Morgen, Kinder, wird´s nichts geben
Morgen, Kinder, wird’s wohl anders
mit dem Weihnachtsüberfluss;
den Besuch bei „Alexander´s“
GastroSternMenü- Genuss….
leistet sich nur die Elite;
denn sie schuftet nicht für Miete.
Stellt euch Kerzen in den Raum,
feiert, wie das Fest gedacht.
Holt euch Zweige, statt ´nen Baum.
Schenkt mit Herzblut – selbstgemacht.
Anders, als es immer war
wird es nun in diesem Jahr.
Und der Festtags - Gänsebraten
kostet Geld und Zeit am Herd…
kann auch noch dem Magen schaden.
Ist euch das den Einsatz wert?
Lasst die Nachbarn und Kollegen
lächeln...und den Kopf erheben.
Nehmt den Hund, lauft durch die Gassen,
hört den Klang der Kirchenglocken.
Lasst die Werbespots verblassen,
die auch digital verlocken.
Habt Geduld! Schätzt, was ihr seid...
...nicht nur in der Weihnachtszeit.
Morgen, Kinder, wird’s wohl anders
und besinnlicher – vielleicht.
*
Zur Adventszeit 2025
Foto und Text (C) Ingrid Bezold
* Anmerkung: Vorlage zu diesem Gedicht war Erich Kästner´s "Morgen, Kinder, wird´s nichts geben". Ich weiß nicht, ob ich es hier veröffentlichen darf, aber wer mag, kann es googeln. Ich wollte Inhalt, Sinn und Stil mit meinen Worten als Hommage an ihn schreiben.
Kommentare (7)
@Marlen13
Dankeschön, liebe Marlen.
Das Foto ist in Hersbruck ( 30 km östl. von Nürnberg) entstanden.
Liebe Grüße
Aus einem Schmuddeltag
schickt dir Ingrid
Super, liebe Ingrid, ein passender Text, prima nachempfunden!
Macht echt großen Spaß, Deine Gedanken in Kästners Mantel zu lesen 🌿
Liebe Grüße
Ursula
@U. Petri
Liebe Ursula,
Über deinen munteren Kommentar freue ich mich sehr; zumal es mein erster Versuch ist, so zu schreiben.
Danke!
Liebe Grüße
Ingrid
Liebe Ingrid,
was ich besonders schön finde ist wie du aufzeigst, worauf es letztendlich Weihnachten ankommt .
Weihnachtsfest muss und sollte nicht prall gefüllt und voll sein auf finanziell basierenden Wünschen gleich welcher Art.
Meine Generation braucht nur an ihre Kindheit zurück zu denken. Es geht auch sehr viel bescheidener.
Was allerdings auch nicht sein darf, dass Kinder verhungern, weiter Krieg geführt wird und all die Leiden, die daraus entstehen sich nachhaltig auf die Menschen auswirkt.
Es ist erschreckend, aus welchen Gründen Krieg geführt wird. Da fragt man sich, ob der Mensch unfähig ist, aus der Historie seine Lehren zu ziehen.
Wir feiern die Geburt Jesu an einem Datum, welches überlegt festgelegt wurde. Es ist für mich in erster Linie ein sehr besinnliches Fest, für viele auch in die eigene Einkehr (was zu wünschen wäre). In unseren Breiten wohltemperierte Räumlichkeiten, eine Atmosphäre der Geborgenheit schaffen, sich an Kerzenlicht erfreuen, die Hoffnung im Glauben zu suchen und zu finden - all das ist wertvoller als große Gaben zu erhalten.
Auf der anderen Seite von Mutter Erde herrscht Hochsommer. Dort feiert man anders, fröhlicher und gelassener. Dennoch gilt für uns alle die Quintessenz, das Weihnachten kein Event ist in dem Sinne, sondern die Freude über die Geburt Jesu Christie.
Familienfest hier bei uns und überall möglichst in Eintracht zu feiern und sich freuen und hoffen, dass kein Streit ausbricht, ist selbst in der kleinsten Zelle (Familie) nicht immer einfach.
Fangen wir bei uns selbst an und wenn wir das geschafft haben, können wir es nach außen tragen. - Es ist ein langer Weg und es ist bereits ein Erfolg, wenn der eine oder andere es schafft.
Ich wünsche allen hier im ST eine besinnliche Adventszeit.
Lieben Dank für deine Anregungen und deine Mahnung.
Adventliche Grüße von deiner Namensschwester Ingrid
@indeed
Liebe Ingrid,
herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, dem ich gerne zustimme.
Mit dieser Hommage wollte ich mal etwas Neues für mich ausprobieren.
Im Stil und Sinn den Text eines Dichters auf meine Art zu schreiben.
Die Grüße zur Adventszeit gebe ich gerne dir unf den Mitautoren zurück.
Herzlichst Ingrid
Klara, Holsteinerin,Margit, Marlen, U. Petri, Fraun, Protes,Ladybird,m´Mirisfad, LisaK, Rosi,Indeed - ich danke euch allen dafür, dass euch mein Beitrag gefallen hat.
Liebe Grüße in die kommende Adventszeit
Ingrid