Schleier
Kommentare (3)
@Roxanna
Was du hier in den Zusammenhang zum Schleier stellst, liebe Brigitte, ist in dieser Sicht freilich richtig.
Doch mein Marginalien-Text bezieht sich einzig auf den "feinsinnig wortgewebten Schleier", der sich – erstanden aus herztiefen Bewusstseinserfahrungen – in poetisch gestalteten Textformulierungen "verbirgt". Durch diesen Schleier zu blicken und die ganze Tiefe der Poesie zu erfahren, kann dem Durchschauenden feinstes Sinneserlebnis sein - eben eine "sinnhafte Festlichkeit".
Möge als Beispiel hier die dritte und letzte Strophe des wunderbaren Gedichtes "Die Blaue Blume" von Joseph von Eichendorff dienen:
Ich wandre schon seit lange,
Hab lang gehofft, vertraut,
Doch ach, noch nirgends hab ich
Die blaue Blum geschaut.
Wenige Zeilen, vermeintlich "einfache" Worte, aber mit sagenhaft ergreifender Tiefe... !
Liebe Grüße
Syrdal
@Syrdal
Ich war mir nicht sicher, ob ich deinen Text richtig verstanden habe. Jetzt ja, danke für die Ergänzung.
Lieben Gruß
Brigitte
Manchmal, lieber Syrdal, liegt ja auch ein Schleier auf den Augen, auf der Seele und es fällt schwer, etwas zu begreifen. Es ist nicht leicht, diesen Schleier zu entfernen.
Lieben Gruß
Brigitte