Heute, jetzt und hier


Heute, jetzt und hier
24. Februar 2026

Guten Tag, Euch allen,

gerade habe ich mir eine Gardinenpredigt gehalten. Wollt Ihr sie hören? (Sie ist nicht sehr lang):

Was sein wird, weißt du nicht. Trotzdem malst du dir alle möglichen zukünftigen Szenarien aus, die dir Angst machen.

Verrückt: Du erfindest etwas, reine Fantasieprodukte, und versetzt dich damit in Angst und Schrecken.

Wer macht denn sowas? Und warum? Das kann nicht gesund sein.


Aus dem Hier und Jetzt in die sogenannte Zukunft zu springen, ist nicht gut für dich. Währenddessen versäumst du das Leben im Hier und Jetzt. Keine gute Idee.

Du musst nicht unbedingt wissen, woher dieses Fehlverhalten stammt. Viel wichtiger ist die Antwort auf die Frage: Wie wirst du diesen Unfug los?

Wehre dich. Lass dich nicht von (eingebildeten) Ereignissen drangsalieren, die im Moment ohne Bedeutung sind. Pfeife dich zurück, sobald du in die Zukunft abdriftest. Was hast du dort verloren? Hier spielt die Musik.

Das musste einmal gesagt werden. Mal seh'n, ob die Predigt gewirkt hat.

Herzliche Grüße
Kurt

Kommentare (8)

keyly

Guten Abend Kurt!

Wie immer sind deine sehr gut geschriebenen Beiträge auf ihre Art verführerisch. Natürlich würde ein kurzfristiges Wolkenkuckucksheim angenehme Stimmung bringen, könnte sich aber bereits am nächsten Tag rächen. Leben, ohne in irgendeiner Form an die Zukunft zu denken, entspricht meiner Ansicht nach auch nicht der menschlichen Veranlagung und wäre in vielen Gegenden der Welt sogar ausgesprochen gefährlich. 

Solche Vorstellungen kann man nur pflegen, wenn es einem sehr gut geht und man glaubt, Sicherheiten sowie eine unzerstörbare Gesundheit im Rücken zu haben.  

So, wie die Welt sich derzeit entwickelt, sowohl was Politik als auch Natur betrifft, sollten junge Menschen sogar sehr intensiv an die Zukunft denken. Es stimmt, man weiß nicht was kommt, aber wer ein Gewitter aufziehen sieht, sollte zumindest einen Schirm einstecken. 
Auch die Frage des Nachwuchses ist heute gut zu überdenken.

Ich weiß schon, ich hole wie immer zu weit aus, aber es gibt auch für viele Senioren eine Menge zu bedenken, nicht nur für jene mit Mindestpension, auch, wie geht man mit sich ankündigenden, ernsthaften Alterserscheinungen um. In welcher Form kann man dann sein  Leben noch bewältigen, was ist entbehrlich, wer pflegt mein Tier, meinen Garten, wie komme ich über Stufen ohne Geländer  ......usw.

Man sollte es nicht glauben, eigentlich bin ich eine Frohnatur, allerdings mit Hang zur Sicherheit.  

Liebe Grüße  keyly

 

 



 

Kurt20

@keyly  

25. Februar 2026

Guten Morgen Lydia.

Schön von Dir zu hören.

Ich sprach darüber, dass es nicht besonders sinnvoll ist, sich einen Kopf zu machen über etwas, was nicht real ist und ins Reich der Fantasie gehört.

Dass ich an die Zukunft denken muss, um beispielsweis vorzusorgen, halte ich für selbstverständlich und habe es deshalb nicht erwähnt. Heute in den Fahrplan zu schauen, wenn ich morgen verreisen will, zähle ich nicht zu den eingebildeten Ereignissen, von denen man sich nicht drangsalieren lassen sollte.

Dein Kommentar zeigt mir, dass ich mich noch präziser ausdrücken sollte, um nicht missverstanden zu werden. Das ist eine hohe Kunst, die zu beherrschen viel Übung erfordert. Ich bleibe am Ball! 😉

Einen schönen Tag und herzliche Grüße
Kurt

Marlen13

Ich hatte früher auch mal Albträume, seit dem sage ich mir vorm einschlafen immer ein Gedicht auf und wiederhole das - wenn ich nachts mal raus muss und schlecht wieder einschlafen kann.  
Da ist das Gehirn mit schönen Gedanken beschäftigt.
Wünsche einen schönen Abend ❤️ lichst Marlen 

Kurt20

@Marlen13  

24. Februar 2024

Guten Abend Marlen,

danke für Deinen Kommentar.

Das ist eine gute Idee, allerdings für mich weniger geeignet. Gedichte kenne ich nur wenige und wenn, dann eher traurige („Wer reitet so spät durch Nacht und Wind, …“), wenig geeignet, die bösen Geister zu verjagen.

Vor dem Schlafengehen keine Horror-Informationen mehr zu konsumieren ist vom Prinzip her bestimmt sehr wirkungsvoll. Aber wenn der „Tatort“ läuft oder ein eiskalter Thriller, vergesse ich das geflissentlich. „Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach.“

Also begnüge ich mit einfacheren Methoden. Eine, die recht gut funktioniert (bei mir): Von 100 rückwärts zählen.

Oder aber der Gang in die Küche, siehe dazu meine Kommentar-Antwort an  Renate.

Eine Gute Nacht und herzliche Grüße
Kurt

Distel1fink7

Lieber Kurt,
und ja Du, hast Recht

ICH NEHME MEINE vERGANGENHEIT; ; MEINE zUKUNFT- SOLANGE 
ICH NOCH EINE HABE ; ERGIBT MEINE Erfahrung..
Wovor soll i,ch mich noch fürchte.

Denkt Distel1fink7

Kurt20

@Distel1fink7  

24. Februar 2026

Lieber Distel1fink7,

danke für Deinen Kommentar. „Wovor soll ich mich noch fürchten?“, fragst Du.

Das frage ich mich meistens auch. Und dann sind sie doch wieder da, die Ängste. Sie lauern auf der Hintertreppe, ich bekomme sie niemals ganz los.

Deshalb spreche ich mir hin und wieder Mut zu oder halte mir eine kurze Predigt, wie heute früh. Manchmal hilft das.

Herzliche Grüße
Kurt

ladybird

Lieber Kurt, 
Deine "Predigt" sollte man üben, das wäre ein Zugewinn
....

" sein wird, weißt du nicht. Trotzdem malst du dir alle möglichen zukünftigen Szenarien aus, die dir Angst machen."

Ich nenne diese "Szenarien" KOPF-KINO"
und finde dieses nur "nervig"...und im Nachhinein kam alles ganz anders, als der Kopf sich alles, meistens negativ , ausmalte?
Jetzt bin ich Nutznießer Deiner Predigt...
mit Dank und Gruß vom Rhein 🐞-ladybird

Kurt20

@ladybird  

Liebe Renate,

Du schreibst: "… und im Nachhinein kam alles ganz anders, als der Kopf sich alles, meistens negativ, ausmalte."

Genau, viel Lärm um nichts.

Nachts sind solche Gedanken besonders hartnäckig. Vielleicht kennst Du das auch:

Man wacht zwischen drei und fünf Uhr auf, und das „Morgengrauen“ steht im Zimmer, bewaffnet mit einem Sack voller Zukunftsangst. Ich möchte gar nicht im Detail erzählen, welche negativen Szenen mein Geist mir dann zumutet.

Wenn die Zukunftsangst in der Morgendämmerung durch die Straße schleicht, auf der Suche nach leichter Beute (um einen Ausdruck meiner Schwiegermutter zu verwenden), dann soll sie bitte in anderen Häusern ihr Unwesen treiben. Mir jedenfalls lasse ich von ihr nicht den gerade anbrechenden Tag verderben.

Leichter gesagt als getan? Ja.

Aber wenn wirklich gar nichts mehr hilft, gehe ich in die Küche und trinke ein Bier. Das funktioniert auch mit Rotwein😉.

Herzliche Grüße
Kurt

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