Wellengänge
nicht immer zum Loslassen bereit,
muss man’s doch lernen,
da hilft auch kein Griff nach den Sternen.
Mit den Füßen fest auf dem Boden stehen,
kann man nach ihnen mal sehen
und auch ein wenig träumen,
doch dabei die Realität nicht versäumen.
Sich dem stellen, was das Leben vorsetzt,
Umgang mit dem, was einen verletzt,
ist manchmal wirklich sehr schwer,
wo nimmt man nur die Kraft dafür her.
Jeder Mensch hat seine eigenen Strategien,
doch nicht immer führen sie ihn da hin,
wo er mit sich wieder im Reinen ist,
gar eine Zeitlang Kummer und Sorgen vergisst.
Die Wellengänge des Lebens,
es wird gehofft, sie sind nicht vergebens,
sondern führen zu einem Ziele hin,
wo man erkennen kann, es machte Sinn.
Doch Garantie gibt es dafür einfach nicht,
bleibe nur immer Hoffnung in Sicht,
dass es nie mehr ist, als man tragen kann,
bis das Ziel erreicht wird - irgendwann.
Kommentare (11)
liebe Brigitte
mich hat das alter gelehrt
fast alles ist für was wert
nur das was halt nicht
da ham wir die pflicht
weil es uns gegeben
auch damit zu leben
nur dann kann es sein
es kehrt freud wieder ein
liebe grüße
hadei
@protes
So ist es, lieber hade, mit zunehmendem Alter und zunehmender Lebenserfahrung kann man vieles besser verstehen und im besten Fall auch den Sinn von Ereignissen im Leben begreifen. Aus deinen Zeilen spricht viel Gelassenheit, schreibst du doch auch, wir haben die Pflicht auch das anzunehmen und das zu leben, was wir nicht verstehen. Darin muss ich mich noch üben. Ich danke dir für deinen Kommentar und grüße dich herzlich
Brigitte
- genauso sollte man das Leben nehmen. Das wäre vernünftig.
Es ist aber nicht so leicht. Dazu fällt mir ein Gedicht von Mascha Kaléko ein:
Take it easy!
Tehk it ih-sie - sagten sie dir.
Noch dazu auf Englisch.
Nimm's auf die leichte Schulter!
Doch du hast zwei.
Nimm's auf die leichte!
Ich folgte diesem populären
humanitären
Imperativ.
Und wurde schief.
Weil es die andre Schulter auch noch gibt.
Man muß sich also leider doch bequemen,
es manchmal auf die schwerere zu nehmen.
Mascha Kaléko
Du siehst, wie mich deine Worte beschäftigen, liebe Brigitte.
Ein schönes Wochenende
wünscht dir Ingrid
@Winterbraut
Mascha Kalékos Gedichte, liebe Ingrid sagen mir sehr zu. Dieses kannte ich noch nicht. Interessant das mit der leichten Schulter. Diese Empfehlung bekommt man im Laufe seines Lebens ja immer mal wieder zu hören, nimm es doch nicht so schwer, nimm es leicht. Das ist leichter gesagt als getan, je nachdem worum es sich handelt. Es gibt ja tatsächlich Menschen, die das beherrschen, denen nicht alles so unter die Haut geht. Das ist wohl auch eine Sache der Wesensart eines Menschen.
Danke, liebe Ingrid für dieses Gedicht, das zum Nachdenken anregt, was kann ich leicht nehmen und was nehme ich schwer, obwohl es vielleicht doch leicht genommen werden könnte. Es gilt wohl das Gleichgewicht zu halten, damit man nicht schief wird 😉.
Herzliche Grüße kommen von
Brigitte
Ich glaube, liebe Brigitte..., dass es an sich, kein Ziel gibt..., welches sollte das auch sein.
Nach meinem Empfinden könnten es nur mehrere Ziele sein..., wir alle schlagen öfter auch unterschiedliche Richtungen ein, können nicht sagen, wo ist das Ziel...und wann könnte ich dieses erreichen.
Ich glaube im übrigen auch immer..., so "blöd" sich das oft anhört..., alles im Leben hat seine, ganz bestimmte Zeit..., ist sie ran, muss jeder für sich damit umgehen. Heißt auch, alles muss, sollte dann gut verarbeitet werden.
Das aber braucht Zeit, oft sehr viel Zeit...
Alles Gute wünscht
Kristine
@werderanerin
In diesem Fall, liebe Kristine war von mir als Ziel gemeint, wenn die Erde verlassen wird, dann endet der Lernprozess dieses Lebens. Ob es danach weitergeht oder in welcher Form, das wissen wir ja nicht. Ich würde mir wünschen, dass ich zumindest dann den Sinn meines Lebens oder anders gesagt, die Aufgaben, die mir das Leben gestellt hat, verstehen kann.
Erst kürzlich hörte ich einen Philosophen sagen, wie wichtig es ist, einen Sinn in allem zu erkennen. So trägt sich vieles leichter.
Ich danke dir für deinen Kommentar und grüße dich herzlich
Brigitte
Liebe Brigitte,
Dein Gedicht berührt wesentliche Aspekte des "wahren Lebens", wie sie wohl ein jeder mehr oder weniger deutlich erfährt. Auch verweist Du auf "Strategien", die dazu führen könnten, Kummer und Sorgen wenigstens für eine bemessene Zeit zu "vergessen". Damit kommt man aber ganz gewiss nicht "mit sich wieder ins Reine" - nein, das ist nichts weiter als Verdrängung und wehe dem, der sich dazu dann noch bestimmter "Hilfsmittel" bedient... Alkohol, Drogen, Ausschweifungen usw., denn dann geht es nicht selten ganz schnell nur noch bergab.
Wichtig ist es hingegen, mit allem Geschehen bewusst umzugehen, es mit allen Erscheinungen anzunehmen und mit klarem Willen zu bearbeiten und somit zu v e r arbeiten. Dann - Du hast es eingangs unmissverständlich formuliert - hat alles seine Zeit. Also auch das, was es zu verarbeiten gilt, um letztlich zum persönlichen Ziel - was immer das auch sei - zu gelangen.
Einem jeden wünscht dazu allerbeste Kräfte
...mit Grüßen zum Wochenende
Syrdal
@Syrdal
Verdrängung, lieber Syrdal, da bin ich vollkommen mit dir einig, ist eine Bewältigungsstrategie, die dazu führt, dass etwas Unaufgearbeitetes sich immer wieder bemerkbar macht, auch auf der körperlichen Ebene in Form von psychosomatischen Erkrankungen. Und eine Flucht in die Sucht kann nur böse enden.
Mit Strategien meinte ich nicht solche, die der Verdrängung dienen, sondern dass Wege gefunden werden, wie etwas verarbeitet werden kann.
Manchmal frage ich mich aber schon, ob tiefgreifende Ereignisse im Leben wirklich so verarbeitet werden können, dass sie nicht immer wieder als Schmerz auftauchen. Mit verarbeitet werden meinst du doch sicher, das am Ende dieses Prozesses Akzeptanz steht. Das kann ein langer Weg sein.
Ich danke dir für deinen Kommentar und grüße dich herzlich
Brigitte
@Roxanna
Weisst Du wo das Ziel ist???
Bisher hab ich Meins noch nicht ergründet, bin ich zu dumm, naiv, nicht empathisch genug es zu fühlen, wissen, vorher zu sehen?
An vielen Tagen stand ich wie Du vor dem „Mont Everest“ wie soll ich all das ertragen, warum, warum immer wieder diese Frage die Jede/Jeder für sich anders beantwortet. Oft steckte ich den Kopf in den Sand, nix hören, nix sehen, nix sagen ……kennt vielleicht die/der Jenige. Da ich selber 3 x in diesem Höllenbecken schwamm…….mir helfen nur positive Gedanken, an die Schönheit der Natur, Reisen, Begegnungen, Umarmungen ohne ein Wort
all das hilft nicht sofort aber wir sind ja Prinzessinnen…….Krönchen richten und weiter gehts, nicht sofort aber bald.
Danke, für Dein Gedicht in dem ich viel lese, herzliche Grüsse vom 🦋 Moni
@Schmetterling04
Beim Lesen der ersten Zeilen deines Kommentars, liebe Moni, dachte ich spontan, für alles braucht es zuerst einen liebevollen Umgang mit sich selbst. Es ist merkwürdig, dass man manchmal mit sich selbst so streng ist und sich so viel Druck macht. Niemand will leiden und, wenn etwas erst einmal ertragen werden muss, weil es im Moment keine Lösung gibt, möchte man gerne verdrängen. Kurzfristig ist das doch auch in Ordnung, den Kopf mal in den Sand zu stecken, aber dann muss er wieder auftauchen. Dass du die Schönheit der Natur, Begegnungen, Reisen als wohltuend empfindest und das schätzen kannst, ist doch schon sehr viel. Die Besteigung des Mont Everest beginnt mit dem ersten Schritt, alles beginnt mit dem ersten Schritt.
Ich danke dir für deine Offenheit und grüße dich herzlich
Brigitte
Lieben Dank sage ich für die geschenkte 💗chen an
Songeur
Marlen13
Phryne
Ingira
Mareike
Christine62laechel
Winterbraut
Schmetterling04
grüße herzlich und wünsche einen guten Sonntag
Brigitte