andere gesellschaftliche Themen Mit dem Rauchen aufhören
Warum ich Helfer beim „Mit dem Rauchen aufhören“ für hochbezahlte Hochstapler halte.
Es gibt da einen Witz:
Was kann denn so schwer sein am: „mit dem Rauchen aufhören.“?
Ich schaffe das jeden Abend.
Dieser Witz, so lächerlich er auch klingen mag,
hat einen ernsten Hintergrund.
Es gibt eine kaum zählbare Menge von Hilfsmitteln und Methoden das Rauchen aufzugeben. Da werden Ersatzstoffe, da sind richtige Medikamente dabei, wie Nikotinpflaster und Nikotinkaugummi, oder die E-Zigarette.
Da wird Hypnose und Akupunktur angeboten, die entsprechenden Kurse sind Legion.
Diese Entwöhnungsmöglichkeiten haben 3 Dinge gemeinsam.
Alle versprechen sie das Blaue vom Himmel zu holen, sind nicht gerade Preiswert und
haben eine Erfolgsquote, die die Kriterien für eine Kassenzulassung, bei weitem verfehlen.
Nach einem Jahr raucht die überwiegende Mehrzahl wieder.
Ich höre schon jemanden schimpfen, das sei nicht bewiesen.
Stimmt.
Dass es in diesen Breiten tagsüber hell wird auch nicht.
Aber Spaß beiseite, habe mich über Jahrzehnte damit gequält,
das Rauchen zu lassen.
Das beste Ergebnis brachte dabei: für jede Zigarette, in ein vorgefertigtes Diagramm, in dem Anzahl und genaue Uhrzeit ablesbar war.
Vor! dem Anstecken, einen Punkt einzutragen.
Sonst nichts.
Das Rauchen reduzierte sich automatisch.
Wenn man es konsequent, auch auf Feiern durchzieht.
Wichtig ist dabei: Konsequent erst eintragen
dann Rauchen.
Kam zwar, im Laufe von 4 Monaten eisernen Eintragens, auf null,
leider nur für eine Woche.
Dann ging es ganz langsam wieder los. War wohl nichts.
Für jeden Raucher gibt es Rituale.
Da raucht man nach dem Frühstück,
Essen. In Arbeitspausen. Usw.
Beim Spazierengehen etc. setzte ich mich irgendwo hin habe in aller Ruhe eine geraucht.
Ein Nichtrauchender Arbeitskollege fragte,
möchtest Du nicht eine rauchen?
Brauche ne Pause.
Das Nikotin braucht gut 1 Std. bis der Pegel Nachschub fordert.
Der Nikotinabbau wirkt dabei als Taktgeber.
Dieser fehlt dem Nichtraucher. Der sollte deshalb effektiver arbeiten.
Sollte!
Was mein Vertrauen in die Psychologie nachhaltig untergraben hat, ist eine ganz banale Erkenntnis. Aufhören kann Jeder und tut es auch ständig.
Auf langen Bahnfahrten, im Flugzeug, auf der Arbeit, im Theater und so weiter. Jede Nacht!
Da wird über viele Stunden nicht geraucht und
merkwürdigerweise dreht keiner durch.
Wenn es aber geht, wird so bald wie möglich gequalmt.
Wichtig ist also eigentlich nicht das Aufhören zu fördern,
sondern das „Wiederanfangen“ zu unterbinden.
Etwas Suchterzeugendes zu lassen ist schwierig. Man braucht einen gewichtigen Grund. Die irren Preise für die Raucherentwöhnung sollen eine solche Motivation erzeugen. Manche Firmen zahlen Entwöhnungsprämien von 1000 € und mehr oder ein höheres Gehalt für Nichtraucher.
Alles nur mit mäßigem Erfolg. Nach meinem Aufhören ( hatte ein starkes Motiv) habe ich in einer Rehaklinik nach Hilfen zur Prävention des Wiederanfanges gefragt. Pustekuchen.
Gibt es nicht.
Die Psychologen haben schlichtweg kein Konzept dazu entwickelt.
Genau an dem Punkt,
an dem der Aufhörwillige am dringendsten Unterstützung benötigt kommt nichts.
Ständige Versuche das Rauchen zu lassen, erzeugen im „Patienten“ das Gefühl des Versagens.
Das ABER,
heureka wir haben neue Patienten? ?!
Wenn Du aufhören möchtest, suche ein Motiv.
Es muss Dir. Dir persönlich einen solch attraktiven Vorteil bieten, dass Du deshalb freiwillig verzichtest. Willenskraft hast Du genug und wenn es sich für Dich auszahlt, wirst Du es locker schaffen. Psychologen wissen das. Sicher wissen Sie es.
Die sind ja nicht B….. Aber mit Selbstmotivation kann man nicht so viel verdienen wie mit Menschen, die sich als Versager fühlen.
Wer nicht mehr raucht, hat mehr Zeit.
Dem fehlen diese Pausen. Also, vor dem Aufhören überlegen wie man zu Pausen kommt.
Durch Selbstbeobachtung ergründen,
welche Rituale mit dem Rauchen verbunden sind und überlegen,
wie man sie ersetzen kann.
Wenn Du erneut anfängst,
so ist das eine bewusste Entscheidung.
Stehe dazu.
Nimm Dir vor: Solltest Du diese Entscheidung fällen wollen,
dann kaufe Dir eine Schachtel.
Denke nicht es bleibt bei der einen Angebotenen.
Die Zweite fällt nämlich leichter!
Deshalb hast Du nicht versagt.
Du hast dich dazu entschieden.
Bei mir darf Besuch rauchen (bei offenem Fenster).
Ja ich habe dann auch das Verlangen nach einer Kippe.
Aber ob ich es tue, ist nicht die Schuld des Rauchers.
Gebe ich diesem Verlangen nach, so ist das mein freier Wille.
Spritze ja auch kein Heroin, wenn ich zufällig da dran kommen würde.
Das übrig gebliebene Morphium,
Rest einer OP-Medikation löst auch keine Sucht danach aus.
Rauchhasser sind irgendwie Arme,
die sich ihrer selbst nicht sicher sind und
Schuld für eigenes Verlangen immer bei den Anderen suchen.
Oder etwa doch nicht?
Dann entschuldige ich mich vorsorglich dafür.
Roxanna
Auch fand ich es erniedrigend am frühen Morgen um Zigaretten bei Kollegen zu betteln.
lupus
Ein Betriebsausflug. auf einer Kartbahn, mir bereitete der Helm schon Platzangst, ergo fuhr ich nicht mit, war aber an vorderster Front, musste ja alles sehen!
Erst wie ich Kopfschmerzen bekam, mir Übel wurde, weiß wie eine Wand und danach in die Büsche kotzte, Rief jemand den Notarzt. Im Krankenhaus stellten sie eine Kohlenmonoxid Vergiftung fest, mit extremer Atemnot. Durfte nach Hause, verbrachte dort auf der Terrasse 14 Tage vor lauter Atemnot, Tag und Nacht.
keine Zigarette mehr, kein Gedanke daran , alles was in der Nähe nach Rauch riecht ist ein Stimmungskiller!
Falls wir zum Grillen eingeladen sind, mich findet man nicht am Grill sondern fern ab.
Ja, ich bin geheilt aus sehr schlechter Erfahrung, wünsche Euch das Ihr es OHnE schafft , herzlichst Euer 🦋
3 Schlaganfälle, ein rechter Arm der nicht mehr gebraucht wird. Ein Zeh der bereits amputiert wurde. Er hört nicht auf , sagt: „Ich habe ja sonst nix mehr im Leben.
Durch einen GEN Defekt klumpt unser Blut viel schneller wie bei normalen Menschen. So unterschiedlich können Zwillinge sein, sie kämpft , er gibt sich auf. Kein Argument ist stark genug, dass er von seiner Sucht ablässt. Sie besucht ihren Zwilling nur noch selten weil es ihr weh tut wie er sich selber umbringt. Er lieber nur Brötchen und Salami einkauft, isst, damit er mehr Geld für Zigaretten hat.
Nein, sie weiß es nicht vom Hören-Sagen sondern er erzählt es ihr denn er ist mein Zwilling 🦋
Ja, dass zu erzählen ist hier nicht leicht wenn es nur Eine/Einen rettet hab ich es gut gemacht. Nachdenken tut nicht weh und handeln dementsprechend auch nicht .
Drachenmutter
Meine Frau hat auch geraucht, aber sehr wenig, vielleicht eine Schachtel im Monat. Sie hörte einige Jahre vor mir auf.
In unserem Haus ist Rauchen unerwünscht, aber auf dem Balkon toleriere ich es, weil ich den Suchtdruck bei manchen unserer Gäste verstehe und auch nachfühlen kann; ich war ja selbst mal süchtig nach Nikotin. Ich bekomme Herz-und vor allem Asthmaprobleme, wenn in dem Zimmer, in dem ich bin, geraucht wird. Und den tagelangen Geruch, der dann in der ganzen Wohnung ist, mag ich auch nicht.
DW
Ende dieses Jahres bin ich 50 Jahre rauchfrei.Ich bin ähnlich lange rauchfrei.
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Nachdem ich aufgehört hatte bin ich etwa 1 Jahr lang immer mal wieder im Traum erschrocken, dass ich nochmal angefangen hätte zu rauchen.
Interessant für mich war, dass ein Gehirn im Traum eine Gewohnheit erleben läßt, gleichzeitig den gefaßten Entschluß erkennen läßt und damit Erschecken auslöst.
Ciao Hobbyradler
Manche rauchten nur 'mit' und wurden nicht abhängig. DIeses Glück hatte ich auch, obwohl ich 'gern' geraucht habe.
Habe dann mit meiner damals 16jãhrigen Tochter nochmal angefangen, und wir beide haben mit Erfolg wieder aufgehört.
Gruss Val