Wandel

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Kommentare (11)

Kurt20


Hallo Syrdal,

das klingt interessant, aber zunächst hatte ich es nicht verstanden.

Das liegt aber nicht an Dir. Zwischen Sender und Empfänger gibt es viele mögliche Störungen, und meist ist es der Empfänger, der die Nachricht nicht richtig decodieren kann.

Nachdem ich Deine Antwort an Ursula gelesen habe, ist mir ein Licht aufgegangen:

Jedoch - das ist meine Überzeugung - sind wir im Allgeistigen ewig existierend und somit absolut unvergänglicher Teil der "Ewigkeit", wie immer man diese auch mit unserem erdverhafteten Denkvermögen auch begreifen bzw. bezeichnen könnten. 

Dass wir im Allgeistigen ewig existieren, ist also deine Überzeugung?

Das ist mir sympathisch und deckt sich mit vielem, wovon kluge Menschen aller Zeiten überzeugt waren und sind.

Aber es ist auch starker Tobak.

Diese Überzeugung geht davon aus, dass unser Leben mit dem Tod nicht zu Ende ist, dass es „irgendwie“ weitergeht.

Wer davon überzeugt ist, ist zu beneiden.

Viele Menschen tun sich damit allerdings schwer. Die meisten sind dabei nicht einmal Atheisten, sondern eher Agnostiker, die meinen, dass wir auf diese Frage keine sichere Antwort finden können.

Und über Fragen zu streiten, deren Antwort lautet „Wir wissen es nicht“, bringt meist wenig.

Aber man muss ja nicht streiten. Sich anzuhören, was andere, deren Ansichten wir nicht teilen,  zu sagen haben, ist eine hohe Kulturtechnik, die leider immer mehr in Vergessenheit gerät.

Da machen wir nicht mit, oder?

Herzliche Grüße,
Kurt

Sam0

@Kurt20  
 

Kein Morgenrot, kein Abendstern,
Die Zeit, sie weilt, im Ungefähr.
Der letzte Puls ist längst schon fern,
Ein stilles, leeres, weites Meer.
Die Zeiger stehen, rasten nie,
Ein Augenblick, der ewig währt.
Kein Klang, kein Wort, kein Lied, kein Wie,
Nur das, was sich in sich verzehrt.
Ein Sandkorn fällt, nach tausend Jahr’,
Und eines noch, ganz sacht herab.
Es ist, als ob nie etwas war,
Ein lichter, farblos-stummer Trab.
Kein Ziel, kein Wunsch, kein Schmerz, kein Glück,
Nur Wandeln durch ein Grau, so schwer.
Kein Vorwärts mehr, kein Weg zurück,
Die Ewigkeit – ein leeres Leer’.
 
 
 
 

Syrdal

@Kurt20

Hallo Kurt,
Du hast in allem, was du sagst, meine uneingeschränkte Sympathie. Und ja es ist richtig, so manches - auch die von mir formulierten acht Zeilen - sind nicht immer "auf den ersten Blick" begreifbar... und dann plötzlich irgendwie doch!

Ein frohes Erleben wünscht mit heiterem Gruß
Syrdal  

Marlen13

Lieber Syrdal,
ich bin wieder ins Grübeln gekommen beim lesen deiner Zeilen,
und habe keine Antwort darauf gefunden.
So zählt für mich im Moment,
genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist das Leben. 

Mit herzlichen Grüßen für dich Marlen 
 

Syrdal

@Marlen13

Liebe Marlen,
Grübeln führt nie zu einer wahrhaftigen Antwort, denn diese liegt unbenennbar - oft eben auch unsagbar - im tiefsten eigenen Inneren. Aber der beste Weg zum Licht ist es, den Augenblick - das Leben - zu genießen. Beschreite ihn in bewusster Fröhlichkeit und alles ist gut...

...sagt mit ebenso herzlichen Grüßen
Syrdal 

werderanerin

Sicherlich ist es so, dass die "Ewigkeit" ewig existiert..., nur frage ich mich, lieber Syrdal, st es wirklich so. Wer kann das alles wissen. Mir scheint oft, dass wir viel zu wenig wissen.

Was mich beschäftigt - könnte ich, wie ich wollte, würde ich gerne sehr lange hier auf diesem schönen Planeten sein..., vorausgesetzt, es wäre auch zukünftig lebenswert, man ist gesund...aber irgendwann einmal muss man wohl als menschliches, schwaches Wesen, gehen...

Kristine

Syrdal

@werderanerin  

Liebe Kristine,
deine Gedanken zu diesem Thema berühren grundlegende Überlegungen der Menschheit, die in Platons Apologie von Sokrates mit dem Hinweisoîda ouk eidōs“ (exakt: Ich weiß, dass ich nicht weiß!) bezeichnet wurde. Daraus aber folgt zwangsläufig, dass dafür einzig ein jeder nur ganz alleine die "ihm selbst gemäße" Antwort finden kann, deren Tatsächlichkeit sich dann einst im Ewigen offenbaren wird - so oder so...!
Ob es nun so erstrebenswert ist, "sehr lange hier auf diesem schönen Planeten" zu sein...? - Nun ja, das könnte man sich vielleicht wünschen oder wenigstens vorstellen. Allerdings wissen wir nicht (siehe oben!), wie ein Dasein in einem uns undenkbaren Ewigkeitsbereich stattfindet.
Warten wir es also ab, die Antwort wird uns kommen...

...meint mit heiterer Geduld
Syrdal

U. Petri

Die Ewigkeit - ein Weilchen
Diese Gegenüberstellung hat was, lieber Syrdal, das ist etwas Absolutes.
Manches Weilchen wird wie eine Ewigkeit empfunden und doch vergeht es .

Wir und unsere Taten sind nicht für die Ewigkeit gemacht - und doch gehören wir als Masche im Gewebe der Menschheit dazu.
Ohne uns hätte sich manches anders entwickelt - ob wir Kinder haben oder nicht. 

Und immer macht sich Neues bereit, wird seine Spuren hinterlassen und nach einem Weilchen  vergehen. . .

Nutzen wir unser Weilchen und sind damit zufrieden, daß es nicht ewig ist.

Mit Freude am Augenblick grüßt Dich herzlich
Ursula

Syrdal

@U. Petri

Liebe Ursula,
unsere "Empfindungen" - auch wie wir das Weilchen empfinden - ist eine rein irdische, also Materie-gebundene Kategorie. So wird "ein Weilchen" mal so oder mal so empfunden und niemand könnte je die genaue Fassung eines Weilchens klar bemessen. - Ebenso richtig ist, dass wir als "Masche im Gewebe der Menschheit" (von dir so wunderbar formuliert!) individuelle Spuren hinterlassen und als materielle Erscheinung nach einem Weilchen "vergehen". Jedoch - das ist meine Überzeugung - sind wir im Allgeistigen ewig existierend und somit absolut unvergänglicher Teil der "Ewigkeit", wie immer man diese auch mit unserem erdverhafteten Denkvermögen auch begreifen bzw. bezeichnen könnten. – Deshalb uneingeschränkt JA, nutzen wir "mit Freude am Augenblick" unser Weilchen hier im Erdenleben, aber ganz bewusst als einzigartig wichtigen, sich nie in gleicher Weise wiederholenden Teil der Ewigkeit.

So auch grüßt in diesem Moment der Empfindung mit einzigartiger Freude
Syrdal 
 

Christine62laechel


Lieber Syrdal, wenn man an einen Zusammenhang von einer Weile und der Ewigkeit denkt, will man es meistens so verstehen, dass die Ewigkeit aus unzähligen Weilchen besteht. Das ist vielleicht nicht so ganz einfach. Ich glaube, dein schönes Gedicht lässt das wenn nicht besser verstehen, dann auf jeden Fall irgendwie ahnen, und wahrscheinlich auch akzeptieren.

Mit Grüßen
Christine

Syrdal

@Christine62laechel  

Sehr richtig, liebe Christine, die Ewigkeit besteht - zumindest in unserem erdgebundenen Verständnis - aus einer Vielzahl von Weilchen, wobei wir nicht zu beziffern in der Lage sind, was ein Weilchen umfasst. Ist es Zeit, ist es Raum, ist es Raumzeit oder eine uns nicht fassbare Dimension... wer weiß? Wir können es tatsächlich - wenn überhaupt - nur äußerst vage ahnen.

Diese "Ahnung" vorbehaltlos akzeptierend grüßt mit einem sich ins Absolute verlierenden Blick
Syrdal

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