Es hätte auch anders kommen können


Es hätte auch anders kommen können
[Titelbild von mir erstellt unter Nutzung von KI] 

10. Mai 2026

Guten Tag allerseits,

mir ist im Leben bisher so viel Gutes widerfahren, dass ich eigentlich rund um die Uhr dankbar sein müsste. Dabei vergesse ich manchmal, dass mein eigener Anteil an diesem Glück recht klein ist.

Natürlich ist es nicht schlimm, wenn wir uns einen Teil dessen, was uns gelungen ist, als persönlichen Erfolg anrechnen. Aber wenn wir ehrlich darüber nachdenken, ist unser „Eigenanteil“ oft sehr viel geringer, als wir glauben.

„Die meisten erfolgreichen Menschen überschätzen den Anteil ihrer eigenen Leistungen und unterschätzen den Beitrag glücklicher Umstände. Selbst viele Lottogewinner bestreiten, dass ihnen Fortuna gnädig gesinnt war; sie halten ihre Intuition für Zahlenkombinationen oder einen anderen Firlefanz für ausschlaggebend.“
(Wiener Zeitung, 6.7.2019, Feuilleton, S. 28)


Deshalb erinnere ich mich immer wieder einmal daran: „Werde nicht hochmütig. Du hast im Leben viel Glück gehabt. Es hätte auch ganz anders kommen können. Vergiss das nicht. Sei demütig und dankbar, dem Schicksal oder deinem Schöpfer gegenüber.“

Gleichzeitig sollte ich nicht übersehen, dass es Millionen Menschen auf der Welt gibt, die dieses Glück nicht hatten oder haben. Die trotz aller Anstrengungen den Karren nicht aus dem Dreck bekommen, weil die Umstände gegen sie sind. Glück hängt eben auch davon ab, wann und wo man geboren wurde, mit welcher genetischen Ausstattung man ins Leben gestartet ist und von vielen weiteren Faktoren.

Ich Glückspilz neige manchmal dazu, das zu vergessen und verpasse mir deshalb ab und zu eine Kopfnuss, damit mir nicht zu wohl wird ...

Das mit der Kopfnuss ist erledigt, jetzt genieße ich den Sonntag und Ihr hoffentlich auch. 

Bis bald, herzliche Grüße
Kurt
 

Kommentare (9)

Kurt20


15. Mai 2026

Vielen Dank Euch allen für Eure Gefällt-Herzchen ❤️.

Herzliche Grüße,
Kurt
 
o   ladybird
o   Sam0
o   sisseli
o   indeed
o   Marlen13
o   Syrdal
o   cecile
o   Songeur
o   LisaK
o   pippo
o   Monali
o   Rosi65
o   Roxanna
o   Schmetterling04
o   Globetrotter.
 

indeed

Hallo Kurt,

es ist schön, dass du dir sehr bewusst bist, wie gut du es hattest und noch hast. Das Leben verfährt mit Jedem anders, wie du richtig kommuniziert hast. 

Es gibt aber auch Menschen, die Täler durchreiten mussten und dafür dankbar sind, denn auch aus solchen Zeiten kann man seine Lehren ziehen. 

Wichtig ist doch, dass man seine Mitte findet oder noch besser gefunden hat. Dann ist man ausgeglichen und auch fröhlich. 

Lieben Abendgruß zu dir von

indeed

Kurt20

@indeed  

12. Mai 2026
 
Hallo Ingrid,

vielen Dank für Deinen Kommentar.

Es ist schön, sich über Dinge, die einen bewegen, hier auf seniorentreff.de so freundlich austauschen zu können. Das ist nicht selbstverständlich. An anderen Stellen im Internet wird Gift und Galle gespuckt; die alte Kulturtechnik, gepflegt miteinander zu reden, auch wenn man nicht einer Meinung ist, geht leider immer mehr verloren …☹️

Was Deine Bemerkung über die „Mitte“ betrifft: Nach dieser Mitte suche ich ehrlich gesagt noch. Aber wie der alte Konfuzius schon sagte: „Der Weg ist das Ziel.“

Einen herzlichen Gruß zurück zu Dir und bis bald,
Kurt

indeed

@Kurt20  

Lieber Kurt,

die Mitte ist auch nicht immer fühlbar und man muss sie sich immer wieder "erarbeiten" meine ich. Zumindest geht es mir so. Für mich gehört das auch zum Leben.
Bin sehr stimmig mit dir, was die Kommunikationskultur heutzutage betrifft.
Ich beobachte es sehr oft in Fernsehsendungen. Da wird eine Frage gestellt und dann lässt man sein Gegenüber nicht einmal ausreden. Ok., einige nutzen es auch zum Eigennutz. Da wäre dann einfach eine Sanduhr angebracht.
Wenn in der Runde diskutiert wird, sollten alle die gleiche Möglichkeit haben, ihren Sichtweise darzulegen.
Vor kurzem haben sie zu dritt durcheinander geredet. Schreckliche Angewohnheit.

Liebe Grüße von
Ingrid 
 

Globetrotter

Hallo Kurt,
mir ist dieses Glück durchaus bewusst, besonders stark empfand ich es während der 8 Jahre die ich in Afrika gelebt hatte. Meine jüngste Tochter wurde bei Regen mit dem SUV durch Nairobi gefahren und am Strassenrand gingen die Kinder in zerfetzter Kleidung ohne Schuhe durch den Schlamm. Glück gehabt!!!!! Manchmal wird mir heute noch übel.

LG Globetrotter🙋‍♀️

Kurt20

@Globetrotter  

12. Mai 2026

Hallo Gisela,

vielen Dank für Deinen Kommentar.

Angesichts des Zustands, in dem sich die Welt befindet, ist es niemandem zu verdenken, wenn er Traurigkeit oder Zorn empfindet statt Dankbarkeit.

Doch wem wäre damit geholfen?

Im Großen können wir, fürchte ich, nur wenig verändern. Im Gegenteil: jeder globale Eingriff in den Lauf der Dinge scheint die Lage eher noch zu verschlimmern.

Meine Frau arbeitet seit über 25 Jahren für Oxfam. Aber selbst dort, bei den Profis, ist man sich bewusst, dass die geleistete Hilfe oft nicht mehr ist als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Vielleicht besteht eine Möglichkeit, angesichts solchen Elends nicht zu verzagen, darin, im Kleinen anzufangen: In der engsten Umgebung zu versuchen, anständig zu handeln, aufmerksam und hilfsbereit zu sein, anderen, die vom Schicksal weniger begünstigt sind als wir, ein wenig beizustehen, soweit unsere Kräfte das zulassen.

Das ist ein schwacher Trost, ich weiß. Aber es bleibt uns wohl nur diese Möglichkeit: Uns auf das zu konzentrieren, was wir tatsächlich beeinflussen können.

Bis bald,

herzliche Grüße
Kurt

Schmetterling04

@Globetrotter
ebenfalls erinnere ich mich…….
Wir waren in Port Elizabeth und lernten beim Frühstück in indem BuB eine junge Frau kennen sie lachte und summte vor sich hin,
sie läuft jeden Tag, 3 Std. zur Arbeit hin und 3 wieder zurück,  sie war dankbar weil sie mit Ihrer Arbeit die Familie ernährte. Das stimmt 
überein …… wer Glück hat in einem friedlichen und bildungsorientierten Gebiet aufzuwachsen ist privilegiert , leider sind einige für diese „Geschenke“ nicht dankbar genug. Gruß vom 🦋

Kurt20

@Schmetterling04  

11. Mai 2026

Liebe Moni,

vielen Dank für dieses Beispiel. Es ist eines von vielen dafür, wie sehr wir unsere Privilegien oft nicht zu schätzen wissen.

Es gibt Menschen, die frohen Mutes durchs Leben gehen und dabei Anstrengungen auf sich nehmen, die wir uns kaum vorstellen können, nur um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, während wir vielleicht verärgert in der Ecke sitzen, nur weil das Auto einen Kratzer hat oder wir in einer Telefon-Warteschleife feststecken.

Derartig krass danebenzuliegen, tut fast schon weh.

Aber wir können unsere Dankbarkeit zurückgewinnen, falls sie uns abhandengekommen ist (das geht bestimmt auch ohne Kopfnüsse 😉)

Herzliche Grüße,
Kurt

Schmetterling04

@Kurt20  
Dankbarkeit fängt für mich da an………ich weiss ich konnte diese Stufen frei nach oben gehen vor einigen Tagen, Heute erkenne ich den Abstand der Stufe nicht mehr und stehe davor und dann höre ich eine Stimme …….
der Freund meines Sohnes hat gesehen das ich es nicht schaffe, bot mir seinen Arm und sagte Moni lass Dir bitte helfen ich bin immer für Dich da. 
Wie kann man da seine Tränen zurückhalten und kann nicht dankbar sein. 
Gruss von Moni die da noch so einige Beispiele auf Lager hätte 🦋
 

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