hinterbliebene zu produzieren und für Schlagzeilen in Westmedien zu sorgen darauf ist sogar der hugo schon gekommen. Das dieses "Projekt" für viele Menschen zur Todesfalle wurde ist schlimm genug da solltest Du nicht noch Deine Späße damit machen.

Etwas fällt mir auf bei Deinen Beiträgen,,die DDR Zeiten sind für Dich vorrangig mit Schattenseiten belegt, das kommt besonders immer dann zum tragen, wenn hugo mal anklingen lässt das es -um Schatten zu machen- auch Lichtblicke gegeben haben muss.

und noch ehe über diese Lichtblicke ein Wort verloren werden darf, wirfst Du neue Schatten auf und behauptest doch glatt (aber in deinen Worten, so wie ich es empfinde)der hugo glorifiziert einseitig und lügenhaft das allerschlimmste Regime was es je unter dieser Sonne gab.

Ich soll mich wohl als echter Anwalt des alten DDR -Regimes wiederfinden, als Verteidiger seiner Untaten, als Verschönerer seiner hässlichen Seiten und sämtliche kritischen Aussagen hast Du Dir vorbehalten und reserviert,,

neee mein lieber Klaus so einfach und billig kommste mir da nicht davon, vonwegen Du hast den Eimer mit dem blütenweiß und hugo die Schwarze Tünche,,,

Ich hab schon anderswo gestern über 2. Klasse geschrieben und es scheint da viel mehr daran zu sein im Denken vieler Deutscher als sie alle wahrhaben wollen.

Wer gibt hier und heute schon gerne zu, besonders wenn er speziell danach gefragt wird, sich besser zu fühlen, eine etwas bessere, richtigere
Wahrheit zu beanspruchen, eine Meinung höherer Qualität zu besitzen, ein klein wenig von oben herab die Anderen zu sehen -die mit dem falschen, unüblichen, unverständlichen verkorksten nicht ins Schema passende BILD zu etwas minderbemittelt zu betrachten und insgeheim sich zu gratulieren ach jaaa ich bin ja nicht so, ich bin ja gaanz anders,,

Aber an ihren Gesamtanworten, Ihren Beiträgen erkennt der aufmerksame Leser...da steckt noch viel Arroganz, viel "Herrlichkeit" um kein schlimmes Wort zu benutzen, in Ihnen.

egal ob beim Thema DDR, beim Thema Ausländer, Migranten, Türken usw,,,aus allen Ecken lugt das kleine bundesdeutsche selbstherrliche Supermännchen hervor..*g*

hugo
pharaox
pharaox
Mitglied

Re: Die Frau vom Checkpoint Charlie
geschrieben von pharaox
als Antwort auf hugo vom 04.10.2007, 10:17:12
Es gibt schon sehr zu denken Hugo,

wenn Du Dich hier als Anwalt der ach so guten DDR und seiner Schergen aufspielst! Was willst Du denn beweisen? Etwa dass es Dir besonders gut ging in der DDR? Oder willst Du den anderen den Mund verbieten, weil sie nicht so denken und handeln wie Du? Es ehrt Dich, dass Du einen so verantwortungsvollen Posten im KKW, wenn ich das richtig interpretiere, bekleidet hast. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass Du nicht die Masse der Leute gleichschalten kannst! Nicht jeder hat und befürwortet deine Sichtweite der Dinge, also lass den anderen ihre Meinung, auch Du hast die Weisheit nicht mit Schöpflöffeln gefressen! Wer stellt denn die DDR generell als Opfer hin? Das hättest Du wohl gern, dass wir nicht unterscheiden können. Aber eins lass Dir gesagt sein, solche Leute wie Du sind auch nicht das Non plus Ultra!!!!Warum schimpfst Du so auf den Westen? Geht es Dir jetzt schlecht? Ach ich weiss, die Medien sind wieder schuld. Man sollte schon unterscheiden können
meine ich

pharaox
hugo
hugo
Mitglied

Re: Die Frau vom Checkpoint Charlie
geschrieben von hugo
als Antwort auf pharaox vom 04.10.2007, 11:08:13
danke pharaox, für diesen netten, inhaltsleeren, ersten Beitrag von Dir zu diesem Thema.*g*

Leider finde ich Ihn ein wenig unsportlich, du haust mir zu sehr auf die Beine und weniger den Ball.

Dafür gibst Du mir aber wieder mal die Gelegenheit festzustellen das auch Du eigentlich keine Argumente gegen hugos Meinungen sondern nur Verdrehungen dazu hast.
und in der bekannten ungeheuer beleidigenden Art und Weise irgendwelche zusammenhanglose und gar nicht zum Thema passenden Beschimpfungen los trittst.

Was sollte das nun vom Posten im KKW, ?
Was sollte das nun vom Anwalt der Schergen ?
Woher holst Du den Satz und die Bestätigung ich würde den Westen beschimpfen ??

das ist doch eindeutiges Suchen nach Streit und Diffamierung

bringst Du da nicht etwas durcheinander, fehlen Dir die Zusammenhänge der bisherigen Beiträge ? na, dann mach Dich schlau und seh zu das Dir was zum Thema einfällt..

Tut mir leid wenn ich nicht sachlich mit Dir und Deiner Meinung umzugehen verstehe, ich mag die Leute nicht --wie oben schon beschrieben, die sich als etwas Besseres dünken und kritische Worte an Ihrem "Lieblingssystem" mit der gleichen Ignoranz und Bösartigkeit beantworten wie es das von Ihnen an den Pranger gestellten Regime vorgemacht hat.
--
hugo
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