Weihnachten und Neujahr (4)
Weihnachten und Neujahr (4)
Selbstgespräche haben zwei Vorteile: Man hat stets einen klugen Gesprächspartner und man kommt immer zu Wort.
Einen guten Tag Euch allen,
aufgewacht und gedacht: „So ein Mistwetter, wie soll da Weihnachtsstimmung aufkommen?“
Mein erster Gedanke nach dem Aufwachen hätte doch auch sein können: „Gut, dass ich bei diesem Wetter im Bett bleiben kann. Das wird ein gemütlicher Tag.“
Mit sich selbst bereits am frühen Morgen grummelig und übel gelaunt zu sprechen, ist nicht optimal und grenzt an Selbstsabotage. Kein empfehlenswertes Morgenritual. Man muss sich das nicht antun.
Was der Tag bringen wird, ist nicht vorhersehbar. Er könnte die eine oder andere Schwierigkeit im Gepäck haben, vielleicht sogar den einen oder anderen Nackenschlag. Das liegt nicht in unserer Hand.
Die ersten Sätze, die man nach dem Aufwachen mit sich selbst spricht, beeinflussen zwar den Gang der Dinge nicht, wohl aber, wie wir sie empfinden. Und darauf kommt es schließlich an.
Weiterhin eine schöne Adventszeit und herzliche Grüße
Kurt20
Kommentare (10)
Hallo Kurt,
mit den von dir angedeuteten negativen Gedanken beim Aufwachen bin ich so nicht vertraut.
Das Aufwachen in meinem Alter bedeutet immerhin, dass ich noch lebe und das betrachte ich grundsätzlich als etwas Positives. Ob bei schlechtem Wetter oder mit dem einen oder anderen Wehwehchen spielt dabei keine nennenswerte Rolle.
Mit mir selbst spreche ich im Wortsinne nie. Gedanken jagen hin und her, brauchen aber keinen akustischen Ausgang.
Und wenn dann beim Aufwachen meine Lebensgefährtin neben mir auch noch lebt, gibt's auch keinen Nackenschlag am frühen Morgen.
Ein schönes Wochenende wünsche ich dir schon mal, wir gehen morgen wieder wandern.
Herzliche Grüße
Hubert
P.S.: Dieser Text wurde der Seniorentreff Schreibhilfe zur Genehmigung vorgelegt. Ich zitiere:
👍 Es wurde nichts geändert!
Dein Text ist bereits gut lesbar und braucht keine Verbesserungen.
@Songeur
Danke, lieber Hubert!
Ich antworte Dir später.
– Vorab nur eine kurze Frage: was bedeutet „ P.S.: Dieser Text wurde der Seniorentreff Schreibhilfe zur Genehmigung vorgelegt. Ich zitiere:
Es wurde nichts geändert!
Dein Text ist bereits gut lesbar und braucht keine Verbesserungen.“ [? ? ?]
Bis später dann,
LG Kurt
@Kurt20
Hallo Kurt,
Karl hat uns Mitgliedern hier ein "Seniorentreff Schreibhilfe Programm" eingerichtet, über das ich im Forum mit ihm kurz diskutiert habe. Ich war nicht wirklich dafür, habe jetzt aber quasi als Zeichen guten Willens meinen Beitrag dort "zur Verbesserung" vorgelegt. Was ich da als Zitat wiedergegeben habe war der Kommentar des Schreibhilfe-Programms auf meinen Beitrag. 😇
Herzliche Grüße
Hubert
@Songeur
11. Dezember 2025
Danke, Hubert – Neugier gestillt.
Du schreibst:
„Das Aufwachen in meinem Alter bedeutet immerhin, dass ich noch lebe, und das betrachte ich grundsätzlich als etwas Positives. Ob bei schlechtem Wetter oder mit dem einen oder anderen Wehwehchen spielt dabei keine nennenswerte Rolle. […] Und wenn dann beim Aufwachen meine Lebensgefährtin neben mir auch noch lebt, gibt’s auch keinen Nackenschlag am frühen Morgen.“
Das empfinde ich ganz ähnlich 😉.
Dazu kommt bei mir noch eine ausgeprägte Sensibilität gegenüber dem, was ich mir rund um die Uhr erzähle.
Ich rede sehr oft mit mir. Eine Art innerer Dialog, der selten abbricht. Diese „Selbstgespräche“ sind für mich ganz normal, seit meiner Kindheit.
Sie sind ein „Werkzeug“, das mir beim Denken und Erkennen hilft.
Der sanfte Rat in meinem Blogbeitrag:
„Mit sich selbst bereits am frühen Morgen grummelig und übel gelaunt zu sprechen, ist nicht optimal und grenzt an Selbstsabotage. Kein empfehlenswertes Morgenritual. Man muss sich das nicht antun.“
richtet sich ausschließlich an uns „Selbstunterhalter“, an mich und meinesgleichen.
Ich weiß aber, dass es andere gibt, die ein solches Werkzeug nicht benötigen, es noch nicht einmal kennen.
Der Herr hat eben die unterschiedlichsten Tiere in seinem Zoo.
(Manche wandern sogar 😉).
Ich wünsche Dir und der Deinigen ein schönes Wochenende in Gottes freier Natur.
Herzliche Grüße
Kurt
Das erlebt wohl jeder mal so oder ähnlich, lieber Kurt. Ich merke eigentlich immer schon beim aufwachen, ob ich mit Schwung oder doch eher verhalten aus dem Bettchen "hopste".
Den Schwung jedoch, versuche ich möglichst lange am Tage beizubehalten, mache dann manchmal sogar extra Dinge , die ich so garnicht vorhatte, einfach, um das Gute zu nutzen.
Natürlich geht es auch andersrum...kein Bock zum aufstehen, ist ja eh noch fast dunkel draußen, kommt noch Regen hinzu, ist die Stimmung wahrlich fast gen Null.
Da hilft nur ein kräftiger Kaffee - erstmal - und die unbedingte Hoffnung darauf, es möge besser werden, man kann raus, sich bewegen. Dann kommt Schwung in den Tag und auch die Sonne im Herzen zurück.
In dem Sinne
Fröhliches Tun
Kristine
@werderanerin
Fr., 12. Dezember 2025
Liebe Kristine,
ich freue mich immer über Deine Kommentare, danke.
Wahrscheinlich haben die meisten von uns im Laufe ihres (Berufs-)Lebens ziemlich oft unter Strom gestanden. Aber die Zeiten „Ohne mich läuft hier gar nichts“ sind vorbei.
Das ist doch eigentlich eine gute Sache: zurücklehnen und mit Ruhe und Gelassenheit beobachten, was da draußen so abgeht. Wenn wir gerufen werden und es ermöglichen können, helfen wir gern; auf der Basis wohlwollender Freiwilligkeit.
Soweit die Theorie. Aber in der Praxis fällt es uns nicht so leicht, als „Generaldirektor (Generaldirektorin) der Welt“ zurückzutreten.
Und das drückt sich unter anderem dadurch aus, dass meine ersten Gedanken nach dem Aufwachen eben nicht lauten:
„Gut, dass ich bei diesem Wetter im Bett bleiben kann. Das wird ein gemütlicher Tag“.
Sondern dass ich mich öfter dabei ertappe, grummelig und übel gelaunt zu mir zu sprechen. (Und das noch vor der ersten Tasse Kaffee. Geht's noch?)
Das war schon früher keine gute Strategie, aber vielleicht in Zeiten von „Ohne mich läuft hier gar nichts“ noch verzeihlich ...
Mit meinem kurzen Blogbeitrag wollte ich darauf hinweisen, dass diese Zeiten vorbei sind – mit dem schönen Nebeneffekt, dass die schönsten und angenehmsten Gedanken und Gefühle gerade gut genug sind, um mit ihnen in den neuen Tag zu starten.
Das erfordert Übung. Heute ist mir das ganz gut gelungen. Das heißt, ich darf ein Sternchen in meine Positivliste eintragen ⭐️ (jedes Sternchen zählt!).
Ich wünsch Dir ein schönes Adventswochenende,
herzliche Grüße
Kurt
Ich glaube auch, lieber Kurt, es kommt auf einen selbst drauf an..., entweder man ist ein emotionaler und auch empathischer Mensch oder eben nicht. Das kann entscheidend sein für das "innere" Leben.
Du hast Recht..., "früher" ach ja "früher"..., als wir noch...garnicht solange her alles, aber doch hat sich mit dem Ruhestand auch einiges verändert. Nicht alles zum guten aber vieles eben doch.
Ich freue mich immer..., vor allem im Winter, wenn ich nicht mehr zum Regio "eilen" muss, um nach Berlin zu kommen. Wie schön das ist, wenn ich mich nochmal rum drehen kann. Ein Genus !
Meist bleibt man ja so, wie man immer war..., aktiv und mitdenkend oder vielleicht etwas zurückgezogener...wie auch immer. Niemand ändert sich im Leben grundsätzlich. Ich hab da etwas in mir, was mich mein Lebenlang prägen wird.
In dem Sinne..., gute Gedanken, im übrigen auch zu sich selbst (😄), kenne ich auch. Ist doch schön, wenn man sich Fragen stellt und gleich auch die "richtige" Antwort dazu erhält...solange das nicht immer so ist, alles okay.
Einen schönen 3. Advent
wünscht
Kristine
@werderanerin
Fr., 12. Dezember 2025, 14:10 Uhr
Danke, liebe Kristine,
Du schreibst „ist doch schön, wenn man sich Fragen stellt und gleich auch die „richtige“ Antwort dazu erhält.“
Na, das wäre wirklich schön.
Aber manchmal gehören die „Stimmen“ doch zu ziemlich unangenehmen Persönlichkeiten meiner inneren Mannschaft.
Vor einigen bin ich seit Jahrzehnten auf der Hut: vor den Antreibern, lästigen Schulmeistern, Miesmachern ..., um nur einige zu nennen.
Was sie zu sagen haben, taugt oftmals nichts und kann im Gegenteil dazu beitragen, negative Befindlichkeiten zu verstärken. Braucht kein Mensch 😉.
Bei mir waren das jahrelang die inneren Kritiker: Nichts war ihnen recht; in jeder Suppe haben sie ein Haar gefunden (was sage ich – ganze Perücken!).
Diese Typen habe ich weitgehend zum Schweigen gebracht, aber vielleicht lauern einige davon auf der Hintertreppe.
Deshalb heißt es: „Uffpasse!“, wie der Hesse sagt.
Bis bald!
Herzlichst
Kurt
Nette Unterhaltung hat sich entsponnen.😊