Der Bunker
Männlein und Weiblein waren wie so oft on Tour..
Das Männlein hat andere Interessen als das Weiblein also muss das Weiblein schauen was dem Männlein so alles gefällt.
Eigentlich war es ein Zufall..der Bunker oder besser das Bunkermuseum tief im Thüringer Wald….auch nach so vielen Jahren immer noch ein Rückblick in die Zeiten des kalten Krieges.
Der Baubeginn des Bunkers war 1972 und dauerte bis 1985 mit der Inbetriebnahme unter Tage. 3600 qm Fläche unter der Erde und ein Bunker im Bunker macht ihn einzigartig. Er sollte im Ernst- bzw. Kriegsfall der Bezirkseinsatzleitung Suhl zur Gewährleistung ihrer Führungsaufgaben dienen.
Die Besichtigung des Bunkermuseums ist nur mit einer Führung möglich. Wir hatten das Glück mit einer kleinen Gruppe diese Führung zu bekommen. Der Museumsführer war und ist ein Zeitzeuge und konnte uns sehr viel aus der Zeit damals erzählen.
Das Weiblein selbst war Anfang der 1990ziger Jahre schon einmal dort. Damals war dort noch ein Verein tätig. Leider wurde kurz nach der Wende sehr viel an Material vernichtet und die Bunkeranlage massiv zerstört.
Der Wiederaufbau und die Sicherung der Anlange hat sehr viel Zeit und Energie in Anspruch genommen. Der heutige Zustand konnte durch Spenden und durch das Wissen einzelner Personen wieder originalgetreu hergerichtet werden.
Heute ist das Bunkermuseum ein geschichtliches Denkmal für die nachfolgenden Generationen.
Sehr interessant sind die Fragen, Gespräche unter den Gästen, die Erinnerungen an die Zeit des kalten Krieges als DDR-Bürger oder eben als Bundesbürger aus dem damaligen anderen Teil Deutschlands.
Männlein und Weiblein führen oft solche Gespräche, interessiert an der Denkweise des jeweilig anderen, die Änderung des Denkens nach so vielen Jahren aber auch die Erinnerung an diese Zeit in der DDR.
Heute leben wir leider wieder mit Kriegen auf unserer Erde, der Angst das Kriege die Welt zerstören, Flucht, Zerstörung, unzählige Menschen die ihr Leben verlieren weil ein paar Machtbesessene der Meinung sind diese Welt ihr Eigen zu nennen.
Kommentare (6)
@werderanerin Hallo liebe Kristine..ich habe auch vieles nicht gewusst oder vielleicht auch nicht wissen wollen. Nach der Wende habe ich mich etwas intensiver mit einigen Dingen beschäftigt, deshalb war ich u.a. auch Anfang der 1990ziger dort in diesem Bunker, einfach um zu begreifen was wir eben nicht wussten. Ich habe damals sehr lange gebraucht um diese neue Welt zu verstehen. Ich habe z.B. bis 1989 studiert..kurze Zeit später war meine Dipl. Arbeit schon nichts mehr wert..DDR Thema..tja..heute nach den vielen Jahren habe ich wohl doch einiges doch noch richtig gemacht...ich sehe es zumindest so für mein Leben. Obwohl ich fast 20 Jahre in München gelebt habe bin ich nun wieder in meiner Heimat die noch immer sehr viele interessante Dinge bereit hält..und das Männlein darf sie mit erkunden.
Unsere Geschichte ist noch immer lebendig besonders wenn man solche Stätten besucht. Laut Museumsführung soll es noch etwa 6000 Bunker in DE geben, nur sehr wenige sind zugänglich, viele davon sind nach wie vor geheim.
liebe Grüße Iris
...und niemand konnte auch nur vermuten, dass es diese geheime "Anlage" gleich neben dem weit bekannten Rennweg gab.
@Syrdal ..doch der britische Geheimdienst hat es damals herausgefunden und das "Objekt" beobachet. Der Bunker lief unter dem Namen "Trachtenfest" . Er wurde nach außen als Sport - und Freizeitzentrum angelegt, das heutige Hotel gab es damals schon als eine Art Tarnung. Der Bunker selbst wurde in einem Erdhügel gebaut so das er nach außen nicht erkennbar war.
@Iris14
Das mag schon so sein, aber wir (ich lebte damals in der Gegend) hatten davon absolut keine Ahnung und auch der britische Geheimdienst hat es nicht öffentlich gemacht.
@Syrdal Ich komme und bin jetzt wieder in meiner "alten" Heimat und ich wußte dies und vieles andere auch nicht..
Wenn ich ganz ehrlich bin, liebe Iris, denke ich, zum Glück wussten wir nicht alles...konnten die Schönheit des Thüringer Waldes genießen, ohne zu wissen, was sich unter den Füßen so alles versteckte. So geht es mir zumindest..., was hätte das Wissen um diese Anlage auch gebracht. Nur Unruhe und Unwohlsein.
Schaut man sich heute solche Hinterlassenschaften an, kann man ja nicht mal ruhig sein...die derzeitigen Kriege machen große Sorgen und wer weiß, wie das alles noch ausgeht, was uns erwartet...und was sich noch alles ganz unten so alles "versteckt"...
Kristine grüßt den Thüringer Wald