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fuer Autoren und Herausgeber Fortsetzung 5 von "Die Liebe hat das letzte Wort"
Inzwischen glaube ich, dass diese geballte Ladung an Fortsetzungen nicht so wirklich das Richtige ist, und ich hoffe, Karl wird es mir nachsehen, dass ich meine autobiographische Geschichte hier in dieser Rubrik untergebracht habe.
Also werde ich in dieser Fortsetzung den Rest meiner Geschichte einfügen und hoffe, dass sie gern gelesen wird.
Alles Liebe für Sie und los geht´s:
Das Leben im Jetzt
Zufälle gibt es nicht, so wird gesagt. Heike hatte schon immer gern das Leben der Philosophen vorangegangener Jahrhunderte studiert. Eines Tages stieß sie im Internet auf Eckhart Tolle, ein absolut bescheidener Philosoph und spiritueller Lehrer, der den Menschen das Leben im "Jetzt" nahelegte und das auch heute noch tut.
E. Tolle gehört keiner speziellen Religion oder Tradition an. Als ewige Skeptikerin befasste Heike sich zunächst mit seinem Leben, um zu schauen, wer will gerade hier den Menschen wieder etwas sehr Lebensnotwendiges beibringen.
Tatsächlich war sie überrascht. Er vermittelte die einfache, aber tiefgreifende Botschaft seiner Lehre mit zeitloser und schlichter Klarheit: "Es gibt einen Weg heraus aus dem Leiden, der direkt in den Frieden führt."
Wow... Und Heike hörte sich alle Vorträge an. So einfach wie es schien, so schwierig war es wohl auch, diese Lehre für sich umzusetzen, doch sie könnte nur gewinnbringend sein.
- Das Leben im Jetzt - ohne ständigen Gedankenstrom... Wow, Heike wusste wovon er sprach. Ständiges Gedankenkreisen im Übermaß, das kannte auch sie, ganz banale Gedankenströme ohne jegliche Wichtigkeit für`s Leben.
"Identifikation mit dem Verstand. Dadurch werden Gedanken zwanghaft. Die Unfähigkeit, das Denken anzuhalten, ist eine schlimme Krankheit, aber der Mensch sieht das nicht so, er hält es für normal, weil fast jeder darunter leidet. Der unaufhörliche geistige Lärm hindert daran, den Raum INNERER STILLE zu finden, der vom Sein untrennbar ist. Er schafft außerdem ein falsches Verstandes-Selbst..., das einen Schatten von Angst und Leiden wirft" so Eckhart Tolle.
Der Philosoph Descartes glaubte, er habe die fundamentalste Wahrheit gefunden, als er seine berühmte Aussage machte: "Ich denke, also bin ich." Ein großer Irrtum sei es, Denken mit Sein und Identität gleichzusetzen, so Tolle.
"Der zwanghaft Denkende, also fast jeder, lebt in einem Zustand von scheinbarer Getrenntheit, in einer komplexen Welt ständiger Probleme und Konflikte, einer Welt, die ein Spiegel für die wachsende Zerlegung des Verstandes ist."` Das kam Heike bereits bekannt und absolut glaubhaft vor.
Tolle meinte, der Zustand von Einheit und somit von Frieden, das sei Erleuchtung. Was war jetzt Erleuchtung?
Er erzählte, er sei schon als sehr junger Mensch irgendwie am Abgrund seines Daseins angekommen, dabei erlebte er einen Zustand, der ihm tiefen Frieden verschaffte und das für sein ganzes kommendes Leben. Heute sagt er, dass das zwanghafte Denken ganz aus seinem Leben entschwand. Er benutze seinen Verstand, nur noch, wenn er ihn benötige. Wow..., was für eine Errungenschaft.
Ist es möglich, diesen Frieden zu finden und das ständig sich im Kreis drehende Gedankenkarussel zu stoppen? Ist es möglich, den Verstand nur dann zu nutzen, wenn man ihn benötigt?Heike war tief beeindruckt und zu dieser Zeit noch sehr weit entfernt davon, ihr ständiges Gedankenpüree zu stoppen, der Stille den Vorrang zu geben.
`Erleuchtung sei nicht nur das Ende allen Leidens und der ständigen Konflikte im Innen und Außen, sondern auch das Ende der schrecklichen Versklavung in zwanghaftes Denken - Was für eine unglaubliche Befreiung - Denken sei zu einer Krankheit geworden. Damit seien nicht kreative Gedanken gemeint, die tief aus dem Inneren kämen, sondern der Strudel, der ständig als Belanglosigkeiten im Kopf umhergeistere, im Volksmund auch Grübeln genannt.`
`Ebenso entstünde Krankheit, wenn Dinge aus dem Gleichgewicht geraten. Zum Beispiel sei es normal, wenn Zellen sich im Körper teilen und vermehren. So sich aber dieser Prozess unkontrolliert ohne Bezug zur Ganzheit des Körpers fortsetzt, dann wuchern diese Zellen bis zur Bösartigkeit. Der Verstand sei ein hervorragendes Instrument, wenn er richtig eingesetzt werden würde. Bei falschem Gebrauch könne er allerdings sehr destruktiv werden. Der Verstand gebrauche dann den Menschen. Das sei die Krankheit. Der Mensch hält sich für den Verstand. Das sei eine Wahnidee. Der Verstand sei nichts anderes als ein Instrument. Unbewusst sei man mit ihm identifiziert und nicht der Mensch benutze ihn, sondern der Verstand benutze den Menschen. Damit hätte er die Macht gewonnen.` so E. Tolle
Irgendwie leuchtete das ein. Freiheit beginnt wohl wirklich dort, wenn der Mensch erkennt, dass er tatsächlich ständig seinem Gedankenkarussel ausgeliefert ist.
Harte Arbeit, sich zu befähigen, den Gedankenstrom zu beobachten und ohne ihn zu beachten, durchlaufen zu lassen - Wie spannend hörte sich das an, jenseits des Denkens den enormen Bereich von Intelligenz... und alles was dem Leben wahren Wert verleiht - zu entdecken.
`Schönheit, Liebe, Kreativität, Freude, innerer Friede - hätte seinen Ursprung jenseits des Verstandes. Man würde beginnen, zu erwachen...` so Eckhart Tolle.
Verstanden hatte Heike, allerdings nur verstanden. Das Umsetzen war und ist heute noch so manches Mal die größte Hürde. Es gelang ihr ab und an und auch immer mehr, in bestimmten Situationen, bei denen das Gedankenkarussel die Oberhand hatte, mit der Atmung, Stille hinein zu bringen, also Entspannung pur. Sie probierte es immer öfter und es gelang auch oftmals.
Soweit war sie also nun schon. Doch was hatte das mit ihrer Suche nach dem Sinn unseres Daseins auf dieser Erde zu tun? Zu diesem Zeitpunkt wusste sie nicht, dass auch diese Erkenntnis über die Stille in uns, ein wesentlicher Schritt auf ihrem Weg war.
Zurück im Leben
Während dessen erkrankte Heike plötzlich im Jahr 2022 schwer an Corona und den Folgen. Lange Zeit fühlte sie sich dem Tode sehr nahe. Der Ruf nach dem Notarzt und anschließende Klinikaufenthalte gehörten in regelmäßige Abständen zur Tagesordnung. An ein Gesundwerden im Krankenhaus (es heißt ja auch Kranken- und nicht Gesundheitshaus) ist in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr zu denken. Wir werden, soweit wir es zulassen, in der Krankheit gehalten, denn nur das bringt Gewinn, allerdings größtenteils nicht für die Erkrankten.
Klar ist und das hatte Heike schon erwähnt, dass das Gesundheitssystem im Laufe der Jahre immer desolater wurde. Hier geht es nicht mehr um die Gesundheit des Menschen, sondern um Profitgier der Pharmaindustrie, übertragen auf die Schulmedizin. Das gesamte Gesundheitssystem krankt immer mehr. Es ist ein Wirtschaftssystem geworden. Wenn Du als Patient kein großes Geld in die Kasse spülst, so wirst Du auch dementsprechend behandelt. So wurde also der Dauerpatient zum eigentlichen Geschäftsmodell der Pharmaindustrie, gar des gesamten `Gesundheitssystems`.
"Ein geheilter Patient ist ein verloren gegangener Kunde. Jeder Zweite stirbt inzwischen durch medizinische Maßnahmen und deren anschließenden Medikamentengabe. Es wird mit einer kriminellen Energie auf die Ängste der Menschen eingewirkt. D. h., wir werden krankgeredet. Das ist ein Phänomen, das man sehr oft bei der Behandlung älterer Menschen sehen kann, die noch immer im Urvertrauen an die Götter in Weiß glauben. Ärzte sind eben auch eine Todesursache. Nur der Abstand zur Schulmedizin lässt uns gesund sein" so Dr. Gerd Reuther, Mitglied der A-WEF (Ärzte gegen das Gesundheitssystem)
"Jeder Mensch hat mit seiner proaktiven Kraft eine Verantwortung. Geist bestimmt die Materie. Wir sind mit dem Göttlichen verbunden. Wenn man alles runterbricht, dann kommt man ganz klar zu der Schlussfolgerung, dass da der Kampf Gut gegen Böse läuft. Es sind satanische Kräfte, die gegen das Göttliche unterwegs sind. In uns Menschen liegen göttliche Kräfte, die gilt es zu nutzen." so Dr. Weikl/Onkologe ebenfalls Mitglied der A-WEF.
Immer wieder diese Frage: Was ist mit dieser Gesellschaft nur passiert? Auch Heike`s Vertrauen zu Ärzten war verloren gegangen... Sie erlebte bei ihren Aufenthalten im Krankenhaus schlimme Zustände im Umgang mit älteren Menschen. Das hier zu beschreiben, könnte ebenso ein eigenes Buch füllen.
Ihre jüngste Tochter nahm sie nach den vielen Krankenhausaufenthalten für längere Zeit in ihrem zu Hause auf, päppelte sie mit Nährstoffen und stellte ihre Ernährung komplett um. Allein hätte sie das nicht wirklich geschafft. Und siehe da, der Glaube versetzte Berge, Heike begann Stück für Stück ins Leben zurück zu finden. Dafür würde sie ihrer Tochter bis in alle Ewigkeit dankbar sein.
Ja, in`s Leben hatte sie zurückgefunden, jedoch nur in kleinen Schritten mit eisernem Willen. Heike glaubte es fest, dass der Rest auch noch werden würde und zog nach ca. sechs Wochen wieder zurück in ihr eigenes Zuhause. Sie wollte einfach ihre so bemühte Tochter nicht noch mehr in Anspruch nehmen. Evi hatte selbst Familie und Beruf.
Bruno Gröning und die Heilkraft Gottes
Heike glaubte eigentlich schon immer in der tiefsten Schneise ihres kleinen Köpfchens, dass es da Etwas oder Jemanden geben muss, das oder wer auch immer diese wunderbare Welt geschöpft hat. Sie nannte es bis dahin immer das Große Gute Ganze - kein alter Mann im Himmel, kein moralischer Wächter, kein Konzept aus verstaubten Büchern, sondern etwas, das durch uns atmet, in uns pulsiert und sich durch uns selbst erkennt? War das Gott?
Seit Jahrtausenden versuchen die Menschen, das Unfassbare zu fassen, das, was hinter allem steht, was alles erschaffen hat und doch selbst nicht greifbar ist...
Heike war auf einer neuen Spur und stieß im Netz des Allwissens auf Bruno Gröning, einem einfachen Menschen, der die göttliche Kraft auf geistigem Weg zur Heilung von Menschen nutzte. Gehört hatte sie früher schon mal von ihm, war jedoch wieder total in Vergessenheit geraten. Und nun, ja nun war er wieder da.
Bruno Gröning lebte von 1906 - 1958. Wer war er?
Wer war er? War er ein Scharlatan, ein Wunderdoktor oder ein Gottgesandter? Das sind die Fragen, die jahrelang als Schlagzeilen durch die Presse gingen, und bis heute glaubt jeder Wissende und Unwissende mitreden zu können, sich über diesen "kleinen Gröning", wie er sich selbst bezeichnete, abschließend ein Urteil bilden zu können.
Heike hatte sich viel Literatur besorgt und studierte eifrig diesen Menschen. Auch in der Bibel soll es heißen: "An den Taten werdet ihr sie erkennen können." Davon sprach Gröning in vielen Vorträgen, manche seiner Anhänger nannten es auch Predigten.
Und was Heike erfuhr war unglaublich. Sie war nie eine Leichtgläubige, stets eine Skeptikerin. Gerade deshalb trieb sie ihre Neugier.
Gröning tauchte in einer Zeit des tiefsten seelischen Zusammenbruch`s des deutschen Volkes auf - am Ende des zweiten Weltkrieges - und verkündete:
"Glauben Sie, dass Gott der größte Arzt ist. Vertrauen und glauben Sie, es hilft, es heilt die göttliche Kraft. Denken Sie nicht an die Krankheit, sie ist nur ein böser Gast in ihrem Körper. Lösen Sie sich von allem Bösen!" Wow...
Was ist das Böse? Wo kommt es her?
Bis dahin wusste Heike über die möglichen Ursachen des Bösen so gut wie nichts. Sie hatte einmal so nebenbei gehört, dass es sich um gefallene, abtrünnige Engel handelt, die besser in allem sein wollten als Gott, der Schöpfer selbst und dann auf die Erde verbannt wurden. Man mag es glauben oder auch nicht. Fakt ist, dass das Böse auf dieser Welt allgegenwärtig ist.
Fakt ist auch, dass es wohl die tiefsten Gedanken der Menschheit beherrscht. Damit nahm und nimmt das Chaos auf dieser Welt wohl weiter seinen Lauf.
Ob es nun die abtrünnigen gefallenen Engel waren, die auf die Erde kamen, um dieses Chaos zu stiften, wird man wohl zu Lebzeiten auf dieser Erde wirklich wissen können. Klar war bis dahin auch, dass das Gute am Ende siegen wird. Das wusste Heike einfach. Es liegt an jedem Einzelnen selbst, seinen Gedankenraum zu beherrschen, denn jeder Einzelne hat einen freien Willen, Gutes in die Welt zu bringen...
Grönings Zeitgeist
Als kleines Kind erkannte Bruno Gröning schon, dass es das Böse im Menschen ist, was ihn krank und elend macht, das ihn zu allen unguten Taten verlockt und verleitet. Er berichtete, dass er als kleiner Junge vor den Menschen davon gelaufen sei, weil er das Leben hier auf der Erde als furchtbar lieblos und dunkel empfand. Er bat Gott aus tiefstem Herzen, ihn doch wieder von dieser dunklen Erde fortzunehmen.
Durch innige Gebete wurde ihm offenbart, wozu er in diese kalte Welt geschickt wurde... Der kleine Gröning habe dann gesagt: "Ja ich will nun leben auf dieser dunklen Erde, mag da kommen, was da wolle." Was ihm jedoch offenbart wurde, ließ er offen.
Sodann bekam er die Kraft, weil er den Willen hatte, seine Lebensaufgabe zu erfüllen - Menschen zu helfen, zu heilen und sie zur großen Umkehr aufzurufen -, ihnen wieder die Brücke zu Gott zu bauen, die Verbindung zu ihrem Schöpfer wiederherzustellen, ihnen den verloren gegangenen Instinkt wiederzugeben, in Form des göttlichen Heilstrom`s.
Er hatte erkannt, dass der Mensch das Böse in sich aufnehmen kann, aber nicht muss. Der Mensch hätte den freien Willen, mit dem er das gute Göttliche, aber auch das böse Satanische aufnehmen könne.
B.G. war sich seines Erdendaseins und seiner Aufgabe bewusst. Er wusste, dass die göttliche Kraft in ihm stärker war, als das Böse. Wer ihm also Vertrauen und dem Großen Guten Ganzen, nämlich Gott, Glauben schenkte, dem durfte und konnte er die Vermittlung und Verbindung zum rein Göttlichen wiederherstellen. Wer da abließ vom Bösen, der erlebte in sich die göttliche Ordnung erneut, und dabei fühlte sich der Mensch wieder wohl, glücklich und gesund.
Dass jeder Geheilte diese Wahrheit weitergeben konnte und kann, sei ein großes Geschenk Gottes. Einmal sagte er einen ganz bedeutenden Satz: "Wenn ich nicht mehr auf dieser Erde als Mensch sein werde, d. h., wenn ich meinen Körper abgelegt haben werde, dann ist die Menschheit soweit, dass jeder aus sich selbst heraus die Hilfe und Heilung erleben kann."
Diese Bestätigung konnten und können alle die Menschen geben, die nach seinem Heimgang das Heil an sich erleben durften und heute noch dürfen. Sie erleben auch heute noch, wie sie durch den eigenen Glauben an das Gute im Anderen zum Helfer werden. Bruno Gröning starb 1959 im Alter von 52 Jahren.
Die ganzen Folgen der beiden Weltkriege hatte er als seelisch empfindsamer Mensch, der ein außergewöhnliches Mitgefühl für seinen Nächsten hatte, in sich aufgenommen und die Ursachen und Wirkungen all des Zeitgeschehen`s durchschaut. Er sah den negativen Geist in all seiner Machtfülle, der stets zersetzend und zerstörend durch die Menschen, die ihm verfallen waren und auch heute noch sind, wirken.
Sein Herz war voll des Mitgefühls für die Armen. Er kannte die Hungernden, die Durstigen, die Geldlosen, die Heimatlosen, die Ausgestoßenen, die Menschen, die vor Schmerzen und Qualen stöhnten, die scheinbar Unheilbaren, die Aufgegebenen.
Er sah, wie die Menschen mit ihren Gedanken und ihrem Streben dem Irdischen allzu verhaftet waren, sah wie die Menschen unwissend umher irrten und sich immer mehr in bloßer materieller Zielsetzung verstrickten, ja ihr sogar gänzlich verfielen und das schon kurze Zeit nach dem zweiten Weltkrieg.
Gröning wusste um die Ausweglosigkeit, in der sich die Menschheit damals nach dem zweiten Weltkrieg befand. Und er wusste auch, dass es noch eine lange Zeit brauchen würde, die Menschen auf den richtigen Weg zu bringen, nämlich zur Umkehr zu Gott zu bewegen. Er sagte in seinen Vorträgen immer und immer wieder , dass mangelndes Wissen auf die verloren gegangene wahre Verbindung zu Gott zurückzuführen wäre.
So außerordentlich war sein Können, dass die Menschen dafür keine Erklärung mehr zu geben wussten. Er hatte alle eingefahrenen Vorstellungen in`s Wanken gebracht und das bis in die heutige Zeit.
Anfeindungen ohne Ende
Wie kam es nur, dass ein Mann mit einer so außergewöhnlichen Gabe, der selbstlos seinen Mitmenschen half, so erbittert angefeindet wurde? Waren die Minderwertigkeitsgefühle von konkurrenzneidischen Ärzten, deren aufgegebene Fälle Gröning geheilt hatte, die Ursache? Beides mochte mitgespielt haben, ist aber keine ausreichende Erklärung. Die tiefe Ursache seiner Gegner sollte man in seinem Anderssein suchen. Er ist nirgends im Weltbild des Materialismus einzuordnen. Seine vorgelebte Nächstenliebe war denen ein Dorn im Auge, die nur von Nächstenliebe redeten und wenig taten, z.B. der Kirche.
Für Gröning wäre es ein Leichtes gewesen, zu seinen Zeiten der reichste Mann der Erde zu werden, wenn man die Gesundheit bei ihm hätte kaufen können. Man hätte es ihm nicht mal verübeln können. Dann hätte er mit seinem Handeln in der Zeit gelegen, gar in der heutigen Zeit, wo die ständig wachsende Profitgier immer größere Ausmaße annimmt.
Gröning nahm niemals Geld an. Dafür wünschte er sich eine innere Umkehr der Menschen, eine wirkliche Umkehr zu Gott, eine echte Lebenswende. Jedoch genau das machte ihn wieder verdächtig. Es gab Zeitgenossen, die das nicht begriffen, dass für einen Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts Geld gänzlich uninteressant war.
"Gesundheit lässt sich nicht kaufen, sie ist ein Geschenk Gottes. Wer das hohe Glück hat, seine Gesundheit durch mich wieder zu erlangen, der danke Gott jeder Zeit aus tiefstem Herzen, ich bin nur sein Werkzeug und Diener." sagte er immer wieder in seinen zahlreichen Vorträgen zu den Menschen über das Leben "Das Leben ist Gott..." Mit der Ordnung Gottes wieder im Einklang zu leben, nur dazu wollte Gröning verhelfen.
Weitere Zitate von Bruno Gröning:
"Sie sollen ihren Nächsten lieben, wie sich selbst. Das ist mein Wunsch, das ist meine Wille, dass dies geschieht."
"Nicht ich heile, sondern ES heilt, durch meine Glaubenslehre zu seinem Heil und zu anderen lebe ich nicht davon, sondern dafür."
"Geld ist Macht, Gesundheit ist Allmacht."
"Glauben Sie an Wunder? Sie müssen glauben, aber nicht an Wunder. Ich glaube nicht an Wunder, denn es ist kein Wunder, es ist Gott selbst."
"Ich bin nicht der Heiler selbst. Ich bin genauso Mensch wie Sie aus Fleisch und Blut. Es ist nicht meine Kraft, keine menschliche, es ist die göttliche."
"Ich stelle nur die Verbindung wieder her, so dass Sie tatsächlich wieder vom Herrgott geführt werden. Denn ich sage nach wie vor: `der größte Arzt aller Menschen ist und bleibt allein unser Hergott`."
"Wem die Hilfe zuteil geworden ist, der soll dem Herrgott dafür danken, nicht dem kleinen Gröning. Ich bin nichts, der Herrgott ist alles." 31.08.1949
Bruno Grönings Taten, die Übertragung des göttlichen Heilstromes, sind aus der Menschheitsgeschichte einfach nicht mehr wegzudenken. Sie sind akribisch dokumentiert, von Schulmedizinern festgehalten. In der Öffentlichkeit wurde nichts unversucht gelassen, ihn, den einfachen akademisch ungebildeten Mann zu diffamieren, zu beschimpfen und seiner Ehre zu berauben, ihm Prozesse anzuhängen, ihn sogar gerichtlich zu verurteilen. Alles umsonst, sein segensreiches Werk konnte nie wirklich tot geschwiegen werden und ist über Jahrzehnte hinweg, ja bis heute lebendig geblieben.
Da war die so simple Sprache Grönings nur von der Heilkraft Gottes. Auf YouTube kann man heute einige sehr beeindruckende Originalvorträge von Gröning abrufen.
Also musste es Gott doch geben. Können wir es nur nicht glauben, weil er nicht wirklich fassbar ist? Heike war tief berührt von seinem Leben und seinen Taten. Lange beschäftigte sie sich mit dem Thema und fand sogar zum Bruno-Gröning-Freundeskreis, den es inzwischen weltweit gibt. Ein paar Mal nahm sie an solchen Treffen in einer dem Freundeskreis zugehörigen Gemeinschaft teil. Und wieder kam Skepsis auf. Was taten die Menschen da? Bruno Gröning war Kult geworden und er wird in ihren Kreisen verehrt, Allerdings wird er direkt wie ein Gott verherrlicht und angebetet.
War es das? B.G. war doch selbst nicht Gott. Heike war sich sicher, das hätte B.G. auch nicht wirklich so gewollt. Sie fühlte sich dort sehr unwohl und verließ den Bruno-Gröning-Freundeskreis sehr schnell wieder, denn was sie dort erlebte, widersprach gänzlich dem, wovon B.G. selbst immer sprach.
Jesus
Bruno Gröning redete immer von der Umkehr zu Gott. Was meinte er damit? Wie kehrt man um? Er sprach von Taten..., sprach von der göttlichen Kraft und von der Nächstenliebe.
So fiel Heike die Bergpredigt von Jesus-Christus zufällig in die Hände. Unter anderem las sie: "Suchet, so werdet ihr finden." Das zu lesen, fühlte sich für sie schon mal richtig gut an. Die ganze Bergpredigt von Jesus, der vor ca. 2000 Jahren gelebt haben soll, sie war für Heike schwierig zu entschlüsseln, denn Jesus sprach nur in schwer verständlichen Gleichnissen, jedenfalls für sie.
Ja, es gab schon ein paar Jahrzehnte lang echte Beweise für das Leben von Jesus. Es hatte ihn wirklich gegeben. Heike fand heraus, dass die direkten Nachfolger von Jesus die Urchristen waren. Sie lebten von ca. 30 n. Chr. bis etwa zum Jahr 100 bis 150 und begannen, seine Lehren unmittelbar nach seinem Tod zu verbreiten. Die ersten, in aramäischer Sprache verfassten Schriftrollen wurden 1947 zufällig durch Beduinenhirten in Höhlen nahe der antiken Siedlung Khirbet Qumran am Toten Meer gefunden. Diese Ausgrabungen endeten 1956 mit dem Ergebnis von über 850 bis 1000 antiken Dokumenten. Es sind Dokumente, die das Leben von Jesus belegen. Sie werden im Israel-Museum in Jerusalem aufbewahrt.
Heike war sich nun so sicher, es hatte Jesus leibhaftig als Menschen gegeben. Diese Sicherheit, woher sie auch immer kam, löste nach der kurzen Recherche bei ihr eine so große Neugier aus. So suchte sie erst einmal weiter. Was hat es mit der Umkehr zu Gott auf sich? Wo suchen? Warum ist das so schwierig, fragte sie sich.
Zunächst entdeckte sie ebenfalls auf Youtube viele Berichte über Nahtoderfahrungen von Menschen, die sich während einer Operation bei einem längeren Herzstillstand oder bei einem Unfall mit ihrem Auto u.ä. plötzlich außerhalb ihres Körpers wieder fanden.
Diese Menschen berichteten von ihren Erlebnissen in einer feinstofflichen Welt. Nach ihrer plötzlichen Ablösung von ihrem materiellen Körper fühlten sie sich unsagbar leicht und gut. Was war das denn? fragte Heike sich schon nach der ersten Nahtoderfahrung, die sie sich anhörte.
Diese Menschen erzählten von einer unfassbaren schönen Welt, in die sie entglitten waren, größtenteils durch einen Tunnel, an dem tatsächlich am Ende ein helles Licht sichtbar wurde. Je näher sie diesem Licht kamen, um so wohler fühlten sie sich. Die Einen trafen verstorbene Verwandte, Freunde und Bekannte, andere trafen niemanden. Allerdings spürten sie, dass sie nie allein waren in einer unbeschreiblich schönen Welt, die realer war, als die unsere. Ja sie sprachen gar von einem Gefühl des Nachhausekommens mit einer ebenso unbeschreiblichen Liebe, die sie umgab. Diese Liebe war so groß, so innig, so warm..., sie sei mit den uns bekannten Worten nicht so einfach wiederzugeben und mit keiner Liebe hier auf der Erde unter Menschen, zu den Tieren, zur Natur etc., vergleichbar.
Sie berichteten mehr als hundertfach davon, dass ihnen ihr eigener Lebensfilm gezeigt wurde. Kurz gesagt, es wurde ihnen gezeigt, welchen Menschen sie tatsächlich nicht so schöne Sachen angetan hatten, ob nun physisch oder psychisch. Diese Schmerzen, die der Andere dabei erlitten hatte, ob körperlich oder seelisch, mussten sie nun tatsächlich selbst durchmachen. Sie erlebten also ihre eigene Hölle... und trotz alledem fühlten sie sich unsagbar geliebt...
Wieder ins Erdenleben zurückgeholt, sprachen sie erst einmal nicht über ihre Erlebnisse im Nahtod. Sie nahmen an, von ihrer Umwelt als (ver)rückt erklärt zu werden oder sie hatten größtenteils kein Bedürfnis von der erlebten absoluten Existenz Gottes, der Schöpfung, der bedingungslosen Liebe zu sprechen. So empfanden sie das. Da war er wieder, dachte Heike. All diese Menschen, querbeet durch alle Schichten unseres menschlichen Daseins, selbst Pfarrer, sprachen von einem unbeschreiblichen Licht, dass ihnen dieses Gefühl eines vertrauten Nachhausekommens vermittelte. Alle wussten instinktiv, das konnte nur Gott sein. Gott selbst sahen sie nicht, obwohl der Eine oder Andere, unter ihnen mehrfach Atheisten, mit Gewissheit annahm, Jesus begegnet zu sein. Sie sahen ihn nicht wirklich, wussten aber glasklar, dass nur er es gewesen sein konnte.
Diese so innige, unbeschreibliche Liebe, die sie erfuhren, das konnte nur Gott sein, so der Grundtenor aller Menschen mit diesen Erfahrungen. Gern wären die meisten dort geblieben, jedoch wurde ihnen oft vermittelt, dass sie auf dieser Erde noch eine Aufgabe zu erledigen hätten.
Heike fragte sich, was mag wohl diese Aufgabe sein? Näher wurde ihnen diese Aufgabe nie beschrieben. Warum nichts konkretes? Sollen wir Menschen selbst drauf kommen, was auf dieser Erde unsere Aufgabe ist?
Nach diesen Ereignissen hatten die meisten Nahtoderfahrenen ein so unermesslich starkes "Himmelheimweh"... Das jedoch gegenüber anderen Menschen kund zu tun, vermieden sie, denn es wäre wie in einem tosenden Meer von der Ungläubigkeit der sie umgebenden Menschen untergegangen. Die meisten von ihnen öffneten sich erst viele Jahre später, nach dem sie alle, aber auch tatsächliche alle, ihr Leben von Grund auf geändert hatten.
Trotz Himmelheimweh wussten sie alle das Geschenk des Lebens auf dieser Erde noch mehr zu schätzen. Materielle Dinge spielten für sie absolut keine Rolle mehr. Sie lernten die Kunst des "einfachen Seins..." zu leben und das Leben mit völlig anderen Augen zu betrachten.
Interessanter Weise sprachen alle Nahtoderfahrenen davon, dass sie von nun an keine Angst mehr vor dem Tod hätten. Im Gegenteil, sie freuten sich, obwohl sie das Leben hier auf Erden mit neuen Augen sahen und liebten, auf ein Leben nach diesem Leben, denn der Tod sei nur eine Tür zum wahren Leben. Wow... Ist das so? Was für ein schöner Gedanke...
Irgendwann hatte Heike sich dann einen Film über Jesus Christus angesehen. Er wurde wohl an Hand der Bibel, von der sicher schon jedermann etwas gehört hatte, nachgestellt. Über diesen Film nun, dachte sie sehr viel nach. Wer war Jesus wirklich? Was war er für ein Mensch?
Der Film stellte Jesus als einen liebevollen, barmherzigen, geduldigen, demütigen, aber auch als mutigen und mächtigen Menschen dar, der mit seinem Wesen viele Menschen in seinen Bann zog. Er zeigte tiefe Zuneigung zu den Menschen, heilte Kranke und tröstete Leidende. Kinder fühlten sich bei ihm geborgen. Er lebte das, was er lehrte und war ein Vorbild für seine Anhänger. Er erinnerte Heike an Bruno Gröning über den sie ähnliches gehört hatte und nun ca. 2000 Jahre nach Jesus vergleichbare Taten vollbrachte.
Spontan fiel ihr dabei die Bergpredigt wieder ein. Immer klarer wurde ihr, was sie suchte. War sie nahe dran? Es fühlte sich so an...
Einige Auszüge aus der Bergpredigt Jesus-Christus, der Weg zum Herzen Gottes (nachzulesen im Matthäus-Evangelium Kap. 5 - 7):
"Selig im Geiste sind die Armen, denn ihrer ist das Himmelsreich."
"Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden"
"Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen"
"Selig sind die, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen gesättigt werden."
"Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen."
"Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Kinder Gottes heißen."
"Selig sind die, die um der gerechten Sache Willen Verfolgung erleiden, denn ihrer ist das Reich Gottes."
"Wehe euch, die ihr reich seid, denn ihr habt in diesem Leben euren Trost empfangen."
"Wehe euch, die ihr satt seid, denn ihr werdet hungern."
"Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen."
"Wehe euch, wenn alle Menschen gut von euch sprechen, denn so machten es auch ihre Väter mit den falschen Propheten."
"Ihr seid das Salz der Erde, denn jegliches Opfer muss mit Salz gesalzen werden, doch wenn das Salz seinen Geschmack verloren hat, womit soll man dann salzen?" Es ist hinfort zu nichts nütze, denn dass es ausgeschüttet und unter den Füßen zertreten wird."
"Was ihr sät, werdet ihr ernten."
Eine Botschaft, die betroffen macht
Die Bergpredigt, sie leuchtete Heike immer mehr ein. Was für eine Botschaft eines einfachen Menschen den es wirklich gegeben hatte, der die Menschen bedingungslos liebte, ihnen half und sie heilte. Das war Jesus.
Und auch er wusste einfach mehr ... Seine Botschaft leuchtete zwar an einigen Stellen ein, machte betroffen und zugleich noch neugieriger, denn so einiges aus der Bergpredigt verstand sie immer noch nicht.
Christen beten `...dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden...` . Das hatte Heike schon oft gehört. Doch wie soll dieses Reich auf die Erde kommen, wenn nicht die, die das Licht sind, sich zusammentun und anfangen, ein Reich des Friedens aufzubauen. -Dein Reich komme- kann ja wohl nicht bedeuten, dass es fertig vom Himmel fällt. Reicht es, lautstarke Lobgesänge und Gebete zu Gott zu senden und ständig zu wiederholen?
Oder sollen die Menschen einfach erkennen, dass ein Leben im Sinne der Nächstenliebe möglich ist? Das könnte dem Reich Gottes sehr nahe kommen und wäre somit die absolute Kern der Bergpredigt. Wenn man sie näher und tiefer beleuchtet, spricht Jesus von nichts anderem, als der Liebe der Menschen untereinander. Soweit war Heike also schon.
Die Nahtoderfahrungen, die Heike sich angehört hatte, deuten auf jeden Fall darauf hin. - Eine so einfache Botschaft und doch nur so schwer von Menschen umzusetzen... Sie konnte es kaum fassen, das war offensichtlich die absolute Botschaft unterm Strich. Es fühlte sich plötzlich so klar an. Ob man nun die 10 Gebote aus dem Alten Testament betrachtet oder die Bekräftigung dieser Gebote durch die Bergpredigt im Neuen Testament liest. Jedes für sich und doch alle zusammen haben nur einen Kern, die Nächstenliebe.
Immer gab es Menschen, die das Gute im Herzen trugen, aber das Böse in den Menschen war stärker und wenn man heute in die Welt schaut, scheint es immer mächtiger zu werden. Vielleicht scheint es auch nur so.
Glücklicherweise gab und gibt es immer mehr Menschen, die einige wage Schritte gegen die Bosheit dieser Welt unternahmen und unternehmen, so dass sie eine Liebevollere werden würde. Der Mensch hat einen freien Willen und er ist absolut in der Lage mit dem Fünkchen Güte, der in jedem von uns vorhanden ist, die Bergpredigt von Jesus zu deuten und lebbar zu machen.
Fast unbemerkt wird die Liebe tatsächlich in ihrer Gerechtigkeit vieler Menschen auch immer stärker. Sie werden immer mehr, diese Menschen. Sie denken um. Weil das so ist, könnte endlich auf diesem Planeten eine neue Menschheit entstehen, was für ein schöner Traum...
Von Jesus weiß man, dass er genau das vorlebte. Er forderte dazu auf, barmherzig, friedfertig, demütig und liebevoll zu sein. Das erinnerte Heike an die vielen Berichte über Nahtoderfahrungen, an den sogenannten Lebensfilm als Rückschau... Wow..., das passte zusammen. Berichteten doch die meisten, dass sie in`s Leben auf die Erde zurückkehren mussten, um noch eine Aufgabe zu erfüllen.
War es tatsächlich einzig und allein, die Liebe zum Nächsten zu lernen und zu leben, im absoluten Einklang mit der Schöpfung zu leben?
Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, dem leuchtet es total ein, denn wenn es im sogenannten "Himmel" nach dem irdischen Tod weiter gehen sollte, dann macht die ganze Bergpredigt von Jesus richtig Sinn...
Die Bibel - das Wort Gottes
Allein der Gedanke, dass Gott die bedingungslose Liebe sein muss, ließ Heike einfach nicht mehr los. Wo würde sie Menschen in ihrem Umkreis finden, die Jesus in ihrem Leben nachfolgen, es ihm gleich machen? - Er war in ihrer Bewunderung für ihn, zum Vorbild geworden. Ein Vorbild hatte sie in ihrem ganzen Leben nie wirklich. weil sie davon nicht viel hielt. Aber er, und nur er wurde es, mit dem, was sie nun über ihn wusste. Absolute Selbstlosigkeit zu leben, so schwer und doch so einfach.
Heike`s Weg führte nun in eine freikirchliche Gemeinde ihrer Stadt. Dort fand sie Menschen in einem sehr freundlichen Umgang miteinander. Bei jedem Treffen wurde sie direkt sehr warmherzig umarmt. Das faszinierte sie anfangs sehr und sie schien sich wohlzufühlen mit ihnen. Sie nahm an Gottesdiensten und Bibelstunden teil, hörte viel und verstand wenig. Man sagte ihr, das würde schon werden.
Umkehr so lehrten sie, bedeute: Gott um Vergebung für all deine Sünden zu bitten und ihm dein Leben zu übergeben. Heike tat es, weil es sich irgendwie richtig anfühlte. Sie bat um Vergebung für all die Dinge, die sie anderen Menschen angetan hatte und sie bat auch, denen zu vergeben, die ihr nicht so gute Dinge angetan hatten. Das war für sie ein sehr befreiendes Gefühl. Ja, es war eine richtige und wunderbare Entscheidung, eine totale Befreiung.
Allerdings begriff sie nicht wirklich, warum sie ihr Leben Gott übergeben sollte. War nicht das Große Gute Ganze, von uns Gott genannt, war er nicht das Leben selbst? Warum sollte sie es ihm übergeben? Diese Frage blieb offen.
Aber wieviel Wahres steckt nun in dem Wort Gottes, der Bibel? Vermutlich wurde sie doch auch nur von Menschen nieder geschrieben. Vieles ist auf Prophetie und Geschichte zurückzuführen oder gar von Pharisäern, Schriftgelehrten nach ihrem eigenen Ermessen und auch immer unter politischer Einflussnahme über die Jahrhunderte stillschweigend in irgendeinem Kämmerlein geändert worden. Ständig neue Übersetzungen der Bibel mögen ihr übriges getan haben.
Die Bibel, so ein umfangreiches Werk, sie zu lesen und auch noch zu verstehen, oh je, nie zuvor hatte Heike ein Buch so intensiv gelesen. Je mehr sie aber las, je mehr Fragen hatte sie.
Das Alte Testament strotzt nur so von ungöttlichen Anweisungen. Es ist durchzogen von furchterregenden Geschehnissen und Grausamkeiten.
War Gott ein Rachsüchtiger mit ständigem Ruf nach Opfergaben? Wie passte das zusammen mit der bedingungslosen Liebe, die ihm zugeschrieben wird. Warum sollte er so böse sein? Nein, Gott ist doch nicht wandelbar. Mal liebt er und mal sollte er bösartig sein. Damit war Heike in ihrem Verständnis von bedingungsloser Liebe wieder mal völlig überfordert. Man nennt das Alte Testament auch das Gesetz.
Das Neue Testament hingegen wird größtenteils durch das Evangelium geprägt. Man nennt es, das Testament der Gnade. Der Sohn Gottes, Jesus Christus starb am Kreuz für die Sünden der Menschen.
Wie passt denn das wieder zusammen? Warum lässt ein liebender Gott, der so allmächtig ist, seinen geliebten Sohn für die Sünden der Menschen auf eine so qualvolle Art und Weise am Kreuz sterben? Das ist wirklich so schwer zu begreifen und war eine totale Überforderung für Heike.
Die Menschen und nur diese, die also umkehren und sich zu Gott bekennen, würden dadurch unter seine Gnade fallen und errettet werden. Dafür gab Jesus sein Leben am Kreuz hin. Ein ungutes Gefühl schwang bei dieser Aussage für Heike mit.
Keine Frage, wirklich viel Gutes steht im Wort Gottes geschrieben. Gott ist voller Gnade, die jedoch immer wieder an das Strafgericht gebunden zu sein, scheint, So ist es in vielen Bibelstellen festgehalten. In mehreren Bibelstunden, die Heike miterlebte, kam das auch immer und immer wieder zum Tragen. Und wieder kam die Skepsis zum Vorschein. Liebe und Strafgericht? Wie passte das zusammen?
Fragen, die Heike den Ältesten der Gemeinde stellte, wurde damit abgetan, dass sie noch neu im Glauben wäre. Immer wieder kam, sie würde das deshalb wohl noch nicht richtig verstehen. Bei ihr entstand der Eindruck, das, was hier von den Ältesten über die Errettung der Gläubigen kundgetan wurde, die einzige Wahrheit sei. Sie wurde ermahnt, sich vor sogenanntem Irrglauben zu hüten. Für Heike entstand der Eindruck, für unangenehme Fragen gab es so gut wie keinen Spielraum.
Alles wiederholte sich ständig sehr dogmatisch, immer unter dem Aspekt, wer nicht glaubt, den ereilt das Strafgericht. Das flößte ihr immer wieder auf`s Neue beim Lesen der Bibelstellen oder in den Bibelstunden als auch bei Predigten im Gottesdienst Furcht ein...
Ein Leben mit der Furcht, sollte es das sein, was Gott sich von uns wünscht? Das konnte Heike nicht glauben. Ehrfurcht, ja die sollte man vor der Größe Gottes haben, aber Furcht vor Strafe?
In den Nahtoderfahrungen wurde davon gesprochen, dass wir unser eigener Richter sein werden, indem wir genau das durchmachen werden, was wir anderen Menschen angetan haben... Das leuchtete Heike ein, warum auch nicht. Nur so lernt man wohl über unsere Aufgabe in diesem Dasein dazu.
Was ist also mit den Ungläubigen, die viel Gutes im Herzen tragen, hilfsbereit und liebevoll im Umgang mit den Menschen sind? Sie werden verdammt sein in alle Ewigkeit, weil sie nicht zu Gott umkehrten? Da war es wieder dieses innerliche Unwohlsein. Damit konnte Heike sich überhaupt nicht anfreunden. -Sozusagen die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.
Ja, in der Gemeinde half man sich natürlich untereinander, aber sollte das schon alles sein? Mit den Ungläubigen hatte man scheinbar nichts oder nur sehr wenig abzumachen. Brauchen aber nicht gerade diese Menschen Hilfe, um auf den richtigen Weg zu kommen?
Die Liebe, die Jesus hingabevoll den Menschen vorlebte, in seiner Identität zu leben, das war Heike`s Vorstellung von der Verherrlichung Gottes.
Reichte es, wie sie sagten, Gott um Vergebung zu bitten, für all Deine Sünden, bekenne Dich zu ihm, liebe und bete ihn an? Das konnte Heike sich nicht vorstellen. Keiner von ihnen erklärte, wie wir es tun könnten... Gott, der bedingungslos liebt, erwartet doch keine ständigen Huldigungen mit Worten. Er erwartet Taten. So war Heike`s Verständnis.
Stimmte das denn auch? Heike als eine ständige Skeptikerin betrachtete ihre eigene Anschauung auf`s Genaueste. Mit dem Widerspruch eines Gottes, der bedingungslose Liebe sei, und das glaubte sie fest, der sollte auch zugleich ein strafender Gott sein? Das ging nicht in ihren Schädel rein. Liebe und Strafgericht. Das passte einfach nicht zusammen. Es wäre für sie kein liebender Gott. Ein liebender Gott würde aus ihrer Sicht Chancen geben, das eigene Dasein verbessern zu können, so der inzwischen gefestigte Glaube Heike`s.
Eine Predigt im Dezember 2025 erschütterte dann alles in ihr. Sie hieß wortwörtlich "Umkehr oder Umkommen..."
Anfangs konnte sie noch gut zuhören, aber der Rest der Predigt zog ihr im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weg. Sie verließ das erste Mal den Gottesdienst mitten in der Predigt. Wieder das Strafgericht, wenn du nicht dies..., dann passiert dir das... Oh man...
In Heike kam direkt ein Kindheitstrauma hoch. Wenn sie von der Großmutter Schläge bekam, rief sie immer: "Oma, nicht hauen, ich mache das auch nicht wieder." So fühlte sich nun die Bibel, ausgelegt von Predigern, für sie an.
Ja, sie verließ diese Gemeinde. Ein spätere Nachfrage, warum sie denn gegangen wäre, beantwortete sie ganz einfach. Es gäbe für sie in den Predigten kaum etwas oder nur sehr wenig über die wirkliche Wahrheit, die Liebe Gottes zu all seinen Kindern. `Selbstlose Nächstenliebe sei der wahre Weg, Jesus nachzufolgen.` So hatte Heike Jesus verstanden und das bestätigt auch die eindeutige Aussage des 1. Paulus-Briefes an die Korinther. "Die Liebe steht über allem..."
Man legte Heike nahe, dass Gott in seiner ganzen Größe auch ein zorniger Gott sei. Das wollte sie einfach nicht annehmen. Liebe und Zorn passte für sie einfach nicht zusammen. Damit war sie nun durch.
Heike nutzte YouTube, um sich Predigten von Pfarrern oder auch Pastoren anzuhören. Es waren unzählbar viele und jede Predigt hatte nur einen Grundtenor, den des Strafgerichtes. Für sich selbst strahlten diese Prediger stets die Gewissheit aus, dass sie errettet werden würden. Sie sprachen immer wieder vom Gottesgericht, so wie es in der Bibel an verschiedenen Stellen und mit der Johannes-Offenbarung beschrieben wird. So viele Fragen waren für Heike wieder an der Tagesordnung.
Die Bibel, das wahre Wort Gottes wurde jedoch auch nur von Menschen geschrieben, denn auch Propheten waren nur Menschen. Da liegt schon nahe, wie bereits beschrieben, dass das wahre Wort Gottes von priesterlichen Schreiberlingen in eigenem Sinn so geändert und aufgesetzt wurde, um über die Jahrhunderte Furcht vor der Priesterschaft und all ihren Mächtigen zu erzeugen.
Die meisten Prediger von heute halten sich strikt an diese Vorgaben und haben das Wichtigste dabei übersehen oder es selbst nicht wirklich verstanden. Sie predigen von der Umkehr zu Gott oder Du wirst die Hölle erleben, ausschließlich Angstmache ohne Ende. Vielleicht hatte Heike das ja auch nicht richtig verstanden, das mag sein. Ihr Verständnis von der Liebe des Großen Guten Ganzen, von Gott, war auf jeden Fall ein wirklich anderes.
Es wurden unentwegt Bibeltexte gelesen, Anbetungslieder gesungen. Das wurde und wird Gottesdienst genannt. Was heißt denn überhaupt Gottesdienst? Gottesdienst sollte nach Heike`s Ansicht eindeutig der unaufhörliche Dienst des Menschen, bei allem was er tut, an seinem Nächsten sein. So sollte Gottverherrlichung aussehen.
Die Liebe zu den Menschen drückt sich in Taten aus - nichts anderes, so verstand sie Gottesdienst.
Was heißt Anbetung und Lobpreisen überhaupt? Für Heike hatte das die Bedeutung für nur eine Sache, die Nächstenliebe, die Gabe und die Aufgabe zu erkennen, die uns gegeben wurde, um die Liebe zum Nächsten auszudrücken und umzusetzen. Das schien für Heike der wahre Gottesdienst zu sein. Wirklich eine einfache Lösung, um Gott den Menschen nahe zu bringen.
Kirchen würden sich wieder füllen, wenn man mehr die Nächstenliebe predigte und es ebenso ohne Abstriche in Taten ausdrücken würde. Dabei fiel Heike das Papsttum als nur ein Beispiel ein: 60 % der Immobilien Roms seien im Besitz des Vatikans lt. Recherche einiger interessierter Menschen.
Wie vielen Menschen auf dieser Welt könnte aus bitterer Armut geholfen werden, würde sich die katholische Kirche zunächst einmal davon trennen und tatsächlich am Menschen Gutes Tun.
So wie Heike es bislang erkennen durfte, zieht sich die Liebe wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel. Alles ist eine Frage der Interpretation. Aus ihrer Sicht und die muss ja auch nicht stimmen, aber sie liegt sehr nahe, liegt es immer an den Übermittlern, den Predigern der Bibelstellen, wie sie sie auslegen. Wie schon gesagt, bislang hörte sie immer nur verbissene, furchteinflößende Predigten von Männern, die immer wieder auf das Strafgericht hinauslaufen. Wie schrecklich...
Nein, Gott, das große Geheimnis ist keine strafender Gott, niemals. Er ist voller Gnade und Barmherzigkeit, die pure lichterfüllte Liebe. Davon war sie nun überzeugt und diese Überzeugung war und blieb unerschütterlich. Denn wenn Gott, so die Nahtoderfahrenen, bedingungslose Liebe sei, wie passt das mit einem strafenden Gott zusammen? Das machte ihr so sehr zu schaffen. Dieses Gedankenkarussel drehte sich unentwegt bei Heike.
Die Bibelstelle des Neuen Testament`s , des ersten Paulus-Briefes an die Korinther hatte sich von Anfang an bis heute tief in ihr Herz gegraben. Paulus beschreibt hier die Eigenschaften der göttlichen Liebe.
"Sie ist geduldig, gütig, nicht eifersüchtig, nicht prahlerisch, nicht hochmütig, nicht grob, sie ist selbstlos, sie lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach, freut sich nicht über Unrecht, aber an der Wahrheit, sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand und hört niemals auf.
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen."
U.a. sagte Paulus auch: " Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.
Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden, wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk."
Das Vollendete - die bedingungslose Liebe unter den Menschen und allem was existiert? Für Heike bedeutete das eindeutig, ohne Liebe ist der größte Glaube und sind die größten Gaben wertlos und tönerndes Geschwätz. So verstand sie diese Bibelstelle. Dieser 1. Brief von Paulus an die Korinther überstrahlt das ganze Buch, wie wunderschön, jedenfalls für Heike. Noch viele Bibelstellen fand sie über das Licht und die Liebe Gottes.
Als Botschaft der Hoffnung zieht sich also in allem die Liebe Gottes wie ein roter Faden durch die ganze Bibel. Vieles, was dort geschrieben steht, richtet sich eindeutig auf ein Ziel aus, die Liebe der Menschen untereinander zu Allem und Jedem. So hatte Heike das erkannt.
Unsere einzige Aufgabe
Ob nun Eckhart Tolle, Bruno Gröning oder Jesus, diese Menschen lehrten und lehren uns, unser natürliches Wesen wieder zu finden... Dafür gibt es keine Logik, denn die Liebe ist nicht mit Logik zu erklären...
Auch die Wissenschaft, die immer nach festen Beweisen sucht, erkennt inzwischen solche Phänomene, wie die Gabe, die Bruno Gröning scheinbar von Gott gegeben wurde oder Jesus, der in seiner bedingungs- und selbstlosen Liebe zu den Menschen helfen und heilen konnte, an.
Eckhart Tolle vermittelte Heike den ersten Schritt, in die Stille zu gehen zu können, sich selbst zu erkennen und sich dem was ist, hinzugeben. Er lehrte sie, die einfache Freude des Seins zu leben, was an manchen Tagen mehr und an manchen Tagen immer noch zu wenig gelang.
Tolle meinte auch, dass man die Aussage von Jesus Christus: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." direkt umdeuten könnte. Es könnte genau so heißen "Liebe deinen Nächsten ALS dich selbst." Er wusste wovon er sprach.
Das passte, denn in der Bibel steht in Matthäus 7,12:
"Alles was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut auch ihnen."
Wenn der Mensch so leben würde, wie wunderbar, dann hätte sich alles erfüllt. Das sollte die einzig wahrhaftige Aufgabe der Menschheit sein.
Je stärker wir im Glauben an die göttliche Kraft sind, dass das Gute siegen wird, umso mehr wird sich die Liebe unter den Menschen auf diesem Planeten durchsetzen. Dazu muss man keiner Religion, keinen kirchlichen Dogmen und was es auch immer gibt..., folgen.
Genau, das meinte Jesus. Es genügt der einfache kindliche Glaube an die Kraft und die Liebe Gottes. Denn Kinder werden mit Gutem im Herzen in die Welt geschickt, wohlwissend in einer Geborgenheit zu leben und mit ihrem Staunen nehmen sie die Welt an wie sie ist. Kinder sind natürlich und in einem unendlichen Gottvertrauen.
Die einzige Aufgabe der Menschheit sollte es wahrhaftig sein, die bedingungslose Liebe zu lernen und zu leben. Alles andere scheint bedeutungslos.
Und ja, es gibt das Gute und das Böse auf der Welt. Jedoch gab Gott uns den freien Willen. Es liegt jedem frei, sich zu entscheiden, wie er leben will.
Die Liebe hat das letzte Wort
Bedingungslose Liebe erwartet nichts, stellt keine Forderungen, kennt keine Angst. Sie lehrt uns, Alles und Jeden wie uns selbst zu lieben. Sie heilt unser Herz und befreit uns von negativen Gefühlen. Bedingungslose Liebe bedeutet, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind - keine Bewertungen mehr, kein Verurteilen mehr...
Gott ist die Quelle oder der Schöpfer, wie auch immer die Menschen das Große Gute Ganze oder das Große Geheimnis bezeichneten oder bezeichnen ohne ewige Hölle oder Strafgericht. Das ist und bleibt Heike`s Überzeugung.
Auch wenn es für den Einen oder Anderen noch so absurd klingen mag, nur mit dem Fühlen der Liebe zu sich selbst, kann man in Liebe mit Anderen leben.
Schon der Philosoph Aristoteles (384 bis 322 vor Chr.) hatte einen Satz geprägt, der Heike schon vor Jahren unter die Haut ging.
"Wenn auf der Erde nur die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich." Wie wahr, wie wahr...
Genau..., nichts anderes wollte Jesus der Welt, so wie er es vorlebte, nahe bringen.
Wenn wir uns selbst verändern, verändert sich auch die Welt um uns herum... Es ist so einfach... und doch tut sich die Welt in ihren über die Jahrtausende anhaltende Verwirrungen so schwer damit.
Warum wir nun als Menschen das Leben hier auf der Erde verbringen müssen, wie es dazu kam, wird wohl von der Menschheit zu Lebzeiten nie in Erfahrung gebracht werden. Das bleibt wahrscheinlich bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir nach Hause gehen werden, das große Geheimnis... Niemand wird es je zu Lebzeiten wirklich wissen können.
Obwohl es noch einige offene Fragen gab, hatte Heike gefunden, was sie suchte. Es fühlte sich für sie an, als hätte sie in einem Wald voller Plastikblumen eine echte Rose mit einem unbeschreiblich betörenden Duft gefunden.
Als einzig wirklicher Sinn unseres Daseins hier auf der Erde, damit das Leben nicht auf ewig ein Wald voller Plastikblumen bleiben wird, scheint die wichtigste Aufgabe zu sein, die über Allem steht, das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu lieben, das Ego abzulegen, die Liebe mit jedem Lebewesen zu lernen und zu leben, es so gern zu haben wie sich selbst, denn alles was wir wünschen, was man uns tut, das sollten wir auch Anderen tun... Ja, das mag harte Arbeit mit sich selbst sein, aber nichts ist unmöglich...
Eine andere Lösung kann und wird es niemals geben können, um aus dieser Welt eine wirklich Bessere zu machen.
Was auch immer geschieht und geschehen wird,
die Liebe wird das letzte Wort haben
Punkt.
Ich träumte und sah eine neue Erde
ich träumte und sah eine neue Erde,
paradiesisch im goldenen Glanz erblüh`n,
gewaltlos, liebevoll, einfach nur schön...,
Eine neue Erde, wo Liebe alles war,
in Demut sah ich, wie die Liebe Kriegen sanft ein Ende setzte,
den Bogen zerbrach, den Speer zerschlug und die Wagen mit Feuer verbrannte.
Und ich sah die Liebe sich erhöhend unter den Nationen,
mit Freudentränen in den Augen sah ich,
dass der Löwe dem Schaf nicht mehr die Zähne zeigt,
in einem Paradies von Licht und Wärme durchflutet,
und ich sah keine Ängste, keine Verzweiflung mehr in den Herzen der Menschen,
in Glückseligkeit sah ich, wie Löwe und Schaf in Sanftmut auf grünen Wiesen
bei lauen Winden unter hohen Bäumen
endlich friedvoll und geeint beieinander ruh`n...,
und ich sah in Ehrfurcht mit tränengetränktem Blick, das Liebe das Wesen des Himmels ist,
ich träumte und sah eine neue Erde,
paradiesisch im goldenen Glanz erblüh`n,
gewaltlos, liebevoll, einfach nur schön...
Ich träumte und sah eine neue Erde, wo Liebe alles war.
Ein kurzes Nachwort:
Diese kleine autobiographische Lebensreise auf der Suche nach dem Sinn unseres Daseins in dieser Welt mag vielleicht nicht besonders spektakulär sein, doch für mich war dieser schonungslose Lauf der Dinge am Ende die größte Erfahrung und Erkenntnis meines Lebens.
Ja, sie mag nicht einmal auf großes Interesse stoßen.
Sie kann für den Einen oder Anderen eine Ermutigung sein, an das Leben zu glauben, es zu lieben und die Liebe weiterzugeben.
So werden wir und unsere Nachkommen eines Tages, hoffentlich nicht in so weiter Ferne, in einer besseren und liebevolleren Welt leben können.
Und ja, es mag wie ein Märchen klingen, ich hatte gefunden, was ich immer suchte. Warum auch immer es so ein langer Weg sein musste, weiß ich nicht wirklich. Alles braucht eben seine Zeit...
Für mich persönlich hat sich die Suche einer schonungslosen Reise meines Lebens absolut gelohnt, denn es scheint, als hätte ich in der Lotterie nach vielen vergeblichen Anläufen den Hauptgewinn gezogen.
Seien Sie von ganzem Herzen auf Ihrem Weg durch das Leben gesegnet.
Und ja, vielleicht bin ich auch nur eine Träumerin, aber dieser Traum fühlt sich für mich als
einziger Sinn unseres Daseins richtig und gut an.
Also werde ich in dieser Fortsetzung den Rest meiner Geschichte einfügen und hoffe, dass sie gern gelesen wird.
Alles Liebe für Sie und los geht´s:
Das Leben im Jetzt
Zufälle gibt es nicht, so wird gesagt. Heike hatte schon immer gern das Leben der Philosophen vorangegangener Jahrhunderte studiert. Eines Tages stieß sie im Internet auf Eckhart Tolle, ein absolut bescheidener Philosoph und spiritueller Lehrer, der den Menschen das Leben im "Jetzt" nahelegte und das auch heute noch tut.
E. Tolle gehört keiner speziellen Religion oder Tradition an. Als ewige Skeptikerin befasste Heike sich zunächst mit seinem Leben, um zu schauen, wer will gerade hier den Menschen wieder etwas sehr Lebensnotwendiges beibringen.
Tatsächlich war sie überrascht. Er vermittelte die einfache, aber tiefgreifende Botschaft seiner Lehre mit zeitloser und schlichter Klarheit: "Es gibt einen Weg heraus aus dem Leiden, der direkt in den Frieden führt."
Wow... Und Heike hörte sich alle Vorträge an. So einfach wie es schien, so schwierig war es wohl auch, diese Lehre für sich umzusetzen, doch sie könnte nur gewinnbringend sein.
- Das Leben im Jetzt - ohne ständigen Gedankenstrom... Wow, Heike wusste wovon er sprach. Ständiges Gedankenkreisen im Übermaß, das kannte auch sie, ganz banale Gedankenströme ohne jegliche Wichtigkeit für`s Leben.
"Identifikation mit dem Verstand. Dadurch werden Gedanken zwanghaft. Die Unfähigkeit, das Denken anzuhalten, ist eine schlimme Krankheit, aber der Mensch sieht das nicht so, er hält es für normal, weil fast jeder darunter leidet. Der unaufhörliche geistige Lärm hindert daran, den Raum INNERER STILLE zu finden, der vom Sein untrennbar ist. Er schafft außerdem ein falsches Verstandes-Selbst..., das einen Schatten von Angst und Leiden wirft" so Eckhart Tolle.
Der Philosoph Descartes glaubte, er habe die fundamentalste Wahrheit gefunden, als er seine berühmte Aussage machte: "Ich denke, also bin ich." Ein großer Irrtum sei es, Denken mit Sein und Identität gleichzusetzen, so Tolle.
"Der zwanghaft Denkende, also fast jeder, lebt in einem Zustand von scheinbarer Getrenntheit, in einer komplexen Welt ständiger Probleme und Konflikte, einer Welt, die ein Spiegel für die wachsende Zerlegung des Verstandes ist."` Das kam Heike bereits bekannt und absolut glaubhaft vor.
Tolle meinte, der Zustand von Einheit und somit von Frieden, das sei Erleuchtung. Was war jetzt Erleuchtung?
Er erzählte, er sei schon als sehr junger Mensch irgendwie am Abgrund seines Daseins angekommen, dabei erlebte er einen Zustand, der ihm tiefen Frieden verschaffte und das für sein ganzes kommendes Leben. Heute sagt er, dass das zwanghafte Denken ganz aus seinem Leben entschwand. Er benutze seinen Verstand, nur noch, wenn er ihn benötige. Wow..., was für eine Errungenschaft.
Ist es möglich, diesen Frieden zu finden und das ständig sich im Kreis drehende Gedankenkarussel zu stoppen? Ist es möglich, den Verstand nur dann zu nutzen, wenn man ihn benötigt?Heike war tief beeindruckt und zu dieser Zeit noch sehr weit entfernt davon, ihr ständiges Gedankenpüree zu stoppen, der Stille den Vorrang zu geben.
`Erleuchtung sei nicht nur das Ende allen Leidens und der ständigen Konflikte im Innen und Außen, sondern auch das Ende der schrecklichen Versklavung in zwanghaftes Denken - Was für eine unglaubliche Befreiung - Denken sei zu einer Krankheit geworden. Damit seien nicht kreative Gedanken gemeint, die tief aus dem Inneren kämen, sondern der Strudel, der ständig als Belanglosigkeiten im Kopf umhergeistere, im Volksmund auch Grübeln genannt.`
`Ebenso entstünde Krankheit, wenn Dinge aus dem Gleichgewicht geraten. Zum Beispiel sei es normal, wenn Zellen sich im Körper teilen und vermehren. So sich aber dieser Prozess unkontrolliert ohne Bezug zur Ganzheit des Körpers fortsetzt, dann wuchern diese Zellen bis zur Bösartigkeit. Der Verstand sei ein hervorragendes Instrument, wenn er richtig eingesetzt werden würde. Bei falschem Gebrauch könne er allerdings sehr destruktiv werden. Der Verstand gebrauche dann den Menschen. Das sei die Krankheit. Der Mensch hält sich für den Verstand. Das sei eine Wahnidee. Der Verstand sei nichts anderes als ein Instrument. Unbewusst sei man mit ihm identifiziert und nicht der Mensch benutze ihn, sondern der Verstand benutze den Menschen. Damit hätte er die Macht gewonnen.` so E. Tolle
Irgendwie leuchtete das ein. Freiheit beginnt wohl wirklich dort, wenn der Mensch erkennt, dass er tatsächlich ständig seinem Gedankenkarussel ausgeliefert ist.
Harte Arbeit, sich zu befähigen, den Gedankenstrom zu beobachten und ohne ihn zu beachten, durchlaufen zu lassen - Wie spannend hörte sich das an, jenseits des Denkens den enormen Bereich von Intelligenz... und alles was dem Leben wahren Wert verleiht - zu entdecken.
`Schönheit, Liebe, Kreativität, Freude, innerer Friede - hätte seinen Ursprung jenseits des Verstandes. Man würde beginnen, zu erwachen...` so Eckhart Tolle.
Verstanden hatte Heike, allerdings nur verstanden. Das Umsetzen war und ist heute noch so manches Mal die größte Hürde. Es gelang ihr ab und an und auch immer mehr, in bestimmten Situationen, bei denen das Gedankenkarussel die Oberhand hatte, mit der Atmung, Stille hinein zu bringen, also Entspannung pur. Sie probierte es immer öfter und es gelang auch oftmals.
Soweit war sie also nun schon. Doch was hatte das mit ihrer Suche nach dem Sinn unseres Daseins auf dieser Erde zu tun? Zu diesem Zeitpunkt wusste sie nicht, dass auch diese Erkenntnis über die Stille in uns, ein wesentlicher Schritt auf ihrem Weg war.
Zurück im Leben
Während dessen erkrankte Heike plötzlich im Jahr 2022 schwer an Corona und den Folgen. Lange Zeit fühlte sie sich dem Tode sehr nahe. Der Ruf nach dem Notarzt und anschließende Klinikaufenthalte gehörten in regelmäßige Abständen zur Tagesordnung. An ein Gesundwerden im Krankenhaus (es heißt ja auch Kranken- und nicht Gesundheitshaus) ist in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr zu denken. Wir werden, soweit wir es zulassen, in der Krankheit gehalten, denn nur das bringt Gewinn, allerdings größtenteils nicht für die Erkrankten.
Klar ist und das hatte Heike schon erwähnt, dass das Gesundheitssystem im Laufe der Jahre immer desolater wurde. Hier geht es nicht mehr um die Gesundheit des Menschen, sondern um Profitgier der Pharmaindustrie, übertragen auf die Schulmedizin. Das gesamte Gesundheitssystem krankt immer mehr. Es ist ein Wirtschaftssystem geworden. Wenn Du als Patient kein großes Geld in die Kasse spülst, so wirst Du auch dementsprechend behandelt. So wurde also der Dauerpatient zum eigentlichen Geschäftsmodell der Pharmaindustrie, gar des gesamten `Gesundheitssystems`.
"Ein geheilter Patient ist ein verloren gegangener Kunde. Jeder Zweite stirbt inzwischen durch medizinische Maßnahmen und deren anschließenden Medikamentengabe. Es wird mit einer kriminellen Energie auf die Ängste der Menschen eingewirkt. D. h., wir werden krankgeredet. Das ist ein Phänomen, das man sehr oft bei der Behandlung älterer Menschen sehen kann, die noch immer im Urvertrauen an die Götter in Weiß glauben. Ärzte sind eben auch eine Todesursache. Nur der Abstand zur Schulmedizin lässt uns gesund sein" so Dr. Gerd Reuther, Mitglied der A-WEF (Ärzte gegen das Gesundheitssystem)
"Jeder Mensch hat mit seiner proaktiven Kraft eine Verantwortung. Geist bestimmt die Materie. Wir sind mit dem Göttlichen verbunden. Wenn man alles runterbricht, dann kommt man ganz klar zu der Schlussfolgerung, dass da der Kampf Gut gegen Böse läuft. Es sind satanische Kräfte, die gegen das Göttliche unterwegs sind. In uns Menschen liegen göttliche Kräfte, die gilt es zu nutzen." so Dr. Weikl/Onkologe ebenfalls Mitglied der A-WEF.
Immer wieder diese Frage: Was ist mit dieser Gesellschaft nur passiert? Auch Heike`s Vertrauen zu Ärzten war verloren gegangen... Sie erlebte bei ihren Aufenthalten im Krankenhaus schlimme Zustände im Umgang mit älteren Menschen. Das hier zu beschreiben, könnte ebenso ein eigenes Buch füllen.
Ihre jüngste Tochter nahm sie nach den vielen Krankenhausaufenthalten für längere Zeit in ihrem zu Hause auf, päppelte sie mit Nährstoffen und stellte ihre Ernährung komplett um. Allein hätte sie das nicht wirklich geschafft. Und siehe da, der Glaube versetzte Berge, Heike begann Stück für Stück ins Leben zurück zu finden. Dafür würde sie ihrer Tochter bis in alle Ewigkeit dankbar sein.
Ja, in`s Leben hatte sie zurückgefunden, jedoch nur in kleinen Schritten mit eisernem Willen. Heike glaubte es fest, dass der Rest auch noch werden würde und zog nach ca. sechs Wochen wieder zurück in ihr eigenes Zuhause. Sie wollte einfach ihre so bemühte Tochter nicht noch mehr in Anspruch nehmen. Evi hatte selbst Familie und Beruf.
Bruno Gröning und die Heilkraft Gottes
Heike glaubte eigentlich schon immer in der tiefsten Schneise ihres kleinen Köpfchens, dass es da Etwas oder Jemanden geben muss, das oder wer auch immer diese wunderbare Welt geschöpft hat. Sie nannte es bis dahin immer das Große Gute Ganze - kein alter Mann im Himmel, kein moralischer Wächter, kein Konzept aus verstaubten Büchern, sondern etwas, das durch uns atmet, in uns pulsiert und sich durch uns selbst erkennt? War das Gott?
Seit Jahrtausenden versuchen die Menschen, das Unfassbare zu fassen, das, was hinter allem steht, was alles erschaffen hat und doch selbst nicht greifbar ist...
Heike war auf einer neuen Spur und stieß im Netz des Allwissens auf Bruno Gröning, einem einfachen Menschen, der die göttliche Kraft auf geistigem Weg zur Heilung von Menschen nutzte. Gehört hatte sie früher schon mal von ihm, war jedoch wieder total in Vergessenheit geraten. Und nun, ja nun war er wieder da.
Bruno Gröning lebte von 1906 - 1958. Wer war er?
Wer war er? War er ein Scharlatan, ein Wunderdoktor oder ein Gottgesandter? Das sind die Fragen, die jahrelang als Schlagzeilen durch die Presse gingen, und bis heute glaubt jeder Wissende und Unwissende mitreden zu können, sich über diesen "kleinen Gröning", wie er sich selbst bezeichnete, abschließend ein Urteil bilden zu können.
Heike hatte sich viel Literatur besorgt und studierte eifrig diesen Menschen. Auch in der Bibel soll es heißen: "An den Taten werdet ihr sie erkennen können." Davon sprach Gröning in vielen Vorträgen, manche seiner Anhänger nannten es auch Predigten.
Und was Heike erfuhr war unglaublich. Sie war nie eine Leichtgläubige, stets eine Skeptikerin. Gerade deshalb trieb sie ihre Neugier.
Gröning tauchte in einer Zeit des tiefsten seelischen Zusammenbruch`s des deutschen Volkes auf - am Ende des zweiten Weltkrieges - und verkündete:
"Glauben Sie, dass Gott der größte Arzt ist. Vertrauen und glauben Sie, es hilft, es heilt die göttliche Kraft. Denken Sie nicht an die Krankheit, sie ist nur ein böser Gast in ihrem Körper. Lösen Sie sich von allem Bösen!" Wow...
Was ist das Böse? Wo kommt es her?
Bis dahin wusste Heike über die möglichen Ursachen des Bösen so gut wie nichts. Sie hatte einmal so nebenbei gehört, dass es sich um gefallene, abtrünnige Engel handelt, die besser in allem sein wollten als Gott, der Schöpfer selbst und dann auf die Erde verbannt wurden. Man mag es glauben oder auch nicht. Fakt ist, dass das Böse auf dieser Welt allgegenwärtig ist.
Fakt ist auch, dass es wohl die tiefsten Gedanken der Menschheit beherrscht. Damit nahm und nimmt das Chaos auf dieser Welt wohl weiter seinen Lauf.
Ob es nun die abtrünnigen gefallenen Engel waren, die auf die Erde kamen, um dieses Chaos zu stiften, wird man wohl zu Lebzeiten auf dieser Erde wirklich wissen können. Klar war bis dahin auch, dass das Gute am Ende siegen wird. Das wusste Heike einfach. Es liegt an jedem Einzelnen selbst, seinen Gedankenraum zu beherrschen, denn jeder Einzelne hat einen freien Willen, Gutes in die Welt zu bringen...
Grönings Zeitgeist
Als kleines Kind erkannte Bruno Gröning schon, dass es das Böse im Menschen ist, was ihn krank und elend macht, das ihn zu allen unguten Taten verlockt und verleitet. Er berichtete, dass er als kleiner Junge vor den Menschen davon gelaufen sei, weil er das Leben hier auf der Erde als furchtbar lieblos und dunkel empfand. Er bat Gott aus tiefstem Herzen, ihn doch wieder von dieser dunklen Erde fortzunehmen.
Durch innige Gebete wurde ihm offenbart, wozu er in diese kalte Welt geschickt wurde... Der kleine Gröning habe dann gesagt: "Ja ich will nun leben auf dieser dunklen Erde, mag da kommen, was da wolle." Was ihm jedoch offenbart wurde, ließ er offen.
Sodann bekam er die Kraft, weil er den Willen hatte, seine Lebensaufgabe zu erfüllen - Menschen zu helfen, zu heilen und sie zur großen Umkehr aufzurufen -, ihnen wieder die Brücke zu Gott zu bauen, die Verbindung zu ihrem Schöpfer wiederherzustellen, ihnen den verloren gegangenen Instinkt wiederzugeben, in Form des göttlichen Heilstrom`s.
Er hatte erkannt, dass der Mensch das Böse in sich aufnehmen kann, aber nicht muss. Der Mensch hätte den freien Willen, mit dem er das gute Göttliche, aber auch das böse Satanische aufnehmen könne.
B.G. war sich seines Erdendaseins und seiner Aufgabe bewusst. Er wusste, dass die göttliche Kraft in ihm stärker war, als das Böse. Wer ihm also Vertrauen und dem Großen Guten Ganzen, nämlich Gott, Glauben schenkte, dem durfte und konnte er die Vermittlung und Verbindung zum rein Göttlichen wiederherstellen. Wer da abließ vom Bösen, der erlebte in sich die göttliche Ordnung erneut, und dabei fühlte sich der Mensch wieder wohl, glücklich und gesund.
Dass jeder Geheilte diese Wahrheit weitergeben konnte und kann, sei ein großes Geschenk Gottes. Einmal sagte er einen ganz bedeutenden Satz: "Wenn ich nicht mehr auf dieser Erde als Mensch sein werde, d. h., wenn ich meinen Körper abgelegt haben werde, dann ist die Menschheit soweit, dass jeder aus sich selbst heraus die Hilfe und Heilung erleben kann."
Diese Bestätigung konnten und können alle die Menschen geben, die nach seinem Heimgang das Heil an sich erleben durften und heute noch dürfen. Sie erleben auch heute noch, wie sie durch den eigenen Glauben an das Gute im Anderen zum Helfer werden. Bruno Gröning starb 1959 im Alter von 52 Jahren.
Die ganzen Folgen der beiden Weltkriege hatte er als seelisch empfindsamer Mensch, der ein außergewöhnliches Mitgefühl für seinen Nächsten hatte, in sich aufgenommen und die Ursachen und Wirkungen all des Zeitgeschehen`s durchschaut. Er sah den negativen Geist in all seiner Machtfülle, der stets zersetzend und zerstörend durch die Menschen, die ihm verfallen waren und auch heute noch sind, wirken.
Sein Herz war voll des Mitgefühls für die Armen. Er kannte die Hungernden, die Durstigen, die Geldlosen, die Heimatlosen, die Ausgestoßenen, die Menschen, die vor Schmerzen und Qualen stöhnten, die scheinbar Unheilbaren, die Aufgegebenen.
Er sah, wie die Menschen mit ihren Gedanken und ihrem Streben dem Irdischen allzu verhaftet waren, sah wie die Menschen unwissend umher irrten und sich immer mehr in bloßer materieller Zielsetzung verstrickten, ja ihr sogar gänzlich verfielen und das schon kurze Zeit nach dem zweiten Weltkrieg.
Gröning wusste um die Ausweglosigkeit, in der sich die Menschheit damals nach dem zweiten Weltkrieg befand. Und er wusste auch, dass es noch eine lange Zeit brauchen würde, die Menschen auf den richtigen Weg zu bringen, nämlich zur Umkehr zu Gott zu bewegen. Er sagte in seinen Vorträgen immer und immer wieder , dass mangelndes Wissen auf die verloren gegangene wahre Verbindung zu Gott zurückzuführen wäre.
So außerordentlich war sein Können, dass die Menschen dafür keine Erklärung mehr zu geben wussten. Er hatte alle eingefahrenen Vorstellungen in`s Wanken gebracht und das bis in die heutige Zeit.
Anfeindungen ohne Ende
Wie kam es nur, dass ein Mann mit einer so außergewöhnlichen Gabe, der selbstlos seinen Mitmenschen half, so erbittert angefeindet wurde? Waren die Minderwertigkeitsgefühle von konkurrenzneidischen Ärzten, deren aufgegebene Fälle Gröning geheilt hatte, die Ursache? Beides mochte mitgespielt haben, ist aber keine ausreichende Erklärung. Die tiefe Ursache seiner Gegner sollte man in seinem Anderssein suchen. Er ist nirgends im Weltbild des Materialismus einzuordnen. Seine vorgelebte Nächstenliebe war denen ein Dorn im Auge, die nur von Nächstenliebe redeten und wenig taten, z.B. der Kirche.
Für Gröning wäre es ein Leichtes gewesen, zu seinen Zeiten der reichste Mann der Erde zu werden, wenn man die Gesundheit bei ihm hätte kaufen können. Man hätte es ihm nicht mal verübeln können. Dann hätte er mit seinem Handeln in der Zeit gelegen, gar in der heutigen Zeit, wo die ständig wachsende Profitgier immer größere Ausmaße annimmt.
Gröning nahm niemals Geld an. Dafür wünschte er sich eine innere Umkehr der Menschen, eine wirkliche Umkehr zu Gott, eine echte Lebenswende. Jedoch genau das machte ihn wieder verdächtig. Es gab Zeitgenossen, die das nicht begriffen, dass für einen Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts Geld gänzlich uninteressant war.
"Gesundheit lässt sich nicht kaufen, sie ist ein Geschenk Gottes. Wer das hohe Glück hat, seine Gesundheit durch mich wieder zu erlangen, der danke Gott jeder Zeit aus tiefstem Herzen, ich bin nur sein Werkzeug und Diener." sagte er immer wieder in seinen zahlreichen Vorträgen zu den Menschen über das Leben "Das Leben ist Gott..." Mit der Ordnung Gottes wieder im Einklang zu leben, nur dazu wollte Gröning verhelfen.
Weitere Zitate von Bruno Gröning:
"Sie sollen ihren Nächsten lieben, wie sich selbst. Das ist mein Wunsch, das ist meine Wille, dass dies geschieht."
"Nicht ich heile, sondern ES heilt, durch meine Glaubenslehre zu seinem Heil und zu anderen lebe ich nicht davon, sondern dafür."
"Geld ist Macht, Gesundheit ist Allmacht."
"Glauben Sie an Wunder? Sie müssen glauben, aber nicht an Wunder. Ich glaube nicht an Wunder, denn es ist kein Wunder, es ist Gott selbst."
"Ich bin nicht der Heiler selbst. Ich bin genauso Mensch wie Sie aus Fleisch und Blut. Es ist nicht meine Kraft, keine menschliche, es ist die göttliche."
"Ich stelle nur die Verbindung wieder her, so dass Sie tatsächlich wieder vom Herrgott geführt werden. Denn ich sage nach wie vor: `der größte Arzt aller Menschen ist und bleibt allein unser Hergott`."
"Wem die Hilfe zuteil geworden ist, der soll dem Herrgott dafür danken, nicht dem kleinen Gröning. Ich bin nichts, der Herrgott ist alles." 31.08.1949
Bruno Grönings Taten, die Übertragung des göttlichen Heilstromes, sind aus der Menschheitsgeschichte einfach nicht mehr wegzudenken. Sie sind akribisch dokumentiert, von Schulmedizinern festgehalten. In der Öffentlichkeit wurde nichts unversucht gelassen, ihn, den einfachen akademisch ungebildeten Mann zu diffamieren, zu beschimpfen und seiner Ehre zu berauben, ihm Prozesse anzuhängen, ihn sogar gerichtlich zu verurteilen. Alles umsonst, sein segensreiches Werk konnte nie wirklich tot geschwiegen werden und ist über Jahrzehnte hinweg, ja bis heute lebendig geblieben.
Da war die so simple Sprache Grönings nur von der Heilkraft Gottes. Auf YouTube kann man heute einige sehr beeindruckende Originalvorträge von Gröning abrufen.
Also musste es Gott doch geben. Können wir es nur nicht glauben, weil er nicht wirklich fassbar ist? Heike war tief berührt von seinem Leben und seinen Taten. Lange beschäftigte sie sich mit dem Thema und fand sogar zum Bruno-Gröning-Freundeskreis, den es inzwischen weltweit gibt. Ein paar Mal nahm sie an solchen Treffen in einer dem Freundeskreis zugehörigen Gemeinschaft teil. Und wieder kam Skepsis auf. Was taten die Menschen da? Bruno Gröning war Kult geworden und er wird in ihren Kreisen verehrt, Allerdings wird er direkt wie ein Gott verherrlicht und angebetet.
War es das? B.G. war doch selbst nicht Gott. Heike war sich sicher, das hätte B.G. auch nicht wirklich so gewollt. Sie fühlte sich dort sehr unwohl und verließ den Bruno-Gröning-Freundeskreis sehr schnell wieder, denn was sie dort erlebte, widersprach gänzlich dem, wovon B.G. selbst immer sprach.
Jesus
Bruno Gröning redete immer von der Umkehr zu Gott. Was meinte er damit? Wie kehrt man um? Er sprach von Taten..., sprach von der göttlichen Kraft und von der Nächstenliebe.
So fiel Heike die Bergpredigt von Jesus-Christus zufällig in die Hände. Unter anderem las sie: "Suchet, so werdet ihr finden." Das zu lesen, fühlte sich für sie schon mal richtig gut an. Die ganze Bergpredigt von Jesus, der vor ca. 2000 Jahren gelebt haben soll, sie war für Heike schwierig zu entschlüsseln, denn Jesus sprach nur in schwer verständlichen Gleichnissen, jedenfalls für sie.
Ja, es gab schon ein paar Jahrzehnte lang echte Beweise für das Leben von Jesus. Es hatte ihn wirklich gegeben. Heike fand heraus, dass die direkten Nachfolger von Jesus die Urchristen waren. Sie lebten von ca. 30 n. Chr. bis etwa zum Jahr 100 bis 150 und begannen, seine Lehren unmittelbar nach seinem Tod zu verbreiten. Die ersten, in aramäischer Sprache verfassten Schriftrollen wurden 1947 zufällig durch Beduinenhirten in Höhlen nahe der antiken Siedlung Khirbet Qumran am Toten Meer gefunden. Diese Ausgrabungen endeten 1956 mit dem Ergebnis von über 850 bis 1000 antiken Dokumenten. Es sind Dokumente, die das Leben von Jesus belegen. Sie werden im Israel-Museum in Jerusalem aufbewahrt.
Heike war sich nun so sicher, es hatte Jesus leibhaftig als Menschen gegeben. Diese Sicherheit, woher sie auch immer kam, löste nach der kurzen Recherche bei ihr eine so große Neugier aus. So suchte sie erst einmal weiter. Was hat es mit der Umkehr zu Gott auf sich? Wo suchen? Warum ist das so schwierig, fragte sie sich.
Zunächst entdeckte sie ebenfalls auf Youtube viele Berichte über Nahtoderfahrungen von Menschen, die sich während einer Operation bei einem längeren Herzstillstand oder bei einem Unfall mit ihrem Auto u.ä. plötzlich außerhalb ihres Körpers wieder fanden.
Diese Menschen berichteten von ihren Erlebnissen in einer feinstofflichen Welt. Nach ihrer plötzlichen Ablösung von ihrem materiellen Körper fühlten sie sich unsagbar leicht und gut. Was war das denn? fragte Heike sich schon nach der ersten Nahtoderfahrung, die sie sich anhörte.
Diese Menschen erzählten von einer unfassbaren schönen Welt, in die sie entglitten waren, größtenteils durch einen Tunnel, an dem tatsächlich am Ende ein helles Licht sichtbar wurde. Je näher sie diesem Licht kamen, um so wohler fühlten sie sich. Die Einen trafen verstorbene Verwandte, Freunde und Bekannte, andere trafen niemanden. Allerdings spürten sie, dass sie nie allein waren in einer unbeschreiblich schönen Welt, die realer war, als die unsere. Ja sie sprachen gar von einem Gefühl des Nachhausekommens mit einer ebenso unbeschreiblichen Liebe, die sie umgab. Diese Liebe war so groß, so innig, so warm..., sie sei mit den uns bekannten Worten nicht so einfach wiederzugeben und mit keiner Liebe hier auf der Erde unter Menschen, zu den Tieren, zur Natur etc., vergleichbar.
Sie berichteten mehr als hundertfach davon, dass ihnen ihr eigener Lebensfilm gezeigt wurde. Kurz gesagt, es wurde ihnen gezeigt, welchen Menschen sie tatsächlich nicht so schöne Sachen angetan hatten, ob nun physisch oder psychisch. Diese Schmerzen, die der Andere dabei erlitten hatte, ob körperlich oder seelisch, mussten sie nun tatsächlich selbst durchmachen. Sie erlebten also ihre eigene Hölle... und trotz alledem fühlten sie sich unsagbar geliebt...
Wieder ins Erdenleben zurückgeholt, sprachen sie erst einmal nicht über ihre Erlebnisse im Nahtod. Sie nahmen an, von ihrer Umwelt als (ver)rückt erklärt zu werden oder sie hatten größtenteils kein Bedürfnis von der erlebten absoluten Existenz Gottes, der Schöpfung, der bedingungslosen Liebe zu sprechen. So empfanden sie das. Da war er wieder, dachte Heike. All diese Menschen, querbeet durch alle Schichten unseres menschlichen Daseins, selbst Pfarrer, sprachen von einem unbeschreiblichen Licht, dass ihnen dieses Gefühl eines vertrauten Nachhausekommens vermittelte. Alle wussten instinktiv, das konnte nur Gott sein. Gott selbst sahen sie nicht, obwohl der Eine oder Andere, unter ihnen mehrfach Atheisten, mit Gewissheit annahm, Jesus begegnet zu sein. Sie sahen ihn nicht wirklich, wussten aber glasklar, dass nur er es gewesen sein konnte.
Diese so innige, unbeschreibliche Liebe, die sie erfuhren, das konnte nur Gott sein, so der Grundtenor aller Menschen mit diesen Erfahrungen. Gern wären die meisten dort geblieben, jedoch wurde ihnen oft vermittelt, dass sie auf dieser Erde noch eine Aufgabe zu erledigen hätten.
Heike fragte sich, was mag wohl diese Aufgabe sein? Näher wurde ihnen diese Aufgabe nie beschrieben. Warum nichts konkretes? Sollen wir Menschen selbst drauf kommen, was auf dieser Erde unsere Aufgabe ist?
Nach diesen Ereignissen hatten die meisten Nahtoderfahrenen ein so unermesslich starkes "Himmelheimweh"... Das jedoch gegenüber anderen Menschen kund zu tun, vermieden sie, denn es wäre wie in einem tosenden Meer von der Ungläubigkeit der sie umgebenden Menschen untergegangen. Die meisten von ihnen öffneten sich erst viele Jahre später, nach dem sie alle, aber auch tatsächliche alle, ihr Leben von Grund auf geändert hatten.
Trotz Himmelheimweh wussten sie alle das Geschenk des Lebens auf dieser Erde noch mehr zu schätzen. Materielle Dinge spielten für sie absolut keine Rolle mehr. Sie lernten die Kunst des "einfachen Seins..." zu leben und das Leben mit völlig anderen Augen zu betrachten.
Interessanter Weise sprachen alle Nahtoderfahrenen davon, dass sie von nun an keine Angst mehr vor dem Tod hätten. Im Gegenteil, sie freuten sich, obwohl sie das Leben hier auf Erden mit neuen Augen sahen und liebten, auf ein Leben nach diesem Leben, denn der Tod sei nur eine Tür zum wahren Leben. Wow... Ist das so? Was für ein schöner Gedanke...
Irgendwann hatte Heike sich dann einen Film über Jesus Christus angesehen. Er wurde wohl an Hand der Bibel, von der sicher schon jedermann etwas gehört hatte, nachgestellt. Über diesen Film nun, dachte sie sehr viel nach. Wer war Jesus wirklich? Was war er für ein Mensch?
Der Film stellte Jesus als einen liebevollen, barmherzigen, geduldigen, demütigen, aber auch als mutigen und mächtigen Menschen dar, der mit seinem Wesen viele Menschen in seinen Bann zog. Er zeigte tiefe Zuneigung zu den Menschen, heilte Kranke und tröstete Leidende. Kinder fühlten sich bei ihm geborgen. Er lebte das, was er lehrte und war ein Vorbild für seine Anhänger. Er erinnerte Heike an Bruno Gröning über den sie ähnliches gehört hatte und nun ca. 2000 Jahre nach Jesus vergleichbare Taten vollbrachte.
Spontan fiel ihr dabei die Bergpredigt wieder ein. Immer klarer wurde ihr, was sie suchte. War sie nahe dran? Es fühlte sich so an...
Einige Auszüge aus der Bergpredigt Jesus-Christus, der Weg zum Herzen Gottes (nachzulesen im Matthäus-Evangelium Kap. 5 - 7):
"Selig im Geiste sind die Armen, denn ihrer ist das Himmelsreich."
"Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden"
"Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen"
"Selig sind die, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen gesättigt werden."
"Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen."
"Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Kinder Gottes heißen."
"Selig sind die, die um der gerechten Sache Willen Verfolgung erleiden, denn ihrer ist das Reich Gottes."
"Wehe euch, die ihr reich seid, denn ihr habt in diesem Leben euren Trost empfangen."
"Wehe euch, die ihr satt seid, denn ihr werdet hungern."
"Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen."
"Wehe euch, wenn alle Menschen gut von euch sprechen, denn so machten es auch ihre Väter mit den falschen Propheten."
"Ihr seid das Salz der Erde, denn jegliches Opfer muss mit Salz gesalzen werden, doch wenn das Salz seinen Geschmack verloren hat, womit soll man dann salzen?" Es ist hinfort zu nichts nütze, denn dass es ausgeschüttet und unter den Füßen zertreten wird."
"Was ihr sät, werdet ihr ernten."
Eine Botschaft, die betroffen macht
Die Bergpredigt, sie leuchtete Heike immer mehr ein. Was für eine Botschaft eines einfachen Menschen den es wirklich gegeben hatte, der die Menschen bedingungslos liebte, ihnen half und sie heilte. Das war Jesus.
Und auch er wusste einfach mehr ... Seine Botschaft leuchtete zwar an einigen Stellen ein, machte betroffen und zugleich noch neugieriger, denn so einiges aus der Bergpredigt verstand sie immer noch nicht.
Christen beten `...dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden...` . Das hatte Heike schon oft gehört. Doch wie soll dieses Reich auf die Erde kommen, wenn nicht die, die das Licht sind, sich zusammentun und anfangen, ein Reich des Friedens aufzubauen. -Dein Reich komme- kann ja wohl nicht bedeuten, dass es fertig vom Himmel fällt. Reicht es, lautstarke Lobgesänge und Gebete zu Gott zu senden und ständig zu wiederholen?
Oder sollen die Menschen einfach erkennen, dass ein Leben im Sinne der Nächstenliebe möglich ist? Das könnte dem Reich Gottes sehr nahe kommen und wäre somit die absolute Kern der Bergpredigt. Wenn man sie näher und tiefer beleuchtet, spricht Jesus von nichts anderem, als der Liebe der Menschen untereinander. Soweit war Heike also schon.
Die Nahtoderfahrungen, die Heike sich angehört hatte, deuten auf jeden Fall darauf hin. - Eine so einfache Botschaft und doch nur so schwer von Menschen umzusetzen... Sie konnte es kaum fassen, das war offensichtlich die absolute Botschaft unterm Strich. Es fühlte sich plötzlich so klar an. Ob man nun die 10 Gebote aus dem Alten Testament betrachtet oder die Bekräftigung dieser Gebote durch die Bergpredigt im Neuen Testament liest. Jedes für sich und doch alle zusammen haben nur einen Kern, die Nächstenliebe.
Immer gab es Menschen, die das Gute im Herzen trugen, aber das Böse in den Menschen war stärker und wenn man heute in die Welt schaut, scheint es immer mächtiger zu werden. Vielleicht scheint es auch nur so.
Glücklicherweise gab und gibt es immer mehr Menschen, die einige wage Schritte gegen die Bosheit dieser Welt unternahmen und unternehmen, so dass sie eine Liebevollere werden würde. Der Mensch hat einen freien Willen und er ist absolut in der Lage mit dem Fünkchen Güte, der in jedem von uns vorhanden ist, die Bergpredigt von Jesus zu deuten und lebbar zu machen.
Fast unbemerkt wird die Liebe tatsächlich in ihrer Gerechtigkeit vieler Menschen auch immer stärker. Sie werden immer mehr, diese Menschen. Sie denken um. Weil das so ist, könnte endlich auf diesem Planeten eine neue Menschheit entstehen, was für ein schöner Traum...
Von Jesus weiß man, dass er genau das vorlebte. Er forderte dazu auf, barmherzig, friedfertig, demütig und liebevoll zu sein. Das erinnerte Heike an die vielen Berichte über Nahtoderfahrungen, an den sogenannten Lebensfilm als Rückschau... Wow..., das passte zusammen. Berichteten doch die meisten, dass sie in`s Leben auf die Erde zurückkehren mussten, um noch eine Aufgabe zu erfüllen.
War es tatsächlich einzig und allein, die Liebe zum Nächsten zu lernen und zu leben, im absoluten Einklang mit der Schöpfung zu leben?
Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, dem leuchtet es total ein, denn wenn es im sogenannten "Himmel" nach dem irdischen Tod weiter gehen sollte, dann macht die ganze Bergpredigt von Jesus richtig Sinn...
Die Bibel - das Wort Gottes
Allein der Gedanke, dass Gott die bedingungslose Liebe sein muss, ließ Heike einfach nicht mehr los. Wo würde sie Menschen in ihrem Umkreis finden, die Jesus in ihrem Leben nachfolgen, es ihm gleich machen? - Er war in ihrer Bewunderung für ihn, zum Vorbild geworden. Ein Vorbild hatte sie in ihrem ganzen Leben nie wirklich. weil sie davon nicht viel hielt. Aber er, und nur er wurde es, mit dem, was sie nun über ihn wusste. Absolute Selbstlosigkeit zu leben, so schwer und doch so einfach.
Heike`s Weg führte nun in eine freikirchliche Gemeinde ihrer Stadt. Dort fand sie Menschen in einem sehr freundlichen Umgang miteinander. Bei jedem Treffen wurde sie direkt sehr warmherzig umarmt. Das faszinierte sie anfangs sehr und sie schien sich wohlzufühlen mit ihnen. Sie nahm an Gottesdiensten und Bibelstunden teil, hörte viel und verstand wenig. Man sagte ihr, das würde schon werden.
Umkehr so lehrten sie, bedeute: Gott um Vergebung für all deine Sünden zu bitten und ihm dein Leben zu übergeben. Heike tat es, weil es sich irgendwie richtig anfühlte. Sie bat um Vergebung für all die Dinge, die sie anderen Menschen angetan hatte und sie bat auch, denen zu vergeben, die ihr nicht so gute Dinge angetan hatten. Das war für sie ein sehr befreiendes Gefühl. Ja, es war eine richtige und wunderbare Entscheidung, eine totale Befreiung.
Allerdings begriff sie nicht wirklich, warum sie ihr Leben Gott übergeben sollte. War nicht das Große Gute Ganze, von uns Gott genannt, war er nicht das Leben selbst? Warum sollte sie es ihm übergeben? Diese Frage blieb offen.
Aber wieviel Wahres steckt nun in dem Wort Gottes, der Bibel? Vermutlich wurde sie doch auch nur von Menschen nieder geschrieben. Vieles ist auf Prophetie und Geschichte zurückzuführen oder gar von Pharisäern, Schriftgelehrten nach ihrem eigenen Ermessen und auch immer unter politischer Einflussnahme über die Jahrhunderte stillschweigend in irgendeinem Kämmerlein geändert worden. Ständig neue Übersetzungen der Bibel mögen ihr übriges getan haben.
Die Bibel, so ein umfangreiches Werk, sie zu lesen und auch noch zu verstehen, oh je, nie zuvor hatte Heike ein Buch so intensiv gelesen. Je mehr sie aber las, je mehr Fragen hatte sie.
Das Alte Testament strotzt nur so von ungöttlichen Anweisungen. Es ist durchzogen von furchterregenden Geschehnissen und Grausamkeiten.
War Gott ein Rachsüchtiger mit ständigem Ruf nach Opfergaben? Wie passte das zusammen mit der bedingungslosen Liebe, die ihm zugeschrieben wird. Warum sollte er so böse sein? Nein, Gott ist doch nicht wandelbar. Mal liebt er und mal sollte er bösartig sein. Damit war Heike in ihrem Verständnis von bedingungsloser Liebe wieder mal völlig überfordert. Man nennt das Alte Testament auch das Gesetz.
Das Neue Testament hingegen wird größtenteils durch das Evangelium geprägt. Man nennt es, das Testament der Gnade. Der Sohn Gottes, Jesus Christus starb am Kreuz für die Sünden der Menschen.
Wie passt denn das wieder zusammen? Warum lässt ein liebender Gott, der so allmächtig ist, seinen geliebten Sohn für die Sünden der Menschen auf eine so qualvolle Art und Weise am Kreuz sterben? Das ist wirklich so schwer zu begreifen und war eine totale Überforderung für Heike.
Die Menschen und nur diese, die also umkehren und sich zu Gott bekennen, würden dadurch unter seine Gnade fallen und errettet werden. Dafür gab Jesus sein Leben am Kreuz hin. Ein ungutes Gefühl schwang bei dieser Aussage für Heike mit.
Keine Frage, wirklich viel Gutes steht im Wort Gottes geschrieben. Gott ist voller Gnade, die jedoch immer wieder an das Strafgericht gebunden zu sein, scheint, So ist es in vielen Bibelstellen festgehalten. In mehreren Bibelstunden, die Heike miterlebte, kam das auch immer und immer wieder zum Tragen. Und wieder kam die Skepsis zum Vorschein. Liebe und Strafgericht? Wie passte das zusammen?
Fragen, die Heike den Ältesten der Gemeinde stellte, wurde damit abgetan, dass sie noch neu im Glauben wäre. Immer wieder kam, sie würde das deshalb wohl noch nicht richtig verstehen. Bei ihr entstand der Eindruck, das, was hier von den Ältesten über die Errettung der Gläubigen kundgetan wurde, die einzige Wahrheit sei. Sie wurde ermahnt, sich vor sogenanntem Irrglauben zu hüten. Für Heike entstand der Eindruck, für unangenehme Fragen gab es so gut wie keinen Spielraum.
Alles wiederholte sich ständig sehr dogmatisch, immer unter dem Aspekt, wer nicht glaubt, den ereilt das Strafgericht. Das flößte ihr immer wieder auf`s Neue beim Lesen der Bibelstellen oder in den Bibelstunden als auch bei Predigten im Gottesdienst Furcht ein...
Ein Leben mit der Furcht, sollte es das sein, was Gott sich von uns wünscht? Das konnte Heike nicht glauben. Ehrfurcht, ja die sollte man vor der Größe Gottes haben, aber Furcht vor Strafe?
In den Nahtoderfahrungen wurde davon gesprochen, dass wir unser eigener Richter sein werden, indem wir genau das durchmachen werden, was wir anderen Menschen angetan haben... Das leuchtete Heike ein, warum auch nicht. Nur so lernt man wohl über unsere Aufgabe in diesem Dasein dazu.
Was ist also mit den Ungläubigen, die viel Gutes im Herzen tragen, hilfsbereit und liebevoll im Umgang mit den Menschen sind? Sie werden verdammt sein in alle Ewigkeit, weil sie nicht zu Gott umkehrten? Da war es wieder dieses innerliche Unwohlsein. Damit konnte Heike sich überhaupt nicht anfreunden. -Sozusagen die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.
Ja, in der Gemeinde half man sich natürlich untereinander, aber sollte das schon alles sein? Mit den Ungläubigen hatte man scheinbar nichts oder nur sehr wenig abzumachen. Brauchen aber nicht gerade diese Menschen Hilfe, um auf den richtigen Weg zu kommen?
Die Liebe, die Jesus hingabevoll den Menschen vorlebte, in seiner Identität zu leben, das war Heike`s Vorstellung von der Verherrlichung Gottes.
Reichte es, wie sie sagten, Gott um Vergebung zu bitten, für all Deine Sünden, bekenne Dich zu ihm, liebe und bete ihn an? Das konnte Heike sich nicht vorstellen. Keiner von ihnen erklärte, wie wir es tun könnten... Gott, der bedingungslos liebt, erwartet doch keine ständigen Huldigungen mit Worten. Er erwartet Taten. So war Heike`s Verständnis.
Stimmte das denn auch? Heike als eine ständige Skeptikerin betrachtete ihre eigene Anschauung auf`s Genaueste. Mit dem Widerspruch eines Gottes, der bedingungslose Liebe sei, und das glaubte sie fest, der sollte auch zugleich ein strafender Gott sein? Das ging nicht in ihren Schädel rein. Liebe und Strafgericht. Das passte einfach nicht zusammen. Es wäre für sie kein liebender Gott. Ein liebender Gott würde aus ihrer Sicht Chancen geben, das eigene Dasein verbessern zu können, so der inzwischen gefestigte Glaube Heike`s.
Eine Predigt im Dezember 2025 erschütterte dann alles in ihr. Sie hieß wortwörtlich "Umkehr oder Umkommen..."
Anfangs konnte sie noch gut zuhören, aber der Rest der Predigt zog ihr im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weg. Sie verließ das erste Mal den Gottesdienst mitten in der Predigt. Wieder das Strafgericht, wenn du nicht dies..., dann passiert dir das... Oh man...
In Heike kam direkt ein Kindheitstrauma hoch. Wenn sie von der Großmutter Schläge bekam, rief sie immer: "Oma, nicht hauen, ich mache das auch nicht wieder." So fühlte sich nun die Bibel, ausgelegt von Predigern, für sie an.
Ja, sie verließ diese Gemeinde. Ein spätere Nachfrage, warum sie denn gegangen wäre, beantwortete sie ganz einfach. Es gäbe für sie in den Predigten kaum etwas oder nur sehr wenig über die wirkliche Wahrheit, die Liebe Gottes zu all seinen Kindern. `Selbstlose Nächstenliebe sei der wahre Weg, Jesus nachzufolgen.` So hatte Heike Jesus verstanden und das bestätigt auch die eindeutige Aussage des 1. Paulus-Briefes an die Korinther. "Die Liebe steht über allem..."
Man legte Heike nahe, dass Gott in seiner ganzen Größe auch ein zorniger Gott sei. Das wollte sie einfach nicht annehmen. Liebe und Zorn passte für sie einfach nicht zusammen. Damit war sie nun durch.
Heike nutzte YouTube, um sich Predigten von Pfarrern oder auch Pastoren anzuhören. Es waren unzählbar viele und jede Predigt hatte nur einen Grundtenor, den des Strafgerichtes. Für sich selbst strahlten diese Prediger stets die Gewissheit aus, dass sie errettet werden würden. Sie sprachen immer wieder vom Gottesgericht, so wie es in der Bibel an verschiedenen Stellen und mit der Johannes-Offenbarung beschrieben wird. So viele Fragen waren für Heike wieder an der Tagesordnung.
Die Bibel, das wahre Wort Gottes wurde jedoch auch nur von Menschen geschrieben, denn auch Propheten waren nur Menschen. Da liegt schon nahe, wie bereits beschrieben, dass das wahre Wort Gottes von priesterlichen Schreiberlingen in eigenem Sinn so geändert und aufgesetzt wurde, um über die Jahrhunderte Furcht vor der Priesterschaft und all ihren Mächtigen zu erzeugen.
Die meisten Prediger von heute halten sich strikt an diese Vorgaben und haben das Wichtigste dabei übersehen oder es selbst nicht wirklich verstanden. Sie predigen von der Umkehr zu Gott oder Du wirst die Hölle erleben, ausschließlich Angstmache ohne Ende. Vielleicht hatte Heike das ja auch nicht richtig verstanden, das mag sein. Ihr Verständnis von der Liebe des Großen Guten Ganzen, von Gott, war auf jeden Fall ein wirklich anderes.
Es wurden unentwegt Bibeltexte gelesen, Anbetungslieder gesungen. Das wurde und wird Gottesdienst genannt. Was heißt denn überhaupt Gottesdienst? Gottesdienst sollte nach Heike`s Ansicht eindeutig der unaufhörliche Dienst des Menschen, bei allem was er tut, an seinem Nächsten sein. So sollte Gottverherrlichung aussehen.
Die Liebe zu den Menschen drückt sich in Taten aus - nichts anderes, so verstand sie Gottesdienst.
Was heißt Anbetung und Lobpreisen überhaupt? Für Heike hatte das die Bedeutung für nur eine Sache, die Nächstenliebe, die Gabe und die Aufgabe zu erkennen, die uns gegeben wurde, um die Liebe zum Nächsten auszudrücken und umzusetzen. Das schien für Heike der wahre Gottesdienst zu sein. Wirklich eine einfache Lösung, um Gott den Menschen nahe zu bringen.
Kirchen würden sich wieder füllen, wenn man mehr die Nächstenliebe predigte und es ebenso ohne Abstriche in Taten ausdrücken würde. Dabei fiel Heike das Papsttum als nur ein Beispiel ein: 60 % der Immobilien Roms seien im Besitz des Vatikans lt. Recherche einiger interessierter Menschen.
Wie vielen Menschen auf dieser Welt könnte aus bitterer Armut geholfen werden, würde sich die katholische Kirche zunächst einmal davon trennen und tatsächlich am Menschen Gutes Tun.
So wie Heike es bislang erkennen durfte, zieht sich die Liebe wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel. Alles ist eine Frage der Interpretation. Aus ihrer Sicht und die muss ja auch nicht stimmen, aber sie liegt sehr nahe, liegt es immer an den Übermittlern, den Predigern der Bibelstellen, wie sie sie auslegen. Wie schon gesagt, bislang hörte sie immer nur verbissene, furchteinflößende Predigten von Männern, die immer wieder auf das Strafgericht hinauslaufen. Wie schrecklich...
Nein, Gott, das große Geheimnis ist keine strafender Gott, niemals. Er ist voller Gnade und Barmherzigkeit, die pure lichterfüllte Liebe. Davon war sie nun überzeugt und diese Überzeugung war und blieb unerschütterlich. Denn wenn Gott, so die Nahtoderfahrenen, bedingungslose Liebe sei, wie passt das mit einem strafenden Gott zusammen? Das machte ihr so sehr zu schaffen. Dieses Gedankenkarussel drehte sich unentwegt bei Heike.
Die Bibelstelle des Neuen Testament`s , des ersten Paulus-Briefes an die Korinther hatte sich von Anfang an bis heute tief in ihr Herz gegraben. Paulus beschreibt hier die Eigenschaften der göttlichen Liebe.
"Sie ist geduldig, gütig, nicht eifersüchtig, nicht prahlerisch, nicht hochmütig, nicht grob, sie ist selbstlos, sie lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach, freut sich nicht über Unrecht, aber an der Wahrheit, sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand und hört niemals auf.
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen."
U.a. sagte Paulus auch: " Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.
Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden, wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk."
Das Vollendete - die bedingungslose Liebe unter den Menschen und allem was existiert? Für Heike bedeutete das eindeutig, ohne Liebe ist der größte Glaube und sind die größten Gaben wertlos und tönerndes Geschwätz. So verstand sie diese Bibelstelle. Dieser 1. Brief von Paulus an die Korinther überstrahlt das ganze Buch, wie wunderschön, jedenfalls für Heike. Noch viele Bibelstellen fand sie über das Licht und die Liebe Gottes.
Als Botschaft der Hoffnung zieht sich also in allem die Liebe Gottes wie ein roter Faden durch die ganze Bibel. Vieles, was dort geschrieben steht, richtet sich eindeutig auf ein Ziel aus, die Liebe der Menschen untereinander zu Allem und Jedem. So hatte Heike das erkannt.
Unsere einzige Aufgabe
Ob nun Eckhart Tolle, Bruno Gröning oder Jesus, diese Menschen lehrten und lehren uns, unser natürliches Wesen wieder zu finden... Dafür gibt es keine Logik, denn die Liebe ist nicht mit Logik zu erklären...
Auch die Wissenschaft, die immer nach festen Beweisen sucht, erkennt inzwischen solche Phänomene, wie die Gabe, die Bruno Gröning scheinbar von Gott gegeben wurde oder Jesus, der in seiner bedingungs- und selbstlosen Liebe zu den Menschen helfen und heilen konnte, an.
Eckhart Tolle vermittelte Heike den ersten Schritt, in die Stille zu gehen zu können, sich selbst zu erkennen und sich dem was ist, hinzugeben. Er lehrte sie, die einfache Freude des Seins zu leben, was an manchen Tagen mehr und an manchen Tagen immer noch zu wenig gelang.
Tolle meinte auch, dass man die Aussage von Jesus Christus: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." direkt umdeuten könnte. Es könnte genau so heißen "Liebe deinen Nächsten ALS dich selbst." Er wusste wovon er sprach.
Das passte, denn in der Bibel steht in Matthäus 7,12:
"Alles was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut auch ihnen."
Wenn der Mensch so leben würde, wie wunderbar, dann hätte sich alles erfüllt. Das sollte die einzig wahrhaftige Aufgabe der Menschheit sein.
Je stärker wir im Glauben an die göttliche Kraft sind, dass das Gute siegen wird, umso mehr wird sich die Liebe unter den Menschen auf diesem Planeten durchsetzen. Dazu muss man keiner Religion, keinen kirchlichen Dogmen und was es auch immer gibt..., folgen.
Genau, das meinte Jesus. Es genügt der einfache kindliche Glaube an die Kraft und die Liebe Gottes. Denn Kinder werden mit Gutem im Herzen in die Welt geschickt, wohlwissend in einer Geborgenheit zu leben und mit ihrem Staunen nehmen sie die Welt an wie sie ist. Kinder sind natürlich und in einem unendlichen Gottvertrauen.
Die einzige Aufgabe der Menschheit sollte es wahrhaftig sein, die bedingungslose Liebe zu lernen und zu leben. Alles andere scheint bedeutungslos.
Und ja, es gibt das Gute und das Böse auf der Welt. Jedoch gab Gott uns den freien Willen. Es liegt jedem frei, sich zu entscheiden, wie er leben will.
Die Liebe hat das letzte Wort
Bedingungslose Liebe erwartet nichts, stellt keine Forderungen, kennt keine Angst. Sie lehrt uns, Alles und Jeden wie uns selbst zu lieben. Sie heilt unser Herz und befreit uns von negativen Gefühlen. Bedingungslose Liebe bedeutet, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind - keine Bewertungen mehr, kein Verurteilen mehr...
Gott ist die Quelle oder der Schöpfer, wie auch immer die Menschen das Große Gute Ganze oder das Große Geheimnis bezeichneten oder bezeichnen ohne ewige Hölle oder Strafgericht. Das ist und bleibt Heike`s Überzeugung.
Auch wenn es für den Einen oder Anderen noch so absurd klingen mag, nur mit dem Fühlen der Liebe zu sich selbst, kann man in Liebe mit Anderen leben.
Schon der Philosoph Aristoteles (384 bis 322 vor Chr.) hatte einen Satz geprägt, der Heike schon vor Jahren unter die Haut ging.
"Wenn auf der Erde nur die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich." Wie wahr, wie wahr...
Genau..., nichts anderes wollte Jesus der Welt, so wie er es vorlebte, nahe bringen.
Wenn wir uns selbst verändern, verändert sich auch die Welt um uns herum... Es ist so einfach... und doch tut sich die Welt in ihren über die Jahrtausende anhaltende Verwirrungen so schwer damit.
Warum wir nun als Menschen das Leben hier auf der Erde verbringen müssen, wie es dazu kam, wird wohl von der Menschheit zu Lebzeiten nie in Erfahrung gebracht werden. Das bleibt wahrscheinlich bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir nach Hause gehen werden, das große Geheimnis... Niemand wird es je zu Lebzeiten wirklich wissen können.
Obwohl es noch einige offene Fragen gab, hatte Heike gefunden, was sie suchte. Es fühlte sich für sie an, als hätte sie in einem Wald voller Plastikblumen eine echte Rose mit einem unbeschreiblich betörenden Duft gefunden.
Als einzig wirklicher Sinn unseres Daseins hier auf der Erde, damit das Leben nicht auf ewig ein Wald voller Plastikblumen bleiben wird, scheint die wichtigste Aufgabe zu sein, die über Allem steht, das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu lieben, das Ego abzulegen, die Liebe mit jedem Lebewesen zu lernen und zu leben, es so gern zu haben wie sich selbst, denn alles was wir wünschen, was man uns tut, das sollten wir auch Anderen tun... Ja, das mag harte Arbeit mit sich selbst sein, aber nichts ist unmöglich...
Eine andere Lösung kann und wird es niemals geben können, um aus dieser Welt eine wirklich Bessere zu machen.
Was auch immer geschieht und geschehen wird,
die Liebe wird das letzte Wort haben
Punkt.
Ich träumte und sah eine neue Erde
ich träumte und sah eine neue Erde,
paradiesisch im goldenen Glanz erblüh`n,
gewaltlos, liebevoll, einfach nur schön...,
Eine neue Erde, wo Liebe alles war,
in Demut sah ich, wie die Liebe Kriegen sanft ein Ende setzte,
den Bogen zerbrach, den Speer zerschlug und die Wagen mit Feuer verbrannte.
Und ich sah die Liebe sich erhöhend unter den Nationen,
mit Freudentränen in den Augen sah ich,
dass der Löwe dem Schaf nicht mehr die Zähne zeigt,
in einem Paradies von Licht und Wärme durchflutet,
und ich sah keine Ängste, keine Verzweiflung mehr in den Herzen der Menschen,
in Glückseligkeit sah ich, wie Löwe und Schaf in Sanftmut auf grünen Wiesen
bei lauen Winden unter hohen Bäumen
endlich friedvoll und geeint beieinander ruh`n...,
und ich sah in Ehrfurcht mit tränengetränktem Blick, das Liebe das Wesen des Himmels ist,
ich träumte und sah eine neue Erde,
paradiesisch im goldenen Glanz erblüh`n,
gewaltlos, liebevoll, einfach nur schön...
Ich träumte und sah eine neue Erde, wo Liebe alles war.
Ein kurzes Nachwort:
Diese kleine autobiographische Lebensreise auf der Suche nach dem Sinn unseres Daseins in dieser Welt mag vielleicht nicht besonders spektakulär sein, doch für mich war dieser schonungslose Lauf der Dinge am Ende die größte Erfahrung und Erkenntnis meines Lebens.
Ja, sie mag nicht einmal auf großes Interesse stoßen.
Sie kann für den Einen oder Anderen eine Ermutigung sein, an das Leben zu glauben, es zu lieben und die Liebe weiterzugeben.
So werden wir und unsere Nachkommen eines Tages, hoffentlich nicht in so weiter Ferne, in einer besseren und liebevolleren Welt leben können.
Und ja, es mag wie ein Märchen klingen, ich hatte gefunden, was ich immer suchte. Warum auch immer es so ein langer Weg sein musste, weiß ich nicht wirklich. Alles braucht eben seine Zeit...
Für mich persönlich hat sich die Suche einer schonungslosen Reise meines Lebens absolut gelohnt, denn es scheint, als hätte ich in der Lotterie nach vielen vergeblichen Anläufen den Hauptgewinn gezogen.
Seien Sie von ganzem Herzen auf Ihrem Weg durch das Leben gesegnet.
Und ja, vielleicht bin ich auch nur eine Träumerin, aber dieser Traum fühlt sich für mich als
einziger Sinn unseres Daseins richtig und gut an.
Hallo Heike K.
Ich habe deine Beiträge gelesen und fühle mich durch die darin enthaltenen spitituellen "Weisheiten" von E.Tolle weder bereichert noch klüger.
Eckhart Tolle ist ein deutscher spiritueller Lehrer und Autor.
Tolle hatte nach eigener Aussage 1977 eine Erleuchtungserfahrung, brach daraufhin seine damalige akademische Karriere an der University of Cambridge ab und begann, als spiritueller Lehrer zu arbeiten. Ab Anfang der 2000er Jahre erlangte er internationale Bekanntheit und ist seitdem einer der weltweit beliebtesten Autoren spiritueller Bücher, vor allem in den Vereinigten Staaten.
(Wikipedia)
KI
Wesentliche Kritikpunkte an Eckhart Tolle:
Ich habe deine Beiträge gelesen und fühle mich durch die darin enthaltenen spitituellen "Weisheiten" von E.Tolle weder bereichert noch klüger.
Eckhart Tolle ist ein deutscher spiritueller Lehrer und Autor.
Tolle hatte nach eigener Aussage 1977 eine Erleuchtungserfahrung, brach daraufhin seine damalige akademische Karriere an der University of Cambridge ab und begann, als spiritueller Lehrer zu arbeiten. Ab Anfang der 2000er Jahre erlangte er internationale Bekanntheit und ist seitdem einer der weltweit beliebtesten Autoren spiritueller Bücher, vor allem in den Vereinigten Staaten.
(Wikipedia)
KI
Wesentliche Kritikpunkte an Eckhart Tolle:
- Vereinfachung und Trivialisierung: Viele Kritiker sehen in Tolles Ansätzen eine stark vereinfachte Form des Buddhismus, die als eine Art "Küchenphilosophie" oder "Hokuspokus" abgetan wird.
- Nihilismus-Vorwurf: Kritiker werfen der Lehre teilweise vor, in einen Nihilismus zu führen, in dem das Selbst und die Realität als bloße Illusionen abgetan werden.
- Geschäftsmodell und Selbstinszenierung: Obwohl Tolle nicht als typischer Guru auftritt, wird kritisiert, dass seine Marke mittlerweile Teil einer gewinnorientierten New-Age-Industrie ist. Die teils aufdringliche Werbung für Seminare und Mitgliedschaften auf seiner Website stört manche Beobachter.
- Ausblenden von Verstand und Emotion: Der Aufruf, den Verstand und die Identifikation mit dem Denken als Hauptursache des Leidens aufzugeben, wird als realitätsfern empfunden, da Denken und Emotionen untrennbare Bestandteile des Lebens sind.
Liebe Lisa,
ich freue mich, dass Du meine Geschichte gelesen hast.
Du greifst in Deinem Beitrag auf E. Tolle zurück. Darum geht es mir gar nicht wirklich. Er war nur ein kleiner Schritt auf meiner Suche.
Lieber Gruß
Heike
ich freue mich, dass Du meine Geschichte gelesen hast.
Du greifst in Deinem Beitrag auf E. Tolle zurück. Darum geht es mir gar nicht wirklich. Er war nur ein kleiner Schritt auf meiner Suche.
Lieber Gruß
Heike
Liebe Heike K.,
ich bleibe meinem Vorsatz treu, diese Never-ending - Stories nicht weiter zu verfolgen - nach dem kurzen Reinschnuppern reicht mir das schon völlig... 😄
Und ganz ehrlich :Auch die Lehren von Tolle & Co. holen mich nicht ab. Da muss ich leise sagen, dass ich meine eigene Biographie deutlich spannender finde 😄
Sorry
Chris33
ich bleibe meinem Vorsatz treu, diese Never-ending - Stories nicht weiter zu verfolgen - nach dem kurzen Reinschnuppern reicht mir das schon völlig... 😄
Und ganz ehrlich :Auch die Lehren von Tolle & Co. holen mich nicht ab. Da muss ich leise sagen, dass ich meine eigene Biographie deutlich spannender finde 😄
Sorry
Chris33
Hallo liebe Chris,
es ist so wunderbar, dass wir alle eigentlich gleich sind und doch so unterschiedlich ticken.
Meine Geschichte habe ich einfach nur aufgeschrieben. Für den einen mag sie interessant sein, für den anderen weniger. Keinesfalls wollte ich mit meiner Reise durch`s Leben langweilen oder gar belehren.
Ich hatte am Ende endlich gefunden, was ich immer suchte... 😉 Und das drängte mich, es aufzuschreiben.
So geht jeder seinen Weg auf die eigene Weise. Ja, und sicher gibt es spannendere Biographien, als die eines älteren 0815 Mädchens.
Nun ist es wie es ist, und auch das ist gut so.
Vielen Dank für Deinen Beitrag
und lieben Gruß
Heike
es ist so wunderbar, dass wir alle eigentlich gleich sind und doch so unterschiedlich ticken.
Meine Geschichte habe ich einfach nur aufgeschrieben. Für den einen mag sie interessant sein, für den anderen weniger. Keinesfalls wollte ich mit meiner Reise durch`s Leben langweilen oder gar belehren.
Ich hatte am Ende endlich gefunden, was ich immer suchte... 😉 Und das drängte mich, es aufzuschreiben.
So geht jeder seinen Weg auf die eigene Weise. Ja, und sicher gibt es spannendere Biographien, als die eines älteren 0815 Mädchens.
Nun ist es wie es ist, und auch das ist gut so.
Vielen Dank für Deinen Beitrag
und lieben Gruß
Heike
Liebe Heike
Du hast den Mut von Deiner Suche zu berichten.
Im Grunde sind wir alle Suchende.
Und wenn einem dann die Erkenntnis zufällt: " Wenn wir uns selbst verändern, verändert sich auch die Welt um uns herum..." ist das ein großer Schatz.
Mein Weg war ein Anderer.
Ich erinnere mich an einen Zen-Lehrer.
Bei unserer ersten Begegnung sagte er zu mir: "Ich zeige Dir den kürzesten Umweg."
Eigentlich wollte ich bei ihm nur etwas über die Technik der Ölmalerei erfahren.
Es kam anders.
Und ja: Die Liebe hat das letzte Wort!
Ich schicke Dir noch einen schönen Text von Konstantinos Kavafis.
Brichst du auf gen Ithaka,
wünsch dir eine lange Fahrt,
voller Abenteuer und Erkenntnisse.
Die Lästrygonen und Zyklopen,
den zornigen Poseidon fürchte nicht,
solcherlei wirst du auf deiner Fahrt nie finden,
wenn dein Denken hochgespannt, wenn edle
Regung deinen Geist und Körper anrührt.
Den Lästrygonen und Zyklopen,
dem wütenden Poseidon wirst du nicht begegnen,
falls du sie nicht in deiner Seele mit dir trägst,
falls deine Seele sie nicht vor dir aufbaut.
Wünsch dir eine lange Fahrt.
Der Sommermorgen möchten viele sein,
da du, mit welcher Freude und Zufriedenheit!
In nie zuvor gesehene Häfen einfährst;
Halte ein bei Handelsplätzen der Phönizier
Und erwirb die schönen Waren,
Perlmutter und Korallen, Bernstein, Ebenholz
Und erregende Essenzen aller Art,
so reichlich du vermagst, erregende Essenzen,
besuche viele Städte in Ägypten,
damit du von den Eingeweihten lernst und wieder lernst.
Immer halte Ithaka im Sinn.
Dort anzukommen ist dir vorbestimmt.
Doch beeile nur nicht deine Reise.
Besser ist, sie dauere viele Jahre;
Und alt geworden lege auf der Insel an,
reich an dem, was du auf deiner Fahrt gewannst,
und hoffe nicht, dass Ithaka dir Reichtum gäbe.
Ithaka gab dir die schöne Reise.
Du wärest ohne es nicht auf die Fahrt gegangen.
Nun hat es dir nicht mehr zu geben.
Auch wenn es sich dir ärmlich zeigt, Ithaka betrog dich nicht.
So weise, wie du wurdest, in solchem Maße erfahren,
wirst du ohnedies verstanden haben, was die Ithakas bedeuten.
LG
Mareike
Du hast den Mut von Deiner Suche zu berichten.
Im Grunde sind wir alle Suchende.
Und wenn einem dann die Erkenntnis zufällt: " Wenn wir uns selbst verändern, verändert sich auch die Welt um uns herum..." ist das ein großer Schatz.
Mein Weg war ein Anderer.
Ich erinnere mich an einen Zen-Lehrer.
Bei unserer ersten Begegnung sagte er zu mir: "Ich zeige Dir den kürzesten Umweg."
Eigentlich wollte ich bei ihm nur etwas über die Technik der Ölmalerei erfahren.
Es kam anders.
Und ja: Die Liebe hat das letzte Wort!
Ich schicke Dir noch einen schönen Text von Konstantinos Kavafis.
Brichst du auf gen Ithaka,
wünsch dir eine lange Fahrt,
voller Abenteuer und Erkenntnisse.
Die Lästrygonen und Zyklopen,
den zornigen Poseidon fürchte nicht,
solcherlei wirst du auf deiner Fahrt nie finden,
wenn dein Denken hochgespannt, wenn edle
Regung deinen Geist und Körper anrührt.
Den Lästrygonen und Zyklopen,
dem wütenden Poseidon wirst du nicht begegnen,
falls du sie nicht in deiner Seele mit dir trägst,
falls deine Seele sie nicht vor dir aufbaut.
Wünsch dir eine lange Fahrt.
Der Sommermorgen möchten viele sein,
da du, mit welcher Freude und Zufriedenheit!
In nie zuvor gesehene Häfen einfährst;
Halte ein bei Handelsplätzen der Phönizier
Und erwirb die schönen Waren,
Perlmutter und Korallen, Bernstein, Ebenholz
Und erregende Essenzen aller Art,
so reichlich du vermagst, erregende Essenzen,
besuche viele Städte in Ägypten,
damit du von den Eingeweihten lernst und wieder lernst.
Immer halte Ithaka im Sinn.
Dort anzukommen ist dir vorbestimmt.
Doch beeile nur nicht deine Reise.
Besser ist, sie dauere viele Jahre;
Und alt geworden lege auf der Insel an,
reich an dem, was du auf deiner Fahrt gewannst,
und hoffe nicht, dass Ithaka dir Reichtum gäbe.
Ithaka gab dir die schöne Reise.
Du wärest ohne es nicht auf die Fahrt gegangen.
Nun hat es dir nicht mehr zu geben.
Auch wenn es sich dir ärmlich zeigt, Ithaka betrog dich nicht.
So weise, wie du wurdest, in solchem Maße erfahren,
wirst du ohnedies verstanden haben, was die Ithakas bedeuten.
Mareike
Liebe Mareike,
Deine Worte haben mich tief berührt und es hallt immer noch in mir nach. So Danke dafür.
Ithaka symbolisiert das Ziel einer langen Lebensreise - ein wunderschöner Text von Konstantino Kafafis.
Man muss ihn ein paar Mal lesen, um wirklich zu verstehen... - Auch danke dafür 💓.
Ganz lieber Gruß
Heike
Deine Worte haben mich tief berührt und es hallt immer noch in mir nach. So Danke dafür.
Ithaka symbolisiert das Ziel einer langen Lebensreise - ein wunderschöner Text von Konstantino Kafafis.
Man muss ihn ein paar Mal lesen, um wirklich zu verstehen... - Auch danke dafür 💓.
Ganz lieber Gruß
Heike
Liebe Heike,
Dein Text (Fortsetzung 5) hat mich erst etwas gelangweilt und deshalb ermüdet (ich fand einiges banal und selbstverständlich). Aber zunehmend wurde ich dann weniger kritisch und begann mich darüber zu freuen, dass Du offenbar einen versöhnlichen Weg für Dein Leben gefunden hast.
Die Botschaft mag simpel sein (wie das Beatles-Lied "All you need is love"), aber sie ist deswegen NICHT weniger wahr und weniger richtig. Ich persönlich füge noch hinzu:
- "imagine"
- "Nein, meine Söhne geb ich nicht"
Alles Liebe Dir,
Karl
Dein Text (Fortsetzung 5) hat mich erst etwas gelangweilt und deshalb ermüdet (ich fand einiges banal und selbstverständlich). Aber zunehmend wurde ich dann weniger kritisch und begann mich darüber zu freuen, dass Du offenbar einen versöhnlichen Weg für Dein Leben gefunden hast.
Die Botschaft mag simpel sein (wie das Beatles-Lied "All you need is love"), aber sie ist deswegen NICHT weniger wahr und weniger richtig. Ich persönlich füge noch hinzu:
- "imagine"
- "Nein, meine Söhne geb ich nicht"
Alles Liebe Dir,
Karl
RE: Fortsetzung 5 von "Die Liebe hat das letzte Wort"
geschrieben von ehemaliges Mitglied
Gott und unser Leben – was hat er alles schon geschaffen, oder sein müssen?
Mir kommt Baruch Spinoza in den Sinn. Er suchte nicht nach Trost, sondern nach Wahrheit. Und genau das machte ihn zum Außenseiter. Als Jude, der anders dachte, als seine Zeit erlaubte, lebte er am Rand der Gemeinschaft – getragen von einer Klarheit, die keinen Schutz bot.
Die Wahrheit ist keine sichere Sache. Sie beruhigt nicht. Sie stellt bloß. Und manchmal trennt sie den Menschen von dem, was ihn trägt.
Vielleicht ist genau das der Preis des Denkens:
Götter gab es immer. Vielleicht schon deshalb, weil wir so unerträglich sterblich sind. Diese schlichte, grausame Gewissheit ruft nach etwas, das darüber hinausgeht. Nach einem Sinn, der nicht endet. Nach etwas, das bleibt, wenn wir verschwinden.
Vielleicht ist das Göttliche weniger eine Antwort als ein Widerstand gegen das Verschwinden selbst.
Mir kommt Baruch Spinoza in den Sinn. Er suchte nicht nach Trost, sondern nach Wahrheit. Und genau das machte ihn zum Außenseiter. Als Jude, der anders dachte, als seine Zeit erlaubte, lebte er am Rand der Gemeinschaft – getragen von einer Klarheit, die keinen Schutz bot.
Die Wahrheit ist keine sichere Sache. Sie beruhigt nicht. Sie stellt bloß. Und manchmal trennt sie den Menschen von dem, was ihn trägt.
Vielleicht ist genau das der Preis des Denkens:
dass man erkennt, wie wenig Gewissheit uns bleibt – und wie sehr wir sie trotzdem brauchen.