Vergehen und Werden


Vergehen und Werden

Verblühter Mohn

Er neigt den Kopf wie einer, der genug gesehen hat.
Die Farben, einst Feuer, sind nun Seide im Wind.
Ein letzter Atemzug von Rot, dann nur noch Samen,
geheime Monde in einer grünen Kapsel.
So endet kein Lied, sondern beginnt ein anderes:
Aus dem Verlust wächst ein Vorrat an Morgen.
Die Stille nach der Blüte ist keine Leere—
sie ist die Geduld der Erde.


Mareike

Kommentare (8)

Winterbraut

Meist wird über den Mohn in seiner Blütezeit geschrieben. Du hast hier wunderschön das Verblühen in Worte gefasst.
Bin begeistert!

Liebe Grüße 
Ingrid

Mareike

@Winterbraut  

" Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne" ....

(Aus Stufen von Hermann Hesse)

Danke für Deine Zeilen!
Herzliche Grüße
Mareike

Mareike

Liebe Indeed

Die Natur "liefert" mir den Stoff ...

Herzliche Grüße
Mareike

indeed

Liebe Mareike,

schaue hier kurz rein und entdecke dein wunderschönes Gedicht. Das Foto illustriert und unterstreicht deine Worte. Ein Selenschmaus.

Herzliche Grüße von

indeed

 

Globetrotter

Liebe @Mareike
das hast du sehr schön und treffend ausgedrückt. Seide im Wind trifft  das Bild haargenau. 👍

LG Globetrotter🙋‍♀️

Mareike

@Globetrotter  
Liebe Globetrotter

Ich bin immer wieder fasziniert vom Mohn, in allen Stadien ...

Liebe Grüße
Mareike

Roxanna

Die Natur zeigt uns, dass es in irgendeiner Form immer weitergeht. Schön hast du das bedichtet, Mareike.

IMG_20260519_143455530.jpg

Lieben Gruß 
Brigitte 
 

Mareike

@Roxanna  

Ja, liebe Brigitte.
So ist es.

Die Natur insgesamt ist sehr tröstlich ...

Liebe Grüße
Mareike

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