Internationale Politik EU als Vorbild für südamerikanische Staaten?
Hallo,
sieben südamerikanische Länder
besiegelten in Buenos Aires die
Schaffung der so genannten Bank
des Südens, die Kredite für
regionale Entwicklungsprojekte
gewähren soll. Ziel ist die
Finanzierung von Infrastruktur,
Wissenschaft und Technologie.
Langfristig wollen die Staaten
eine eigene Währung.
Kann unsere EU als Vorbild für
die sieben südamerikanischen
Staaten dienen?
Viele Grüße
--
arno
sieben südamerikanische Länder
besiegelten in Buenos Aires die
Schaffung der so genannten Bank
des Südens, die Kredite für
regionale Entwicklungsprojekte
gewähren soll. Ziel ist die
Finanzierung von Infrastruktur,
Wissenschaft und Technologie.
Langfristig wollen die Staaten
eine eigene Währung.
Kann unsere EU als Vorbild für
die sieben südamerikanischen
Staaten dienen?
Viele Grüße
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arno
ich glaube kaum - zu mindest könnte ich keine 7 Länder in Südamerika benennen, die dauerhaft eine stabile Währung, Wirtschaft oder Politik haben. Mit einem Wirtschaftsbündnis und denen, die schon bestehen, ist man dort sicher besser bedient. Argentinien hat sich man gerade so erholt, Venezuela ist ein gefährlicher Wackeldackel, Kolumbien hat immer noch zu viele Gelder in den Händen der Cartels, Bolivien ist zu arm und Chile wär schön blöde .. Paraguay und Bolivien sind sich nicht besonders grün, da steckt der Chaco-Krieg (1932 bis 1935) noch tief in den Köpfen - ausserdem passen Paraguay und Venezuela schon von der pol. Richtung nicht zu einander, Uruguay müsste mitziehen, weil es von argentinien stark abhängig ist und Ecuador wäre wahrscheinlich als einziges Land einigermassen fein heraus.
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angelottchen
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angelottchen
Vorbilder gäbs zuhauf. Das Problem ist aber, dass die meisten südamerikanischen Staaten gar keine wollen. Zumindest nicht jene, von denen sie mal ausgebeutet wurden!
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schorsch
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schorsch
ich denke das die theoretischen Voraussetzungen recht gut dafür sind.
Es werden keine 20 Sprachen gesprochen wie in Europa, die allermeisten Länder haben Rechtsverkehr und wirtschaftlichen Aufschwung sowie monetäre Stabilität haben sie wohl fast alle nötig.
Was praktisch dem entgegensteht ist die Zustimmung Unterstützung und Hilfe durch die USA.
Die großen US-Konzerne welche das wirtschaftliche Geschehen in Südamerika bestimmen werden dazu so ihre eigne Meinung haben.
Alles was geeignet ist, Erlöse und Gewinne aus diesen Ländern nicht in die USA zu transformieren sondern verstärkt der eigenen Bevölkerung zugute kommen zu lassen ist wohl nicht Genehmigungsfähig.
Das wird noch einen langen Kampf kosten -einschließlich der Überwindung der o.g. Teilungskräfte- ehe das Realität wird. Eine Übergangszeit mit Verträgen über Zollunion allmählicher Währungsanpassung bis hin zu einer gemeinsamen Außen-, und Sicherheitspolitik ,,oh jee wenn man bedenkt das Europa 1951 mit einem Kohle-, und Stahlabkommen und 6 Ländern begann sich zu einen,,,und dann noch 50 Jahre benötigte ??
und wenn die Wende nicht gekommen wäre, würde noch in 50 Jahren der Kontinent auf eine Einheitlichkeit warten,,diesen nachteil hat Südamerika allerdings zum Glück nicht (wenn man mal das nicht ins Gewicht fallende und relativ geduldete Minifleckchen Kuba ausspart) *g*
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hugo
Es werden keine 20 Sprachen gesprochen wie in Europa, die allermeisten Länder haben Rechtsverkehr und wirtschaftlichen Aufschwung sowie monetäre Stabilität haben sie wohl fast alle nötig.
Was praktisch dem entgegensteht ist die Zustimmung Unterstützung und Hilfe durch die USA.
Die großen US-Konzerne welche das wirtschaftliche Geschehen in Südamerika bestimmen werden dazu so ihre eigne Meinung haben.
Alles was geeignet ist, Erlöse und Gewinne aus diesen Ländern nicht in die USA zu transformieren sondern verstärkt der eigenen Bevölkerung zugute kommen zu lassen ist wohl nicht Genehmigungsfähig.
Das wird noch einen langen Kampf kosten -einschließlich der Überwindung der o.g. Teilungskräfte- ehe das Realität wird. Eine Übergangszeit mit Verträgen über Zollunion allmählicher Währungsanpassung bis hin zu einer gemeinsamen Außen-, und Sicherheitspolitik ,,oh jee wenn man bedenkt das Europa 1951 mit einem Kohle-, und Stahlabkommen und 6 Ländern begann sich zu einen,,,und dann noch 50 Jahre benötigte ??
und wenn die Wende nicht gekommen wäre, würde noch in 50 Jahren der Kontinent auf eine Einheitlichkeit warten,,diesen nachteil hat Südamerika allerdings zum Glück nicht (wenn man mal das nicht ins Gewicht fallende und relativ geduldete Minifleckchen Kuba ausspart) *g*
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hugo
hallo hugo, mit der "Einheitlichkeit" in Südamerika solltest Du Dir nicht so sicher sein ... Warum zB Kolumbien zögert und Chile den Vertrag ganz ablehnt, spricht da Bände ..
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angelottchen
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angelottchen
ok angelottchen ich meinte das es dort keinen Eisernen Vorhang gibt keinen Kalten Krieg und keine total gegensätzlichen Gesellschaftsordnungen,,#
Das die Interessenlagen verschieden, die Lebensstandards weit auseinander und selbstsüchtige Regierungen nicht alle gleichzeitig ins Boot springen werden, ist mir schon klar,,*g*
--
hugo
Das die Interessenlagen verschieden, die Lebensstandards weit auseinander und selbstsüchtige Regierungen nicht alle gleichzeitig ins Boot springen werden, ist mir schon klar,,*g*
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hugo