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der Gesang des Flusses
Das Buch erzählt die Geschichte der Stämme in Alaska um 6500 vor Christus.
Eine junge Frau vom Stamm der Vetter-Fluss-Menschen wird von Männern eines Nachbardorfes vergewaltigt. Da sie sich nur an einem der Männer sofort rächen kann, bestimmt der Gedanke an Vergeltung ihr ganzes weiteres Leben. Sie erringt Macht und Einfluss und will so die Stämme bzw. die beiden Dörfer in einen Krieg treiben.
Doch ihr Ziehsohn, der als Geschichtenerzähler ebenfalls an Einfluss gewinnt durchschaut und durchkreuzt ihr Pläne. Er reist zu den Nahe-am-Fluss-Menschen um den Frieden zu retten. Doch erfolglos, reist er weiter zu anderen Stämmen um zu lernen. Er gelangt zu den ersten Menschen, wo er sich mit einer jungen Geschichtenerzählerin anfreundet.
Der Lebensweg dieser beiden Menschen ist verwoben und er begreift, dass jeder Stamm durch gute und auch böse Menschen gebildet wird. Dass Leidenschaften, Neid, Mißgunst aber auch Liebe und Verstehen überall gleich sind.
Die Bräuche und Lebenszyklen der Menschen ist sehr gut beschrieben - spannend zu verfolgen, wie junge Frauen versuchen "Frau" zu sein, nicht zweite oder dritte oder sogar Arbeiterin, sondern Frau - möglichst eines einflussreichen Jägers. Man liest wie wichtig Nachkommen sind - nicht nur Buben, die später als Jäger zum Erhalt und der Ernährung des Stammes beitragen, sondern auch Mädchen, die den Frauen später helfen können die viele Arbeit zu verrichten, die ihnen aufgebürdet ist. Tabus der einzelnen Clans, die zu beachten sind und immer wieder neu gelernt werden müssen, wenn Frauen als Arbeiterin gehandelt oder gar verstossen werden.
Ein harter Überlebenskampf mit den Unbilden der Natur ist genauso fesselnd beschrieben, wie die Geschichte von Biberfuss und K'os, seiner Ziehmutter.
Autorin ist Sue Harrison
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