Cayman Island

Die Cayman Islands bestehen aus 3 Inseln: Grand Cayman, Cayman Brac und Little Cayman. Letzte Woche durfte ich die größte davon besuchen.

Hier etwas zu ihrer Geschichte:

Die Inseln wurden 1503 von Christoph Kolumbus entdeckt, der sie "Las Tortugas" nannte, weil sie voller Meeresschildkröten waren. Es gab bis dahin, im Gegensatz zu vielen anderen karibischen Inseln, keine indigene Bevölkerung. Das lag wohl an den fehlenden Süßwasserquellen. Die Inseln haben keine Flüsse oder Seen, was eine dauerhafte Besiedlung erschwerte. Indigene Völker hätten sich so ausschließlich auf Regenwasser oder das Ausgraben flacher Brunnen verlassen müssen.

So wurden diese Inseln zu einem Zufluchtsort für Piraten, Freibeuter und Schiffbrüchige. Eine kleine Info nebenbei für Rumtrinker: Den berühmten "Captain Morgan" gab es wirklich, allerdings war er kein Pirat im heutigen Sinne, sondern handelte oft im Dienste der englischen Krone.

Ausschlaggebend für die Besiedlung war dann der "Vertrag von Madrid", der 1670 zwischen Spanien und England geschlossen wurde. Hierin erkannte Spanien die englischen Besitzungen in der Karibik an, einschließlich der Cayman Islands. Im Gegenzug verpflichtete England sich, die Piraterie in der Region zu unterbinden.

Somit begannen sich hier im 17. Jahrhundert erste ständige Siedler - oft aus Jamaika - niederzulassen und bilden heute eine gemischte Bevölkerung, die stolz auf ihre Herkunft ist.

Was wusste ich bislang sonst über diese Inseln? Nicht viel, außer dass sie in der Karibik liegen und ein Steuerparadies sind - aber weshalb?

Bei meinem Besuch letzte Woche habe ich eine schöne Legende gehört. Sie führt uns zurück ins Jahr 1794, als am 8. Februar 10 britische Schiffe auf dem vor der Insel liegenden Riff strandeten (bekannt als "Wreck of the Ten Sail"). Dieser Konvoi bestand aus einer Gruppe von 10 Schiffen, darunter die HMS Convert und neun Handelsschiffe, welche Zucker, Rum und andere Waren von Jamaika nach Großbritannien transportieren sollten und dabei in einen Sturm gerieten.

Mutig retteten die Bewohner fast alle Besatzungsmitglieder und Passagiere - nur acht Menschen starben bei diesem Unglück. Der Legende nach soll sich unter den geretteten Menschen ein britischer Prinz befunden haben, und aus Dank gewährte König Georg III. den Inseln ewige Steuerfreiheit und Befreiung vom Militärdienst. Dies ist eine schöne Geschichte, leider ist sie nicht dokumentarisch bewiesen.

Im Jahre 1962, als Jamaika die Unabhängigkeit erlangte, entschieden sich die Inseln dafür, direkt der britischen Krone unterstellt zu bleiben und wurden eine eigenständige Kolonie.

Nun komme ich zu den Attraktionen der größten und bekanntesten Insel Grand Cayman, denn ausser der Hauptstadt George Town und dem berühmten Seven Mile Beach, befinden sich hier noch mehrere Höhlen, von denen die Cayman Crystal Caves für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
 
1. Open Ceiling Cave,  dies ist eine Höhle mit einem offenem Dach.


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2. Roots Cave:  Eine Höhle, in der die Wurzeln von Bäumen die Decke durchbrochen haben und runterhängen.
 
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3. Lake Cave: Die größte der drei zugänglichen Höhlen, mit einem unterirdischen See. 

 
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In all diesen Höhlen kann man Stalaktiten- und Stalagmiten Formationen sehen, sowie Fledermäuse und mit Glück auch andere Tierarten. Ich sah leider nur Fledermäuse ....

 
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....und freilaufende Hühner und Hähne, die einem auf der ganzen Insel begegneten😊 Dieses Exemplar kam uns gleich im Hafen entgegen.
 
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Fisch kann man hier direkt am Strand kaufen...

 
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Schön wars.....wer weiss...vielleicht komme ich wieder.

LG Globetrotter🙋‍♀️

©Text Globetrotter 12/2025 (unter Zuhilfenahme der ST-Schreibhilfe)
@Bilder Globetrotter 12/2025

 

Kommentare (6)

fraun

Oh ja, liebe Gisela, Dein Bericht lässt Aufbruchstimmung aufkommen. Und frisch gefangener Fisch, der direkt nach dem Fang verkauft wird….. besser geht es wirklich nicht. Mhhh 🤗

Globetrotter

@fraun  
Liebe Annegret, 
das kann ich gut nachvollziehen, zumindest wenn alles in Deutschland grau in grau ist. Dafür fehlen mir hier die Weihnachtsmärkte mit ihrem typischen Geruch nach Glühwein und Schmalzgebäck. Aber man kann nicht alles im Leben haben.
Vielen Dank für deinen netten Kommentar
Lg Gisela🙋‍♀️ 

Jutta

Liebe Gisela,

Ein spannender Bericht hast du uns mitgebracht - ich war ganz fasziniert. Die Karibik hatte ich nie auf dem Schirm, aber deinem Bericht zufolge hätte es mir dort auch gut gefallen. Auch die Fotos sind sehr interessant, die du uns mitgebracht hast.

Danke, dass du uns mit auf die Reise genommen hast und

sei herzlich gegrüsst von

Jutta

 

Globetrotter

@Jutta  
auch ich hatte die Karibik nie im Visier. Wir waren ja immer eher in Afrika oder Asien unterwegs. Das Erkunden von Latein/Südamerika und auch der Karibik war mit ein Grund das wir uns hier in Florida, zumindest zeitweise,  niedergelassen haben. Von hier aus ist eben alles sehr viel einfacher erreichbar und eine grosse Zeitverschiebung gibt es auch nicht.
Vielen Dank für deinen Kommentar
LG Gisela🙋‍♀️

Boeuf

Hallo Gisela
Ein interessanter Bericht aus der Karibik, danke dafür. Als Liebhaber karibischer Rumsorten fällt mir der Seven Fathoms Rum ein, der auf den Caymans hergestellt wird. Toll der Fischverkäufer direkt am Strand, ich denke da an die karibische Küche die ich schon kennenlernen durfte, allerdings nicht vor Ort so wie du, leider.
Liebe Grüße 
Peter

Globetrotter

@Boeuf  

Hallo Peter,
ja, die Karibik hat schon etwas Besonderes. Die Küche, den Rum, den ich aber lieber in Cocktails trinke, die Musik, glasklares Wasser und und und. Ich drücke dir die Daumen, dass du es auch noch zu sehen bekommst.
Vielen Dank für deinen Kommentar
LG Gisela🙋‍♀️

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