Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung

Innenpolitik Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung

Freya
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Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung
geschrieben von Freya

Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung.

Freya
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RE: Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung
geschrieben von Freya

Freya
ossi73
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RE: Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung
geschrieben von ossi73
Interessant, nun werden Fakten durch Satire ersetzt.

Das letzte mal als ich mir Satire angehört habe, da hat ein Herr Luk Mockridge sich über uns Alte sehr unangemessen "lustig gemacht". Zuletzt ein Herr Oliver Welke der meinte alte Menschen riechen nach Urin.

Diese Komiker sehen ja alles und wissen nicht das älter werden kein Verdienst ist, aber eine unabwendbare Folge des älter Werdens. Und es betrifft auch sie persönlich. Und Komiker die keinen Respekt vor Menschen haben, nur um des 'Lacher' willens sind für mich ganz persönlich nicht respektwürdig..!
olga64
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RE: Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung
geschrieben von olga64
als Antwort auf ossi73 vom 29.04.2026, 18:45:44
Interessant, nun werden Fakten durch Satire ersetzt.

Das letzte mal als ich mir Satire angehört habe, da hat ein Herr Luk Mockridge sich über uns Alte sehr unangemessen "lustig gemacht". Zuletzt ein Herr Oliver Welke der meinte alte Menschen riechen nach Urin.

Diese Komiker sehen ja alles und wissen nicht das älter werden kein Verdienst ist, aber eine unabwendbare Folge des älter Werdens. Und es betrifft auch sie persönlich. Und Komiker die keinen Respekt vor Menschen haben, nur um des 'Lacher' willens sind für mich ganz persönlich nicht respektwürdig..!
Ich sehe das auch als alterstechnisch Betroffene nicht ganz so bierernst.

Hätte Herr Carpendale , selbst schon 80 Jahre alt,diese freche Bemerkung des Oliver Welke nicht zu seinem ganz grossen Kommunikations-Ding gemacht, hätten vermutlich nur wenige davon erfahren. Aber so sprechen jetzt ja viele darüber und es dürfte auch eine Promotion für weitere  Carpendale-Konzerte sein, der ja bei jedem seiner Auftritte immer erklärt, dies sei nun wirklich die Abschieds-Tournee.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht - und ich tat das so. Olga 
ossi73
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RE: Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung
geschrieben von ossi73
als Antwort auf olga64 vom 29.04.2026, 19:08:08
..aber auf der anderen Seite beschweren wir uns über Respektlosigkeit. Und hier nicht..?

Respekt ist für mich nicht teilbar.
Freya
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RE: Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung
geschrieben von Freya
als Antwort auf ossi73 vom 29.04.2026, 18:45:44
Die Fakten stimmen - nur: Es ist noch schlimmer, wenn man sich
mit dem " Großen Frieden " mit den Tätern/Täterinnen befasst.
Das wirkt bis heute.

Freya
Friedensfreund
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RE: Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung
geschrieben von Friedensfreund
als Antwort auf ossi73 vom 29.04.2026, 18:45:44
"Die Anstalt" ist allerdings keine Satiresendung im klassischen Sinn, das war sie in der Vergangenheit mal, als sie noch "Neues aus der Anstalt" hieß. Heute ist sie eher eine sehr gut recherchierte Themensendung, in der Hintergründe und Zusammenhänge präsentiert werden, es wird immer mal ein wenig der Vorhang gelüftet, hinter dem sich die wirkliche Politik abspielt.
In der von Freya eingestellten Sendesequenz war für mich viel neues enthalten. Danke dafür.
Beispiele zur sog. Staatsräson:
 O-Ton Adenauer 1963:" Die Macht der Juden, auch heute noch, insbesondere in Amerlika, soll man nicht unterschätzen!"

Der erste deutsche Botschfter in Israel war der ehem Major der Wehrmacht und Träger des Eisernen Kreuzes, Rolf F. Pauls. O-Ton:  "Man müsse Israel unterstützen, weil sonst die Juden von Jerusalem, London und New York alle Hunde von der Kette lassen!"

Das hat mit O. Welke und seinem Uraltwitz über die stinkenden Rentner nun wirklich nichts zu tun.
Freya
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RE: Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung
geschrieben von Freya
Der endlos lange Streit um den 8. Mai 1945.
Bundesspräsident Richard v. Weizäcker sprach bei seiner Rede
am 8. Mai 1985 davon, dass es sich bei dieser Befreiung
" auch um eine Befreiung des deutschen Volkes " gehandelt
habe.
Ich war nur noch entsetzt.
All die Nazis, all die SS-Leute, all die bis zuletzt Sieg Heil Schreier
wurden genau so befreit wie die Menschen in den KZ's ?

Weizäckers Rede kam im Großen und Ganzen gut an.

Die amadeo-antonio-stiftung ordnet es völlig anders ein und
findet meine Zustimmung.

" Am Jahrestag 1985 selbst hielt der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker eine Rede, die geprägt war von der vorangegangenen Bitburg-Kontroverse. Er bezeichnete den 8. Mai erstmals offiziell als„ der Befreiung“ vom Nationalsozialismus –  nicht mehr als lediglich Niederlage der Wehrmacht –  und betonte damit die Priorität eines verantwortungsbewussten Erinnerns. Weizsäcker unterstrich, dass die Erinnerung an die Shoah zum Bestandteil der deutschen Identität werden müsse. Die Rede führte den 8. Mai als “Tag der Befreiung” in das öffentliche Bewusstsein.
Doch ein Tag der Befreiung war der 8. Mai 1945 nicht. Der Begriff der Befreiung suggeriert, dass die Deutschen Opfer des Nationalsozialismus waren und entbindet sie wiederum von einer moralischen Verantwortung. Von der zweiten Schuld, wie es Giordano formulieren würde. Der 8. Mai markiert die Niederlage des Nationalsozialismus. "

Also Ralph Giordano, der als Jude mit seiner Familie elendig im
Versteck in Hamburg, noch gerade so überlebt hat, wurde genau so
befreit wie mein Großvater, ein überzeugter Anhänger des
NS-Regimes.

Freya
irbis22
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RE: Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung
geschrieben von irbis22
als Antwort auf olga64 vom 29.04.2026, 19:08:08
Zitat ( Ausschnitt ): " Ich sehe das auch als alterstechnisch Betroffene nicht ganz so bierernst. "

Sehe das genauso, liebe Olga. Hier wirtd ein Faß aufgemacht, dass eigentlich völlig leer ist. Das sich Herbert Schippenstiel ( H. Carpendale ) - so nannten wir ihn früher - dermaßen echauffiert, scheint mir tatsächlich auch Promotion-Gründen geschuldet. 
Nun - ich bin noch keine 80..... aber ich fühle mich in keinster Weise angesprochen. Ich sage im Gegensatz zu diversen anderen Meinungen, Satire d a r f  d a s.  
Will aber auch gestehen, dass ich als " Spät-68er " Schlager immer schrecklich fand und auch heute noch finde. Egal, ob die Interpreten Roy Black, Rex Gildo, Chris Roberts, Roland Kaiser oder H. Carpendale hießen. 
Für mich war`s halt Santana, Pink Floyd, Deep Purple oder die Doors ( die ich auch heute noch gerne beim Arbeiten am PC höre ). Als Alternative gibt` s für mich lediglich russische Klassik.
Ist halt wie alles Geschmackssache.
Und das sich jetzt noch sein Sohn einbringt, liegt wahrscheinlich daran, das sich dieser als zweitklassige Drittbesetzung in inhaltslosen Soaps bekannte B-Schauspieler kaum noch irgendwo in der Yellow-Press wiederfindet. Da muss man schon mal auf die Vater-Sohn-Drüse drücken.....
Irgendwo alles ziemlich lächerlich.
Wahrscheinlich werden wir uns jetzt seinen Fan-Club zu ewigen Feinden gemacht haben. Aber ich glaube, damit kann man ganz gut leben....;-)))

Irbis
Freya
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RE: Deutschland und Israel - eine komplexe Beziehung
geschrieben von Freya
Der steinige Weg zur Wiedergutmachung


s:84:
Bundeskanzler Adenauer trifft den israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion
© epd-bild / Wundshammer/Bundespresseamt/Bildstelle

Landtag erinnert an erstes Abkommen zwischen Deutschen und Israelis Hannover, Berlin (epd).

Der Widerstand war heftig. „Was sollen unsere ermordeten Großeltern pro Stück kosten?“, riefen Demonstranten in Israel. Arabische Staaten drohten mit Sanktionen. Und Gegner in Deutschland wiesen auf die hohen Kosten hin, die das im Krieg zerstörte Land nicht schultern könne. Doch die Befürworter einer „Wiedergutmachung“ des NS-Unrechts, allen voran Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU), ließen sich davon nicht beirren und setzten 1952 das „Israel-Abkommen“ durch. 

Adenauer und Israels Außenminister Mosche Scharett unterschrieben den Vertrag am 10. September 1952 im Rathaus von Luxemburg nach monatelangen Verhandlungen im niederländischen Wassenaar bei Den Haag. Die Bundesrepublik verpflichtete sich darin zu Leistungen im Wert von 3,5 Milliarden D-Mark. Im Laufe von zwölf Jahren lieferte sie Schiffe, Lokomotiven oder Eisenbahn-Waggons sowie Fabrikmaschinen an Israel. Nur sieben Jahre nach den Verbrechen des Holocaust mit sechs Millionen jüdischen Opfern gingen Deutschland und der jüdische Staat damit wieder aufeinander zu.

„Für die Israelis, die gerade erst ihren Unabhängigkeitskrieg mit einiger Mühe gewonnen hatten, war es wichtig, dass Gelder und Güter von den Tätern flossen“, erläuterte Ernst. „Sie brauchten sie für die Industrialisierung des Landes, aber auch für ihre Verteidigungsfähigkeit.“ Doch bis das Abkommen stand, war es ein steiniger Weg.

Vorbehalte in Israel

Denn Adenauers Haltung war Anfang der 1950er Jahre alles andere als selbstverständlich. Bei einer Umfrage waren damals 96 Prozent der Westdeutschen der Meinung, Anspruch auf Hilfe hätten vor allem Kriegswitwen und Waisen. 90 Prozent nannten Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten und nur 68 Prozent die Juden.

Auch in Israel gab es Vorbehalte. So stilisierte der konservative Oppositionspolitiker und spätere Ministerpräsident Menachem Begin Deutschland zum biblischen Erzfeind, mit dem auf keinen Fall verhandelt werden könne. Die Mörder wollten sich durch „Blutgeld“ von ihrer Schuld loskaufen, hieß es. Doch Israel, von den Arabern bedrängt, und wirtschaftlich zeitweise kurz vor dem Ruin, brauchte dringend Hilfe von außen, zumal viele Zuwanderer ins Land drängten.

Bis Ende 2021 zahlte die Bundesrepublik insgesamt 80,526 Milliarden Euro an Holocaust-Überlebende. 
( Quelle Evangelicheer Preesseedienst )


Das geraubte Vermögen der Jüdinnen/Juden zwischen
1933-1945 wird auf 125 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Zu diesem Vermögen gehörte nicht nur Häuser, Geschäfte,
Wohnungen, sondern auch Barvermögen, Schmuck, die
gesamte Wohnungseinrichtung ( wurde auf  " Judenmärkte "
verkauft ).
Den Juden blieb nichts.
Selbst in Ausschwitz gab es noch die sog. " Goldzahnzieher  ".

In Israel war das sehr wohl bekannt.
In Deutschland lebten sie in all den " arisierten "  Immobilien
komplett unbelangt.
Gedankenlos....

Freya

 
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