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Die Liebe
Die Liebe ist äußerst scheues Tier,
suchst du zu stark,
flieht schnell sie aus der Eingangstür.
Einst kam eine Händlerin
mit einem Papagei auf der Schulter und
wollte welche verkaufen.
Schau mal her in diesem Sack,
hab ich für wenig Geld ein ganzes Pack.
Die hängst du dann als Partygeck,
im Rahmen an die Wand,
so hast du bei Bedarf stets genug davon zur Hand.
Du hast doch sicherlich ein paar Freunde und
kannst welche abgeben.
Du willst nicht ohne Liebe leben.
Das stimmt doch so ich sehs dir an,
auch du bist schließlich nur ein Mann.
Das war wirklich die Idee.
Hatte noch nie die Liebe,
gerochen,
gesehen,
empfunden geschmeckt,
gefühlt geschweige denn
getastet.
Nur von ihr gehört.
Sie soll,
wenn sie erst einmal da ist,
mit ungeheurem Überfluss alles überfluten.
Alles durchdringen,
kein Halten kennen,
alles unter sich begraben,
wirklich alles infizieren,
ummodeln, auseinander nehmen und
neu zusammen setzen.
Man(n) soll sie hegen und pflegen,
sie soll einerseits das empfindlichste Wesen der Welt sein.
Ein schiefer Blick und
sie bekommt Schnupfen,
ein falsches Wort und
sie verschwindet wie der Dieb in der Nacht.
Andere aber sagen,
sie wäre die stärkste Waffe der Welt.
Keine Waffe könne ihr widerstehen,
kein Panzer sie aufhalten.
Wurde neu gierig.
Gute Frau,
das wäre toll,
mit Geld hab ich die Tasche voll,
doch mit der Liebe haperts sehr,
Drum bitt ich dich gib sie endlich her.
Sie griff in den Sack,
ich in die Tasche.
Unser Erschrecken war echt.
Ihre Hand war leer.
Nun meldet sich der Papagei:
„Das schließlich ist der Liebe Geck,
man sperrt sie ein und
augenblicklich ist sie weg.“
© F.R.K.
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