Nähe und Distanz
dann halte einfach man mal still.
Nähe gibt es und wieder Distanz
und doch verliert sich niemals ganz,
was schicksalhaft zusammengehört,
auch, wenn zuweilen etwas stört.
Was auf Dauer nicht besteht
und irgendwann verlorengeht,
das lasse man einfach wieder los,
es war vorübergehend bloß.
Ein Lernprozess war es vielleicht,
mit dem die nächste Stufe wird erreicht.
Kommentare (11)
@protes
Da hast du, lieber hade eigentlich ein "Rezept" geschrieben, wie es funktionieren kann. Da spricht viel Lebenserfahrung aus deinen Zeilen. Danke und herzliche Grüße von
Brigitte
Ein Lernprozess, der bei jedem anders verläuft, liebe Brigitte.
Nähe und Distanz erfordern Feinfühligkeit und mitunter ein dickes Fell. Wie du schon richtig bemerkst: was keinen Bestand hat , löst sich ganz von selbst auf....
vorübergehend eine Enttäuschung, aber ein Stück Lebenserfahrung.
Liebe Grüße
Ingrid
@Winterbraut
Das stimmt, liebe Ingrid, da jeder Mensch anders geprägt ist, hat auch jeder seinen eigenen Lernprozess. Ich kann das nur bestätigen, was du schreibst, Nähe und Distanz erfordern Feinfühligkeit und mitunter ein dickes Fell. Genau so ist es. Beiden Menschen muss auch an der Beziehung etwas liegen, sie muss ihnen so wichtig sein, dass sie sich auf „Beziehungsarbeit“ einlassen können. Ist das nicht der Fall, werden sich die Wege wieder trennen.
Danke für deinen Kommentar und herzliche Grüße
Brigitte
Liebe Brigitte,
jeder hat sicher mal die Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit, aber dann auch wieder das große Bedürfnis nach dem persönlichem Freiraum. Optimal wäre also die eigene Balance dieser unterschiedlichen Wünschen, auch wenn sie noch so gegensätzlich sind, zu finden.
Doch gerade in der Partnerschaft kann die Umsetzung schwierig sein, weil der Wunsch nach Nähe und Distanz bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist.
Die Personen mit der Bindungsangst könnten sich dann, wie in einer Zwangsjacke, eingengt fühlen, während der/die PartnerInnen unter ständiger Verlustangst leiden müssen.
Da dieser Maßstab (zur Nähe und Distanz) angeblich schon in der Kindheit gelegt wird, kann man ihn sicher nur schwer beeinflussen.
Viele Grüße
Rosi65
@Rosi65
Ich stimme dem zu, was du schreibst, liebe Rosi. Vor allem die in der Kindheit zu kurz Gekommenen könnten immer mehr Sehnsucht nach Nähe haben als die, die geborgen und trotzdem frei aufgewachsen sind. Wenn zwei solche Menschen aufeinander treffen, geht das eigentlich nur mit Selbsterkenntnis, man muss seine Muster gut kennen, und mit Beziehungsarbeit. Wenn sie sich darauf einlassen können, bringt das in der eigenen persönlichen Entwicklung ganz sicher weiter. Das ist dann der Lernprozess.
Ich danke dir für deinen Kommentar und grüße dich herzlich
Brigitte
Liebe Brigitte, ein Lernprozess ist alles ohne Zweifel, und ganz sicher geht es nicht immer so, wie man es sich wünschen würde. Doch - dann wird hoffentlich die nächste Stufe erreicht werden. Daran sollte man immer wieder denken, die Pädagogen sollten es immer wieder in jeglichen Unterrichtsstunden ihren Schülern friedlich predigen, und vor allem es selber nicht vergessen. Schön hast du darüber gedichtet, liebe Brigitte, deine Worte haben auch meinen Abend ruhig gemacht.
Mit herzlichen Grüßen
Christine
@Christine62laechel
Es freut mich, liebe Christine, dass mein kleines Gedicht bei dir so gut angekommen ist. Ich denke auch, dass Schülern nicht nur allgemeines Wissen, sondern auch mehr über das Leben beigebracht werden sollte. „Wie kann ich damit umgehen, wenn es nicht so läuft, wie ich es mir wünsche und wie kann ich mit Enttäuschungen umgehen oder wie kann ich einen Menschen loslassen, der sein Leben nicht mehr mit mir teilen will“. Das Leben selbst kann ein Lehrmeister sein, aber manchmal, unvorbereitet, kann es einen hart treffen. Aber alles ist eine Erfahrung, die uns prägt und im besten Fall reifen lässt.
Ich danke dir für deinen Kommentar und grüße dich herzlich
Brigitte
Manchmal, liebe Brigitte kann gut gemeinte Nähe erdrücken, gar etwas auseinander bringen. Ich denke oft, eine gesunde Aufteilung zwischen Nähe und Distanz ist der Grundstein für etwas Gutes, auch Langlebiges.
Erzwingen kann man eh nichts, aber etwas entscheiden sehr wohl !
Kristine
@werderanerin
Das denke ich auch, liebe Kristine, in allen Beziehungen muss, wenn sie „funktionieren“ sollen, eine gesunde Mischung aus Nähe und Distanz sein, und man muss sich auch mal lassen können. Sonst könnte ein Gefühl der Enge entstehen und das wird auf die Dauer nicht gut gehen. Manchmal aber wird die Distanz immer größer und man driftet so weit auseinander, dass es besser ist loszulassen. Aber Menschen, die wirklich zu einem gehören, wird man, auch wenn einmal eine größere Distanz entsteht, nicht verlieren. Was schicksalhaft verbunden ist, wird es bleiben, davon bin ich überzeugt.
Danke für deinen Kommentar und herzliche Grüße
Brigitte
sich auf das wesentliche ausrichten
in jeder beziehung
und die kleinen nebensächlichkeiten
nicht ganz außer acht lassen
annehmen und abgeben
dann wirds wohl werden
liebe grüße hade