Ein Liebesdialog
- Worüber woll’n wir heute sprechen?
- Bald Valentinstag, denke also…
- Ja, wollte dich nicht unterbrechen,
doch denke eigentlich genauso.
- Ich liebe dich vom ganzen Herzen…
- Mir geht es ähnlich, du mein Kätzchen…
- Du weißt, ich hasse solches Scherzen.
- Lass für Humor doch kleines Plätzchen.
- Okay, was machen wir dann heute?
- Gehen wir doch mal festlich essen.
- In Kneipen immer viele Leute,
bleiben wir nicht zu Hause besser?
- Immer zu Hause nur – kein Spaß.
- Ich lasse mir einfallen was…
- Deine Ideen find‘ ich dumm!
- Denn du bist selber doof, darum!
(Tür auf, dann zugeknallt)
(Titelbild: KI)
Kommentare (8)
@protes
Lieber Hade, dein "ähm" finde ich das Kommentarwort des Jahres. 😄👍
Es freut mich sehr, dass dich, einen der größten Humor-Spezialisten hier im ST, mein Eintrag zum Lachen bringen konnte. Ja, obwohl man die Liebe gerne ernst betrachten möchte, ist sie ein Spaßvogel. Sie sagt den Menschen falsche Worte und falsches Handeln vor... Na dann, lach man auch sie mal aus. :)
Mit herzlichen Grüßen
Christine
Ich sag mal so, liebe Christine..., den "Valentinstag" begehen wir so garnicht, warum auch.
Aufoktruierte Tage finde ich schon immer ganz furchtbar. Was sollte auch für ein Paar daran schön sein...meist hat man doch einen, ganz anderen, sehr persönlichen Tag, an dem man sich z.b. kennengelernt hat.
Wir machen das oft so, je nach Lust und Laune...letztes Jahr waren wir an diesem, unseren Tag wunderbar essen. Es war auch etwas Besonderes, hatte super gut geschmeckt, zwar etwas teurer, aber genau das musste so sein. Es sollte etwas sein, was nur uns gehört ❗️
Liebe Christine..., soll es jeder machen, wie es beliebt !
Kristine
@werderanerin
Genau, liebe Kristine. Meinem Pärchen aus dem Liebesdialog konnte das nicht gelungen sein, das war aber wirklich nicht ernst gemeint. Ich finde es schön, wenn man in einer Beziehung gewisse Rituale pflegt, die nur den Zwei gehören. Diese Rituale können sich mit der Zeit ändern, manches kann verschwinden, etwas Anderes gebildet, und so weiter.
Den Valentinstag finde ich einen harmlosen Festtag, vor allem wohl für junge Leute - als ich noch beruflich tätig war, war es auch in der Schule gefeiert; da sah ich schon ein wenig rot, es sollte eine Privatsache der Schüler sein, nach dem Unterricht zu feiern. Es kann aber auch später attraktiv in einer Anfangsphase der Beziehung sein, wo jede Gelegenheit gut sein kann, um der anderen Person zu signalisieren, dass man sie/ihn bedeutend findet.
Mit herzlichen Grüßen
Christine
Genauso ist es, liebe Christine..., eine Beziehung ist nicht immer nur eitel Sonnenschein, im Gegenteil, sie ist Arbeit, vor allem, wenn der erste "Rausch" und die vielen rosa Wolken verzogen sind😉..., der mühsame Alltag und das spröde Leben Einzug einziehen. Das alles muss / müsste gemeistert werden.
Aber genau darum geht es..., nur wer sich im Alltag "beweist", kann auch einen längeren Weg zusammen gehen.
Kristine
Falls diese Geschichte authentisch ist, liebe Christine, dann scheint bei dem Paar die Honeymoonphase vorbei zu sein.
Das Gespräch war sicher nicht der einzige Grund für das laute Türenschlagen gewesen. Da schwelte schon vorher etwas!
Der "verletzte Partner" zieht sich beim Türenknallen in einer Mischung aus Wut und Hilflosigkeit zurück.
So etwas kann man schwer wieder reparieren.
Rosi65
@Rosi65
Ja, liebe Rosi, man muss mit der Liebe so vorsichtig umgehen, damit das Ganze nicht plötzlich platzt... Diese Geschichte ist ausgedacht (und nicht ganz ernst gemeint), und die Personen fiktiv, mit solchen Situationen kann man aber wirklich zu tun haben, oder sie mal beobachten. Und da hast Du auch noch damit recht, dass das Gespräch nicht der einzige Grund sein konnte dafür, was am Ende - wahrscheinlich - geschieht. Die beiden Partner scheinen von Anfang an gereizt zu sein, leicht aus der Ruhe zu bringen. Ich würde sagen, das war ein ganz falscher Moment, über die Liebe zu reden zu versuchen. Und eigentlich bin ich mir sicher: je weniger man darüber spricht, desto besser. Die Liebe bleibt gerne eine graue Eminenz.
Mit herzlichen Grüßen
Christine
Mein eigener Kommentar:
Ein Gedicht wie ein Hörspiel - nur das kann man sich nicht anhören. Es steht also nicht fest, wer die (fiktiven) Personen sind, wer beginnt das Gespräch - ein Mann? Eine Frau? Regen sie sich wirklich auf, oder ist das nur so eine Art Necken? Man weiß auch nicht, was diese aufgehende Tür bedeutet. Vielleicht geht eine von den zwei Personen raus. Oder gehen sie doch beide raus, Hand in Hand? Oder bedeutet es einen unerwarteten Besuch (von wem?), der vieles ändern könnte. Ein offenes Hörspiel ohne Ton. :)
ähm
man könnte einen ernsten hintergrund finden
wenn man wollte
liebe Christine
ich habs nicht getan
ich hab einfach lachen müssen
liebe grüße
hade