Olds letztes Tagebuch



12. Juni 2025
 
Von 24 Stunden regnet es heute 20 Stunden. Es ist ein ergiebiger Regen. Große Pfützen, ja schon fast kleine Weiher bilden sich an den Straßenrändern entlang. Old hätte eigentlich Fotos machen sollen, die er dann in 10 Jahren Enkelchen zeigt und sagt: „das hat es Mal gegeben“, doch dies ist aus einer Ultra schwarzen Brille gesehen.
 
„Vier der reichsten Männer Afrikas besitzen gemeinsam mehr Vermögen als die Hälfte der 750 Millionen Menschen auf dem Kontinent. Das geht aus einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam hervor.“ (t-online.de).
‚Das ist ein Vergleich, der das Kernproblem der Menschheit plastisch vor Augen führt.
Fast 10.000 Menschen verhungern in Afrika jeden Tag, darunter hauptsächlich Kinder‘ (ST).
 Old hat die Lust auf Nachrichten verloren. Eine ist noch interessant. Die Ukraine soll weitreichende Waffen aus deutscher Produktion noch diesen Monat bekommen. Deutschland soll eine Militärmacht werden. Die NATO bestimmt die USA, Europa wird bestimmt durch Deutschland. Kein verrücktes Szenario.
 
Old lehnt sich zurück und schaut aus dem Fenster. Grauer Himmel, Nieselregen bei 17 Grad. Für Sommer ist es dunkel in seiner Höhle. Ein guter Grund, um die immer bereite Kerze anzuzünden und die Flamme zum Fabulieren zu nutzen.
Seine Gedanken springen freudig herum. Eine Ordnung im Chaos. Doch es kommt keine Unruhe in der Gefühlswelt mehr auf, wie vor einem Jahr.
 
Schlusswort: Ein Tagebuch vertieft das Lebensgefühl.
Wolfram8

 
 

Kommentare (0)

Anzeige