Bensheim-Auerbach ..... Das "Fürstenlager"

Autor: ehemaliges Mitglied



Der Wegweiser "Fürstenlager" ist uns schon oft aufgefallen, wenn wir auf der Bergstraße in Richtung Norden unterwegs waren. Zwei Wochen Osterurlaub in der Heidelberger Gegend - eine gute Gelegenheit, mal zu gucken, was sich dahinter verbirgt .... ein traumhaft schöner Landschaftspark im englischen Stil - traumhaft schön, obwohl viele Bäume nach der kalten und verregneten Karwoche noch "laublos" waren ....

Auf der Infotafel am Eingang zum Park lesen wir:

"Geschichte: Der 1739 entdeckten und gefassten Heilquelle, dem Gesundbrunnen, verdankt das Fürstenlager seine Entstehung. Ein Badehaus und zwei Pavillons wurden damals hier errichtet und man plante, das enge Tal als repräsentatives Kurbad auszubauen. Zur Ausführung kamen diese Pläne nie. Ende des 18. Jahrhunderts entstand stattdessen ein Sommersitz im Typus der 'ornamental farm' für die Landgrafen und späteren Großherzöge von Hessen-Darmstadt mit einem weitläufigen Landschaftspark, einem der frühestens seiner Art in Deutschland. Im Zentrum, dem so genannten Dörfchen, liegen idyllisch in das Tal eingebettet die herrschaftlichen Gebäude. Ausgedehnte Alleen, weite Wiesen, teils mit Obstgehölzen bestanden, und hainartige Waldpartien säumen das Zentrum. Eingepasst in die vielfältige Kulturlandschaft eröffnen sich von den kleinen Schmuckplätzen oder Pavillons in den Randbereichen des Parks reizvolle Ausblicke sowohl in die Landschaft des Odenwalds als auch in die einstige Badeanlage.
Entstehungszeit: 1766 - 1807
Bauherren: Landgraf Ludwig VIII.von Hessen-Darmstadt (1739-1768), Landgraf Ludwig X. (1790-1830), der spätere Großherzog Ludwig I.
Gartenarchitekten: Johann Jacob Hill, Carl Ludwig Bötticher, Hofgärtner Carl Ludwig Geiger"


Vom Naturpark-Parkplatz Fürstenlager nehmen wir den direkten Weg durch die Lindenallee, es geht leicht bergauf, rechts der Schwanenteich - heute ohne Schwan, der ist gerade zu Gast am Ententeich unterhalb des Fremdenbaues mit Museumsshop, wechselnden Ausstellungen und Treffpunkt für Führungen .... Wir gehen unseren eigenen Weg

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zum "Dörfchen", der Sommerresidenz des Fürstenhauses Hessen-Darmstadt, mit der Heilquelle, dem "Gesundbrunnen". Die meisten Häuser im Dörfchen wurden in den Jahren 1790 bis 1792 errichtet.

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Entlang der Herrenwiese mit einem der ältesten Mammutbäume Deutschlands (sein Alter wird auf 140 Jahre geschätzt) wandern wir hoch zum Freundschaftstempel der Prinzen Ludwig und Emil, dem zweitältesten Sohn von Luise (errichtet 1824),

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und weiter zur Ludwigslinde, ein eher zartes Bäumchen. Die Erklärung dafür finden wir auf der Tafel, die am Aussichtsplatz angebracht ist.

"Nach ca. 150 Jahren fiel die alte Ludewigslinde der Sturmnacht vom 2. auf 3.6.99 zum Opfer. Neuanlage und Pflanzen der jetzigen Linde auf Veranlassung des LIONSCLUB Bergstraße Bensheim, Übergabe: Ostermontag, 24.4.2000"

Die Bank ist leider besetzt, so dass wir die herrliche Aussicht im Stehen genießen müssen.

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Unser Weg geht weiter zum nächsten Aussichtspunkt, dem Altarberg, mit dem Freundschaftsaltar von 1783 mit den Initialen von Ludwig X. und seiner Gemahlin Luise, den "Bauherren" dieses Sommersitzes.

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Nach einer Ruhepause auf einer Bank am "Teehäuschen" mit reizvollen Ausblicken auf Bensheim, die Bergstraße und bis zur Kalmit in der Pfalz

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machen wir uns auf den Rückweg. Noch ein Blick von oben auf das Fürstenlager

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Zum Schluss ein Dank an den "Co-Produzenten" meiner Blogs und Clips, den Berater, Kritiker, Chauffeur, Ideengeber für viele Ausflüge, meinen Mann, der hier gerade eine Ruhepause einlegt, während ich auf Fototour bin.

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Helga49

Mehr Infos zum Fürstenlager

Hinweis: Eingefügtes Video von Youtube mit der ID o35Hj5JKu44 (aus Sicherheitsgründen nicht hier angezeigt)

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