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Früher, als ich noch riesige Mengen an Büchern verschlang ..

An arbeitsfreien Nachmittagen, lange bevor Computer, Handys und das Internet unseren Alltag bestimmten, hatte die Zeit eine ganz andere Qualität. Wenn ich arbeitsfrei hatte und mein Freund an der Universität war, gehörte der Tag ganz mir – und ich empfand das nie als Einsamkeit, sondern als kostbaren Freiraum.
Besonders gern zog ich mich mit einem Buch zurück. Oft lag ich bäuchlings auf dem Bett, und versank Seite um Seite in fremden Welten. Die Wohnung wurde still, nur gelegentlich drang das Geräusch eines vorbeifahrenden Autos oder das Zwitschern eines Vogels durch das geöffnete Fenster. Es gab keine Nachrichten, die ständig aufblinkten, keine E-Mails, die beantwortet werden mussten, und kein Telefon, das ununterbrochen Aufmerksamkeit verlangte.
Beim Lesen entstanden die Bilder ausschließlich in meiner Fantasie. Burgen erhoben sich über nebelverhangenen Landschaften, mutige Heldinnen durchquerten dunkle Wälder, Segelschiffe trotzten stürmischen Meeren. Jede Figur hatte ihr eigenes Gesicht, jede Landschaft ihre eigene Farbe. Kein Film und keine Illustration konnten mit der Lebendigkeit konkurrieren, die die eigene Vorstellungskraft hervorbrachte.
Manchmal verlor ich völlig das Gefühl für die Zeit. Das Licht im Zimmer veränderte sich langsam, wanderte über den Teppich und die Bettdecke, während ich noch immer mitten in einer Geschichte lebte. Erst das Geräusch des Schlüssels in der Wohnungstür kündigte die Rückkehr meines Freundes an und holte mich zurück in die Wirklichkeit. Oft blickte ich dann überrascht auf die Uhr und stellte fest, dass mehrere Stunden vergangen waren, ohne dass mir auch nur eine Minute lang langweilig gewesen wäre.
Wenn ich heute daran zurückdenke, erscheint mir diese Zeit fast wie eine eigene kleine Welt. Die Nachmittage waren ruhiger, langsamer und vielleicht auch intensiver. Ein einziges Buch konnte einen ganzen Tag füllen, und die Fantasie hatte genügend Raum, um Wolken voller Geschichten entstehen zu lassen – ganz ohne Bildschirm, ohne Ablenkung und ohne die ständige Verbindung zur Außenwelt. Gerade deshalb sind diese Erinnerungen bis heute so wertvoll geblieben.
(gemeinsam mit ChatGpt erarbeitet, incl. Bild)
Anmerkung:
das Bild vom ST-Bildgenerator war heute unbrauchbar, denn er hat leider mal wieder die Füße verdreht, hahaha - wie herum die Körperteile an den Gelenken zusammen gehören, das schnallt er einfach nicht, da entstehen dann oft solch lustige Kuriositäten:

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