Bestandsaufnahme
Demokratien verabschieden sich höflich von sich selbst, während radikale Heilsversprechen wieder Hochkonjunktur haben, modern verpackt, mit Social Media Team und patriotischen Parolen.
Gleichzeitig investieren Staaten Milliarden in Waffen, weil Frieden offenbar zu unsicher geworden ist. Schulen bröckeln, Brücken zerfallen, aber immerhin können wir bald jeden Planeten mehrfach atomar verwüsten.
Man muss schließlich Prioritäten setzen.
Die Staatsverschuldungen entwickeln sich beeindruckend. Früher hinterließ man seinen Kindern Häuser oder Sparbücher.
Heute hinterlassen wir Zinslasten in historischer Größenordnung und nennen das „wirtschaftliche Stabilisierung“.
Hab ich etwas vergessen…?
Ach ja….über allem schwebt der Klimawandel, den man seit Jahrzehnten ignoriert, weil die Quartalszahlen gerade wichtiger waren. Wälder brennen, Flüsse trocknen aus, Städte überhitzen, aber immerhin diskutieren wir noch immer tapfer darüber, ob das wirklich alles menschengemacht ist. Diese Konsequenz verdient beinahe Respekt.
Vielleicht ist das der eigentliche Fortschritt unserer Zeit:
Wir wissen heute alles. Und handeln trotzdem konsequent dagegen.
Vielleicht werden spätere Generationen einmal auf unsere Zeit zurückblicken wie auf den Moment, in dem eigentlich alles bekannt war:
Die Daten lagen auf dem Tisch. Die Warnungen waren ausgesprochen.
Die Folgen sichtbar.
Und dennoch diskutierten wir weiter über Zuständigkeiten, Umfragewerte und Aktienkurse, während der Rauch bereits unter der Tür hervorzog.
Vielleicht wird man sich wundern, wie eine Gesellschaft gleichzeitig so informiert und so orientierungslos sein konnte.
Wie Menschen jede Antwort in Sekunden finden konnten außer auf die Frage, wann genug eigentlich genug ist.
Aber wahrscheinlich wird es dafür später keine Historiker mehr geben.
Nur noch ein paar überhitzte Serverhallen irgendwo im Norden, die sich gegenseitig die letzten Fehlermeldungen schicken.
Amen
Text Boeuf/Bild KI
Kommentare (14)
@Omg-2 Cornelius: " Klimatisch gesehen war es ein falscher Weg"
Ich muss vorausschicken, ich bin kein Klimawissenschaftler, nur Arbeitswissenschaftler.
Ich bin nicht ganz sicher, ob diese Aussage stimmt. Bitte lies mal nach, der IPCC bekennt plötzlich, dass das letzte Klima- Szenario, RCP8.5, zu pessimistisch ist. 
Falls Sie mit der Statistik betraut sind, falls Sie prospektive Analysen jemals gemacht haben, es kommt immer auf die jeweiligen Parameter an, die ich IMMER abschätzen muss. Das heißt, wir haben es mit einer schätzenden Wissenschaft zu tun, die nahe am Würfeln ist.
Finden Sie es nicht bedenklich, dass immer wieder neue Rechnermodelle = Formeln auftauchen?
https://tkp.at/2026/05/15/klima-hysterie-wissenschaftlich-seziert-dr-bernd-fleischmann-zerlegt-die-co%e2%82%82-panikmache/
https://eike-klima-energie.eu/2026/05/14/ding-dong-rcp8-5-ist-tot/
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/fritz-vahrenholt-weltklimarat-revidiert-rcp-8-5-klimakatastrophe-findet-nicht-statt-a5488826.html
Ja, mein lieber Peter,
daß ist ein Thema was viele bewegt.
Der Klimawandel ist ein wichtiger Faktor,
der , immer wieder in den Hintergrund gerät.
Irgendwann wird ein hoher Preis dafür bezahlt werden müssen.
Es grüßt ❤️ lichst Marlen
@Marlen13 Bitte mal lesen:
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/fritz-vahrenholt-weltklimarat-revidiert-rcp-8-5-klimakatastrophe-findet-nicht-statt-a5488826.html
@Marlen13
"Der Klimawandel ist ein wichtiger Faktor"
Marlen,
ich bin skeptisch, was das Thema Klimawandel anbelangt. Ich war lange mit einem Grünen Stadtrat befreundet und als wir uns vor Jahren trafen, haben wir über den Klimawandel gesprochen. Er war ein glühender Verfechter. Ich eher skeptisch und ich sagte ihm:
Meine Position ist eher von der Wissenschaft geprägt. Bis etwa 1850 hatten wir die Kleine Eiszeit. Die Menschen davor hatten bezüglich ihres Lebens schlimme Zeiten erlebt. Das ist alles dokumentiert und das Ende der Kleinen Eiszeit ist unwidersprochen. Ich frage dich: was kommt normalerweise udn seit Millionen Jahren auf der Erde nach einer Eiszeit? Eine Warmzeit. Und genau die erleben wir heute, würden wir die nicht erleben, wir lebten immer noch in der Kleinen Eiszeit.
Er musste zähneknirschend zugeben. Auch hier sage ich: glaube nicht alles, selbst wenn 1 Millionen Menschen dir was anderes sagen.
ein sehr düsterer Beitrag mein Lieber Peter, jedoch wenn ich das Leuchten in den Kinderaugen sehe, bleibt mir die Hoffnung, dass irgendwann ein Mensch heranwächst der das von uns verursachte Chaos beseitigen wird.
Lg Gisela🙋♀️
@Globetrotter , Gisela,
" dass irgendwann ein Mensch heranwächst der das von uns verursachte Chaos beseitigen wird", ein frommer Wunsch, der ein Wunsch bleiben wird. Ich bin gerade dabei einen Roman zu schreiben, der die Basis der seit 20 Jahren sich verändernden Gesellschaft fortsetzt. Wir müssen grundsätzlich sagen, das, was gestern noch Evangelium war, ist heute Teufelswerk und morgen Verdammnis - so radikal geht es momentan zu. Ich habe mich in meinem Roman, ich hoffe, er wird fertig, in sie Situation versetzt und wagte dort den furchtbaren Gedanken:
Warum? Weil dieses Chaos eigentlich von selbst- und gewinnsüchtigen Typen hervorgerufen wurde und ein Treiber dieser negativen Veränderung ist die Gier nach Macht, nach Vermögen usw. Jeder Versuch bisher, diese Macht zu neutralisieren, ist gescheitert, weil das System diese Neutralisierung nicht zulässt - es sei denn, wir sprechen über diktatorische Systeme.
In meinem Roman kommt es dann zum Showdown, wo zwei Denker sagen und es auf den Punkt bringen: Frieden oder Freiräume für jeden, was ist uns wichtiger?
@Globetrotter
Ich kann das sehr gut nachfühlen, Gisela. Die Hoffnung sollten wir nicht aufgeben, denn ohne Hoffnung sind wir nichts.
Liebe Grüße
Peter
Amen ist das zutreffende Wort. Denn eigentlich geht es auch darum, in dem von einigen Interessengruppen durchaus gewollten Chaos das zufriedene Licht zu sehen. Ich frage mich immer mehr, werden wir zum Spielball für gierig saugende Interessenten? Müssen wir das mit uns machen lassen? Müssen wir uns verantwortlich selbst für den kleinsten Mist fühlen?
Ich war CEO und habe für Familien eine Zukunft gebaut. Ich war in einem internationalen Konzern tätig und habe mit meinen Möglichkeiten das Beste für Familien und damit für den kleinen Teil der Gesellschaft getan.
Ich sage: erkenne deine Fähigkeiten und sage NEIN, selbst wenn tausende anderer Typen JA schreien.
![]()
Deutschland dreht aktuell völlig durch. Demokraten stolpern herum wie ein betrunkener Tourist nach acht Gin Tonics in der australischen Sonne 🍸☀️, Regierungen werfen Milliarden für Waffen aus dem Fenster 💸🚀 und gleichzeitig erklärt dir jemand im Fernsehen, warum kaputte Schulen leider „budgettechnisch schwierig“ sind. 🏚️
Dann natürlich das Klima. In Australien nennen wir das inzwischen einfach „Dienstag“. 🔥🌊 Erst Buschbrand, dann Überschwemmung, dann 43 Grad im Schatten und irgendein alter Bloke am BBQ meint trotzdem noch: „Bit warm today, eh?“ 🍺🥩
Aber genau da liegt vielleicht der Unterschied. Aussies haben diese fast unverschämte Fähigkeit, selbst im kompletten Chaos noch entspannt zu bleiben 😎. Nicht weil uns alles egal wäre — sondern weil Panik noch nie ein Dach repariert hat, ein Feuer gelöscht oder ein kaltes Bier geöffnet hat. 🍻
Die Welt war schon öfter kurz davor, sich selbst gegen die Wand zu fahren 🚗💥. Und trotzdem stehen am Ende immer irgendwo Menschen zusammen, helfen sich gegenseitig und sagen: „Righto mate, kriegen wir schon hin.“ 🤝
Wahrscheinlich retten wir den Planeten nicht mit endlosen Talkshows oder Präsentationen 📺📊, sondern mit etwas mehr Pragmatismus, weniger Ego und vielleicht mit einer typisch australischen Einstellung: No worries. Erstmal durchatmen, den BBQ anwerfen und dann schauen wir weiter. 🔥🦘
Und ehrlich — solange noch Australier barfuß mit einem Steak in der Hand am Grill stehen 🩴🥩 und sich über das Leben tot lachen, ist die Menschheit wahrscheinlich noch nicht verloren.
She’ll be alright, mates. 🇦🇺🍻
@Wombat
Die Art und Weise wie du hier auf meinen Blog antwortest macht mich sprachlos. Alles schön bunt hier? ja, klar. Hauptsache du kannst deine bunten Bildchen platzieren…
Boeuf
Lieber Boeuf!
Ein zwar sehr dystopischer, aber sehr kluger Beitrag, der es auf den Punkt bringt. Und ich frage mich wieder einmal, warum wir das alles sehenden Auges zulassen...?!
Sei herzlich gegrüßt & Danke.
Der Waldler
Lieber Peter, wenn du scheibst "Vielleicht wird man sich wundern, wie eine Gesellschaft gleichzeitig so informiert und so orientierungslos sein konnte.", überlege ich, wer denn diese Frage noch stellen kann, wenn bereits alles vernichtet ist. – Ach ja, wir können es... allerdings nur noch aus dem Jenseits, vermutet
Syrdal
@Syrdal
Eine rhetorische Frage,in der Tat lieber Syrdal.
Es wird keine Antwort mehr erwartet.
Liebe Grüße
Peter
Hallo Peter
Im grossen Rahmen bin ich mit dir einig. Aber es ist einfach alles zu schlecht zu finden. Wir sind ja verwöhnt. Und niemand kann sagen: „Ich habe das alles nicht gewusst.“
Wenn wir in die Vergangenheit zurückgehen, sehen wir, dass die Industrialisierung ein Faktor war, der klimatisch den Umschwung brachte. Klimatisch gesehen war es ein falscher Weg – oder anders gesagt: Wir hätten damals schon die Möglichkeiten gehabt, es anders zu machen. Doch wir taten es nicht.
Mit der Dampfmaschine kam die Kohle – mit ihrer zwiespältigen Bedeutung. Aber es kam auch der Fortschritt, oder wie man es auch nennen will. England war damals das Zukunftsbild für alles. Den Menschen ging es ja auch besser, abgesehen von der Kinderarbeit und den großen Unterschieden zwischen Reich und Arm. Dann kam das Oil, welche immer noch ein , oder wieder ein große Bedeutung hat.
Das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg war teilweise eine Täuschung. Deutschland konnte die Schulden, die von Amerika aufgenommen beziehungsweise aufgedrängt wurden, gar nicht richtig zurückzahlen. Aber den Leuten ging es besser.
So ging es weiter. In den 68er-Jahren kam ein kleiner Umschwung. Die Jungen wollten nicht mehr alles einfach hinnehmen. Auch das Klima war damals schon ein Thema. Atomkraftwerke kamen und wurden spätestens nach Tschernobyl stark verpönt.
Nun haben wir die Auswirkungen. Aber wenn wir ehrlich sind, sind wir selber schuld. Das Internet hat nicht gebracht, was man sich erhofft hatte. Keine bessere Information, sondern viel mehr Information. Wir wissen heute so viel mehr, wovon man früher keine Ahnung hatte. Und nirgendwo wird soviel gelogen.
Nun müssen wir halt damit leben – oder sterben. Die Welt ist nicht besser geworden, sondern nur komplizierter. Doch man kann nicht sagen: „Ich wasche meine Hände in Unschuld.“ So einfach ist es nicht.
Die letzten 70 Jahre waren wir verwöhnt. Jetzt müssen wir die Rechnung bezahlen. Bedenklich ist nur, dass es die nächste Generation ausbaden muss. Das ist das schlimmste Vermächtnis.
gruss Cornelis