was erwartet mich, wenn ich einmal nicht mehr bin

Autor: ehemaliges Mitglied

nichts ist ewig
heißt es
aber ist ewig nichts?

es weiß niemand
ob es ein leben danach gibt

heißt das denn
dass es ein leben danach
nicht gibt?

ein philosoph schrieb einmal sinngemäß
wenn ich nicht weiß
ob es ein leben danach überhaupt gibt
dann ist es nicht verkehrt
wenn ich mir in meiner phantasie ausmale
wie es sein könnte

so habe ich heute
schöne gedanken an das
was sein könnte
und für den fall
wo es mich trifft
bin ich gut gerüstet
egal was ist
und was kommen wird

dann wird der traum
zur realität
und ich schwebe dahin
wo ich es mir erträumt
egal ob es ein letzter traum
gewesen sein sollte

und dich meine geliebte
die ich dann verlassen muss
verlasse ich nicht
denn mein traum bleibt hier
unser traum von der liebe
und vom ewigen glück

traumvergessen 05.02.14

Kommentare (13)

ehemaliges Mitglied siehst du: auch dabei sind wir d'accord. Wenn man das Jetzt genießt und sich schöne Träume vom Leben, möglicherweise auch vom Leben danach macht, dann lebt man sein Leben gut. Den Traum vom Winken von der Wolke finde ich gut - lach.

Ich danke dir sehr
und drücke dich lieb
dein Freund Gerd
ehemaliges Mitglied das ist auch meine Überzeugung: sich überraschen lassen - aber nicht negativ, meine ich. Natürlich sollte man das Jetzt genießen, da nämlich spielt sich das Leben ab.

Ich danke dir.
Liebe Grüße
Gerd
ehemaliges Mitglied Ich stelle mir danach das Dasein sehr schön vor!
Keine Sorgen, keine Schmerzen nur Geborgenheit und Frieden!
Ich hab keine Angst vor dieser Zeit, ich werde es sicher geniessen!
Ob ich noch einmal auferstehe? Das weiss ich nicht und kann es auch nicht fühlen, ich sage mir, es kommt wies kommt!

Aber falls das sein sollte, dann bitte wieder in einem Europäischen Land!
Das wär der einzige Wunsch!
Z.B. in der Schweiz, Deutschland oder Österreich, das wär mir lieb!
Ob man da noch Wünsche haben kann?? Keine Ahnung, lach.....
Auf jeden Fall nehme ich die Zeit sehr gelassen und lasse alles auf mich zukommen, nur nicht jetzt gerade, jetzt wäre es mir doch ein wenig zu früh.

Einer Freundin deren Mann kürzlich verstorben ist, hat mir erzählt:
Als sie weinte habe ihr Mann zu ihr gesagt, warum weinst Du denn? Ich gehe ja nur ein bisschen früher, Du wirst mir früher oder später folgen, dann sind wir wieder zusammen!
Ich finde das sehr schön gesagt und irgendwie ist es auch ein Trost, man weiss, irgendwann findet man sich wieder!

Vielleicht auf einer schönen weissen Wolke. Wir lachen dann zusammen und schauen auf die Erde nieder!

Danke für die Anregung, ich finde es wichtig dass man darüber sprechen und schreiben kann!!

Es grüsst Dich lieb
Deine Freundin
Silvy
Monja_moin ... falls es noch etwas danach geben sollte. Ich genieße lieber das Jetzt!
Falls es ein Danach geben sollte, weiß ich dann überhaupt noch, daß es ein Davor gab?

Monja.
Pan Definition des Wortes "Nichts" läuft hier völlig daneben.
Es ist weder nach Atom-Teilchen gefragt noch nach dem Ende von "irgendetwas", sondern nach dem, das nach dem Ende kommen könnte -würde -sollte.
Die Frage nach der Bedeutung von NICHTS kann nicht allein formal-logisch beantwortet werden, denn es geht hierbei um die Frage nach der Erlebbarkeit von NICHTS !
NICHTS kann wirklich ALLES sein, zugegeben. Aber es kann auch wirklich ein LEERES NICHTS sein, ohne Bedeutung.
Wer könnte das genau definieren? Ich möchte mir das nicht zutrauen...
Hier in diesem Gedicht - und darum geht es ja schließlich -werden Träume zum Leben erweckt, und Träume sind nun mal nach dem Erwachen nur noch Gedanken. Schöne Gedanken, Wunschvorstellungen können herrlich sein, wenn sie jedoch
fern jeder Realität im Raum schweben, was sind sie dann?
Für mich sind Träume die Nahrung auf dem Weg zum Ziel. Ohne Träume verhungere ich auf diesem Weg. Statt Traum könnte man auch Hoffnung sagen. Wer die eigenen Träume ernst nimmt, hat einen Vorrat an Hoffnung. Das ist eine kostbare Ressource unseres Lebens.
Grüße von Pan~
ehemaliges Mitglied herzlichen Dank. Besser hätte ich mir die Antworten nicht wünschen können. Natürlich leben wir jetzt, können aber auch die Vergangenheit und die Planung für die Zukunft nicht ausschließen. Die These: lebe jetzt - hat etwas Imperatives an sich. Immer wieder findet man diesen "Ratgeber", aber das menschliche Wesen lebt immer in allen drei Zeiten : Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Natürlich mache ich mir gerade in der Gegenwart die Gedanken, die Vergangenheit und Zukunft betreffen. Natürlich will ich mich gerade jetzt wohlfühlen, aber auch in den Gedanken an die anderen Zeiten. Und wenn ich mir die Zukunft halt ausmale, wie ich es gerne möchte, egal ob "realistisch" oder "träumerisch". Realistisch träumerisch - in dieser Kombination finde ich es am besten. Träume dein Leben - lebe deine Träume - bis zum letzten Atemzug. Und wenn dieser letzte Atemzug in meinen Vorstellungen bereits enthalten ist, so verliert er seinen Schrecken. Das habt ihr so entsprechend meiner Meinung auch dargestellt.

Herzliche Grüße
traumvergessen
ehemaliges Mitglied ich schließe mich Dir an. Ich habe keine Angst vorm
Sterben und einen kindlich-naiven Traum.
Ich glaube, dass es woanders weiter geht und ich alle
lieben Menschen wiedersehe.
Hier auf der Erde hinterlassen wir unsere Spuren durch
unsere Nachkommen und werden auch nie ganz in Vergessenheit
geraten.
Ich nehme das Leben an..solange es mir geschenkt wird
und durch eine Nahtoderfahrung weiß ich, dass die andere
Seite warm und friedlich ist.

Lieber Gruß Monika
tilli Die Kommentare haben schon bewiesen wie interessant diese These sein kann. Ich bin schon alt und ich weiß, dass mein Weg dem Ende naht. Was danach kommt, ja das weiß leider niemand. Schön, könnte sich jeder einen Traum erfüllen, was möchte ich tun auf der anderen Seite.

Aber egal was kommt ich lebe heute und will jeden Tag so genießen, das ich zufrieden bin mit dem was mir noch bleibt.

Viele Grüße Tilli
Syrdal Oh ja, das, was hier als NICHTS bezeichnet wird, kann fürwahr ALLES sein, denn ein Nichts gibt es nicht, denn alles ist existent, auch wenn wir es mit unseren eingegrenzten Sinnesvermögen nicht – vielleicht aber auch noch nicht – vorstellen können.
In meiner Schulzeit galt das Atom als das kleinste Teilchen der Materie. Später war es das Elektron und heute ist es das „Higgs-Boson“, im Volksmund „Gottesteilchen“, das man vor zwei Jahren im Teilchenbeschleuniger in CERN erstmals physikalisch nachgewiesen hat. Ist das schon das Ende? Nein, niemals, denn es gibt kein Ende und keinen Anfang, außer dem kausalen Schöpfer, den wir irgendwo vermuten, nur nicht dort, wo er sich befindet: in uns selbst, in unserem Denken. Und damit sind wie beim NICHTS, das in Wirklichkeit ALLES ist! – Genau das hat „sensibelchen“ messerscharf erfasst. - Unbegreiflich wunderbar!
...sagt Syrdal
sensibelchen13 Sie schreiben:" Was blieb ihm dann von seinen Träumen NICHTS!

Bitte, was ist NICHTS?
Nichts kann doch alles sein!
Ich finde die Antwort "NICHTS" als eine
schlechte Ausrede!

Abendgruß von
sensibelchen13
Pan Ich lebe im Jetzt! Was soll mir das Danach? Uralte Träume, Wünsche seit ewigen Zeiten. Der Mensch wollte immer wissen, was "danach " kommt. Und nun? Weiß er es? Mitnichten. Und das, so finde ich, ist auch gut so.
Träume haben mit der Realität so viel oder so wenig zu tun, wie ein gemalter Regenbogen mit dem natürlichen. Sie sind nur Mittel zum Zweck.
Generell zu dem Thema ist aber zu sagen, dass der Mensch sehr unterschiedliche Ansichten von Glück hat. Wenn Träume gleich Wünsche sein sollen - was sind dann die Albträume, die ja auch jeder kennt?
Ich lebe - also bin ich. Wozu soll ich von einem Leben träumen, das unbeweisbar fern ist, warum mir den Kopf zerbrechen über "zeitliche Vorstellungen", wenn nichts zu konkretisieren geht?
Orpheus wollte seine Geliebte aus dem Hades zurückholen. Er scheiterte an seinen Träumen, da er es sich nicht vorstellen konnte, sie sei endgültig nicht mehr unter den Lebenden! Was blieb ihm dann von seinen Träumen? NICHTS.
Mein Fazit: Lebe so, wie Du Dir wünschst, gelebt zu haben.
Und zwar "Heute".
Mit freundlichem Gruß
Pan~

(Schade, dass dieses tolle Thema nicht unter Philosophie abgehandelt wurde ...)
Syrdal Das ist ein „großes Thema“, das Nachsinnen über das, was ist, was sein wird, wenn wir die physische Hülle des Mensch-Seins auf der Erde wieder verlassen haben. – Schon allein in dem Wort „wieder“ liegt hier die – vielleicht nur erahnte – Gewissheit, dass es diese imaginäre Unendlichkeit wirklich gibt, die Unendlichkeit, aus der wir kamen und in die wir wieder eingehen werden. Das aber würde zugleich bedeuten, dass wir sie nie verlassen haben, diese „Ewigkeit“.

In philosophischen Werken freigeistiger Prägung, mit denen ich mich vor vielen Jahren –
damals im Osten des deutschen Landes lebend – (heimlich) beschäftig habe, war mancherorts zu lesen, dass das, was wir als Seele bezeichnen, unsterblich in Ewigkeit existiert und dass wir – jeder einzeln für sich selbst – ganz bewusst eine klare Aufgabe in einem selbstgewählten Leben auf der Erde ausgewählt und angenommen haben, nicht wissend, dass jegliche Erinnerung ans Ewige mit dem Schritt ins materielle Erdenleben ausgelöscht ist, um durch nichts, rein gar nichts „gestört“ zu sein (sozusagen als heimliches Hintertürchen), die gewählte Aufgabe im Erdenleben zu erfüllen. – Das mag man sehen, wie man will... Für mich verbindet sich mit diesem kaum fassbaren Gedanke eine vage Ahnung, dass so manchem Traum ein kleiner Blick in eine doch schon irgendwie bekannte höhere Ebene des Seins zugrunde liegt.

Wenn wir von einem „Danach“ träumen, ist es ebenso legitim, von einem „Davor“ zu träumen und uns so in der Gewissheit zu finden, dass immer alles zugleich geschieht, dass das Davor, das Jetzt und das Danach eine untrennbare Einheit bilden, in der wir uns bewegen, immer und ewig...

Toll Dein Impuls zu diesem Thema... Danke sagt Syrdal!
Traute Ein Leben nach dem Leben, ist eher unwahrscheinlich.
Ob es etwas anders gibt, darüber wollen wir nachdenken und wie Du sagst, träumend spekulieren.
Es wäre doch so schön und nützlich, wenn all das Wissen und Können, die Kunst und die edlen Gefühle und Taten ein kleines Echo in der Ewigkeit zurück bleibt.
So mag sich jeder trösten, der sich fürchtet. Ich fürchte mich nicht. Es war die Welt, bevor ich kam und sie wird ohne mich, weiterhin sein.
Es wird sich alles neu fügen und wir werden in anderen Formen und Leben in Teilen wieder im Umlauf sein.
Das genügt mir um keine Angst zu haben, wegen dem nicht mehr sein.Schön das ich sein durfte, Fühlen, Denken , Lernen , Verstehen und Dinge verändern.Dann sind andere dran. Bedauern kann ich tief, das die Natur nur so funktionieren kann. Eines Tages, lange nach uns werden die Menschen eine Ewigkeit leben dürfen, aber dann ist Geburtenregelung ein strenges Gesetz und wenig Chancen um auf die Welt zu kommen und seine Gene in der Lebenskette weiter zu reichen.Es ist eben dann anders ungerecht. Aber es ist ja nie alles beisammen, leider.
Mit ganz freundlichen Grüßen,
Traute
Ein sehr anregendes Thema, wieder eine Nachdenklichkeit, nach Traumvergessen. Es war mir wieder ein Vergnügen..
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