Ein Traum
Erschöpft und müde von der großen Hitze kehrte sie heim und wollte sich ein wenig ausruhen in ihrem Garten mit den großen, alten, Schatten spendenden Bäumen. Der rote Liegestuhl war ihr Lieblingsplatz. Aufatmend legte sie sich hinein und lauschte auf den Gesang der Vögel und das Rauschen der Bäume.

Plötzlich wandelte sich das Rauschen der Bäume in das Rauschen des Meeres. Ihr Liegestuhl befand sich an einem herrlichen weißen Strand, das Meer schillerte wunderschön in den Farben türkis, jadegrün und tiefem Blau. Es glitzerte auf der Wasseroberfläche als schwämmen dort unendlich viele Diamanten. Ein angenehmer Wind verschaffte ihr Abkühlung und Möwen zogen rufend ihre Kreise. Hier, an ihrem Sehnsuchtsort wollte sie für immer bleiben. Alles war leicht und schön, sie fühlte sich frei.

Doch auf einmal wandelte sich das Rauschen des Meeres und als sie die Augen öffnete, befand sie sich wieder in ihrem Garten und es war das Rauschen der Bäume, das sie hörte. Sie lächelte trotzdem. Denn für einen Augenblick hatte sie es gespürt: die Freiheit, die Weite, die Farben des Meeres. Und vielleicht, dachte sie, reicht manchmal schon ein Traum, um den Alltag ein wenig heller zu machen.

Erfrischt und erholt, widmete sie sich wieder ihren Aufgaben.

Kommentare (24)

Roxanna

Danke Flaklander für das geschenkte 💗chen. Schau dich um im Garten, für dich ist sicher auch noch ein Liegestuhl frei 😄.

Lieben Gruß
Brigitte

Roxanna

Danke, liebe LisaK für das geschenkte 💗chen. Schau für dich ist auch noch ein Liegestuhl reserviert. Da ganz links, ein bisschen versteckt, steht er.
 

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Liebe Grüße
Brigitte

Roxanna

Danke Kurt20, für das geschenkte 💗chen. Für dich wird natürlich auch ein Liegestuhl freigehalten 😉. Schau hier wäre noch ein Plätzchen frei.

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Lieben Gruß
Brigitte

Rosi65

Liebe Brigitte,

dazu fällt mir spontan ein Sportkurs zur Stärkung der Rückenmuskulatur ein, für den mal unsere Krankenkasse geworben hatte.

Nachdem alle TeilnehmerInnen diese ungewohnten Übungen endlich irgendwie überstanden hatten, schaltete die Übungsleiterin ihren Kassettenrekorder ein.
Zarte Musikklänge drangen nun leise und sanft aus dem Gerät. Wie schön...
Alle lagen nun entspannt auf dem Rücken und schlossen die Augen.
Nun sollten wir uns vorstellen in der schönen Karibik zu sein, und auf einer Luftmatratze liegend, die kleinen und schaukelnden Bewegungen eines Gewässers zu spüren, welches uns dabei behutsam und sicher tragen würde. 

Und obwohl diese Entspannungsphase sicher nur kurz war, sind tatsächlich zwei Teilnehmerinnen dabei eingeschlafen.😂Was die Fantasie doch manchmal so bewirken kann.

Viele Grüße
   Rosi65

 

Roxanna

@Rosi65  

Diese Entspannung, die gerne am Ende einer Kursstunde gemacht wird, liebe Rosi kenne ich auch. Man spürt, wenn man sich fallen lassen kann, tatsächlich diese schaukelnden Bewegung der Luftmatratze und fühlt sich, als würde man gewiegt. Das kann sehr entspannend sein. Nur leider fangen manchmal die, die so ganz tiefenentspannt sind und einschlafen zu schnarchen an. 😂. Auch das habe ich oft erlebt. Wie man nun dieses Schnarchen so umwandeln kann, dass es nicht mehr als Störgeräusch wahrgenommen wird, dahinter bin ich noch nicht gekommen 😉. Vielleicht als Motorengeräusch eines Bootes 😁.

Ich danke dir und grüße dich herzlich
Brigitte


 

werderanerin

Mir geht's oft so, liebe Brigitte,  liebe ich das Meer und all die Geräusche,  die damit verbunden sind. Das bedeutet Freiheit,  Weite und vor allem,  manchmal allein am Strand zu wandern, sich fallen lassen können. 

Zum Glück aber setze ich meine Träume sehr oft um, die Liebe zum Meer wird immer bleiben. 

Sehr schön geschrieben. 

Herzlichst

Kristine 

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Roxanna

@werderanerin  

Was für ein schönes Foto, liebe Kristine. Wie schön, wenn man wie du, es nicht so weit um Meer hat und es öfter genießen kann. Ich stimme dir zu, allein am Strand zu wandern und seinen Gedanken nachzuhängen oder sich einfach nur zu entspannen, ist etwas Herrliches. Man kann zu sich selbst finden.

Danke dir für dieses schöne Foto und grüße herzlich
Brigitte



 

Winterbraut

Liebe Brigitte,

mit deinem Tagtraum hast du der Küste märchenhaften Glanz verliehen. Die Möwen unterstreichen darin das Gefühl der Freiheit..
..
und gestärkt findest du zurück in den Alltag, der dir die Schönheit deiner Umgebung wieder bewusst macht.

Sehr gerne bin ich in deine Erzählung getaucht.

Herzliche Grüße 
Ingrid







 

Roxanna

@Winterbraut  

Für mich, liebe Ingrid ist der Aufenthalt am Meer eines der schönsten Dinge, die es gibt. Die Farben des Meeres und die Weite sind einfach herrlich. Ich wohne in einer Ecke, die sowohl von Nordsee als auch Mittelmeer sehr weit entfernt liegt. Da bleibt nur die Phantasie und das Träumen, denn real werde ich so weite Reisen nicht mehr machen können.

Ich danke dir und grüße dich herzlich
Brigitte


 

Agathe

Schon der schöne Garten mit den grossen Bäumen und dem Vogelgezwitscher ist ein Traum. Und der rote Liegestuhl sowieso 🎶

Lieben Gruss Agathe 

Roxanna

@Agathe  

Ja, liebe Agathe, wer da nicht ins Träumen kommt, dem ist nicht zu helfen 😄. Leider war ich in diesem Garten nur Gast., aber in der Phantasie kann ich immer wieder dorthin zurückkehren. Danke und herzliche Grüße kommen von

Brigitte

ladybird

Liebe Brigitte, Dein Traum war wirklich "traumhaft" und Du hast bei der ganzen Ersparnis (eines Urlaubes) Erholung "pur" erträumt....sicherlich wird die Erinnerung an diesen Traum noch nachhaltig bleiben...
das wünsche ich Dir, mit Dank fürs " mit träumen dürfen",
💖lichst Renate

Roxanna

@ladybird  

Schön, liebe Renate, dass du ein wenig mit geträumt hast. Reale Reisen werden unter Umständen mit zunehmendem Alter schwieriger oder sind gar nicht mehr möglich. So bleibt die Phantasie, die uns hinführen kann wo immer wir wollen. Danke und herzliche Grüße kommen von

Brigitte

Syrdal



Da gibt es das alte Volkslied, das Mitte des 19. Jahrhunderts von Hoffmann von Fallersleben "verfeinert" wurde:

Die Gedanken sind frei
Wer kann sie erraten?
Sie rauschen vorbei
Wie nächtliche Schatten...

Schon immer schätzten es die Menschen, sich in Gedanken in Welten zu begeben, die fern... sehr fern waren und realistisch wohl kaum jemals erreicht werden könnten. - Schön, wer sich diese Gedankenreisen - mehr noch diese Phantasien - bewahrt hat, um sich wann immer man möchte das Leben zu bereichern.

Mit "phantastischen" Grüßen
Syrdal



 

Roxanna

@Syrdal  

Da fällt mir als erstes Karl May ein, lieber Syrdal, der nie an den Orten war, die er in seinen Büchern beschrieb. Wie gut, dass Gedanken frei sind. Ist das womöglich die einzige wirkliche Freiheit, die wir hier auf Erden haben, frage ich mich gerade? Wie gut, wenn man sich die Phantasie bewahren kann. Danke für deinen Kommentar und herzliche Grüße kommen von

Brigitte



 

Winterbraut

@Syrdal  

Lieber Syrdal,
mit diesem "Die Gedanken sind frei"...Beitrag hast du mich an eine lustige Anektode erinnert:
Mein Lebensgefährte war Opernsänger und wir waren zur thailändischen Prinzessin eingeladen. Er sollte dort ein Benefizkonzert geben und Frau St. ( die Konsulin für Thailand )und ich ein deutsches Volkslied vortragen. Wir hatten beide gleiche Stimmlagen, aber ich konnte nicht besonders gut singen. Mein Liebster gab uns Unterricht ( er hatte auch einen Lehrstuhl am Konservatorium ) und so ging das ganz gut. Leider verschob sich der Termin und da war er anderweitig verpfichtet.  

So kommen Erinnerungen auf....

Liebe Grüße
Ingrid
 

Roxanna

@Winterbraut  

Wie schade, liebe Ingrid, dass es nicht zur Aufführung gekommen ist, aber die Vorbereitung dazu hat ja auch Freude gemacht. Wahre Erinnerungen sind vielleicht noch besser als schöne Träume oder?
 

 

Christine62laechel


Liebe Brigitte, was wären wir ohne diese Fähigkeit, einfach zu phantasieren. Die permanent Glücklichen brauchen so etwas vielleicht nicht, ob es aber solche Menschen überhaupt gibt? Wie schön, dass man in den Gedanken das alles sehen und erleben kann, was Einem/Einer einfach gut tut, und was im realen Leben gerade fehlt. Solches Visualisieren wirkt wie ein Placebo: eigentlich kann es nicht wirksam sein, ist es aber trotzdem. Erfrischt und erholt. 👌

Mit herzlichen Grüßen
Christine

Roxanna

@Christine62laechel  

Das Phantasieren können, liebe Christine ist sozusagen ein Geschenk des Lebens an uns. Es gibt ja auch Tagträume, bei denen man gar nicht schlafen muss. Das ist eine gute Methode sich mal auszuklinken, wenn man sich gerade in einer unangenehmen Situation befindet oder einfach so zum entspannen. Ich stimme dir zu, „nur Placebo“ und doch so wirksam. Dass es permanent glückliche Menschen gibt, glaube ich übrigens nicht.

Danke und herzliche Grüße kommen von

Brigitte

pippa

Moin Roxy,

das ist mal ein schöner Traum; meiner dagegen in der vergangenen Nacht war das Gegenteil, denn man hatte mir mein IPhone geklaut. Die trüben Gedanken kann gewiss jeder nachvollziehen; und so war ich froh und glücklich, als ich aufwachte.

Danke für's Teilen.

Liebe harzliche Grüße von Heidi

Roxanna

@pippa  

Den Stress, liebe Heidi wegen des geklauten IPhones kann ich mir gut vorstellen. Da ist man dann wirklich froh beim Erwachen, wenn man sagen kann: Gott sei Dank war es nur ein Traum. Danke dir für’s Lesen und grüße herzlich

Brigitte

indeed

Liebe Brigitte,

das ist ein Traum der wunderschön geschrieben wurde. Ich danke dir dafür sehr.
Selber hatte ich letzte Nacht einen Traum, der sehr ernst und für mich nicht gut war.
Auf Einzelheiten verzichte ich hier.

Gut ist, dass Träume Eindrücke und Gedanken, die man hatte und viele Dinge, die wir nicht unbedingt bewusst aufnehmen verarbeitet werden. Dann kann das Gehirn wieder aufnehmen.

Deine Geschichte hier eingesetzt gefällt mir sehr gut und habe sie sehr gern gelesen.

Herzliche Grüße von
Ingrid

 

Roxanna

@indeed  

Nicht immer haben wir schöne Träume, liebe Ingrid, das kenne ich auch. Manchmal sind sie so, dass man den ganzen nächsten Tag in keiner guten Stimmung ist und sie einen weiter beschäftigen. Sind es aber schöne Träume können sie sogar beflügeln. Ich wünsche dir auf jeden schweren, mindestens einen schönen Traum und grüße dich herzlich
 
Brigitte

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