Petite Camargue Alsacienne


Petite Camargue Alsacienne
Am Eingang gab es ein Gebäude, das als Maison éclusière (Schleusenwärterhaus) bezeichnet wird und dessen dem Weg zugewandte Seite zierte diese Bezeichnung.

An sich sollten wir öfter mal in Frankreich wandern, aber dies war erst der zweite Versuch das auch zu tun. Unklar warum ausgerechnet dort. Mir war diese kleine Camargue schon länger namentlich bekannt und ich war der Meinung, dass ich diese Kenntnis Maite verdanke. Sie meint allerdings, sie kennt sie nur von mir.

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Dieser Bach ist wohl der Grund für die Schleuse und das entsprechende Haus. Er begleitete uns die ersten 500 Meter.

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Die Wegkennzeichnungen sind etwas anders als wir sie vom Schwarzwald, aus Belgien oder den Niederlanden kannten. Allerdings haben wir die nicht gebraucht, wir sind nach einer gpx-Datei gewandert.

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Es gab auf diesem Bach nicht viele Tiere, nur ein paar Schwäne und Enten.

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Der Weg vom Bach ins „Eingemachte“.

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Wichtiger Hinweis, das mit den Gummistiefeln (die wir nicht dabei hatten) haben wir zunächst nicht beachtet. Es sollte sich herausstellen, dass es ohne wirklich nicht ging.

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Ein erster Teil des Weges, der unter Wasser stand. Den haben wir noch geschafft, wenn auch nicht ganz unbeschadet.

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Hier haben wir es nicht mehr versucht, auch deshalb weil bei der vorherigen Stelle Wasser so hoch gespritzt war, dass ein Hosenbein von Maite nicht mehr ganz trocken war.

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Also zurück und lieber solche Stege benutzt. Es gab nicht so viele davon, aber durch Wasser waten mussten wir danach nicht mehr.

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Der erste Beobachtungsturm war noch eine Überraschung. Die nächsten 3 Bilder hatte ich dort oben drin gemacht.

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Was wir da oben sahen schien zunächst nicht spektakulär. Viel Wasser und reichlich Pflanzen, aber so etwas soll es ja in der großen Camargue auch geben.

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Lange genug geschaut und mit Zoom geknipst, dann sieht man auch dort was.

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Bei diesem Bild war ich fasziniert von der roten Farbe, die sich vor allem die Pflanze rechts im Bild zugelegt hat.

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Ein gutes Stück weiter führte der Weg dann an einer weiter westlich gelegenen Wiese vorbei, die von Gänsen zur Zwischenlandung benutzt wurde.

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Der nach meinem Eindruck schönste rote Baum der ganzen Wanderung.

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Beobachtungsturm Grand-Marais

2025 wiedererrichtet von der Gruppe ehrenamtlicher Baumeister „Bras-Cassés“ mit finanzieller Unterstützung der Association Suisse Pro Petite Camargue Alsacienne in Erinnerung an den großen Förderer der Forschung in der Petite Camargue, Dr. Hartmann P. Koechlin.

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Eigentlich genau das, was ich in der Camargue erwartete, Pferde die in der Gegend rumlaufen.

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Daneben gab es auch noch schottische Hochlandrinder, weniger erwartet, zumindest nicht von mir.

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Sie scheinen gut aneinander gewöhnt zu sein, kümmerten sich in keiner Weise um die jeweils andere Spezies.

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Die Erklärung in deutscher Sprache, warum die Schotten dort sind. In französischer Sprache war es darüber, es steht allerdings nichts anderes drauf.

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Auf einem Beobachtungsturm, seit 2009 benannt nach dem Ornitologen Georges Muller.

Jeder in der Petite Camargue verbrachte Tag hat seine besondere Intensität, die ganze Saison und zu jeder Zeit.

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Und das ist der Anblick, der sich im Beobachtungsturm des Monsieur Muller dem Besucher bietet.


Informationen gibt es bei der Petite Camargue Alsacienne und Wikipedia, bei beiden jeweils in französisch und deutsch.

Abschließend kann ich anmerken, dass die richtige Camargue in Frankreichs Süden sicher noch interessanter und viel größer ist, aber eben auch deutlich weiter weg.


 

Kommentare (15)

sorya

Hallo lieber Songeur,

erstmal danke für Deine wunderschönen Bilder und für das Mitnehmen auf Deine Wanderung. Ich kenne die Petite Camarque und konnte dank Deines Beitrages in Erinnerungen schwelgen. Sie ist ganz in der Nähe meines früheren Wohnortes Basel. Das letzte Mal habe ich sie besucht mit einem Freund vor ungefähr 25 Jahren. Vieles hat sich verändert, wie ich gesehen habe. Damals gab es dort noch keine Rinder und Pferde. Dafür Wildschweine die man beobachten konnte vom Ausguck eines Unterstandes aus. Einmal sind wir sogar Wildschweinen begegnet. Man hat sie von weitem auf dem offenenFeld gesehen und wir sind dann nicht mehr den Fussweg weitergegangen, da ich zuviel Angst hatte. Interessant waren auch die vielen Vogelstimmen, denen man lauschen konnte. Damals hatte es auch noch ein kleineres Gebäude mit einem Raum in Obergeschoss, wo man Bücher anschauen und bereitgelegte Exponate durch Mikroskope begutachten konnte. Ich habe damals mit meinem Freund etliche Sonntage an diesem schönen Ort verbracht. 

Liebe Grüss Sorya (Ingrid aus der schönen Schweiz)

Songeur

@sorya  

Hallo liebe Ingrid,

freut mich sehr, dass du die Petite Camargue auch kennst und das hier berichtest.

Ohne die Pferde wäre ich möglicherweise enttäuscht gewesen, auf die Wildschweine kann ich aber gut verzichten, die sind im Hohen Venn in Belgien gar nicht so selten. Man trifft dort aber mehr auf ihre Spuren, sieht sie selbst kaum mal.

Vogelstimmen haben wir auch viele gehört, allerdings klang das meist recht ärgerlich, so als fühlten die sich gestört.

Wir sind dort vor 6 Tagen gewesen und haben vor, den Besuch dort im nächsten Jahr zu wiederholen, dann aber an einem schönen Frühlings- oder Sommertag und nicht bei Nebel im Oktober.

Herzliche Grüße
Hubert

Komet

Es war wieder schön mit euch beiden zu wandern und nasse Füsse kann man immer mal bekommen. So wie wir in Linz am Rhein.

Mit Grüßen 
Komet


 

Songeur

@Komet  

Danke für deinen Kommentar, liebe Ruth.


Herzliche Grüße
Hubert

ladybird

lieber Hubert,
diese wunderbare " Intensität"  Eurer Wanderung, hast Du wirklich gut 
" rüber gebracht" und vermittelt das Gefühl, mit dabei gewesen zu sein...
Deine Wanderungen wird man NIE leid, zumal auch alle Deine Beschreibungen dazu, immer sehr informativ sind..
Lieben Dank und Gruß 
herzlichst🐞-Renate

Songeur

@ladybird  

Liebe Renate, herzlichen Dank für deinen lobenden Kommentar zu unserer Wanderung. Es freut uns beide sehr, dass dir gefällt, was ich so von unseren Wanderungen hier berichten kann. 😊

Herzliche Grüße
Hubert

Marlen13

Einfach wunderschön.
Liebe Grüße ❤️ lichst Marlen 

Songeur

@Marlen13  

Danke, liebe Marlen, für dein dickes Lob.

Herzliche Grüße
Hubert

werderanerin

Danke für diesen schönen Bericht und die dazu gehörigen herrlichen Naturbilder. So mag ich es ja auch, lieber Hubert.

Es gibt so viele wunderbare "Ecken" überall auf der Welt, die sehenswert sind. Zum Glück, für uns alle, kann man so manches hier einstellen und andere teilhaben lassen.

Dafür herzlichen Dank

Kristine

Songeur

@werderanerin  

Du hast Recht, liebe Kristine, es gibt so viele wunderbare "Ecken" auf der Welt. So wie zum Beispiel auch Potsdam, wo du unlängst deutlich besseres Wetter hattest als wir in der kleinen Camargue. 😉

Herzliche Grüße
Hubert

Kurt20

Kurt20

Guten Abend Hubert,

ein interessanter Bericht und beeindruckende Bilder. Muss ich mir morgen nochmal genauer anschauen.
 
Gute Nacht und herzliche Grüße,
Kurt

Songeur

@Kurt20  

Guten Abend Kurt,

freut mich sehr, dass dir mein Bericht und die Bilder dazu gefallen.

Gute Nacht und auch dir herzliche Grüße
Hubert

Globetrotter

Lieber Hubert,
vielen Dank für diesen Bericht. Die Pferde in der Carmague will ich auch unbedingt noch einmal sehen. Die stehen mit ganz oben auf meiner 
100-places-to-see-before-I-die - Liste. Naja, alle zu besuchen werde ich nicht mehr schaffen, aber träumen ist erlaubt😊

LG Gisela🙋‍♀️

Songeur

@Globetrotter  

Herzlichen Dank für deinen Kommentar, liebe Gisela.

Ja, die viel helleren (fast weißen) Pferde in der Camargue im Süden, das wäre wohl auch für uns was. Dazu dort noch die vorwiegend schwarzen Stiere und jede Menge Vögel.

Mal schaun ob das noch was wird.

Liebe Grüße
Hubert

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