Innenpolitik Alltäglicher Antisemitismus und Rassismus
Der Terroranschlag von Halle war unbestritten antisemitisch. Auch!!
lupus
Hier eine Nachhilfe über die Geschichte des Antisemitismus für Adam, damit er in Renas Beiträge nicht ständig etwas hineingeheimnissen muss.
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Antisemitismus_bis_1945
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will mich deswegen mit Dir nicht streiten liebe Nicki - aber Du hast ihn korriert - steht ja auch drunter
ist nicht wichtig, Dir nur zur kenntnisnahme
"Christen" ist eine spätere Fremdbezeichnung für die Anhänger des sogenannten Christus (gr. für hebr. Messias =der Gesalbte). Bis zum Jüdischen Krieg gab es unterrschiedliche jüdische Gruppen, zu denen auch die Anhänger des Christus gehörten. Die sogenannten Christen der Apostelgeschichte waren definitiv Juden, ...Ja, so kenne ich das auch im wesentlichen, dass die ersten Generatonen anders waren wie das, was später durch die "christliche" Kirche entstanden ist.
LG
Aber es geht hier um Antisemitischen Altag. Und den hat nach mener Überzeugung die Kirche wesentlich mitgeprägt und mitgeformt.
Nick42
Du Karl, bist also auch Renas Meinung, daß es eine historische Situation gibt, die den Antisemitismus von 1880 bis 1945 begründet? Und mit dem Verschwinden dieser Situation verschwand auch dieser Antisemitismus?Ich fasse es nicht, @adam. Du unterstellst mir Sachen, von denen ich gar nichts weiß. Ich habe nämlich von Rena keine Beschreibung der historischen Situation gelesen und ihren Link aus Zeitgründen noch nicht verfolgt. Schade, dass Dein Korridor immer enger wird. Vielleicht solltest Du Dich einfach einmal entspannen.
Der Meinungskorridor, der nicht meiner ist, wird immer enger, Karl. In ihm wird immer enger zusammen gerückt und ich sehe immer klarer.
karl
Fass dich wieder, Karl, und ich bin sehr entspannt. Die "Sache" steht im von Rena zitierten Text.
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adam
Die ganz jungen Menschen haben weniger Probleme mit dem Semitismus, als jene nach dem Krieg Geborenen, deren Eltern sich noch damit auseinandersetzen mussten, was da geschehen war. Das setzt sich bis heute fort, denn viele werden unsicher, wenn sie mit jüdischen Menschen zusammentreffen, das leise Schuldgefühl wird dann wieder geweckt, aber auch gleichzeitig das Unbehagen, als stünde man Menschen gegenüber, denen man etwas schuldig ist.
Da kommt es doch gelegen, wenn jüdische Menschen in ein schlechtes Lied gesetzt werden und man selbst damit seine Eltern oder Großeltern freisprechen konnte.
Ich kann damit falsch liegen, aber es bietet für mich eine Antwort, warum gerade in Deutschland der Umgang mit jüdischen Menschen wieder vermehrt mit Vorurteilen belastet wird.
Dazu kommt auch noch, dass man sich gerade in Ostdeutschland nicht besonders mit dem Holocaust auseianandergesetzt hat, was ich auf meinen vielen beruflichen Reisen, aber auch ganz privat immer wieder feststellen konnte.
Es war einfach kein Thema dort, das gehörte in den Westen.
Luchs35
Hier eine Nachhilfe über die Geschichte des Antisemitismus für Adam, damit er in Renas Beiträge nicht ständig etwas hineingeheimnissen muss.Danke Novella. Ich lese das auch gerade nach. Bei Wikipedia steht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Antisemitismus_bis_1945
"Der ab 1870 entstandene Rassenantisemitismus führte als Staatsideologie in der Zeit des Nationalsozialismus zum Holocaust (1941–1945).Ich sehe nicht, was an diesen Behauptungen verwerflich wäre. Es zeigt auch, wie wichtig es ist, dem biologischen Rassenbegriff in Bezug auf den Menschen entgegen zu treten (s. einige meiner vorhergehenden Beiträge, die durch eine Frage von Wurzelflügel zur Biologie der - nicht existierenden - Rassen ausgelöst wurden.)
In der Geschichte des Antisemitismus seit 1945 trat staatliche Judenverfolgung zurück, doch viele judenfeindliche Stereotype und Vorurteilsstrukturen blieben virulent und wurden an die neue Lage angepasst."
Karl
Man hat sich in der DDR nicht in der Nachfolge des Deutschen Reiches gesehen, obwohl das Territorium genauso dazugehört hatte wie der westliche Teil Deutschlands. Man behauptete, man habe den NS ausgerottet, und es gebe ihn in der DDR nicht mehr, also brauchte man sich damit nicht zu befassen. Wie du schreibst: Das war ganz allein Sache der Bundesrepublik, die DDR hatte nach ihrem Selbstverständnis damit nichts zu tun.
Aber es ist eben so: Man entkommt der Geschichte seines Landes nicht, auch wenn man es möchte. Wenn man sich selbst nicht freiwillig damit beschäftigt, wird man spätestens vom Ausland, das unter Deutschland gelitten hat, daran erinnert. Und - eine zynische Erklärung - es hat keinen innereuropäischen großen Krieg mehr gegeben, der die Erinnerung an die deutschen Verbrechen und den Zweiten Weltkrieg überdecken könnte.
Luchs, nicht nur in Ostdeutschland versäumte man es lange, sich mit dem Antisemitismus und Holocaust auseinanderzusetzen, weil man ja die Leute indoktrinierte, die Bösen sitzen im Westen.
Auch Österreich versäumt das bis heute und in der FPÖ und den Burschenschaften werden nach wie vor menschenverachtende Nazilieder gesungen.
Es ist m.E. auch nicht ganz richtig, dass die jüngeren Leute sich davon distanzieren. Sie marschieren ja mit und inszenieren ihre Hetzjagden auf Menschen, die anders aussehen und eine andere Religion haben.
Das bestätigt mir nur immer wieder, dass dieses unsägliche Gedankengut sich von Generation zu Generation weiter vererbt. Ein Punkt dürften diese Allmachtsfantasien sein, die solche Menschen innerlich hegen und wünschen und ein weiterer eine grosse Distanz zu Geschichte und oft überhaupt zu Bildung, sonst bestünde die Chance, dass sie etwas dazugelernt haben oder es allmählich besser wüssten. Olga
Hier eine Nachhilfe über die Geschichte des Antisemitismus für Adam, damit er in Renas Beiträge nicht ständig etwas hineingeheimnissen muss.Novella, ich kenne die Seite. Was war jetzt die historische Situation, die den Antisemitismus bis dahin abschaffte?
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Antisemitismus_bis_1945
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adam