Es wird immer mehr vergessen


Das Schweigen hing in Stacheldrähten,
wo jeder Name stumm verblich.
Die Henker lachten, als sie mähten,
und alles Licht der Welt entwich. 
 
In Zügen schwand die letzte Hoffnung,
die Nummern tief ins Fleisch gebrannt.
Des Hasses bodenlose Öffnung
verschlang das Leben, den Verstand.
Der Himmel schwer von Rauch und Asche,
das Leben wurde ausgelöscht.

Der Tod zog ein mit kalter Tasche,
wo Menschlichkeit im Keim erlosch.
In dunklen Nächten, stummen Lagern,
zerbrach das Glück, verstummte Wort.
Hass ließ die Seelen dort verhagern,
ein grausam, mitleidloser Ort. 
 
Millionen Stimmen, jäh zerrissen,
die Welt sah weg, das Herz erfror.
Es bleibt der Schrei in kalten Mauern,
dass nie der Mensch den Mensch verlor. 
 
Aus tiefer Asche wächst das Trauern,
das uns ein ew’ges Mahnmal ist.
Die Pflicht bleibt fest, im Jetzt zu dauern,
damit kein Herz die Schuld vergisst.



©️F.R.K.

Kommentare (3)

JuergenS

Leider haben damals zu viele nicht nur die rechte Hand hochgerissen, sondern ihren Spass gehabt, Menschen zu quälen, es ist also falsch, immer nur von Nazis oder nazi zu schreiben oder sprechen, es waren Millionen Helfer und aber Millionen Mitläufer, nämlich Deutsche.

Aus diesem Grunde unterstütze ich die weltweite Aktion "Stolpersteine".

 

pippa

Danke Sam,

das Grauen, wenn man mal ein ehemaliges Konzentrationslager besuchte, beschreibst du sehr gut.

Als Jugendliche sah ich einmal die Filme über die Lager; von den Nazis selbst gedreht, anschließend die der Alliierten, wie sie die Lager vorgefunden haben.

Diese Bilder wird man nie mehr los.

Harzliche Grüße von Pippa

Winterbraut

Hallo SamO,

eindrucksvoll hast du dieses dunkle Kapitel in unserer Geschichte verwortet.
Vor Jahren war ich in Dachau, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Es hat mich sehr bedrückt. 

Liebe Grüße Ingrid 

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