andere gesellschaftliche Themen Ethik-Debatte: Die Würde des Menschen
Ich mag die Aussage, dass "Menschen durch ihr Verhalten, durch das was sie schreiben, wie sie es schreiben, auch ihre eigene Wuerde beeinträchtigen oder besudeln..." nicht.
Es ist in dem Fall "das was sie schreiben, wie sie es schreiben"
beim Obdachlosen "dass er womöglich besoffen in der Gosse liegt"
es lassen sich viele Beispiele finden ...
Und ja - es gibt die Eigenverantwortung.
Es war das Bild vom Prediger auf dem Berg was mir gefiel.
(Wesentlich besser als das Bild vom Haufen in der Ecke des Ferienhauses)
Menschen koennen sehr wohl durch ihr Verhalten auch ihre eigene Wuerde beeinträchtigen, obwohl die Wuerde unantastbar ist., ob du es magst oder nicht, sage ich mal locker...
Manche koennen diese Aussage als Angriff auf ihr Selbstbild empfinden...
Ja, Mareike, es ist wichtig, sich bewusst zu machen wie unser Verhalten unsere Wuerde beeinflusst.....
Und
...fuer viele von uns ist das nichts Neues, Selbstverantwortung fuer das eigene Verhalten zu übernehmen...
meint
Chris33
Wer tiefer in das Thema "Menschenwürde" eindringen möchte, dem empfehle ich die Essay-Sammlung von Ferdinand von Schirach "Die Würde ist antastbar" (erschienen 2015)
Die Essays sind nicht nur juristisch sehr informativ, sondern bieten darüber hinaus jede Menge Stoff zum Nachdenken.
Angeregt durch die Diskussion hier, lese ich das Buch gerade zum 3. Mal ...
vivienne
Ich mag den Satz nicht, weil da verklausuliert gesagt wird: Selber schuld.
Ein Jeder oder eine Jede ist für sich selbst verantwortlich. Ja
Aber es steht niemanden zu über andere zu urteilen. Erst recht nicht, wenn man die betreffende Person nicht kennt.
Es kann auf Normen hingewiesen werden, die es gilt einzuhalten, wenn man Teil einer Gemeinschaft sein möchte.
Wo steht geschrieben, wie kurz, wie lang meine Texte sein dürfen?
Darf ich artikulieren, wenn ich mich verletzt fühle?
Darf ich Emotionen zeigen?
Mal zurück zum Plakat: https://www.demokratie-leben.de/magazin/magazin-details/menschenwuerde-achten-beginnt-mit-dir
Ein Ausschnitt daraus:
"Wir alle können uns im Alltag aktiv für Gerechtigkeit und gegen Menschenfeindlichkeit einsetzen: auf der Straße, im Beruf, im Sportverein oder im Freundeskreis. Sei es, diskriminierenden Kommentaren offen zu widersprechen, seinen Nachbarinnen und Nachbarn unvoreingenommen zu begegnen oder gemeinsam auf dem Christopher-Street-Day Solidarität zu zeigen: Es gibt viele Möglichkeiten, für Menschenwürde und Menschenrechte einzustehen. Und gerade dort, wo diese unter Druck geraten, ist es besonders wichtig."
Das empfinde ich auch so!
Allerdings muss ich gestehen, wenn ich im ST manchmal lese, wundere ich mich, wie Menschen durch ihr Verhalten, durch das was sie schreiben, wie sie es schreiben, auch ihre eigene Wuerde beeinträchtigen oder besudeln...
Seija
Nicht Wenige lesen die "endlos Debatten".
Hast Du eine Erklärung dafür?
Man sagt, es liegt an einem starken Drang Recht zu haben...., diese Endloskrakhelerei
Da muessen sich die Experten Gedanken zu machen.. 😀
Was das Lesen betrifft : Kann ja jeder machen, wie er es will...
Ein Bekannter von mir, der sehr klug ist (klug im Sinne von weise) sagt immer bei so einigen Wichtigtuern, die sich ständig hervortun müssen und einen starken Geltungsdrang haben: "Der leidet auch unter seiner eigenen Unbedeutetheit, seitdem er im Ruhestand ist“.
Und wenn ich hier so einige Mammutbeiträge lese von Leuten, die von morgens bis abends in die Tasten hauen, dann frage ich mich auch immer: Warum nutzen die diesen schönen Frühling nicht besser? Ich sehe jeden Tag neue Blumen und Bäume blühen, gehe dann so viel wie möglich in die Natur, laufe, tanke frische Luft und genieße diese kurze Zeit des Blühens ganz bewusst. Wie schnell ist sie wieder vorbei, und wie schade um die kostbare Zeit, wenn man sie nur damit verbringt, an einem PC zu sitzen und andere von irgend etwas überzeugen zu wollen, von dem sie sich sowieso nicht überzeugen lassen.
Einer der Gründe, warum ich hier zwar immer noch lese, aber nur noch sporadisch schreibe (außer einigen anderen Gründen, die ich nur denke, aber nicht laut verkünden muss 😉).
Ja, Vivienne, Schirach ist auch einer meiner ganz besonderen Lieblingsschriftsteller, ich habe fast alle seine Bücher gelesen und Theaterstücke gesehen (ich glaube, hier sogar alle).
Der schwafelt nicht rum, sondern schreibt als Jurist sehr klar und fundiert, ich kann alle seine Gedanken immer sehr gut nachvollziehen und habe dann wirklich einen Gewinn davon. Das zu lesen, ist jedenfalls keine Zeitverschwendung, das lohnt sich immer, sogar auch im Frühling bei blühenden Blumen und schönem Wetter. 😉
Sorry, "Unbedeutetheid" ist natürlich falsches Deutsch, ist mir später aufgefallen. 😉
Also schreibe ich mal lieber "unter mangelnder Bedeutung". Leider kann ich den Beitrag nicht mehr korrigieren, deshalb hier noch ein extra Eintrag dafür, so viel Zeit muss sein. 😉
Das ist mir die schöne deutsche Sprache wert. 😉
Ist Bedeutungslosigkeit nicht auch ein möglicher Ausdruck in diesem Falle?