Plaudereien Vergebung
hier hast Du einen zentralen Punkt des Menschseins getroffen :
Vergebung ist nötig, sogar lebensnotwendig . . .
-
ABER , auch einer höheren Macht gegenüber . . .
alles weitere steht in der Bibel.
Aber lies die die Bibel nicht im dem üblichen Hochmut der "aufgeklärten Zeit" . . .
lG Wilhelm
Vergebung ist nötig, sogar lebensnotwendig . . .
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ABER , auch einer höheren Macht gegenüber . . .
alles weitere steht in der Bibel.
Aber lies die die Bibel nicht im dem üblichen Hochmut der "aufgeklärten Zeit" . . .
lG Wilhelm
vergeben heißt zunächst einmal annehmen. mich selbst annehmen mit meiner situation. ja sagen zu dem, was ist. auch zu dem, was geschehen ist. nur was ich verinnerlicht habe, kann ich wirklich beeinflussen und abgeben, weggeben. d. h. vergeben setzt auseinandersetzung mit mir selbst voraus, erst dann kann ich handeln. deshalb ist vergeben so schwer: weil ich geschehenes nicht ungeschehen machen kann und weil ich nicht wahr haben will, dass das schmerzhafte geschehen ist. vergebung setzt immer reife erkenntnis voraus. vielleicht bedarf sie auch der demütigen haltung, dass wir menschen fehlbar sind. in der wirkung ist vergebung entlastend und setzt deshalb energien für eine neue blickrichtung frei.
Kein Mensch kann die Konflikte seines Lebens lösen, solange die Angst vor Strafe sein Ich, seinen Entscheidungsspielraum, seine Freiheit besetzt hält. Eben deshalb ist es nach Jesu Meinung unendlich wichtig, den Menschen zu sagen, wer Gott wirklich ist: immer schon, im voraus zu allem, was irgend geschehen mag, hat Gott dem Menschen, jedem einzelnen von uns, vergeben! Gott "kann" nicht vergeben, ER ist die Vergebung!
Eugen Drewermann]
Das habe ich heute morgen gelesen.
Ich danke allen, die hier etwas beigetragen haben.
Roxanna
Eugen Drewermann]
Das habe ich heute morgen gelesen.
Ich danke allen, die hier etwas beigetragen haben.
Roxanna
Schöne Aussichten - und befreites Aufatmen....
....wenn da nur nicht dieser verd..... Teufel wäre, der nicht vergeben tut, sondern stechen und schlagen und brennen und......
....wenn da nur nicht dieser verd..... Teufel wäre, der nicht vergeben tut, sondern stechen und schlagen und brennen und......
Ich denke, gerade in unserem Alter ist es sehr wichtig, allmählich im eigenen Leben aufzuräumen. Jeder von uns wird mit Menschen "im Clinch" liegen (oft aus Lappalien hervorgerufen) und jeder wird Menschen vermissen, die mal viel bedeutet haben.
Als eine meiner besten Freundinnen (wir kannten uns seit der Schulzeit) vor zwei Jahren verstarb, war ich sehr, sehr froh, mit ihr eine solche Kontroverse noch ausgeräumt zu haben, die einige Monate vorher auftrat. Sie stürzte in ihrer Wohnung, fiel auf den Hinterkopf - ihr Freund rief zwar noch den Notarztwagen, sie erwachte aber nicht mehr aus dem Koma und verstarb mit 71 Jahren.
Ein weiterer Freund erhielt eine Krebsdiagnose - 6 Monate später war er tot. Auch mit ihm konnte ich mich noch aussprechen und alles bereinigen.
Dies ist ein grosses Geschenk für mich gewesen, klappte aber nur, wenn der oder die andere dies auch wollte.
Bei meinen "Aufräumungsarbeiten" treffe ich auch auf Leute, die kein Interesse mehr an mir haben. Das macht mich zwar traurig, muss ich aber akzeptieren und wird mich auch nicht davon abbringen, in meinem Leben aufzuräumen. Dieser Prozess ist wichtig - für alle Beteiligten. Dem anderen signalisiere ich, dass er oder sie mir viel bedeuten - und selbst finde ich meine Ruhe. Ganz wichtig ist aber, den eigenen Standpunkt nicht beharrlich zu verteidigen, sondern tolerant mit dem oder der anderen neu anzufangen. Olga
Als eine meiner besten Freundinnen (wir kannten uns seit der Schulzeit) vor zwei Jahren verstarb, war ich sehr, sehr froh, mit ihr eine solche Kontroverse noch ausgeräumt zu haben, die einige Monate vorher auftrat. Sie stürzte in ihrer Wohnung, fiel auf den Hinterkopf - ihr Freund rief zwar noch den Notarztwagen, sie erwachte aber nicht mehr aus dem Koma und verstarb mit 71 Jahren.
Ein weiterer Freund erhielt eine Krebsdiagnose - 6 Monate später war er tot. Auch mit ihm konnte ich mich noch aussprechen und alles bereinigen.
Dies ist ein grosses Geschenk für mich gewesen, klappte aber nur, wenn der oder die andere dies auch wollte.
Bei meinen "Aufräumungsarbeiten" treffe ich auch auf Leute, die kein Interesse mehr an mir haben. Das macht mich zwar traurig, muss ich aber akzeptieren und wird mich auch nicht davon abbringen, in meinem Leben aufzuräumen. Dieser Prozess ist wichtig - für alle Beteiligten. Dem anderen signalisiere ich, dass er oder sie mir viel bedeuten - und selbst finde ich meine Ruhe. Ganz wichtig ist aber, den eigenen Standpunkt nicht beharrlich zu verteidigen, sondern tolerant mit dem oder der anderen neu anzufangen. Olga
sehr tröstlich und mutmachend, liebe olga, dass du dich noch aussprechen konntest. das lässt liebevolle beziehungen über den tod hinaus spürbar bleiben. aber das war sogar mehr als vergebung, das war versöhnung und verzeihung.
vergebung ist immer ein innerer prozess bei mir selbst. ich kann jemandenm vergeben, ohne kontakt mit ihm zu haben. versöhnung geht nur, wenn b e i d e seiten mitarbeiten.
ich persönlich glaube nicht an einen strafenden gott. gott ist lebensatem, er will das gute, jesus leidet mit uns, der geist macht mut, die wahrheit zu erkennen.
vergebung ist immer ein innerer prozess bei mir selbst. ich kann jemandenm vergeben, ohne kontakt mit ihm zu haben. versöhnung geht nur, wenn b e i d e seiten mitarbeiten.
ich persönlich glaube nicht an einen strafenden gott. gott ist lebensatem, er will das gute, jesus leidet mit uns, der geist macht mut, die wahrheit zu erkennen.
Vergebung ist gut und machbar, aber kann man deswegen auch "Vergessen"? Manche Wunden sitzen sehr, sehr tief, vor allem wenn sie jahrelang stattfanden oder wenn man nicht in der Lage war, sich davon zu befreien.
Klaro
Klaro
Sicher gibt es Dinge in einem langen Leben, die "unvergesslich" sind - im Schönen wie auch im Schlechten. ABer ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass die menschliche Natur hier sehr milde reagiert: vieles verblasst mit den Jahren und tut auch nicht mehr so weh - leider manchmal auch deshalb , weil es abgelöst wird von anderen Schmerzen.
Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass der tief sitzende Kummer, der mich nicht verzeihen lässt, mir am meisten schadet und der andere darüber schon lange nicht mehr nachdenkt, bzw. dass es ihn belastet. Und diese Chance geben ich solchen Leuten nicht. Allerdings habe ich persönlich auch die Eigenart, über Dinge, die mir nicht gefallen oder die mir weh tun, "zeitnah" zu sprechen, zu schimpfen usw. Dann ist das meiste bei mir sowieso vorbei und wenn nicht, gibt es noch eine kleine persönliche Rache von mir, über die ich den oder die andere nicht im Unklaren lasse. Damit konnte und kann ich vieles bereinigen und die Taste "löschen"betätigen.
Das Leben ist einfach zu kurz, um sich zu lange mit den negativen Dingen zu beschäftigen - oft kann man ja auch aus ihnen lernen und das eigene Verhalten überdenken und ändern. Olga
Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass der tief sitzende Kummer, der mich nicht verzeihen lässt, mir am meisten schadet und der andere darüber schon lange nicht mehr nachdenkt, bzw. dass es ihn belastet. Und diese Chance geben ich solchen Leuten nicht. Allerdings habe ich persönlich auch die Eigenart, über Dinge, die mir nicht gefallen oder die mir weh tun, "zeitnah" zu sprechen, zu schimpfen usw. Dann ist das meiste bei mir sowieso vorbei und wenn nicht, gibt es noch eine kleine persönliche Rache von mir, über die ich den oder die andere nicht im Unklaren lasse. Damit konnte und kann ich vieles bereinigen und die Taste "löschen"betätigen.
Das Leben ist einfach zu kurz, um sich zu lange mit den negativen Dingen zu beschäftigen - oft kann man ja auch aus ihnen lernen und das eigene Verhalten überdenken und ändern. Olga
nein, vergeben ist nicht gleich vergessen. aber was ich wirklich vergeben habe, kann ich erinnern, ohne dass es mir weiter schadet.
vergeben ist auch keine schnell zu vollziehende handlung, damit ich gut schlafe. vergebung ist ein tiefgreifender prozess.
nicht zuletzt setzt vergebung auch die einsicht voraus, dass auch ich der vergebung bedarf. einmal, indem ich mir selbst vergebe, aber auch, dass mir der vergibt, dem ich weh getan habe. kein mensch kann leben, ohne fehler zu machen!
vergebung beinhaltet auch immer den anderen und mich selbst für würdig zu halten.
vergebung ist auch ein verzicht auf macht.
ich finde es ganz interessant, was roxanna da ins rollen gebracht hat. danke dafür.
vergeben ist auch keine schnell zu vollziehende handlung, damit ich gut schlafe. vergebung ist ein tiefgreifender prozess.
nicht zuletzt setzt vergebung auch die einsicht voraus, dass auch ich der vergebung bedarf. einmal, indem ich mir selbst vergebe, aber auch, dass mir der vergibt, dem ich weh getan habe. kein mensch kann leben, ohne fehler zu machen!
vergebung beinhaltet auch immer den anderen und mich selbst für würdig zu halten.
vergebung ist auch ein verzicht auf macht.
ich finde es ganz interessant, was roxanna da ins rollen gebracht hat. danke dafür.
Man sollte auch in der Lage sein können, sich von Menschen, die einem etwas nicht "vergessen" machen, auch wenn man ihnen vergeben hat, zu befreien.
Klaro
Klaro