Ein Hauch von frischer Luft und plötzlich spürt man, dass es aufwärts geht.
Ein Hauch von frischer Luft und plötzlich spürt man, dass es aufwärts geht.
Aus heiterem Himmel hat es uns Beide vor ein paar Tagen erwischt.
Erhöhte Temperatur, ein tiefes Unwohlsein, einfach marode und schlapp. Normalerweise steckt man so etwas weg, wir gehören eigentlich nicht zu den empfindlichen Gemütern. Aber dieses Mal war es anders. Es hat einen schlichtweg umgehauen.
Heute Morgen habe ich mich vorsichtig aus dem Bett gewagt und bin direkt auf den Balkon gegangen. Die kühle Luft tut unendlich gut, auch wenn an meinen geliebten Frühsport noch lange nicht zu denken ist.
Man muss sich wohl oder übel eingestehen. Die Jahre gehen nicht spurlos an einem vorüber. Ich wehre mich im Alltag gern dagegen und schiebe solche Gedanken weit weg, aber manchmal klopft die Realität eben doch leise an die Tür. Altwerden ist eben nichts für Feiglinge – wie Recht Joachim Fuchsberger mit diesem Spruch doch hatte! Je mehr Kerzen auf der Torte stehen, desto mehr Zipperlein und kleine Ermüdungserscheinungen schleichen sich heimlich in den Alltag ein.
Man will es sich ja selbst nie so recht eingestehen, aber mit den Jahren wird man eben doch etwas gebrechlicher. Es fällt schwer, das zu akzeptieren. Aber vielleicht gehört genau das zum Älterwerden dazu: anzunehmen, was ist, ohne den Mut zu verlieren.
In diesem Sinne blicke ich mit einem lächelnden Auge nach vorn, trinke meinen Tee auf dem Balkon zu Ende und freue mich einfach über die zurückkehrenden Kräfte.
Wie geht es Euch, wenn der Körper Euch ab und zu eine unfreiwillige Pause verordnet?
Schafft Ihr es auch, das mit Humor zu nehmen?
Herzliche Grüße aus Hannover,
Euer Uwe
Kommentare (5)
Daß ich die Krankheit oder das Zipperlein "mit Humor" annehme, lieber Uwe, das bezweifle ich.
Meistens konnte ich bis jetzt aber feststellen, "daß es schlimmer hätte kommen können. . . " und mit Dankbarkeit, wenn sich die Malessen verziehen.
Vor allem empfinde ich mit bewußter Dankbarkeit, bis hierher gekommen zu sein ohne gravierende Krankheiten.
Ich weiß, daß jetzt irgendwann ein Ende damit sein kann, denke aber nicht daran.
"Es kommt, wie es kommt. . ."
Mit guten Besserungswünschen
Ursula
Grüß Dich, Uwe, ich habe Dich im Video-Chat schon vermisst
und bin froh, dass ich nun weiß, wie es Dir (Euch) geht . Ich werde
fürbittend an Euch denken und hoffe, Dich bald wieder zu sehen!
Mit guten Wünschen
Klara
Dann wünsche ich dir weiterhin
gute Besserung.
Schon das Geniessen der
frischen Luft ist heilsam.
Liebe Grüsse nach Hannover
Agathe
vor ca. einem monat wars, dass meine nachbarin im RTW abtransportiert wurde - gestern erfuhr ich, dass sie verstorben ist, vor 2 wochen schon ..
borreliose - > multiples organversagen ..
sie war anfang/mitte 60 ..
bin komplett im schockmodus, sie wohnte direkt neben mir ..
Ich habe da eine Art "Grundprinzip", lieber Uwe, was mir hilft, auch mal blöde Zeiten irgendwie zu überstehen.
Ich sehe im "Negativen" (egal was ) immer etwas Positives. Das hilft mir ungemein, denn es sind ja oft eben genau diese, klitzekleinen Dinge, die mir sagen wollen...nimm es so, wie es ist, vor allem aber schau nach vorne.
Kristine