aufblick
es war unter dem Schleier
von aufgestiegenen Kunstwerken, ausgestellt
hängend, stehend, manchmal schwebend
jedes Objekt bittend
um die Gunst eines Blickes
.
Besucher in allen Farben und Gestalten
in teils verständlichen, teils fremden Sprachen
doch mit Liebe für das Aussehen
und manchmal mit dem Ruf nach eigenem Einsehen
.
sie schufen eine erhebende Atmosphäre
und berührten meine Seele im Kern der Kunst
um sie zu übersetzen oder zu erhellen
.
plötzlich sah ich sie, sie trug sich selbst
löste eine Schönheit in mir aus
die ich durch ein Kamerafenster festhalten wollte
.
es kostete mich ein einziges Lächeln
und klick — ich fing ihr Gesicht auf einer imaginären Platte
die meine Vorstellung, von Natur bekleidet,
sie in ein aufleuchtendes Gefühl setzte
um mich in einen ungestüm gefärbten Wald zu schicken
.
beim Entwickeln ihrer Erscheinung
in meinem verdunkelten Zimmer
erschrak ich, es traf mein Gemüt
sie entsprach im wachsenden Bild
ganz und gar nicht dem Gefühl, das ich genährt hatte
Kommentare (2)
Manchmal ist es tatsächlich so...
Der ersten zauberhaften Illusion folgt leider später, beim zweiten klaren Blick, die Ernüchterung.😏
Rosi65
Ja so etwas kann passieren!
Dumm gelaufen...
Ich glaube wir sollten uns niemals an Vorstellungen klammern.
Wir könnten Wesentliches verpassen.