Weise Banalitäten

Man lachte früher aus die Lieder,
weil so banal ihr Sinn.
Jetzt kann man denken immer wieder:
sie hatten doch was in...

Dass es nach Nirgendwo gibt Züge;
was, wäre Himmel weg…?
Dass kann das Paradies nah‘ liegen,
oder the night sein black.

Dass was gab‘s früher, gab es eben,
was jetzt geschieht - passiert;
was kann dann bringen noch das Leben,
wird man nicht informiert...

Und im Vergleich, was heutzutage
in den Liedtexten steht,
könnte man wohl nur eines sagen:
Bess’res vom Wind verweht...







(Titelbild aus dem Internet)

Kommentare (8)

Marlen13

Manche schöne Liedertexte werden einfach ein Ohrwurm,
die sind immer in Gedanken präsent.
Liebe Grüße Marlen 

Christine62laechel

@Marlen13  

Das stimmt, liebe Marlen. Wenn es eines von den beliebten Liedern ist, dann kann man es angenehm finden. Wenn aber etwas, was man nicht mag... Ich höre mir dann etwas Schönes an, um das hässliche Lied loszuwerden. 😊

Mit herzlichen Grüßen
Christine

Winterbraut

Du erinnerst mich an Christian Anders ( ich glaube, so heißt er) . Sein Zug nach Nirgendwo gefiel mir sehr.
Lange her.....
Na ja, die Texte waren früher und heute nicht immer das Gelbe vom Ei, liebe Christine.

Liebe Grüße 
Ingrid

 

Christine62laechel

@Winterbraut  

Liebe Ingrid, ich habe nachgeschaut: das war das Jahr 1972, und Christian Anders ein so junger Mann... 

Mit den Texten ist das wirklich so eine Sache: sie können mal ganz dumm sein, oder wunderschön, obwohl zum gleichen Thema. Ich mag so gerne Texte, die man sich gerne merkt, wo man einfach neidisch wird, dass jemand so gut seine/ihre Gedanken formulieren kann. Und immer wieder überraschten mich die Texte auf Englisch, die ich lange kannte, und - bevor diese schöne Sprache beherrscht - für sehr interessant und klug hielt. Dann mehr vom Englischen gelernt, und: oft war das nichts, klang nur angenehm, solange man es nicht verstehen konnte. :)

Mit herzlichen Grüßen
Christine

Rosi65

Liebe Christine,

in dem Schläger von Udo Jürgens " Ich war noch niemals in Nrw York", wird von einem Mann berichtet, der  sich seine Sehnsucht nach der Freiheit nicht erfüllen kann, weil er weder aus seiner Haut, noch dem Alltagstrott entfliehen kann.
Neben den vielen Herz-Schmerz-Schlagern mal ein Text mit Tiefgang, den man gut nachvollziehen kann.

Meint mit vielen Grüßen
      Rosi65
      

Christine62laechel

@Rosi65  

Liebe Rosi, ich habe mich schon als Kind für Liedtexte interessiert, sozusagen. Die sprachen mich an, ich fühlte mich manchmal tief berührt. Vielleich sogar zu tief, wenn ich nicht verstehen konnte, wie meine Freunde so fröhlich am Lagerfeuer über eine unglückliche Liebe, oder sogar über den Tod eines guten Räubers singen konnten. Ich war da gleich weg.

Gute Liedtexte können interessante Gedanken bringen, die man sich für immer merkt. Wenn noch jung, kann man wirklich etwas davon lernen. Wenn ich jetzt aus den lauten Autos im Sommer Lieder hören kann, die nicht nur eine aggressive Melodie - sollte man das eine Melodie nennen - haben, sondern sie auch aus einem oder zwei Worten bestehen, die sich unangenehm rhythmisch wiederholen, sehne ich mich nach alten, guten Schlager, in verschiedenen Sprachen, alle irgendwie wertvoll.


Mit herzlichen Grüßen
Christine

JuergenS

@Christine62laechel  

moderne Lieder haben oft genauso banale Texte wie alte Lieder, egal ob "Volkslieder", also Traditionslieder, als auch Schlager der 50er, 60er 70er Jahre.

Viele können helfen, andere stören, heutzutage oft viel zu laut und schlechte Qualität. Das Thema ist sehr breit. 




              🎵                                🎶

Christine62laechel

@JuergenS  

Stimmt, das ist wirklich so... Wobei mein Gedicht natürlich eine grobe Verallgemeinerung ist. Ich habe nachgedacht, und einen Unterschied gefunden: früher sollte die Musik (auch Kunst, Kino, Theater) hauptsächlich amüsieren, erfreuen, beruhigen. Heutzutage geht es eher darum, das Publikum zu überraschen, zu schockieren, zu reizen. Mein Gehirn wehrt sich davor. 😊

Anzeige