Das Gewitter


Eine ganz besondere Erscheinung. Obwohl es heutzutage feststeht, was das genau ist, wie es entsteht, wie man sich davor schützen kann, ist ein Gewitter immer noch für Viele ein Grund, Angst zu bekommen, oder wenigstens unruhig zu werden.

Man kann sich vorstellen, welche Angst davor die Urmenschen haben mussten, die keine Ahnung hatten, womit zu tun. Wahrscheinlich spielten da einfache Assoziationen eine Rolle: die Plötzlichkeit des Blitzes, die Lautstärke des Donners – das konnte an eine Attacke eines wilden Tieres erinnern. Und wenn es zum Waldbrand infolge eines Blitzschlages kam, konnten sie ernst bedroht werden.

Kein Wunder, dass man später gerne glaubte, dass ein Gewitter ein Ausdruck des Himmels Zorns war. Ein Schuldgefühl hatten die Menschen wahrscheinlich längst schon in sich erwecken lassen. Man konnte also wirklich mit großen Angst gewartet haben, bis die dramatische Aufführung der Natur zu Ende war.

Natürlich ist ein Gewitter nicht für alle Menschen jetzt ein Grund, zu fürchten. Nicht mal alle Tiere haben Angst davor, obwohl dies ganz instinktiv sein könnte, und sie können ja nicht verstehen, worum es dabei geht. Trotzdem bleibt ein Gewitter eine Gefahr, wenn mal irgendwo im Freien, und ohne die Benjamin Franklins Erfindung, einen Blitzableiter, über dem Kopf. Es gibt übrigens drei neue Technologien, die mehr aktiv vor einem Blitzschlag schützen (die KI informiert ausführlich darüber); das muss man schon gut finden. Und man müsste auch zugeben, dass ein starkes Gewitter, vor allem wenn mal in der Nacht, einen gewaltig schönen Eindruck machen kann.





(eigenes Titelbild)

Kommentare (15)

Syrdal



Die Angst vor schwerem Gewitter
ist wahrscheinlich übriggeblieben
vom urmenschlichen Gezitter,
das heutige Menschen nicht lieben,
weil sie nicht umgehen können
mit den Erscheinungen der Natur,
die Himmelsgötter uns schenken
mit Pozdrawiam, Salute, Bonjour


...vermutet Syrdal

Christine62laechel

@Syrdal  

Ich glaube, die modernen Menschen haben sogar mehr Gründe für Gezitter, als es bei den Urmenschen war. Nicht nur Erscheinungen der Natur müssen sie fürchten - und nicht alles da wäre wohl doch der Menschen Schuld. Es gibt so viele Fobien, Ängste, dass man sie zu den Zivilisationskrankheiten zählt. Da möchte man von den Göttern gerne wirklich nur ein Pozdrawiam, Salute, Bonjour hören, und vor Ihnen nicht zittern müssen. Wenn man sich sonst in Ordnungt fühlen kann, natürlich.

Mit Grüßen
Christine

JuergenS

@Christine62laechel  

mein erstes polnisches Wort, das ich nun lernte, liebe Grüße also, das kann ich erwidern, mit dem Merken wirds schon schwieriger...

Christine62laechel

@JuergenS  

Polnisch ist keine Weltsprache, dafür echt schwierig, kein Problem. 😊

Marlen13

Meine liebe Christine,
also was Gewitter betrifft, vor allen Dingen schwere -
 da bin ich ein richtiger Angsthase.
Das ulkige daran - nicht mal so die Blitze, nein der Donner erschreckt mich fürchterlich. (Lach)
Freue mich immer wenn alles schnell vorbei ist.
Dein gemaltes Bild gefällt mir.
Liebe Grüße von mir zu dir ❤️ lichst Marlen 


 

Christine62laechel

@Marlen13  

Liebe Marlen, es freut mich, dass dir mein Bildchen gut gefällt. Und ich kann dich gut verstehen: mich macht ein Gewitter auch zu einem ganz kleinen Angsthäschen. Genau wie bei dir, mir macht der Lärm mehr Angst, als die Blitze, obwohl die ja Schaden verursachen. Aber wenn es mal so laut wird, fühle ich mich wie ein ungerecht angebrülltes Kind. Na ja, und auch damit muss man leben können. 😊 Ich wünsche dir einen ruhigen Sommer.

Mit herzlichen Grüßen
Christine

Rosi65

Liebe Christine,

mitt dem Gewitterläuten der Kirchenglocken versuchte man in in früheren Zeiten ein drohendes Gewitter abzuhalten. Der Glockenschall sollte die Gewitterwolken und die Blitze vertreiben.
Was für ein Irrglaube! Das Metall der Glocke und die Kirchturmhöhe zogen, wie eine Zielscheibe, das Gewitter sogar noch kräftig an. Die Glöckner ahnten ja nicht, welcher Gefahr sie sich damit aussetzten. Viele Kirchtürme sind damals nach einem Blitzeinschlag abgebrannt. In manchen Alpenregionen soll dieses Gewitterläuten aber immer noch Brauch sein. Doch heute gibt es natürlich Blitzableiter, oder die Glocken werden mechanisch bewegt. Also ungefährlich.

quasimodo-6314462_1280.png

Der berühmte Glöckner von Notre-Dame: "Quasimodo" 😉
Kostenloses Bild-pixabay.de

Viele Grüße
  Rosi65

JuergenS

@Rosi65  

na dann

                                                    lllllll.gif

Christine62laechel

@Rosi65  

Ja, liebe Rosi, welche Fehler immer wieder begangen werden mussten, bis die Menschen eine Erscheinung gründlich erforscht haben konnten, und wirklich gute Lösungen entwickeln. Die aber Notre-Dame auch nicht vor allen Gefahren schützen konnten; der Quasimodo wäre traurig. 😉
Hier versuchte man sich mit großen Kerzen vor einem Blitzschlag zu schützen. Vorher in der Kirche geweiht, wurde die dann angezündet, und im Fenster gestellt. Natürlich betete man dann auch, bis es wieder still war. Und welche Freude, dass das oft ganz geringe Hab und Gut nicht verloren, vor allem Dach über dem Kopf.

Mit herzlichen Grüßen
Christine

protes

Wenn es bei uns geqwitter hat und farin war oben, was meist der fall war
dann standen wir auf dem balkon und zählten die blitze und die zeit bis zum donner
wir lieben gewitter
wie die ganze familie
liebe Christine
schön deine gedanken
und liebe grüße
hade

Christine62laechel

@protes  

Lieber Hade, da ist deine Enkelin viel mutiger, als ich es als Kind war. Leider hatte ich keinen so liebevollen Großvater in meiner Nähe, der mir die Welt ein wenig erläutern könnte. Und so empfand ich das Gewitter auf diese primitive Art und Weise, die mich darin eine persönliche Bedrohung sehen konnte, dass da der Himmel schwer böse mit mir wäre. Jetzt kann ich darüber lachen, und auch ruhig zählen, wie weit entfernt der Donner eventuell zuschlagen wird.

Mit herzlichen Grüßen
Christine

Winterbraut

Liebe Christine,

gern habe ich deine fantasievollen Gewittergedanken gelesen.
Hast du das Bild gemalt?

Ich mag die Gewitterstimmung, wenn ich in Sicherheit bin.

Liebe Grüße 
Ingrid

 

Christine62laechel

@Winterbraut  

Genau, liebe Ingrid, wenn in Sicherheit, kann ich so etwas auch mögen. Ja, das Bild habe ich gemalt, ohne Anspruch natürlich, dass es realistisch die Erscheinung wiedergeben würde. Davon zeugt auch das Pfeilchen, das die Stimmung ein wenig leichter machen sollte.

Mit herzlichen Grüßen
Christine

Roxanna

Im geschützen Raum ein Gewitter zu beobachten, hat schon etwas beeindruckendes, liebe Christine. Da kommen Kräfte in Bewegung, die wie eine Urgewalt wirken. Und es kann gefährlich sein, wenn man draußen unterwegs ist. Von daher ist die Angst nicht unberechtigt, auch heute noch. Alles, was der Mensch nicht wirklich kontrollieren kann, kann auch beängstigend sein.
Mir wird immer nur ein wenig mulmig, wenn das Gewitter direkt über dem Haus ist und auf den Blitz sofort ein mächtiger Donnerschlag folgt. Aber wie gut, dass wir heute die Zusammenhänge kennen und uns nicht mehr wie die Menschen ganz früher vor Strafe fürchten müssen. Die Natur tobt sich einfach aus, mehr ist es nicht.

Freue mich über das selbstgemalte Bild.


Herzlichen Gruß
Brigitte
 

Christine62laechel

@Roxanna  

Liebe Brigitte, mir war einmal in meiner Kindheit passiert, dass ein Donnerschlag wirklich nahe war, und einen Kastanienbaum getroffen - das habe ich erst später erfahren. Ich lief gerade (und das war falsch. Man darf nicht laufen, sondern ruhig gehen, wenn es keine bessere Lösung gibt) von meiner Freundin nach Hause; der getroffene Baum war nicht mehr als 100 m von mir entfernt. Ich konnte das nicht nur hören; ich habe das im ganzen Körper spüren können. Ziemlich furchtbar.

Das ist also ein komischer Ort, liebe Brigitte, diese Erde. Einerseits wie ein gedeckter Tisch, wo man vieles finden kann, was nötig wäre. Andererseits viele Gefahren. Leider sehr viele, die böse Menschen in ihrem Kreativitätswahn entwickeln. Die Natur selbst wäre vielleicht nicht so rücksichtslos.

Mit herzlichen Grüßen
Christine

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