Weihnachten und Neujahr (2)


Weihnachten und Neujahr (2)
[Bild erzeugt mit Google Gemini]


27. November 2025

Guten Tag allerseits,

Die „stille Zeit“ ist für viele alles andere als still. Insbesondere für die Frauen im Haus, für Ehefrauen, Mütter oder Großmütter. An ihnen bleibt der Großteil der vorweihnachtlichen Arbeit hängen.

Während überall von Besinnlichkeit die Rede ist, arbeiten sie im Dauereinsatz.

Das Bild der Frau des Hauses, die Geschenke kauft, das Haus putzt und das Abendessen kocht, stimmt nach wie vor, trotz Gleichberechtigung.

Dass währenddessen der Herr des Hauses gemütlich auf dem Sofa ein Bier trinkt, weise ich weit von mir, das ist eine bösartige Legende 😉.

Nein, auch viele Vertreter des starken Geschlechts kommen mit der Behauptung, sie leisteten „moralische Unterstützung“, nicht mehr durch und müssen kräftig zupacken.

Wie dem auch sei: abends ist man geschafft.

Wie also die Abende gestalten in der „stillen Zeit“?

Von Gestalten kann wohl keine Rede sein, wir sind ausgepowert. All die klugen und nützlichen Ratschläge (Achtsamkeit, Meditation, Yoga, … ) helfen uns jetzt wenig: Dafür sind wir viel zu müde.  

Daher ab ins Bett, so rasch es geht! Nicht sehr romantisch, aber wirksam.

Ganz wichtig: Nur leichte geistige Kost vor dem Zubettgehen. Ein paar lustige Geschichten oder etwas zum Lachen lesen (siehe unten).

Die Probleme der Welt werden wir zu später Stunde nicht mehr lösen und auch nicht unsere persönlichen. Nimmt man sie aber mit in den Schlaf, dann rumoren sie in unseren Köpfen und stehlen uns die dringend notwendige Erholung.

Wenn wir Pech haben, rufen sie sogar das Morgengrauen herbei: Nagende Sorgen und Lebensangst überfallen uns, bevorzugt zwischen drei und fünf Uhr, und geben keine Ruhe. Das Grübel-Karussell läuft auf Hochtouren, ans Weiterschlafen ist nicht zu denken. (Mein Geheimrezept: Ich gehe in die Küche und trinke ein Bier 😉).

Wie gesagt, eine lustige Geschichte, bevor wir das Licht löschen, kann nichts schaden. Hier eine aus der Weihnachts-Rubrik:

Ein kleines Mädchen betritt die Kirche, geht zielstrebig zur Krippe und nimmt die Figur des Josef an sich. Am nächsten Tag erscheint sie erneut und greift diesmal nach Maria. Der Pfarrer, der das Geschehen beobachtet, schleicht sich vorsichtig heran. Gerade noch hört er, wie das Kind zum Jesuskind flüstert: „Wenn du mir dieses Jahr keine neue Puppe schenkst, wirst du deine Eltern nie wiedersehen!“ 

Soweit meine Ausführungen zum Thema „ Abende in der Vorweihnachtszeit“. Ich bin gespannt, was Ihr dazu zu sagen habt. Bis bald,

herzliche Grüße
Kurt20


 

Kommentare (5)

Songeur

Hallo Kurt,

wenn ich deine Schilderung über Weihnachten in deiner Kindheit lese wird mir schon klar, warum wir so unterschiedliche Haltungen zum Thema Weihnachten pflegen.

Das Ganze spielte sich bei uns völlig anders ab. "Within easy reach" gab's bei uns nur eine Großmutter und wenn ich die als Teufelin in Frauenkleidern bezeichne, ist das eine glatte Beleidigung des Teufels.

Mit so einer im gleichen Haus kommt keine Freude auf, auch nicht Weihnachten, Ostern oder sonst wann. 😉

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße
Hubert

Kurt20

@Songeur  

29. November 2025

Danke, lieber Hubert,

so ist es oft: Was ich nicht selbst erlebt habe, kann ich schwer nachvollziehen.

Mit bösartigen Menschen unter einem Dach zu leben, ist mir Gott sei Dank bisher erspart geblieben.

(Naja, nicht ganz. In meiner Studentenzeit musste ich zwei Jahre unfreiwillig unter einem solchen Dach leben – in einem Stasigefängnis. Und dort gab es nicht nur gute Menschen 😉. Aber das ist eine andere Geschichte.)

Davon abgesehen hatte ich immer ein unglaubliches Glück und konnte bisher viele Weihnachtsfeste mit liebenswerten und guten Menschen verbringen. Das darf gerne noch viele Jahre so weitergehen  😉.

Ich wünsche Dir weiterhin eine gute Zeit, bis bald Kurt
 

werderanerin

Ich hatte und habe mich nur wenig gestresst gefühlt - in der Weihnachtszeit - vielleicht auch deswegen, weil WIR immer alles gemeinsam vorbereitet haben. Natürlich gab und gibt es da auch gewisse "Schwerpunkte", ganz klar, aber das habe ich nie als schlimm empfunden und einfach mal gemacht bzw. mache es.

Gemeinsam geht alles leichter..., man kann freie Zeit/Momente genießen und somit dem "Stress" weitestgehend aus dem Wege gehen. Wichtig ist, es zu sagen, was man möchte.

Im übrigen meine ich, Organisation und Planung kann sehr hilfreich sein..., eben nur minimalen Stress zu haben.

Kristine

Kurt20

@werderanerin  

29. November 2025

Liebe Kristine,

vielen Dank für Deinen Kommentar.

Wenn ich an die Zeit meiner Berufstätigkeit zurückdenke, fällt mir ein, dass ich gerade in der Vorweihnachtszeit beruflich oft „abwesend“ war. Zuhause haben im Großen und Ganzen meine Frau und meine Schwiegermutter den Laden geschmissen. (Ich hatte die beste Schwiegermutter der Welt.)

Vielleicht habe ich damals gar nicht richtig zu schätzen gewusst, was die beiden geleistet haben, um uns eine schöne Weihnachtszeit zu bereiten. Vielleicht war ich ein unsensibler Klotz.

Wenn ich an Weihnachten in meiner Kindheit denke, erinnere ich mich daran, dass schon vor den Feiertagen viel Trubel im Haus herrschte (das wird fast überall in unserem Land so sein und wird sich wohl nie ändern).

Meine Mutter war rund um die Uhr im Einsatz und wahrscheinlich trotz der Mithilfe meiner beiden Großmütter an manchem Abend völlig erschöpft.

Fünf Söhne, eine prekäre Versorgungslage Anfang der fünfziger Jahre, der Vater meist unterwegs „auf Montage“, um für den Lebensunterhalt zu sorgen ... 

Erst in späteren Jahren ist mir bewusst geworden, was unsere Mutter und unsere Großmütter damals geleistet haben.

Am Weihnachtsfest selbst war dann alles so, wie es schöner kaum hätte sein können: Weihnachtsbaum, Christstollen (so um 13 riesige Exemplare, wenn ich mich recht erinnere), Geschenke (wenn auch längst nicht so üppig wie heutzutage), Festessen und oftmals sogar Schnee – wir lebten am Fuße des Erzgebirges.

Weihnachten war schön damals.

Heute, wo wir viel mehr Möglichkeiten haben als früher, kann ich einiges dafür tun, dass wir auch 2025 eine schöne Vorweihnachtszeit und ein festliches Weihnachten erleben.

Ich gehe sogleich ans Werk und helfe meiner Frau beim Plätzchenbacken 😉.

Herzliche Grüße und einen schönen ersten Advent
Kurt

Kurt20

@werderanerin  

Hallo Kristine,

danke! Ich melde mich morgen.

Herzliche Grüße

Kurt

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