der indigoblaue Schleier

Autor: ehemaliges Mitglied



von Ana Veloso

Dieser Roman beschreibt die Zeit um 1630, als zu den Portugiesischen Kolonien noch Teile von Indien und Brasilien zählten. In Goa waren zwar die Portugiesen die Herren und entsandten auch Priester und Bischhöfe um den Heiden den katholischen Glauben nahe zu bringen, aber die einheimische Bevölkerung war ziemlich zersplittert. Das begann mit den unterschiedlichen Sprachen und setzte sich bei den diversen Machtansprüchen der Maharadschas fort.
Der zweitgeborene Sohn eines portugiesischen Gewürzhändlers wird nach Goa geschickt um unter anderem dort die Zweigstelle der Firma unter die Lupe zu nehmen und diverse Diebstähle aufzuklären. Ein Sack Pfeffer war damals in Portugal sehr wertvoll und jeder Verlust schmerzlich.
Miguel kommt nach Goa und wird immer stärker von der dortigen Athmosphäre und der Kultur gefangen genommen. Ganz besonders fasziniert ihn eine geheimnisvolle Dame, die er nur verschleiert kennen lernt. Diese Frau umgibt ein Geheimnis, sie meidet jeden Kontakt zu der gehobenen Gesellschaftsschicht und sie ist wütend über das Interesse, welches ihr Miguel entgegenbringt. Doch dieser lässt in seinen Bemühungen um diese Frau nicht nach, gleichzeitig muss er aber auch den Verdacht, der auf ihm lastet entkräften. Und er plant sich ein eigenes Handelsimperium aufzubauen.
Dona Amba zeigt ihr Gesicht nur vor ihrer alten Amme und im Laufe des Romans wird die Lebensgeschichte dieser Beiden, die von Überlebenswillen und Flucht geprägt ist, lebendig.
Zu dieser Zeit waren auch noch arrangierte Hochzeiten zwischen den Familien nicht nur in Indien üblich und Miguels Mutter schickt in Begleitung eines Ehepaares eine junge Frau, damit ihr Sohn endlich eine Verbindung eingehen soll. Isabel fährt nach Goa hat aber ganz andere Interessen und gibt diese auch bei ihrer Ankunft in Goa bekannt.
Wie sich alles auflöst, und wie sich Dona Amba ihren Häschern entzieht wird bunt und farbenprächtig erzählt. Die Spannung wird bis zur letzten Seite in diesem Buch gekonnt aufrecht erhalten.

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