der Makedonier

Autor: ehemaliges Mitglied



von Nicholas Guild

In der letzten Zeit wurden im Fernsehen wieder mehrere Sendungen über Alexander den Grossen gebracht. Aber über seinen Vater fehlen so manche Informationen. Denn ohne die Vorarbeit und die Ausbildung durch diesen ausgezeichneten Feldherrn und Kämpfer wäre es Alexander niemals gelungen seine Eroberungszüge in diesem Ausmass durchzuführen.
Bei seiner Geburt wurden Philipp verschiedene Dinge geweissagt - zumal er seine Nabelschnur fest umklammert hielt und dies als ein Omen betrachtet wurde. Sein Glück war, dass er nicht von seiner Mutter großgezogen wurde, die nicht nur ihre Kinder hasste sondern auch den älteren Bruder Philipps verfluchte.
Zwischen ihm und dem Thron Makedoniens standen seine Halbbrüder, seine Brüder und ein naher Angehöriger, der erst mit einer seiner Schwestern verheiratet war, und nach dem Mord an seinem Vater seine Mutter zur Frau nahm. Philipp war ein sehr intelligentes und unerschrockenes Kind. Er wurde als Geisel zu seinem Urgrossvater Bardylis verbracht. Die einzelnen Stämme Makedoniens bekriegten sich, jeder Stamm hatte seinen eigenen König und so war Philipp ein Garant für ein Stillhalteabkommen zweier Stämme. Nachdem er von den Illyrern fliehen konnte wurde er, sobald er wieder in seiner Heimatstadt Pella war, nach Athen als Geisel ausgeliefert. Hier lernte er das Kriegshandwerk - er beschäftigte sich mit den einfachen Soldaten, Handwerkern und Bauern viel lieber wie mit den adligen Abkömmlingen. Er überstand mehrere Mordanschläge, die seine engsten Verwandten getrieben von Hass und Neid gegen ihn ausführen liessen. Durch geschicktes Taktieren verschaffte er sich Zeit um ein Heer aufzustellen und auszubilden. Damit schlug er seine Widersacher und konnte Makedonien einen dem er letztendlich auch Griechenland angliedeerte. Dies war der Grundstock auf den Alexander der Grosse aufbauen konnte um sein Reich zum Weltreich zu erweitern.

Das Buch ist spannend geschrieben - sehr leicht lesbar, trotzdem es sich an die Fakten hält. Die zersplitterten Stämme des Makedonischen Volkes werden dem Leser in bunten Farben geschildert. Die zerklüfteten Berge im Norden des Landes - später die Großstädter - Theben und Athen bei denen er Aristoteles und Demosthenes trifft. Die körperliche Mühsal der Kleinbauern oder aber die sportlichen Wettkämpfe und die Mühsal der Kämpfe ...hier wird das antike Griechenland in bunten Farben vor dem inneren Auge wieder lebendig.

Johanna

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