Lebenszeit
19. April 2026
Einen schönen Sonntag Euch allen!
Unsere Zeit hier auf dieser schönen Erde ist begrenzt.
Kein Grund, vor Angst zu schlottern (das würde auch nichts nützen 😉).
Aber ein guter Grund, uns davor zu schützen, Zeit zu vergeuden.
Dazu stelle ich mir immer wieder eine Frage:
„Ist das, was ich gerade tue oder zu tun beabsichtige, die Zeit wert, die es mich kostet?“
Wenn ja: weitermachen. Wenn nein: etwas anderes tun.
Je öfter wir das praktizieren, desto zufriedener und fröhlicher fühlen wir uns.
Warum? Weil wir die wichtigste Ressource, die uns gegeben ist, mit Sorgfalt und Bedacht behandeln.
Denn ohne unsere Zeit sind alle – wirklich alle! – anderen Ressourcen wertlos.
Einen schönen Tag Euch allen. Und achtet gut auf Eure Zeit 😊.
Herzliche Grüße,
Kurt
Kommentare (5)
Denn ohne unsere Zeit sind alle – wirklich alle! – anderen Ressourcen wertlos.
(Goethes „Faust. Eine Tragödie“ (1808)
für nicht wenige Menschen, wird leider auch umgekehrt ein Schuh daraus:
Ohne lebenswichtige Ressourcen, die wir leider nur begrenzt beeinflussen können, – verliert auch die Zeit ihren Wert.
Lisa
@LisaK
21. April 2026
Danke, Lisa,
das stimmt. Es gibt Lebenssituationen, in denen die wichtigste Ressource nicht die Zeit ist.
Worüber ich in meinem Blogbeitrag und in der Antwort auf Pippas Kommentar spreche, bezieht sich nicht auf Grenzsituationen (vor denen niemand von uns gefeit ist).
Wenn man etwa am Verhungern ist, einen geliebten Menschen verloren hat, von Krankheit und Schmerzen geplagt wird oder im Krieg leben muss, gilt vieles nicht mehr, was in einem Durchschnittsleben gilt.
Darüber denke ich, angeregt durch Deinen Kommentar, nach.
Herzlichst,
Kurt
Moin Kurt,
was meinst du mit „Zeit vergeuden“?
Ich zB finde es herrlich gar nichts zu tun, keine Pläne zu haben und vor allem keine Termine.
Wache ich morgens auf und weiß, heute muss ich keinen einzigen Termin einhalten, dann bin ich zufrieden.
Das finde ich am Rentnerdasein am schönsten: habe ich Lust, tu ich was, habe ich keine, tue ich nix.
Müsste ich dauernd darüber nachdenken, ob ich evtl meine Restzeit verplempere, dann würde ich vermutlich gestresst sein.
Auch dir eine gute Zeit und
harzliche Grüße
von Pippa
@pippa
20. April 2026
Guten Morgen Pippa,
Danke für Deinen schönen Kommentar.
Ich meine es so: Jeder Mensch hat Dinge, die ihm wichtig sind, aus denen er Genugtuung, Lebensfreude und Spaß gewinnt.
Welche das sind, ist wahrscheinlich von Mensch zu Mensch vollkommen unterschiedlich.
Die eine liebt Spaziergänge, der andere Pizza, jemand kümmert sich mit Leidenschaft um benachteiligte Kinder, ein anderer hört mit Begeisterung klassische Musik, ...
Wenn ich mir mein Leben als riesigen Basar vorstelle, auf dem es alles Erdenkliche zu kaufen gibt, dann entspricht in dieser Vorstellung meine Zeit der Menge des Geldes, welches mir zum Einkaufen zur Verfügung steht.
Was werde ich auf dem Basar kaufen?
Zuerst das Lebensnotwendige. Alles, was ich und meine Leute zum (Über-)Leben brauchen. Die Grundbedürfnisse müssen zuerst befriedigt werden.
Übertragen auf meine Zeit: Ich gebe einen Teil davon für Notwendiges aus, das mir und meinen Lieben ein ordentliches Leben verschafft. Für Schlaf, fürs Essen, für Körperpflege etc. [Darunter ist viel Lästiges, aber wenn es sein muss, muss es eben sein. Aktuelles Beispiel: Zahnarztbesuch inklusive Wurzelbehandlung → Augen zu und durch! 😉]
Zurück zum Basar. Kaufe ich irgendwelchen Mist? Möglichst nicht. Dafür ist mein Geld, eine begrenzte Ressource, zu schade.
Und im richtigen Leben?
Hier gibt es keine begrenztere Ressource als meine Lebenszeit.
Ich wäre doch vom Teufel geritten, würde ich sie für irgendwelchen Tinnef verschleudern.
Fazit: Ich überlege mir genau, wofür ich Zeit aufwende.
99,999… % dessen, was das Leben im Angebot hat, lehne ich dankend ab.
Nachbemerkung:
Das ist natürlich nur Theorie. Was zu tun wäre, ist uns in vielen Fällen klar. Es ist aber eine Tatsache, dass wir vieles davon nicht tun. So sind wir gestrickt. Wir sind keine Maschinen.
Trotzdem kann ich versuchen, mit meiner Zeit sorgfältig umzugehen. Das funktioniert bei Weitem nicht immer, aber – um meinen Lieblingswerbespruch zu zitieren – „immer öfter“ 😉.
Einen schönen Tag und bis demnächst,
herzliche Grüße
Kurt
21. April 2026
Ich habe über Lisas Kommentar von gestern nachgedacht. Vorläufiges Ergebnis:
Zu allen Zeiten und in allen Gegenden hatten und haben Menschen mit Belastungen zurechtzukommen. Viele mit einem Grad an Verzweiflung, den wir uns kaum vorstellen können.
Ihnen fehlte oder fehlt vieles, was für uns selbstverständlich ist.
Und trotzdem: Wenn ihr Vorrat an Zeit aufgebraucht ist, fällt der Vorhang.
Und so gilt auch für solche gepeinigten Menschen:
Ohne Zeit sind alle anderen Ressourcen wertlos.
Liege ich damit falsch?
Herzliche Grüße an Dich, liebe Lisa und an Euch alle,
Kurt