Leben ist Ordnen
Man lernt als junger Mensch sortieren,
ordnen und Dinge g’rade stellen,
Buntes vom Weißen isolieren,
geschieden von den Junggesellen.
Man bringt in Ordnung die Ideen,
teilt sie in gute und die dummen;
Kleingeld woanders will man sehen,
als in Brieftasche große Summen.
Tiere in Arten, Stoff in Sorten,
Essen sortiert man in Gerichte;
fürs Ordnen fehlen einfach Worte –
nur ein Chaot, der drauf verzichtet.
;)
(Titelbild aus dem Internet)
Kommentare (16)
@JuergenS
Stell dir dann vor, wie ich erschöpft sein muss, deine Philosophie richtig zu verstehen, auch sprachlich. 😉 Aber ich glaube, ich kann dich verstehen. 😊 Und ich glaube, es wäre gar nicht schlimm, auch wenn unnötig, unter der Bedingung, dass es keine anderen schlechten Folgen mit sich bringen würde.
Bin auch Philosophin, eine blonde.
08. Januar 2026
Liebe Christine,
Ordnung wurde, speziell in meiner Jugend, als höchste Tugend gelobt: Wer ordentlich ist, hat sein Leben unter Kontrolle.
In späteren Jahren ging mir dann allmählich auf, dass das nur manchmal stimmt. Der Wunsch nach Ordnung ist bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt.
Manche meiner Kolleginnen und Kollegen waren fast penibel ordentlich, andere eher chaotisch. Ob sie angenehme Mitmenschen waren, gute Eltern oder erfolgreich in ihrem Leben, hatte mit ihrem Ordnungssinn nichts zu tun.
Wenn man unordentlich ist und sich damit wohlfühlt, so wie ich, sei’s drum.
Wir alle verfügen nur über begrenzt Zeit und Energie. Ob wir sie zum Aufräumen und Ordnen verwenden oder aber zum Lesen, Häkeln oder Faulenzen, ist eine ganz individuelle Entscheidung.
„Unordnung ist so lange in Ordnung, wie man sie selbst in Ordnung findet“, habe ich irgendwo gelesen. Das scheint mir eine vernünftige Einstellung zu sein.
Und wenn meine Unordnung andere stört? Dann weise ich ganz bescheiden darauf hin: „Dein Ordnungsbedürfnis stört mich ja auch nicht – lass uns unsere Unterschiedlichkeit genießen.“
Herzliche Grüße
Kurt
@Kurt20
Mein nicht ganz ernst gemeinter Eintrag, Kurt, war natürlich weder ein Lob, noch eine Kritik. Ordnen gibt es einfach, Ordnung kann es auch geben - für mich sehr gerne. In meinem Leben gab es so viel Chaos und Unordnung, dass ich die beiden gerne meide. Ich mag Menschen, die auf eine reizvolle Art und Weise ordentlich sein können; ich finde sie vertrauenswert, falsch manchmal. Ihre Art aber, wie sie die Wrklichkeit im Griff haben, sozusagen, imponiert mir, und beruhigt mich. Was natürlich noch lange nicht bedeutet, dass ich mich mit Chaoten nicht anfreunden kann. Denn selber bin ich auch nicht pedantisch; nicht gelernt, sonst wäre ich.
Die Ordnung finde ich in manchen Bereichen einfach unentbehrlich: Medizin, Edukation. Da hat die Lockerheit meiner Meinung nach nichts zu suchen.
Mit Grüßen
Christine
Ich mag es auch, zumindest etwas geordnet, damit man eine Übersicht hat und auch behält. Sauberkeit ist eh ein hohes Gebot.
Dabei bin ich aber niemand, der ständig irgendwo wischt u.a.m.
Ordnung ja...aber alles so, dass es nicht belastet, liebe Christine
Liebe Grüße
Kristine
@werderanerin
Liebe Kristine, dein Kommentar brachte mich an an die Erinnerung an meine Nachbarn, die vor etwa 10 Jahren nebenan wohnten. Ein älteres Ehepaar, die Dame immer mit einem Wischlappen in der Hand. Mal ging ich an ihrem Auto im gemeinsamen Hof vorbei, und konnte sie beide beim Putzen sehen: sie drinnen, er draußen. Wir begrüßten einender, und er sagte: Sehen Sie, ich wollte in aller Ruhe mein Auto saubermachen, nein, sie muss auch mit. Sie putzt immer und alles...
Tja, wäre ich der Mann, wäre ich auch längst schon geschieden. 😉
Mit herzlichen Grüßen
Christine
Liebe Christine,
wie sagt man so schön - Ordnung ist das halbe Leben.
So finde ich es auch. Schön dich gelesen zu haben.
Mit lieben Grüßen ❤️ lichst Marlen
@Marlen13
Liebe Marlen, ein wahrer Spruch von dir. Eine vernünftige Ordnung bedeutet so viel wie: alles in Ordnung. 😉 Sie ist etwas Festes, daran man sich halten kann.
Mit herzlichen Grüßen
Christine
Liebe Christine
ja so eine gewissen Grundordnung braucht man schon- wobei da die Meinungen über Ordnungssch0on sehr weit auiseinander driften.
Manche finden im der größten Unordnung alles was sie suchen sofort und bei anderen sind die Stifte am Schreibtisch nach Größe sortiert. Ich versuche es mit dem Mittelweg…lach..
Du. Erstaunst mich immer wieder liebe Christine… Du hast einen unerschöpflichen Vorrat an Ideen. Einfach Super.
Ich wünsche Dir dass du alles findest damit du nicht zu lange suchen mußt….lach
Mit wohlsortierten Grüßen
Angelika
@Tulpenbluete13
Liebe Angelika, danke für Deine nette Anerkennung und die wohlsortierten Grüße. 😊 Ja, ich finde den Mittelweg auch am besten. Eine Ordnung unbedingt - und da muss ich schon wieder an die moderne Pädagogik denken, die sie den Kindern und Jugendlichen fast schon verweigert. Und junge Leute brauchen Ordnung und Regeln am meisten, denn sie lernen die Welt ja erstmal kennen. Mal hoffen, dass sich das auch wieder aufbessern lässt.
Nun wurde das Wetter sogar ordentlich: es ist kalt, und es schneit, wie es sich im Winter auch gehört.
Mit herzlichen Grüßen
Christine
Liebe Christine,
niemals werde ich Johannes vergessen, denn er war nicht nur mein ehemaliger Teamleiter, sondern auch MAV-Vorsitzender und Lehrer. Ein vielbeschäftigter Mann!
Allerdings gehörte er auch zu einer besonderen Menschen-Kategorie, die Außenstehenden keinen Durchblick in das private Ablageprinzip gewährten.
In seinem großen Büro stapelten sich nämlich überall Berge von Akten und Unterlagen.
Nicht nur auf den Tischen, Regalen und Fensterbänken, sondern sogar noch auf dem Fußboden bildeten sich ständig Halden von Büchern und Ordnern. Dazwischen „parkte“ er seine benutzten Kaffeetassen. Alle hielten ihn deshalb für einen „liebenswerten“ Chaoten.
Doch zu unserem Erstaunen fand er tatsächlich alles, so nach ungefähr zwei bis fünf Probe-Griffen, sofort wieder.😯
Sein Ordnungssystem blieb uns aber immer ein Rätsel.😉
Viele Grüße
Rosi65
@Rosi65
Ja, liebe Rosi, solche Menschen gibt es wirklich, und die sind keine Chaoten - obwohl es danach aussieht. Sie sind einfach anders organisiert. 😉
Ich glaube, man hat so einen eigenen Mass an Ordnung. Ein gutes Beispiel dafür wären mein Bruder, eine ehemalige Nachbarin von mir, und ich. Mein Bruder lacht die ordentlichen Menschen aus, weiß nie, wo seine Hausschlüssel liegen, usw. Meine Nachbarin konnte rund um die Uhr putzen, und hatte nie genug; sie wurde nie davon müde. Und mein Platz liegt irgendwo dazwischen. Keine echte Pedantin, Chaos und Unordnung hasse ich aber; die nehmen mir meine Ruhe weg. So habe ich heute manches in Ordnung gebracht, und morgen geht es damit weiter. 👍😊
Mit herzlichen Grüßen
Christine
liebe Christine
gefällt mir, was du da geschrieben hast
aber
ein freund sagte mal
immer wenn die putzfrau da war
finde ich nichts mehr
die macht meine gewohnte unordnung
total durcheinander weil sie
immer alles ordentlich aufräumt😆
so kann man auch leben
in unserer chaotischen welt.
liebe Grüße hade
@protes
So kann das sein, lieber Hade. Es gibt Menschen, oft sind sie Künstler, die sich in ihrer besonderen Ordnung sehr gut abfinden können, die für Andere nichts als nur ein Chaos ist. Na ja, aus Chaos entstehen oft große Dinge, unsere Welt zum Beispiel. 😉 Die strebt übrigens wohl langsam nach ihrem ursprünglichen Zustand...
Und die Putzfrauen sollte man keinesfalls in ein Arbeitszimmer reinlassen. Die dürfen nur Küche, Bad, Flur; die können sie richtig - nach ihren Begriffen - putzen.
Mit herzlichen Grüßen
Christine
@Christine62laechel
dieser Satz gefällt mir besonders gut:
"Na ja, aus Chaos entstehen oft große Dinge, unsere Welt zum Beispiel."
Aus Ordnung, die nicht übertrieben ist, aber ebenfalls. Servus 😉
@JuergenS
Ja, es heißt: am Anfang war das Chaos... - und die witzigen Leute fügten hinzu: und dann wurde es nur schlimmer. 😉 Spass beiseite aber: Chaos kann nur etwas bringen, wenn es ein scheinbares Chaos ist. Wenn irgendwelche Regeln doch dahinter stehen. Ich bin auch der Meinung, dass sinnvolle Ordnung - einfach der Sinn ist.
Im technischen Bereich, also wenn es um Produktionen geht, gibt es die Aussage go oder no go. Letzteres wenn ein Produkt nicht genau der Vorschrift entspricht. Iminduviduellen Leben, also unserem eigenen, kann man bei jeder kleinsten Kleinigkeit, entscheiden oder ändern, ob es da einer Ordnung oder "Unordnung" bedarf. Später stellt man oft fest, dass es bei irgendeiner Sache ein Fehler war, unordentlich gewesen zu sein.
Es gibt aber auch viele Dinge, wo sich später herausstellt, dass das Ordnen zwar viel Zeit gekostet hat, völlig unnötig war, weil es überholt ist, inzwischen.
Servus, bin ganz erschöpft, schreibe selten was Philosophisches. hahahahaha
😉